Rechtsprechung
| OLG Braunschweig, 07.08.1980 - 1 UF 58/80 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- familienrecht-deutschland.de
BGB § 1587a; BeamtVG § 55
Versorgungsausgleich bei einem Beamten; Abänderung einer Entscheidung zum Versorgungsausgleich durch das Beschwerdegericht zum Nachteil des Beschwerdeführers. - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- FamRZ 1981, 172
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (4)
- AG Lörrach, 27.09.1979 - 1 F 32/79
Voraussetzung für eine Scheidung gem. § 1565 BGB; Durchführung eines …
Auszug aus OLG Braunschweig, 07.08.1980 - 1 UF 58/80
Auf diese Weise wird übrigens auch - soweit möglich - eine Gleichstellung mit Arbeitnehmern, die durch eine Betriebsrente (zum Beispiel VBL-Rente) eine Gesamtversorgung erlangen, erreicht (vgl. Senatsbeschluß vom 9. Juni 1980 - 1 UF 51/80 - n.v.; OLG Bamberg FamRZ 1980, 161; OLG München FamRZ , 598).Andererseits ist der angefochtene Beschluß nicht etwa zu Lasten der beschwerdeführenden Ehefrau von Amts wegen zu ändern, weil dies gegen das auch im Versorgungsausgleich geltende Verbot der Abänderung zu Lasten des Rechtsmittelführers verstoßen würde (so OLG Bamberg FamRZ 1980, 161; a.A. OLG Bremen FamRZ 1979, 826 [Ls]; OLG München FamRZ 1980, 699).
- BGH, 18.05.1978 - VII ZB 30/76
Anschlußbeschwerde nach FGG
Auszug aus OLG Braunschweig, 07.08.1980 - 1 UF 58/80
Der Versorgungsausgleich ist zwar von Amts wegen in einem Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit durchzuführen, und in dem Bereich des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gilt nicht ohne weiteres das Verschlechterungsverbot; dieses Verbot gilt jedoch insbesondere bei echten Streitverfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit (BGHZ 19, 199; 71, 314 = NJW 1978, 1977;… Keidel/Kuntze/Winkler, FG Teil A 11. Aufl. § 19 Rdn. 91). - BGH, 14.07.1955 - IV ZB 37/55
Verfahren bei Hausratsverteilung
Auszug aus OLG Braunschweig, 07.08.1980 - 1 UF 58/80
Bei anderen Verfahren, wie zum Beispiel dem Hausratsverfahren, könnte eine sinnvolle Entscheidung unmöglich sein, wenn das Rechtsmittelgericht nicht wenigstens teilweise die Regelung auch zu Lasten des Rechtsmittelführers ändern könnte (vgl. BGHZ 18, 143). - BVerfG, 28.02.1980 - 1 BvL 17/77
Versorgungsausgleich I
Auszug aus OLG Braunschweig, 07.08.1980 - 1 UF 58/80
Ob der Beamte diese von seinem Dienstherrn oder von einem Versicherungsträger erhält, ist für ihn (abgesehen von steuerrechtlichen Problemen, die hier aber nicht zu berücksichtigen sind, vgl. BVerfG FamRZ 1980, 326, 336) wirtschaftlich gleichgültig.
- BGH, 01.12.1982 - IVb ZB 532/81
Berechnung des Versorgungsausgleichs in den Fällen des Ruhens gemäß BeamtVG § 55 …
Da in den Fällen des Halbsatzes 2 "sinngemäß" verfahren werden soll, wählen mehrere Oberlandesgerichte und ein Teil des Schrifttums auch hier eine Berechnung über eine "Gesamtversorgung" (OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172; OLG Celle FamRZ 1981, 975; OLG Stuttgart FamRZ 1982, 182;… Glockner/Böhmer/Klein, Versorgungsausgleich bei Scheidung 2. Aufl. S. 154 ff., 156, 158, 160; vgl. auch Glöckner FamRZ 1980, 308).Das ist der Fall, wenn aus der Vorehezeit beträchtliche gesetzliche Rentenanwartschaften herrühren (OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172; siehe auch das Rechenbeispiel des OLG München in FamRZ 1981, 686, 687).
Der gegenteiligen Auffassung (Vogel FamRZ 1980, 605; Müller-Bütow FamRZ 1982, 184; OLG Karlsruhe FamRZ 1981, 282; 1982, 825" 827) vermag der Senat mit der ganz herrschenden Auffassung (OLG Bremen FamRZ 1979" 829; OLG München FamRZ 1980, 1025" 1026 f .; OLG Koblenz FamRZ 1980, 1027, 1028; OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172, 174; KG FamRZ 1981, 177 - LS - OLG Hamm FamRZ 1981, 467, 468; OLG Köln FamRZ 1981, 905, 906; OLG Celle FamRZ 1981, 975, 976; OLG Stuttgart FamRZ 1982, 182, 183;… Klinkhardt bei Bastian/Roth-Stielow/Schmeiduch aaO § 1587 a Rdn. 228; Schmal hofer, Versorgungsausgleich für öffentliche Bedienstete S. 109;… Soergel/Minz aaO § 1587 a Rdn. 338) nicht zu folgen.
in der Fassung des Art, VI Nr, 2 des Zweiten Gesetzes zur Vereinheitlichung und Neuregelung des Besoldungsrechts in Bund und Ländern - 2, BesVNG - vom 23. Mai 1975, BGBl I 1173, 1240, beachtet werden, daß nach § 9 Satz 2 SZG die bei der Anwendung von Ruhensvorschriften maßgebenden Höchstgrenzen für die Gewährung der Zuwendung für den Monat Dezember zu verdoppeln sind (zur insoweit anzusteilenden Berechnung zutreffend insbesondere OLG Bremen FamRZ 1979, 830, 831 und OLG Celle FamRZ 1981, 975, 976 f , die der - auch hier angewandten - behördlichen Auskunftspraxis folgen; a A. OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172, 174 f ).
- OLG Celle, 15.06.1981 - 12 UF 235/80 Ruhegehalt und Sonderzuwendung insgesamt sind um den übersteigenden Betrag zu kürzen, und ergeben den im Dezember zu zahlenden Betrag der Beamtenversorgung (a.A. OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172).
Dagegen haben sich für die Anwendung der Endstufe zu der Berechnung der Höchstgrenze ausgesprochen die Oberlandesgerichte München (FamRZ 1980, 1025), Koblenz (FamRZ 1980, 1027), Hamm (FamRZ 1981, 467) und Braunschweig (FamRZ 1981, 172).
Demgegenüber meinen die Oberlandesgerichte Braunschweig (FamRZ 1981, 172) und Hamm (FamRZ 1981, 467) zu Recht, daß im Rahmen des § 1587a Abs. 6 letzter Halbsatz BGB die gesamte, bis zu dem Eheende erworbene Rentenanwartschaft, und nicht nur der auf die Ehezeit entfallende Anteil zu berücksichtigen ist.
Damit weicht der Senat wesentlich von der von dem Oberlandesgericht Braunschweig (FamRZ 1981, 172, 173) vertretenen Berechnungsweise ab, und gelangt zu einem anderen (im Ergebnis mit der Auskunft der DB übereinstimmenden) Monatsdurchschnittsbetrag der gekürzten Versorgung.
Da der letztere die Rente im Dezember nur einfach erhält, wirkt sich dies dahin aus, daß die volle Versorgung die doppelte Höchstversorgung, die der Nur-Beamte im Dezember erhält, geringer als in den anderen Monaten oder auch gar nicht (vgl. Fall des OLG Bremen FamRZ 1979, 830, und des OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172, 175, bei richtiger Anwendung des § 9 SZG) übersteigt, so daß auch das laufende Ruhegehalt im Dezember weniger oder gar nicht gekürzt wird; andernfalls würde der "Renten-Beamte« im Dezember schlechter stehen als der Nur-Beamte, und eine Kürzung sogar dann erfolgen, wenn er im Dezember mit seiner vollen Versorgung die doppelte Höchstgrenze nicht erreicht (…so aber OLG Braunschweig aaO).
- BGH, 27.10.1982 - IVb ZB 719/81
Beschränkung der Dispositionsbefugnis der Ehegatten über den Versorgungsausgleich
In der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte wird sie überwiegend verneint (OLG Bremen FamRZ 1979, 826 - LS; OLG München FamRZ 1980, 699, 701; 1981, 167; OLG Düsseldorf FamRZ 1981, 171, 172; OLG Karlsruhe FamRZ 1981, 802 (Beschwerdeentscheidung in der vorliegenden Sache); OLG Zweibrücken FamRZ 1981, 802; OLG Hamm FamRZ 1981, 803; für Geltung des Verbots: OLG Bamberg FamRZ 1980, 161, 163; OLG Stuttgart, Beschluß vom 22. Januar 1980 - 15 UF 27/79 VA; OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172, 175; OLG Frankfurt FamRZ 1981, 291 und 291 f.).
- OLG Stuttgart, 14.07.1981 - 15 UF 261/80 Bei der gemäß § 55 Abs. 2 BeamtVG zunächst zu bestimmenden Höchstgrenze ist von der Endstufe der Besoldungsgruppe auszugehen, aus der sich die Versorgung des Antragstellers konkret errechnet, d.h. die der Antragsteller bei Ende der Ehezeit erreicht hat (vgl. OLG Bremen FamRZ 1979, 829; OLG München FamRZ 1980, 1025; OLG Koblenz FamRZ 1980, 1027; OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172; OLG Hamm FamRZ 1981, 467).
Der Senat folgt insoweit der von dem Oberlandesgericht Braunschweig (FamRZ 1981, 172) vertretenen Auffassung, nach der - abweichend von der Berechnung der DB in dem vorliegenden Fall, zunächst der Ehezeitanteil der Gesamtversorgung zu errechnen, und sodann der Ehezeitanteil der Anwartschaft aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Abzug zu bringen ist, um den auszugleichenden Ehezeitanteil der Beamtenversorgung zu errechnen.
- OLG Stuttgart, 06.05.1981 - 18 UF 23/80 Die Frage, ob zu den "echten Streitsachen« in dem Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit auch Versorgungsausgleichssachen zu zählen sind - mit der Folge, daß für sie das Verbot der Schlechterstellung (reformatio in peius) zu gelten hat -, ist allerdings umstritten (bejahend OLG Stuttgart Justiz 1980, 201; OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172; OLG Frankfurt FamRZ 1981, 291 [Nr. 200 und Nr. 201]); verneinend OLG Bremen FamRZ 1979, 826 [Ls]; OLG München FamRZ 1980, 699; 1981, 167; OLG Düsseldorf FamRZ 1981, 171).
- OLG Braunschweig, 09.07.1981 - 1 UF 51/81
Durchführung des Versorgungsausgleiches nach einer Ehescheidung; Berechnung einer …
Grundsätzlich ist zwar eine Entscheidung über den Versorgungsausgleich nicht zu Lasten der rechtsmittelführenden Partei zulässig (Senatsbeschluß vom 7.8.1980 - 1 UF 58/80 = 45 F 38/78 AG BS, FamRZ 1981, 172). - BGH, 19.09.1984 - IVb ZB 834/81
Erwerb der Versorgungsanwartschaft seitens des Ehemannes - Regelung des …
Insoweit hat das Landesverwaltungsamt eine der früheren Auskunftspraxis der Versorgungsträger folgende Rechnung aufgemacht, wohingegen das Oberlandesgericht im Anschluß an OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172 die Berechnung über eine "Gesamtversorgung" gewählt hat. - OLG Oldenburg, 29.05.1981 - 12 UF 8/81 Ebenso ist hier nach herrschender Meinung die Anschlußbeschwerde gegeben (vgl. insgesamt OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172, 175; OLG Frankfurt FamRZ 1981, 291).
- OLG Karlsruhe, 10.04.1981 - 16 UF 186/79 § 19 FGG Rdn. 90) zu beachtende Grundsatz des Verbots der reformatio in peius grundsätzlich nicht (OLG Bremen FamRZ 1979, 826; OLG München FRES 6, 73, 86; FamRZ 1981, 167; OLG Schleswig FamRZ 1980, 1132; OLG Düsseldorf FamRZ 1981, 171, 172; a.A. OLG Bamberg FamRZ 1980, 161, 163; OLG Braunschweig FamRZ 1981, 172, 175 [mit Einschränkungen]; OLG Frankfurt FamRZ 1981, 291).
- OLG Koblenz, 17.03.1981 - 15 UF 353/80 Der gegenteiligen Auffassung des Oberlandesgerichts Braunschweig (FamRZ 1981, 172) und des Amtsgerichts München (FamRZ 1981, 175 mit Anm. Kemnade) vermag der Senat nicht zu folgen, weil § 55 BeamtVG bzw. § 20 SVG keinen Fall der "Gesamt«- oder "Doppelversorgung« im Sinne einer Zusatzversorgung regeln.
- OLG Karlsruhe, 28.06.1982 - 18 UF 147/81
- OLG Köln, 23.03.1981 - 21 UF 179/80
Berücksichtigung von Kürzungen der Beamtenversorgung im Versorgungsausgleich
- OLG Celle, 15.06.1983 - 18 UF 273/81
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