Rechtsprechung
| OLG Nürnberg, 23.09.1997 - 11 WF 2896/97 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Umfang der Prozeßkostenhilfe
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer Beschwerde; Voraussetzungen für die Bewilligung von Prozesskostenhilfe; Anforderungen an die Erfolgsaussicht der beabsichtigten Rechtsverfolgung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- AG Ansbach, 25.07.1997 - 3 F 283/96
- OLG Nürnberg, 23.09.1997 - 11 WF 2896/97
Papierfundstellen
- NJW-RR 1998, 864
- FamRZ 1998, 837
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (3)
- OLG Bamberg, 07.11.1994 - 7 WF 139/94
Prozeßkostenhilfe für Vergleich im PKH-Prüfungsverfahren
Auszug aus OLG Nürnberg, 23.09.1997 - 11 WF 2896/97
Der Senat schließt sich unter Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung der herrschenden Auffassung an, daß bei einem Vergleichsabschluß im Erörterungstermin gemäß § 118 Abs. 1 Satz 3 ZPO Prozeßkostenhilfe nicht nur für den Abschluß des Vergleichs, sondern für das gesamte Prozeßkostenhilfeverfahren zu bewilligen ist (…ebenso OLG Hamm in FamRZ 1987, S. 1062; OLG Bamberg in FamRZ 1995, S. 939 f.), wenn aus dem Blickwinkel des Vergleichsabschlusses die Frage der Erfolgsaussicht zu bejahen ist. - OLG München, 21.11.1986 - 11 WF 1437/86
Auszug aus OLG Nürnberg, 23.09.1997 - 11 WF 2896/97
Streitig ist dabei, ob in diesem Fall Prozeßkostenhilfe nur für den Abschluß des Vergleichs (OLG München in MDR 1987, S. 239) oder für das gesamte Prozeßkostenhilfeverfahren zu bewilligen ist. - OLG Hamm, 23.01.1987 - 10 WF 449/86
Auszug aus OLG Nürnberg, 23.09.1997 - 11 WF 2896/97
Der Senat schließt sich unter Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung der herrschenden Auffassung an, daß bei einem Vergleichsabschluß im Erörterungstermin gemäß § 118 Abs. 1 Satz 3 ZPO Prozeßkostenhilfe nicht nur für den Abschluß des Vergleichs, sondern für das gesamte Prozeßkostenhilfeverfahren zu bewilligen ist (ebenso OLG Hamm in FamRZ 1987, S. 1062;… OLG Bamberg in FamRZ 1995, S. 939 f.), wenn aus dem Blickwinkel des Vergleichsabschlusses die Frage der Erfolgsaussicht zu bejahen ist.
- BGH, 08.06.2004 - VI ZB 49/03
Umfang der Bewilligung von Prozesskostenhilfe im Erörterungstermin
Der in Rechtsprechung und Literatur vertretenen gegenteiligen Auffassung (OLG Schleswig, FamRZ 1985, 88; OLG Hamm, AnwBl 1985, 654; OLG Stuttgart, JurBüro 1986, 1576; OLG Hamm, FamRZ 1987, 1062; OLG Frankfurt, JurBüro 1990, 509; OLG Koblenz, FamRZ 1990, 180; OLG Bamberg, JurBüro 1995, 423; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1996, 838; OLG Nürnberg, NJW-RR 1998, 864; OLG Nürnberg, MDR 1999, 1286; OLG Düsseldorf, FamRZ 2001, 1155;… MünchKomm-ZPO/Wax, aaO, § 118 Rdn. 27;… Musielak/Fischer, aaO, § 118, Rdn. 6;… Zöller/Philippi, aaO, § 118 Rdn. 8 m.w.N.) vermag der Senat nicht zu folgen. - OLG Naumburg, 26.01.2016 - 12 W 114/15
Umfang der Prozesskostenhilfebewilligung: Abschluss eines Vergleichs im …
Beim Abschluss eines Vergleichs im Prozesskostenhilfeverfahren war zwar in der obergerichtlichen Rechtsprechung früher umstritten, ob für das gesamte Prozesskostenhilfeverfahren Prozesskostenhilfe zu bewilligen ist (so z. B. OLG Nürnberg, FamRZ 1998, 837; OLG Düsseldorf FamRZ 1996, 416) oder aber nur für den im Rahmen einer mündlichen Erörterung geschlossenen Vergleich i. S. v. § 118 Abs. 1 Satz 3 ZPO (so z. B. OLG Köln, FamRZ 1998, 835, OLG München, MDR 1987, 239). - OLG Zweibrücken, 08.11.2007 - 2 WF 165/07
Prozesskostenhilfe bei Abschluss eines Vergleichs im Prozesskostenhilfeverfahren
Beim Abschluss eines Vergleichs im Prozesskostenhilfeverfahren war in der obergerichtlichen Rechtsprechung bisher umstritten, ob für das gesamte Prozesskostenhilfeverfahren Prozesskostenhilfe zu bewilligen ist (so OLG Frankfurt JurBüro 1990, 509, OLG Bamberg, JurBüro 1988, 901; OLG Stuttgart JurBüro 1986, 1576; OLG Hamm FamRZ 1987, 1062; Senat, JurBüro 1988, 221; OLG Düsseldorf FamRZ 1996, 416; OLG Nürnberg FamRZ 1998, 837; OLG Hamm FamRZ 2005, 528) oder aber nur für den im Rahmen einer mündlichen Erörterung geschlossenen Vergleich i. S. v. § 118 Abs. 1 Satz 3 ZPO (so OLG Hamburg JurBüro 1983, 287; OLG München MDR 1987, 239; OLG Köln FamRZ 1998, 835).
- OLG Schleswig, 13.01.2005 - 5 W 72/04
Prozesskostenhilfe bei Vergleichsschluss im Prozesskostenhilfeantragsverfahren
Ein großer Teil von Rechtsprechung und Literatur hält eine derartige Prozesskostenhilfebewilligung für zulässig (OLG Schleswig FamRZ 1985, 88 f.; OLG Bamberg FamRZ 1985, 939 f.; OLG Nürnberg FamRZ 1998, 837; OLG Düsseldorf FamRZ 2001, 1155; OLG Hamm MDR 2004, 832 f.;… Zöller-Philippi, 25. Aufl., Rn. 8 zu § 118 ZPO;… Wax in MüKo-ZPO, 2. Aufl., Rn. 27 zu § 118 ZPO, jeweils mit weiteren Nachweisen), während andere (OLG Hamburg Juristisches Büro 1983, 287; OLG Köln FamRZ 1998, 835 f.;… Borg in Stein-Jonas, 21. Aufl., Rn. 12 zu § 114 ZPO), denen sich auch der Bundesgerichtshof angeschlossen hat (BGH NJW 1984, 2106 und nunmehr neuestens BGH NJW 2004, 2595 ff.), die Möglichkeit einer Prozesskostenhilfebewilligung im Prozesskostenhilfeantragsverfahren auf den Vergleichsabschluss selbst beschränken und lediglich ausnahmsweise Weiterungen zulassen wollen (so BGH NJW 2004, 2595, 2596). - OLG Frankfurt, 18.06.2003 - 23 W 12/03
Prozesskostenhilfeverfahren: Umfang der Bewilligung bei einer vergleichsweisen …
Im Vordringen befindet sich die Auffassung, nach der im Falle eines Vergleichs für das gesamte Prozesskostenhilfeverfahren Prozesskostenhilfe zu gewähren ist, sofern Erfolgsaussicht für das angekündigten Klagebegehren bestanden hat (…vgl. Zöller-Philippi, Zivilprozessordnung, 23. Aufl. 2002, § 118 ZPO RdN 8 m.w.N.; OLG Nürnberg, OLGR 1998, 234 f; MDR 1999, 1286; OLG Düsseldorf, OLGR 1996, 59 f; OLG Frankfurt am Main, JurBüro 1990, 509 f; OLG Bamberg, JurBüro 1988, 901 ff; FamRZ 1995, 939 f; OLG Stuttgart, JurBüro 1986, 1576 f; OLG Hamm, FamRZ 1987, 1062). - OLG Köln, 04.01.2000 - 14 WF 195/99
PKH-Antrag beschränkt auf einen Vergleichsabschluß zulässig
Rn. 15 Bei Vergleichabschluß kann allerdings auch für das gesamte PKH-Bewilligungsverfahren PKH bewilligt werden, wenn prozeßökonomische Gründe dies erfordern, weil die Partei nämlich sonst auf vorrangigen Entscheidung über den PKH-Antrag bestehen müßte (OLG Nürnberg OLG-Report 1998, 234;… Kalthoner/Büttner/Wrobel-Sachs, a.a.O., Rn.160 m.w.N.). - OLG München, 23.06.2003 - 11 W 1489/03
Anwaltsgebühren nach Abschluss eines Vergleichs im …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Koblenz, 23.03.2000 - 15 WF 84/00
Höhe der Gebühren im Prozeßkostenhilfeverfahren
Diese Entscheidung setzt gemäß § 114 ZPO voraus, dass das Vorbringen der Kläger hinreichende Erfolgsaussicht bot, wobei das Ergebnis des abgeschlossenen Vergleichs in die Beurteilung mit einzubeziehen ist (vgl. OLG Nürnberg FamRZ 1998, 837 und OLG Bamberg FamRZ 1995, 939). - AG Emmerich, 18.12.2000 - 11 F 129/00
Prozesskostenhilfe für das Prüfungsverfahren
Rn. 7 Nach anderer Auffassung ist Prozesskostenhilfe für das gesamte Verfahren zu bewilligen, wenn aus dem Blickwinkel des Vergleichsabschlusses die Erfolgsaussicht des angekündigten Klagebegehrens zu bejahen ist (vgl. z. B. OLG Hamm, FamRZ 1998, 1302; OLG Hamburg NJW-RR 1998, 863; OLG Nürnberg FamRZ 1998, 837 und FamRZ 2000, 838; OLG Bamberg FamRZ 1995, 939;… Zöller/Phillippi ZPO 20.Auflage § 118 Rdnr. 8 mit weiteren Nachweisen;… Zimmermann, Prozesskostenhilfe in Familiensachen 2. Auflage Rdnr. 503). - OLG Frankfurt, 09.12.1999 - 6 WF 275/99 Eine Ausnahme machen verschiedene Oberlandesgerichte jedoch für den Fall, daß im Vergleichsfall (§ 118 I 3 ZPO) die beabsichtigte Rechtsverfolgung bzw. -verteidigung Erfolgsaussicht hat bzw. gehabt hätte (etwa Hamm NJW-RR 98, 863; Nürnberg, NJW-RR 98, 864;… s.a. Gerold/Schmidt, 12. Aufl., Rz. 8 vor § 121 BRAGO m.w.N.).
- OLG Nürnberg, 01.07.1999 - 210 WF 2190/99
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Brandenburg, 03.12.1997 - 9 WF 152/97 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtmäßigkeit der Aufhebung der Bewilligung von Prozesskostenhilfe
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de (Leitsatz)
Verfahrensgang
- AG Bad Liebenwerda, 17.10.1997 - 16 F 166/94
- OLG Brandenburg, 03.12.1997 - 9 WF 152/97
Papierfundstellen
- FamRZ 1998, 837
- Rpfleger 1998, 205
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (5)
- OLG Köln, 16.03.1987 - 26 WF 32/87
Völlige Aufhebung der Prozesskostenhilfebewilligung bei bedeutsamen Verstößen …
Auszug aus OLG Brandenburg, 03.12.1997 - 9 WF 152/97
Die Vorschrift des § 124 Nr. 2 ZPO hat jedoch Sanktionscharakter (OLG Köln FamRZ 1987, 1169). - OLG Koblenz, 19.02.1993 - 13 WF 9/93
Auszug aus OLG Brandenburg, 03.12.1997 - 9 WF 152/97
Der Sanktionscharakter ginge nämlich verloren, wenn die Partei sich im Beschwerdeverfahren darauf beschränken könnte, die geforderte Erklärung nachzureichen (LAG Köln, JurBüro 1991, 1530, 1532; OLG Koblenz FamRZ 1996, 616, 617) [OLG Koblenz 19.02.1993 - 13 WF 9/93]. - OLG Bamberg, 19.07.1989 - 2 WF 172/89
Aufhebbarkeit der Prozesskostenhilfe wegen verspäteter Einreichung von Auskünften …
Auszug aus OLG Brandenburg, 03.12.1997 - 9 WF 152/97
Zwar stellt die Nichteinhaltung einer Frist, die das Gericht zur Abgabe einer Erklärung gemäß § 120 Abs. 4 S. 2 ZPO gesetzt hat, nicht stets einen Grund für die Aufhebung der Prozeßkostenhilfe nach § 124 Nr. 2 ZPO dar, denn hierbei handelt es sich nicht um eine Ausschlußfrist (OLG Bamberg FamRZ 1989, 1204; OLG Celle FamRZ 1991, 1459 f [OLG Celle 23.07.1991 - 17 W 135/91]). - OLG Celle, 23.07.1991 - 17 WF 135/91
Auszug aus OLG Brandenburg, 03.12.1997 - 9 WF 152/97
Zwar stellt die Nichteinhaltung einer Frist, die das Gericht zur Abgabe einer Erklärung gemäß § 120 Abs. 4 S. 2 ZPO gesetzt hat, nicht stets einen Grund für die Aufhebung der Prozeßkostenhilfe nach § 124 Nr. 2 ZPO dar, denn hierbei handelt es sich nicht um eine Ausschlußfrist (OLG Bamberg FamRZ 1989, 1204; OLG Celle FamRZ 1991, 1459 f [OLG Celle 23.07.1991 - 17 W 135/91]). - OLG Köln, 11.11.1991 - 17 W 135/91
Kosten einer Ersatzvornahme: Erstattungsfähigkeit einer üblichen und angemessenen …
Auszug aus OLG Brandenburg, 03.12.1997 - 9 WF 152/97
Zwar stellt die Nichteinhaltung einer Frist, die das Gericht zur Abgabe einer Erklärung gemäß § 120 Abs. 4 S. 2 ZPO gesetzt hat, nicht stets einen Grund für die Aufhebung der Prozeßkostenhilfe nach § 124 Nr. 2 ZPO dar, denn hierbei handelt es sich nicht um eine Ausschlußfrist (OLG Bamberg FamRZ 1989, 1204; OLG Celle FamRZ 1991, 1459 f [OLG Celle 23.07.1991 - 17 W 135/91]).
- OLG Hamm, 25.04.2014 - 2 WF 44/14
Berücksichtigung nachgereichter Erklärungen und Belege im Beschwerdeverfahren …
Rn. 18 Der auch vom Amtsgericht vertretenen gegenteiligen Meinung, der Beteiligte müsse im Falle der Verspätung darlegen, dass diese weder auf Absicht noch auf grober Nachlässigkeit (vgl. OLG Koblenz, Beschluss vom 03. Juli 1996 - 13 WF 649/96 - MDR 1997, 103; OLG Koblenz, Beschluss vom 17. April 1996 - 13 WF 329/96 - FamRZ 1996, 616; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 03. Dezember 1997 - 9 WF 152/97 - FamRZ 1998, 837) oder einem Verschulden (vgl. LAG Hamm (Westfalen), Beschluss vom 14. Juli 2003 - 4 Ta 820/02 - zitiert nach juris) beruht, folgt der Senat nicht. - OLG Oldenburg, 19.06.2003 - 2 WF 97/03
Aufhebung der Bewilligung von Prozesskostenhilfe; Nachreichen einer Erklärung …
Allerdings wird von Teilen der Rechtsprechung verlangt, dass bei Nachholung der Erklärung im Beschwerdeverfahren Entschuldigungsgründe dafür vorgebracht werden müssten, die die Verletzung der Mitwirkungspflicht entschuldigen könnten (OLG Brandenburg, FamRZ 1998, 837 f.; OLG Koblenz FamRZ 1996, 616 f.). - OLG Frankfurt, 14.12.1999 - 1 WF 232/98 Die Frankfurter Familiensenate teilen in ständiger Rechtsprechung (z.B. FamRZ 1992, 838) nicht die Ansicht, die Vorschrift des § 124 Nr. 2 ZPO habe insoweit Sanktionscharakter, und bei grob fahrlässiger Verletzung der Erklärungspflicht aus § 120 Abs. 4 Satz 2 ZPO reiche das Nachholen der Erklärung nicht aus, um die ergangenen Aufhebung der Prozeßkostenhilfe abzuwenden (so OLG Brandenburg, FamRZ 1998, 837).
Die Frankfurter Familiensenate teilen in ständiger Rechtsprechung (z.B. FamRZ 1992, 838) nicht die Ansicht, die Vorschrift des § 124 Nr. 2 ZPO habe insoweit Sanktionscharakter, und bei grob fahrlässiger Verletzung der Erklärungspflicht aus § 120 Abs. 4 Satz 2 ZPO reiche das Nachholen der Erklärung nicht aus, um die ergangenen Aufhebung der Prozeßkostenhilfe abzuwenden (so OLG Brandenburg, FamRZ 1998, 837).
- OLG Frankfurt, 14.12.1998 - 1 WF 248/98 Die Frankfurter Familiensenate teilen in ständiger Rechtsprechung (z.B. FamRZ 1992, 838) nicht die Ansicht, die Vorschrift des § 124 Nr. 2 ZPO habe insoweit Sanktionscharakter, und bei grob fahrlässiger Verletzung der Erklärungspflicht aus § 120 Abs. 4 Satz 2 ZPO reiche das Nachholen der Erklärung nicht aus, um die ergangenen Aufhebung der Prozeßkostenhilfe abzuwenden (so OLG Brandenburg, FamRZ 1998, 837).
Die Frankfurter Familiensenate teilen in ständiger Rechtsprechung (z.B. FamRZ 1992, 838) nicht die Ansicht, die Vorschrift des § 124 Nr. 2 ZPO habe insoweit Sanktionscharakter, und bei grob fahrlässiger Verletzung der Erklärungspflicht aus § 120 Abs. 4 Satz 2 ZPO reiche das Nachholen der Erklärung nicht aus, um die ergangenen Aufhebung der Prozeßkostenhilfe abzuwenden (so OLG Brandenburg, FamRZ 1998, 837).
- OLG Hamm, 04.11.1998 - 8 WF 424/98
Aufhebung der Bewilligung von Prozesskostenhilfe - keine Angaben zu persönlichen …
Der Auffassung des Amtsgerichts, dass im Hinblick auf den "Sanktionscharakter" des § 124 Nr. 2 ZPO die bloße Nachholung der Erklärung bzw. Vorlage von Unterlagen nicht ausreiche (so auch OLG Koblenz, FamRZ 1996, 1425 ; 1997, 1544; OLG Brandenburg, FamRZ 1998, 837 ), vermag der Senat nicht zu folgen. - OLG Naumburg, 08.06.1999 - 3 WF 76/99
Prozeßkostenhilfe: Entbehrlichkeit der Vorlage eines ausgefüllten Vordrucks über …
Die zulässige Beschwerde des Antragsgegners ist begründet, und zwar unabhängig davon, daß der Senat der Auffassung zuneigt, daß angesichts des Sanktionscharakters des § 124 Nr. 2 ZPO nach § 120 Abs. 4 ZPO angeforderte Angaben im Beschwerdeverfahren nicht mehr ohne weiteres nachgeholt werden können (so auch OLG Brandenburg, FamRZ 1998, 837, 838; OLG Koblenz, FamRZ 1996, 616, 617; a.A. etwa OLG Dresden, FamRZ 1998, 250, 251; OLG Stuttgart, FamRZ 1997, 1089 ). - OLG Zweibrücken, 30.07.1998 - 5 WF 71/98
Hinweispflicht auf Rechtsfolgen bei Versäumung der Frist zur Vorlage eienr …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 22.04.1997 - 3 WF 55/97 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- FamRZ 1998, 837
Wird zitiert von ... (2)
- OLG Frankfurt, 11.09.2003 - 5 WF 6/02 Bei einem späteren Vermögenserwerb ist gemäß dem Zweck der gesetzlichen Regelung -Einsparungen im Bereich der Prozesskostenhilfe durch eine nachträgliche Korrektur zu ermöglichen, die Partei bei einer nachträglichen wesentlichen Veränderung der Verhältnisse an den Kosten zu beteiligen (vgl. Bundestagsdrucksachen 10/3054, 18; 10/6400, 48)- auch die Anordnung einer sogenannten Einmalzahlung aus dem nachträglich erworbenen Vermögen möglich (vgl. z.Bsp. OLG Frankfurt OLG Report 1998, 71; OLG Köln FamRZ 1999, 304,; OLG Düsseldorf FamRZ 1994, 1266 und 1998, 837; OLG Brandenburg FamRZ 1997, 1543; OLG Celle MDR 2001, 230).
- OLG Frankfurt, 28.05.2003 - 5 WF 264/00 Zwar spricht der Wortlaut des § 120 Abs. 4 S. 1 nur davon, dass "die Entscheidung über die zu leistenden Zahlungen" geändert werden kann bei einem späteren Vermögenserwerb ist gemäß dem Zweck der gesetzlichen Regelung Einsparungen im Bereich der Prozesskostenhilfe durch eine nachträgliche Korrektur zu ermöglichen, die Partei bei der nachträglichen wesentlichen Veränderung der Verhältnisse bei den Kosten zu beteiligen (vgl. Bundestagsdrucksachen 10/3054, 18; 10/6400, 48 -auch die Anordnung einer sogenannten Einmalzahlung aus dem nachträglich erworbenen Vermögen möglich (vgl. z.Bsp. OLG Frankfurt OLG Report 1998, 71 ; OLG Köln FamRZ 1999 304; OLG Düsseldorf FamRZ 1994, 1266 und 98, 837; OLG Brandenburg FamRZ 1997, 1543; OLG Celle MDR 2001, 230).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 30.06.1997 - 3 WF 101/97 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- FamRZ 1998, 837
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".