Rechtsprechung
| OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14 |
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Kurzfassungen/Presse (4)
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Kein Umgangsrecht mit einem Kind bei Führung einer Wochenendbeziehung mit der Kindesmutter
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Kein Umgangsrecht mit einem Kind bei Führung einer Wochenendbeziehung mit der Kindesmutter
- anwalt.de (Kurzinformation)
Umgangsrecht der Bezugsperson
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Begriffsbestimmung der sozial-familiären Beziehung i.S.v. § 1685 Abs. 2 S. 2 BGB; Möglichkeit einer Ablehnung des Umgangs eines früheren Partners der Kindesmutter bei vermuteter Schädigung des Kindeswohls
Verfahrensgang
- AG Eisenhüttenstadt, 31.01.2014 - 3 F 236/13
- OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14
Papierfundstellen
- FamRZ 2014, 1717
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (10)
- OLG Brandenburg, 17.05.2010 - 10 UF 10/10
Umgangsrecht der Großeltern mit dem Enkelkind
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14
Bestehen zwischen dem betreuenden Elternteil und dem von § 1685 BGB erfassten Personenkreis von Streit geprägten Spannungen, ist davon auszugehen, dass ein Umgang zu seelischen Belastungen und/oder Loyalitätskonflikten des Kindes führen würde (Senat, Beschluss vom 17.5.2010 - 10 UF 10/10, BeckRS 2010, 12593).Das Umgangsrecht steht dem von § 1685 Abs. 2 BGB erfassten Personenkreis nur zu, wenn positiv feststeht, dass der Umgang dem Kindeswohl dient (Senat, Beschluss vom 17.5.2010 - 10 UF 10/10, BeckRS 2010, 12593).
- OLG Koblenz, 17.09.2008 - 7 UF 237/08
Voraussetzungen für ein Umgangsrecht nichtgesetzlicher Großeltern; Umgangsrecht …
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14
Demgegenüber hat das OLG Koblenz (Beschluss v. 17.9.2008 - 7 UF 287/08, BeckRS 2009, 21103) zugunsten des Antragstellers unterstellt, die regelmäßige Betreuung des Kindes über das verlängerte Wochenende und in den Ferien über einen Zeitraum von fast zwei Monaten könne zur Bejahung einer sozial-familiären Beziehung ausreichen, den Antrag dann aber wegen der fehlenden Kindeswohldienlichkeit zurückgewiesen.Dies kann bei der Abwägung im Einzelfall dazu führen, dass bei einer mehr als drei Jahre zurückliegenden letzten Begegnung zwischen dem Kind und dem Antragsteller infolge der dadurch eingetretenen Entfremdung eine Kindeswohldienlichkeit nicht mehr festgestellt werden kann (vgl. OLG Koblenz, FamRZ 2009, 1229).
- BGH, 09.02.2005 - XII ZB 40/02
Recht des leiblichen, nicht aber juristischen Vaters auf Umfang mit dem Kind
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14
Nach dieser Rechtsprechung (BGH, NJW-RR 2005, 729, 730) steht eine Unterbrechung des Kontakts einer Umgangsberechtigung nicht entgegen.
- OLG Brandenburg, 29.07.2013 - 3 UF 47/13
Elterliche Sorge: Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf einen …
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14
Denn der Kindeswille bietet regelmäßig erst bei einem Alter der Kinder ab etwa zwölf Jahren eine einigermaßen zuverlässige Entscheidungsgrundlage (vgl. Senat FamRZ 2003, 1951, 1954; Beschluss vom 25.11.2010 - 10 UF 135/10, BeckRS 2010, 30458; OLG Brandenburg, 1. Familiensenat, FamRZ 2008, 1472, 1474; OLG Brandenburg, 5. Familiensenat, Beschluss vom 29.7.2013 - 3 UF 47/13, BeckRS 2013, 19107). - OLG Brandenburg, 19.03.2008 - 9 UF 213/07
Aufenthaltsbestimmungsrecht getrennt lebender Eltern beim gemeinsamen Sorgerecht …
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14
Denn der Kindeswille bietet regelmäßig erst bei einem Alter der Kinder ab etwa zwölf Jahren eine einigermaßen zuverlässige Entscheidungsgrundlage (vgl. Senat FamRZ 2003, 1951, 1954; Beschluss vom 25.11.2010 - 10 UF 135/10, BeckRS 2010, 30458; OLG Brandenburg, 1. Familiensenat, FamRZ 2008, 1472, 1474; OLG Brandenburg, 5. Familiensenat, Beschluss vom 29.7.2013 - 3 UF 47/13, BeckRS 2013, 19107). - OLG Brandenburg, 31.03.2010 - 9 UF 176/09
Voraussetzungen des Umgangsrechts der Großeltern
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14
Zwar muss das Familiengericht dies von Amts wegen prüfen, § 26 FamFG; bei einer verbleibenden Ungewissheit trägt aber der Umgangsberechtigte die Feststellungslast (…Palandt/ Götz, a.a.O.; vgl. auch OLG Brandenburg, 1. Familiensenat, NJOZ 2011, 2, 3; OLG Naumburg, Beschluss vom 2.10.2007 - 4 UF 123/07, BeckRS 2007, 19574). - OLG Stuttgart, 21.03.2006 - 15 UF 4/06
Umgangsrecht der leiblichen Mutter nach Erteilung der Einwilligung zur Adoption
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14
Entscheidend sind aber die Umstände des Einzelfalls, wobei jedoch eine besonders sorgfältige Prüfung in den Fällen erforderlich ist, in denen die Zeit des Zusammenlebens bereits längere Zeit zurückliegt (OLG Stuttgart, NJW-RR 2007, 76, 78). - OLG Naumburg, 02.10.2007 - 4 UF 123/07
Umgangsrecht der Großeltern unter Berücksichtigung des Kindeswohls
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14
Zwar muss das Familiengericht dies von Amts wegen prüfen, § 26 FamFG; bei einer verbleibenden Ungewissheit trägt aber der Umgangsberechtigte die Feststellungslast (…Palandt/ Götz, a.a.O.; vgl. auch OLG Brandenburg, 1. Familiensenat, NJOZ 2011, 2, 3; OLG Naumburg, Beschluss vom 2.10.2007 - 4 UF 123/07, BeckRS 2007, 19574). - OLG Brandenburg, 25.11.2010 - 10 UF 135/10
Sorgerecht: Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf einen Elternteil
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14
Denn der Kindeswille bietet regelmäßig erst bei einem Alter der Kinder ab etwa zwölf Jahren eine einigermaßen zuverlässige Entscheidungsgrundlage (vgl. Senat FamRZ 2003, 1951, 1954; Beschluss vom 25.11.2010 - 10 UF 135/10, BeckRS 2010, 30458; OLG Brandenburg, 1. Familiensenat, FamRZ 2008, 1472, 1474; OLG Brandenburg, 5. Familiensenat, Beschluss vom 29.7.2013 - 3 UF 47/13, BeckRS 2013, 19107). - OLG Hamm, 09.11.2010 - 2 WF 201/10
Auszug aus OLG Brandenburg, 05.06.2014 - 10 UF 47/14
Allerdings wird die Auffassung vertreten, dass für eine sozial-familiäre Beziehung i.S.v. § 1685 Abs. 2 Satz 2 BGB Wochenendkontakte regelmäßig nicht genügten (OLG Hamm, Beschluss vom 9.11.2010 - 2 WF 201/10, BeckRS 2011, 00015).
- OLG Hamm, 17.03.2016 - 2 WF 31/16
Bezugsperson, sozial-familiäre Beziehung, Verlobter der Kindesmutter
Rn. 21 Voraussetzung für die Annahme einer sozial-familiären Beziehung ist indes, dass eine soziale Beziehung besteht, die darauf beruht, dass der Antragsteller zumindest eine Zeit lang tatsächlich Verantwortung für das Kind getragen hat (vgl. Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 05. Juni 2014 - 10 UF 47/14 - FamRZ 2014, 1717) und es sich damit um eine gewachsene soziale Familienbeziehung, in der das Kind gelebt hat, handelt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 09. April 2003 - 1 BvR 1493/96, 1 BvR 1724/01 - FamRZ 2003, 816).Die Frage, ob die sozial-familiäre Beziehung noch fortbesteht, ist danach für die Einräumung des Umgangsrechts für sich genommen - also vorbehaltlich der Frage, ob der begehrte Umgang dem Kindeswohl dient -, ohne Belang, da nach dem Wortlaut der Vorschrift eine sozial-familiäre Beziehung auch dann gegeben sein kann, wenn die Bezugsperson für das Kind Verantwortung getragen hat (vgl. Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 05. Juni 2014 - 10 UF 47/14 - FamRZ 2014, 1717).
- OLG Brandenburg, 22.05.2017 - 10 WF 71/17
Verfahrenskostenhilfe: Umgangsrecht dreier Kinder mit ihrer Großmutter und deren …
Denn nach dem Gesetzeswortlaut ist eine sozial-familiäre Beziehung nicht nur dann gegeben, wenn die Bezugsperson für das Kind tatsächliche Verantwortung trägt, sondern auch dann, wenn sie eine solche Verantwortung getragen hat (Senat, Beschluss vom 5.6.2014 - 10 UF 47/14, FamRZ 2014, 1717 unter Bezugnahme auf BGH, NJW-RR 2005, 729, 730).Die Frage, ob für eine sozial-familiäre Beziehung im Sinne von § 1685 Abs. 2 Satz 2 BGB Wochenendkontakte ausreichen können, ist nicht abschließend geklärt (vgl. nur Senat, Beschluss vom 5.6.2014, a.a.O., unter Bezugnahme auf OLG Hamm, Beschluss vom 9.11.2010 - 2 WF 201/10, BeckRS 2011, 00015 einerseits sowie OLG Koblenz, Beschluss vom 17.9.2008 - 7 UF 287/08, BeckRS 2009, 21103 andererseits).
- OLG Frankfurt, 29.08.2018 - 4 UF 52/18
Umgangsverfahren: Keine eidesstattliche Versicherung des biologischen Vaters bei …
Vielmehr kommt - vor allem angesichts des durch den langjährigen Kontaktabbruch bedingten Bindungsabbruchs zwischen dem Antragsteller und X - ein Umgangsrecht nur dann in Betracht, wenn feststeht, dass der Umgang dem Kindeswohl tatsächlich dient (OLG Brandenburg FamRZ 2014, 1717-1719). - OLG Frankfurt, 11.05.2020 - 4 UF 17/20
Kein Umgangsrecht für den Partner der Kindsmutter eines durch Fremdinsemination …
Vielmehr kommt - vor allem angesichts des durch den langjährigen Kontaktabbruch bedingten Bindungsabbruchs zwischen dem Antragsteller und X - die Anordnung von Umgangskontakten nur dann in Betracht, wenn feststeht, dass der Umgang dem Kindeswohl tatsächlich dient (…Senat aaO.; OLG Brandenburg FamRZ 2014, 1717).
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