Rechtsprechung
| VG Gießen, 26.03.2004 - 8 G 539/04 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Justiz Hessen
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Gießen, 26.03.2004 - 8 G 539/04
- VGH Hessen, 13.07.2004 - 8 TG 1067/04
Papierfundstellen
- HSGZ 2004, 219
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (5)
- VG Gießen, 01.09.2003 - 8 G 3040/03
Einstweilige Anordnung: Bürgerbegehren zwecks Verringerung der Zahl der …
Auszug aus VG Gießen, 26.03.2004 - 8 G 539/04
Einem bereits gewählten, aber noch nicht in sein Amt eingeführten Stadtrat käme ein Rechtsanspruch auf Ernennung zu, und ein bereits in das Amt eingeführter Stadtrat wäre wegen des beamtenrechtlichen Grundsatzes der Ämterstabilität im Amt zu belassen (vgl. VG Gießen, B. v. 01.09.2003 - 8 G 3040/03 -).Die Regelung der Zahl der hauptamtlichen Beigeordneten ist einem Bürgerentscheid zugänglich (ausführlich hierzu Hess.VGH, B. v. 30.09.2003 - 8 TG 2479/03 -, HSGZ 2004, 31 ff.; VG Gießen, B.v. 01.09.2003 - 8 G 3040/03 -).
- VGH Hessen, 28.10.1999 - 8 UE 3683/97
Bürgerbegehren: inhaltliche und formale Anforderungen
Auszug aus VG Gießen, 26.03.2004 - 8 G 539/04
Insbesondere sind die Antragsteller als Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens antragsbefugt, weil sie berechtigt sind, den Unterzeichnern des Bürgerbegehrens zustehende Rechte geltend zu machen (vgl. Hess.VGH, U. v. 28.10.1999 - 8 UE 3683/97 -, NVwZ-RR 2000, 451, 452). - VGH Hessen, 30.09.2003 - 8 TG 2479/03
Bürgerentscheid über Anzahl der Beigeordneten
Auszug aus VG Gießen, 26.03.2004 - 8 G 539/04
Die Regelung der Zahl der hauptamtlichen Beigeordneten ist einem Bürgerentscheid zugänglich (ausführlich hierzu Hess.VGH, B. v. 30.09.2003 - 8 TG 2479/03 -, HSGZ 2004, 31 ff.; VG Gießen, B.v. 01.09.2003 - 8 G 3040/03 -). - VGH Hessen, 17.05.1995 - 6 TG 1554/95
Anspruch der Initiatoren eines Bürgerbegehrens auf Erlaß einer einstweiligen …
Auszug aus VG Gießen, 26.03.2004 - 8 G 539/04
Die Vorschrift des § 8 b HGO begründet ein subjektiv-öffentliches Recht des Bürgers auf Einreichung und Durchführung eines Bürgerbegehrens und Zulassung desselben zum Bürgerentscheid (vgl. Hess.VGH, B. v. 17.05.1995 - 6 TG 1554/95 -, NVwZ 1996, 721). - VGH Baden-Württemberg, 14.11.1983 - 1 S 1204/83
Zulassung eines Bürgerbegehrens; Rechtsschutzbedürfnis für Klage nach Beginn des …
Auszug aus VG Gießen, 26.03.2004 - 8 G 539/04
Die in diesem Zusammenhang von der Rechtsprechung (vgl. VGH Bad.-Württ., U. v. 14.11.1983 - 1 S 1204/83 -, NVwZ 1985, 288, 289) und Literatur (…AJ., Bürgerversammlung, Bürgerbegehren, Bürgerentscheid, 1999, S. 180;… Ritgen, Bürgerbegehren und Bürgerentscheid, 1997, S. 158) gemachte Aussage, die Ausschlussfrist gelte nicht nur, wenn das Bürgerbegehren ausdrücklich den Antrag verfolge, einen von der Gemeindevertretung gefassten Beschluss aufzuheben, sondern auch dann, wenn in einer Angelegenheit, über die gemeindlicherseits bereits entschieden wurde, eine abweichende Sachentscheidung begehrt werde, führt vorliegend jedenfalls nicht zur Annahme eines verfristet gestellten Bürgerbegehrens.
- VGH Hessen, 13.07.2004 - 8 TG 1067/04
Ausschlussfrist für auf Änderung der Anzahl der hauptamtlichen Beigeordneten …
Auf die Beschwerde der Antragsgegnerin wird der Beschluss des Verwaltungsgerichts Gießen vom 26. März 2004 - 8 G 539/04 - abgeändert und der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgelehnt.Mit Beschluss vom 26. März 2004 - 8 G 539/04 - hat das Verwaltungsgericht Gießen die beantragte einstweilige Anordnung auf Untersagung der Wahl eines weiteren (zweiten) hauptamtlichen Stadtrates bis zum rechtskräftigen Abschluss des Hauptsacheverfahrens 8 E 412/04 erlassen.
- VG Gießen, 05.01.2026 - 8 L 6997/25
Unzulässiges Bürgerbegehren
Die Vorschrift des § 8b HGO begründet ein subjektiv-öffentliches Recht des Bürgers auf Einreichung und Durchführung eines Bürgerbegehrens und Zulassung desselben zum Bürgerentscheid (Hess. VGH, Beschluss vom 17. Mai 1995 - 6 TG 1554/95 -, NVwZ 1996, 721; VG Gießen, Beschluss vom 26. März 2004 - 8 G 539/04 -, BeckRS 2004, 152127, Rdnr. 32).Die Frage, ob sich ein Bürgerbegehren inhaltlich gegen einen Beschluss der Gemeindevertretung richtet und damit kassatorisch ist und die Ausschlussfrist des § 8b Abs. 3 Satz 1 HGO zu beachten ist, kann nur einzelfallbezogen beantwortet werden ( VG Gießen, Beschluss vom 26. März 2004 - 8 G 539/04 -, BeckRS 2004, 15127, Rdnr. 41; Urteil vom 11. Juni 2008 - 8 E 2131/07 -, BeckRS 2008, 38395; Urteil vom 19. Februar 2014 - 8 K 58/13.GI -, BeckRS 2014, 52116).
Letztlich soll hierdurch ein für die Funktionsfähigkeit und Effektivität der gemeindlichen Verwaltung notwendiges Maß an Rechtssicherheit gewährleistet werden (Hess. VGH, Beschluss vom 13. Juli 2004 - 8 TG 1067/04 -, BeckRS 2004, 23801; VG Gießen, Beschluss vom 26. März 2004 - 8 G 539/04 -, BeckRS 2004, 152127, Rdnr. 43; Urteil vom 11. Juni 2008 - 8 E 2131/07 -, BeckRS 2008, 38395; Urteil vom 19. Februar 2014 - 8 K 58/13.GI -, BeckRS 2014, 52116).
- VG Gießen, 11.06.2008 - 8 E 2131/07
Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens
Dabei kann die Frage, ob sich ein Bürgerbegehren inhaltlich gegen einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung richtet und damit kassatorisch oder ob es im Gegensatz hierzu initiatorisch ist, nur einzelfallbezogen beantwortet werden (vgl. VG Gießen, B. v. 26.03.2004 - 8 G 539/04 -, HSGZ 2004, 219, 220).Sinn und Zweck der Ausschlussfrist des § 8b Abs. 3 S. 1 Hs. 2 HGO ist es zu verhindern, dass Beschlüsse der Gemeindevertretung über einen längeren Zeitraum nicht vollzogen werden können (…vgl. Hess.VGH, B. v. 13.07.2004 - 8 TG 1067/04 -, juris, Rdnr. 47; VG Gießen, B. v. 26.03.2004 - 8 G 539/04 -, HSGZ 2004, 219, 221).
- VG Düsseldorf, 21.10.2010 - 1 L 1675/10
Stadt Dormagen kann Dezernentenstelle besetzen
Rn. 18 vgl. hierzu HessVGH, Beschluss vom 30. September 2003 - 8 TG 2479/03 -, juris; VG Gießen, Beschluss vom 26. März 2004 - 8 G 539/04 -, juris; VG Münster, Urteil vom 6. März 2009 - 1 K 2121/08 -, juris,. - VG Gießen, 11.03.2026 - 8 L 737/26
Bürgerbegehren
Die Frage, ob sich ein Bürgerbegehren inhaltlich gegen einen Beschluss der Gemeindevertretung richtet und damit kassatorisch ist und die Ausschlussfrist des § 8b Abs. 3 Satz 1 HGO zu beachten ist, kann nur einzelfallbezogen beantwortet werden ( VG Gießen, Beschluss vom 26. März 2004 - 8 G 539/04 -, BeckRS 2004, 15127, Rdnr. 41; Urteil vom 11. Juni 2008 - 8 E 2131/07 -, BeckRS 2008, 38395; Urteil vom 19. Februar 2014 - 8 K 58/13.GI -, BeckRS 2014, 52116; Beschluss vom 5. Januar 2026 - 8 L 6997/25.GI -, BeckRS 2026, 77, amtlicher Leitsatz).Letztlich soll hierdurch ein für die Funktionsfähigkeit und Effektivität der gemeindlichen Verwaltung notwendiges Maß an Rechtssicherheit gewährleistet werden (Hess. VGH, Beschluss vom 13. Juli 2004 - 8 TG 1067/04 -, BeckRS 2004, 23801; VG Gießen, Beschluss vom 26. März 2004 - 8 G 539/04 -, BeckRS 2004, 152127, Rdnr. 43; Urteil vom 11. Juni 2008 - 8 E 2131/07 -, BeckRS 2008, 38395; Urteil vom 19. Februar 2014 - 8 K 58/13.GI -, BeckRS 2014, 52116;… Beschluss vom 5. Januar 2026 - 8 L 6997/25.GI -, BeckRS 2026, 77, Rdnr. 45).
- VG Darmstadt, 11.05.2009 - 3 K 2471/06
Statthafte Klagearbeit bei Bürgerbegehren; Abgrenzung zwischen kassatorischem und …
Danach kann die Frage, ob sich ein Bürgerbegehren inhaltlich gegen einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung richtet und damit kassatorisch oder ob es im Gegensatz hierzu initiierend ist, nur einzelfallbezogen beantwortet werden (vgl. VG Gießen, Beschluss vom 26.03.2004 - 8 G 539/04 -, HSGZ 2004, 219).
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