Rechtsprechung
| BVerwG, 29.12.1958 - I B 115.58 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
Wird zitiert von ... (4)
- BVerwG, 14.06.1960 - II C 36.60
Versorgungsanspruch eines Revieroberwachtmeisters - Feststellungen zur …
Die Revision ist trotz der von den Berufungsgericht für den verliegenden Rechtsstreit festgestellten Prozeßunfähigkeit des Klägers zulässig (BVerwG, Beschluß von16. Dezember 1957 - BVerwG IV B 50.56 -;Urteil vom 29. Mai 1958 - BVerwG III B 232.57/C 173.58 -;Beschluß vom 29. Dezember 1958 - BVerwG I B 115.58 -).Nach dieser Rechtsprechung gelten die in der Zivilprozeßordnung enthaltenen Rechtsgrundsätze über die Prozeßfähigkeit auch für die an einer Verwaltungsstreitsache als Prozeßpartei beteiligte natürliche Person; somit ist eine von einem Prozeßunfähigen erhobene Klage auch im Verwaltungsstreitverfahren unzulässig (BVerwG, Beschluß vom 13. Januar 1956 - BVerwG I B 34.54 -;Beschluß vom 27. Februar 1956 - BVerwG V B 233.54 -;Beschluß vom 29. Dezember 1958 - BVerwG I B 115.58 -;Urteil vom 29. Mai 1958 - BVerwG III B 232.57/C 173.58 -), und nicht nur eine alle Lebensbereiche umfassende Geisteskrankheit schließt die Prozeßfähigkeit einer Person aus, sondern auch eine auf ein bestimmtes Gebiet, auf einen sog. Komplex, beschränkte Geisteskrankheit nacht insoweit prozeßunfähig, als das von dieser Krankheit erfaßte Gebiet in Frage steht (BVerwG, Beschluß vom 28. November 1957 - BVerwG VII B 41.57 -;Beschluß vom 29. Dezember 1958 - BVerwG I B 115.58 - mit Hinweis auf RG in JW 1912 S. 872 Nr. 33 und JW 1922 S. 1007 Nr. 5; vgl. auchBeschluß vom 22. März 1957 - BVerwG V C 304.56 -).
Schließlich ergibt sich aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, daß ein Verwaltungsgericht die Sachanträge einer Partei als gegenstandslos ansehen darf, deren Prozeßfähigkeit es verneint (BVerwG, Beschluß vom 29. Dezember 1958 - BVerwG I B 115.58 -).
- BVerwG, 13.03.1962 - II C 46.60
Rechtsmittel
Für den Streit über die Prozeßfähigkeit bleibt eine in der Vorinstanz als prozeßunfähig erklärte Partei so lange prozeßfähig, bis die Entscheidung über die Prozeßunfähigkeit rechtskräftig geworden ist (ebenso Bundesverwaltungsgericht, Beschluß vom 16. Dezember 1957 - BVerwG IV B 50.56 -, Urteil vom 29. Mai 1958 - BVerwG III B 232.57 -, Beschluß vom 29. Dezember 1958 - BVerwG I B 115.58 - undUrteil vom 14. Juni 1960 - BVerwG II C 36.60 -).Nicht nur eine alle Lebensbereiche umfassende Geisteskrankheit schließt die Prozeßfähigkeit einer Person aus, sondern auch eine auf ein bestimmtes Gebiet, auf einen sogenannten Komplex, beschränkte Geisteskrankheit macht insoweit prozeßunfähig, als das von dieser Krankheit erfaßte Gebiet in den Rechtsstreit einbezogen ist (ebenso Bundesverwaltungsgericht, Beschluß vom 28. November 1957 - BVerwG VII B 41.57 -, Beschluß vom 29. Dezember 1958 - BVerwG I B 115.58 - mit Hinweis auf RG in JW 1912 S. 872 Nr. 33 und JW 1922 S. 1007 Nr. 5; vgl. auchBeschluß vom 22. März 1957 - BVerwG V C 304.56 -;Urteil vom 14. Juni 1960 - BVerwG II C 36.60 -).
Schließlich ergibt sich aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, daß ein Verwaltungsgericht die Sachanträge einer Partei als gegenstandslos ansehen darf, deren Prozeßfähigkeit es verneint (Bundesverwaltungsgericht, Beschluß vom 29. Dezember 1958 - BVerwG I B 115.58 -;Urteil vom 14. Juni 1960 - BVerwG II C 36.60 -).
- BVerwG, 29.02.1960 - II CB 141.59
Rechtsmittel
Ferner ist durch die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts geklärt, daß die in der Zivilprozeßordnung enthaltenen Rechtsgrundsätze über die Prozeßfähigkeit auch für die an einer Verwaltungsstreitsache als Prozeßpartei beteiligte natürliche Person gelten und daß eine von einem Prozeßunfähigen erhobene Klage auch im Verwaltungsstreitverfahren unzulässig ist (BVerwG, Beschluß vom 13. Januar 1956 - BVerwG I B 34.54 -;Beschluß vom 27. Februar 1956 - BVerwG V B 233.54 -;Beschluß vom 29. Dezember 1958 - BVerwG I B 115.58 -;Urteil vom 29. Mai 1958 - BVerwG III B 232.57/C 173.58 -).Weiterhin hat das Bundesverwaltungsgericht schon entschieden, daß nicht nur eine alle Lebensbereiche umfassende Geisteskrankheit die Prozeßfähigkeit einer Person ausschließt, sondern auch eine auf ein bestimmtes Gebiet, auf einen sog. Komplex, beschränkte Geisteskrankheit insoweit prozeßunfähig macht, als das von dieser Krankheit erfaßte Gebiet in Frage steht (BVerwG, Beschluß vom 28. November 1957 - BVerwG VII B 41.57 -;Beschluß vom 29. Dezember 1958 - BVerwG I B 115.58 - mit Hinweis auf RG in JW 1912 S. 872 Nr. 33 und JW 1922 S. 1007 Nr. 5; vgl. auchBeschluß vom 22. März 1957 - BVerwG V C 304.56 -).
Schließlich ergibt sich aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, daß das Verwaltungsgericht zutreffend die Sachanträge einer Partei als gegenstandslos ansehen darf, deren Prozeßfähigkeit es verneint (BVerwG, Beschluß vom 29. Dezember 1958 - BVerwG I B 115.58 -).
- BVerwG, 24.11.1965 - V C 118.63
Kündigung des Vollmachtvertrages in Anwaltsprozessen - Bestellung eines …
Diese Auffassung entspricht der einhelligen Meinung in Rechtsprechung und Schrifttum (vgl. die Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. Dezember 1958 - BVerwG I B 115.58 -, vom 29. Februar 1960 - BVerwG II CB 141.59 -, vom 22. März 1957 - BVerwG V C 304.56 - und des Bundesgerichtshofs in BGHZ 18, 184 [186 f.] und BGHZ 30, 112 [117] sowie aus dem Schrifttum u.a. Palandt, Kommentar zum BGB, 24. Auflage 1965, Anm. 3 zu § 104 und namentlich Gebauer, AcP, Band 153 [1954] S. 332 ff.).
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