Rechtsprechung
| BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
Verfahrensgang
- OVG Berlin, 30.06.1954 - I B 146.53
- BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54
Papierfundstellen
- NJW 1957, 922
- DÖV 1957, 344
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (19)
- BVerwG, 03.11.1955 - I C 15.53
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54
Die Vorschrift des § 2 Abs. 1 HPG stellt also die Erteilung der Erlaubnis völlig in das Ermessen der entscheidenden Behörde und tastet nach der Rechtsprechung des Senats damit das Grundrecht der Freiheit der Berufswahl in seinem Wesensgehalt an (vgl. besonders BVerwGE 2, 295 [299] und Urteil des Senats vom 22. November 1956 - DÖV 1957 S. 85 = DVBl. 1957 S. 173 = NJW 1957 S. 356 = MDR 1957 S. 183 -).Nach diesen Grundsätzen besitzt jeder Berufsbewerber, der die durch das Gesetz vorgeschriebenen, das Grundrecht der Freiheit der Berufswahl nicht in seinem Wesensgehalt antastenden Voraussetzungen zur Zulassung erfüllt, einen Rechtsanspruch auf die Erteilung der Berufserlaubnis (BVerwGE 1, 165 [169]; 2, 295 [299]).
- BVerwG, 26.01.1954 - I C 105.53
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54
Der Senat hat sich mit den Zulassungsbeschränkungen des § 2 Abs. 1 der 1. DVOHPG bereits in verschiedener Hinsicht befaßt und ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz bejaht (vgl.Urteil vom 26. Januar 1954 - BVerwG I C 78.53 - [BVerwGE 1, 71], Beschluß vom gleichen Tage - BVerwG I C 105.53 - undBeschluß vom 14. Juni 1955 - BVerwG I B 191.54 -).Dies gilt insbesondere auch von der Vorschrift des § 2 Abs. 1 Buchst. f, nach der die Erlaubnis zur Ausübung des Heilpraktikerberufs zu versagen ist, wenn sich aus Tatsachen ergibt, daß dem Bewerber die sittliche Zuverlässigkeit fehlt, insbesondere wenn schwere strafrechtliche oder sittliche Verfehlungen vorliegen (vgl. Beschluß des Senatsvom 26. Januar 1954 - BVerwG I C 105.53 -).
- BVerfG, 07.05.1953 - 1 BvL 104/52
Notaufnahme
Auszug aus BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54
Der Senat hat bereits mehrfach entschieden, daß Vorschriften, die mit dem geltenden Verfassungsrecht in mancher Hinsicht nicht mehr vereinbar sind, nunmehr in einem Sinn ausgelegt und angewendet werden können, der rechtsstaatlichen Grundsätzen entspricht (BVerwGE 2, 172 [176] und 295 [299]; vgl. ferner BVerwGE 3, 235 [BVerwG 10.04.1956 - I C 31/55] [236] und BVerfG in BVerfGE 2, 266 [282]).
- BVerwG, 28.06.1955 - I C 146.53
Zulässigkeit von Werbeanlagen
Auszug aus BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54
Der Senat hat bereits mehrfach entschieden, daß Vorschriften, die mit dem geltenden Verfassungsrecht in mancher Hinsicht nicht mehr vereinbar sind, nunmehr in einem Sinn ausgelegt und angewendet werden können, der rechtsstaatlichen Grundsätzen entspricht (BVerwGE 2, 172 [176] und 295 [299]; vgl. ferner BVerwGE 3, 235 [BVerwG 10.04.1956 - I C 31/55] [236] und BVerfG in BVerfGE 2, 266 [282]). - BVerwG, 29.06.1954 - I C 161.53
Auszug aus BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54
Nach diesen Grundsätzen besitzt jeder Berufsbewerber, der die durch das Gesetz vorgeschriebenen, das Grundrecht der Freiheit der Berufswahl nicht in seinem Wesensgehalt antastenden Voraussetzungen zur Zulassung erfüllt, einen Rechtsanspruch auf die Erteilung der Berufserlaubnis (BVerwGE 1, 165 [169]; 2, 295 [299]). - BVerwG, 10.04.1956 - I C 31.55
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54
Der Senat hat bereits mehrfach entschieden, daß Vorschriften, die mit dem geltenden Verfassungsrecht in mancher Hinsicht nicht mehr vereinbar sind, nunmehr in einem Sinn ausgelegt und angewendet werden können, der rechtsstaatlichen Grundsätzen entspricht (BVerwGE 2, 172 [176] und 295 [299]; vgl. ferner BVerwGE 3, 235 [BVerwG 10.04.1956 - I C 31/55] [236] und BVerfG in BVerfGE 2, 266 [282]). - BVerfG, 01.07.1953 - 1 BvL 23/51
Haftentschädigung
Auszug aus BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54
Diese Frage kann überhaupt nicht einheitlich beantwortet werden, sondern muß nach der Eigenart des in Betracht kommenden Verwaltungsaktes und der besonderen Gestaltung des Verfahrens, in dem er ergangen ist, entschieden werden (BVerfGE 2, 380 [393]; Pr. OVG Bd. 83 S. 362). - BVerwG, 22.11.1956 - I C 221.54
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Auszug aus BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54
Die Vorschrift des § 2 Abs. 1 HPG stellt also die Erteilung der Erlaubnis völlig in das Ermessen der entscheidenden Behörde und tastet nach der Rechtsprechung des Senats damit das Grundrecht der Freiheit der Berufswahl in seinem Wesensgehalt an (vgl. besonders BVerwGE 2, 295 [299] und Urteil des Senats vom 22. November 1956 - DÖV 1957 S. 85 = DVBl. 1957 S. 173 = NJW 1957 S. 356 = MDR 1957 S. 183 -). - BVerwG, 15.12.1953 - I C 90.53
Auszug aus BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54
Nach der Rechtsprechung des Senats stellt Art. 12 GG ein Spezialgesetz dar, welches das Recht der Berufsfreiheit ohne Bindung an Art. 2 regelt (BVerwGE 1, 48 [51]). - BVerwG, 13.12.1956 - I C 36.56
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 24.01.1957 - I C 195.54
Daß dieser erst im Laufe des Rechtsstreits ergangen ist, ist nach der Rechtsprechung des Senats unerheblich (vgl.Urteil des erkennenden Senats vom 26. März 1955 - BVerwG I C 80.54 - vgl. ferner Beschluß des Senatsvom 6. August 1955 - BVerwG I B 73.55 - und Urteil des V. Senatsvom 29. Mai 1956 - BVerwG V C 252.54 - [DVBl. 1956 S. 579];Urteil des erkennenden Senats vom 13. Dezember 1956 - BVerwG I C 36.56 - vgl. auch BVerwGE 1, 72, 88 [BVerwG 27.01.1954 - II C 113/53] und 247). - BVerwG, 10.05.1955 - I C 121.53
- BVerwG, 10.05.1955 - I C 143.53
Rechtsmittel
- BGH, 19.03.1953 - III ZR 271/51
Rechtskraftwirkung von Verwaltungsakten
- BVerwG, 26.03.1955 - I C 80.54
- BVerwG, 06.08.1955 - I B 73.55
Rechtsmittel
- BVerwG, 27.01.1954 - II C 113.53
Eröffnung des Verwaltungsrechtswegs durch Einspruchsbescheid, der zugleich über …
- BVerwG, 29.05.1956 - V C 252.54
- BVerwG, 26.01.1954 - I C 78.53
Arbeitsplatz - GG - Bedarf - Abstammung
- BVerwG, 14.06.1955 - I B 191.54
Rechtsmittel
- BVerwG, 29.03.1957 - I B 82.55
Rechtsmittel
Der Senat hat in seinenEntscheidungen vom 24. Januar 1957 - BVerwG I C 10.54, BVerwG I C 194.54, BVerwG I C 195.54 und BVerwG I C 227.54 - klargestellt, daß die dem Klagebegehren in erster Linie zugrunde liegende Vorschrift des § 2 Abs. 1 des Gesetzes über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz) vom 17. Februar 1939 (RGBl. I S. 251) seit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes dahin auszulegen ist, daß nunmehr jeder Antragsteller zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde zuzulassen ist, sofern er die sich aus § 2 Abs. 1 der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz vom 18. Februar 1939 (RGBl. I S. 259) - 1. DVOHPG - und § 1 der Zweiten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz vom 3. Juli 1941 (RGBl. I S. 368) ergebenden und nicht infolge ihres nationalsozialistischen Charakters außer Kraft getretenen Voraussetzungen erfüllt. - BVerwG, 03.05.1963 - I B 45.63
Ausübung der Heilkunde von einer unqualifizierten Person als eine Gefahr für die …
Zwar brauchen eine unbefugte Ausübung der Heilkunde und eine entsprechende Bestrafung noch nicht ohne weiteres zu genügen, um die Anwendung dieser Vorschrift zu rechtfertigen und die Ordnungsmäßigkeit der Berufstätigkeit des Verurteilten in Zweifel zu ziehen, nachdem sie ihm gestattet worden sein wird (Urteil des Senats vom 24. Januar 1957 - BVerwG I C 195.54 -). - BVerwG, 24.05.1961 - VIII C 445.59
Rechtsmittel
In jedem Falle ist die Behörde zu einer erneuten sachlichen Entscheidung nach ihrem Ermessen berechtigt (vgl. die Urteile vom 24. Januar 1957 - BVerwG I C 195.54 -, DÖV 1957 S. 344 = NJW 1957 S. 922 , vom 12. Mai 1960 - BVerwG III C 83.58 -, DVBl. 1960 S. 727, und vom 27. Mai 1960 - BVerwG VIII C 358.59 - Baring, NJW 1952 S. 1073). - BVerwG, 27.01.1961 - VIII ER 204.60
Rechtsmittel
Das Bundesverwaltungsgericht hat wiederholt entschieden, daß es im allgemeinen im Ermessen der Behörde liegt, auf einen erneuten Antrag sachlich zu entscheiden oder ihn ohne sachliche Prüfung unter Hinweis auf eine bereits früher erfolgte Ablehnung des gleichen Antrages abzulehnen, wenn dieser Ablehnungsbescheid unanfechtbar geworden ist; vgl. dieUrteile vom 24. Januar 1957 - BVerwG I C 195.54 -, NJW 1957 S. 922 = DÖV 1957 S. 344, undvom 26. August 1959 - BVerwG V C 144.56 -, DVBl. 1960 S. 53, 107; Baring in NJW 1952 S. 1073.
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