Rechtsprechung
| BDH, 25.04.1956 - I D 63/55 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1956, 1895
- DÖV 1956, 469
Wird zitiert von ... (27)
- OVG Nordrhein-Westfalen, 05.10.2010 - 1 E 1060/10
Bewilligung von Prozesskostenhilfe unter Beiordnung eines Prozessbevollmächtigten …
Rn. 49 Vgl. BDH, Urteil vom 25. April 1965 - I D 63/55 -, BDHE 3, 172; OVG NRW, Urteil vom 2. Oktober 2002 - 6d A 859/01.O -, juris, Rn. 43 f. - BDH, 09.09.1959 - I D 89/57
Rechtsmittel
Der Verteidiger verwies hierzu auf das Urteil des Senats I D 63/55 (NJW 56, Seite 1895; jetzt BDH 3, 172).Das Urteil des Senats vom 25. April 1956 - I D 63/55 - läßt nicht die von dem Verteidiger daraus gezogenen Schlüsse zu.
- BDH, 08.05.1957 - I D 49/56
Rechtsmittel
Die Feststellung verminderter Zurechnungsfähigkeit ist lediglich für das Strafmaß von Bedeutung, so daß in dieser Frage das Disziplinargericht vom Strafurteil unabhängig und frei ist (Urteil vom 25.4. 1956 - I D 63/55 - NJW 1956, 1895; ZBR 1956, 298).Wenn auch die erheblich verminderte Zurechnungsfähigkeit bei Dienstvergehen, welche die erhebliche Verletzung grundlegender, den Dienst selbst betreffender Pflichten zum Gegenstande haben, regelmäßig keine geeignete Stütze für die weitere Tragbarkeit eines labilen Beamten ist (Urteil I D 63/55 a.a.O.), ist im vorliegenden Falle in Betracht zu ziehen, daß die Verfehlung des Beschuldigten auf außerdienstlichem Gebiete liegt und seine hervorragende fachliche Eignung für sein Amt nicht berührt.
- BDH, 22.05.1957 - III D 6/56
Rechtsmittel
Eine Bindung an den im ersten Rechtszug von ihm gestellten Antrag besteht nicht (vgl. I D 63/55 vom 25. April 1956, I D 19/54 vom 11. November 1955).Damit, daß die Kammer die Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 StGB verneint hat, hat sie gleichzeitig die uneingeschränkte Schuldfähigkeit des Beschuldigten bejaht; denn die von ihr angenommene verminderte Zurechnungsfähigkeit (§ 51 Abs. 2 StGB) berührt, wie der Bundesdisziplinarhof wiederholt entschieden hat (I D 97/54 vom 9. Februar 1956, I D 63/55 vom 25. April 1956) die Schuldfrage nicht, sie ist vielmehr lediglich als eine Strafzumessungsregel zu betrachten.
- BDH, 02.05.1957 - I DW 6/56
Rechtsmittel
Dieses Bedenken besteht jedoch nicht, soweit sich der Verurteilte auf seine verminderte Zurechnungsfähigkeit als einen das Strafmaß zu seinen Gunsten beeinflussenden Umstand besieht, denn insoweit greift er im disziplinarrechtlichen Sinne nicht Schuldfeststellungen des Strafkammerurteils, sondern nur Strafmaßerwägungen des Bundesdisziplinarhofs an (vgl. Urteil vom 25. April 1956 - I D 63/55 - ZBR 1956, 298; NJW 1956, 1895).Ihre Berücksichtigung verbietet sich aber dann, wenn das Dienstvergehen so schwerwiegend ist, daß der Beamte auf Grund seines schuldhaften Verhaltens für seine Verwaltung künftig als untragbar angesehen werden muß (I D 63/55 a.a.O.).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 02.10.2002 - 6d A 859/01 Rn. 48 Vgl. BDH, Urteil vom 8. Mai 1957 - I D 49/56 - BDHE 3, 122, 125 und Urteil vom 25. April 1956 - I D 63/55 - BDHE 3, 172, 177; Weiß in GKÖD Band II. K § 18 Rdnr. 23; Schütz/Schmiemann, Disziplinarrecht des Bundes und der Länder D § 18 Rdnr. 4a.
- BDH, 04.05.1962 - I D 81/61
Rechtsmittel
Auch wenn zur Tatzeit noch ein geringfügiger Alkoholeinfluß und ihm zufolge eine gewisse Enthemmung vorgelegen haben sollten, würde dies bei dem starken Unrechtsgehalt des Dienstvergehens an der objektiven Untragbarkeit des Beschuldigten nichts ändern, zumal selbst erheblich verminderte Zurechnungsfähigkeit eines Beamten die disziplinare Höchststrafe nicht ausschließt, wenn einfache und grundlegende Pflichten, wie diejenige zu uneigennützigem und redlichem Verhalten, verletzt sind (BDH 2, 190 und 3, 172 (178) = ZBR 1956, 298). - BDH, 04.06.1957 - I D 30/55
Rechtsmittel
Die Aufnahme solcher Umstände in das Strafgesetzbuch hat für das Disziplinarrecht ebensowenig eine eigene Bedeutung, wie sie die Einführung des § 51 Abs. 2 StGB gehabt hat, der im Strafrecht als Strafmilderungsvorschrift erst besonders eingeführt werden mußte, während im Disziplinarrecht die verminderte Zurechnungsfähigkeit schon früher berücksichtigt werden konnte und berücksichtigt worden ist (vgl. Urteile vom 9.2. 1956 - I D 97/54- und vom 25.4. 1956 - I D 63/55 -, ZBR 1956, 298; NJW 1956, 1895). - BDH, 16.04.1958 - I D 83/57
Rechtsmittel
Jede Pflichtverletzung ist vielmehr stets ein vollendetes Dienstvergehen (Urteil vom 25. April 1956 - I D 63/55 -, ZBR 1956, 298). - BDH, 15.10.1962 - I D 26/62
Entfernung eines Postbeamten aus dem Dienst aufgrund einer strafgerichtlichen …
Nach der auch von der Bundesdisziplinarkammer erwähnten Rechtsprechung des Bundesdisziplinarhofes schließt aber eine solche verminderte Zurechnungsfähigkeit die Verhängung der disziplinaren Höchststrafe dann nicht aus, wenn schwere Verstöße gegen grundlegende Beamtenpflichten vorliegen (BDH 2, 190; 3, 172 (178) = ZBR 1956, 298 und NJW 1956, 1896). - BDH, 16.10.1959 - II D 42/59
Rechtsmittel
- BDH, 27.02.1959 - I D 25/57
Rechtsmittel
- BDH, 20.02.1959 - II D 49/58
Rechtsmittel
- BDH, 12.03.1958 - I D 73/56
Entfernung eines Feldwebels aus dem Dienst unter Bewilligung eines befristeten …
- BDH, 04.12.1957 - I D 85/55
Rechtsmittel
- BDH, 05.09.1957 - I D 91/55
Rechtsmittel
- BDH, 07.02.1957 - I D 40/55
Entfernung eines Postbeamten aus dem Dienst wegen eines Dienstvergehen - …
- BDH, 14.12.1956 - I D 33/55
Fortbestand der Beamtenverhältnisse im Deutschen Reich über den Zusammenbruch von …
- BVerwG, 26.10.1956 - II C 110.54
Rechtsmittel
- BDH, 31.08.1956 - I DW 5/56
Rechtsmittel
- BDH, 02.10.1957 - II D 54/56
Fälschung von Rechnungen der Privatärztlichen Verrechnungsstelle als …
- BDH, 03.05.1960 - I D 35/59
Rechtsmittel
- BDH, 27.05.1959 - I D 74/57
Rechtsmittel
- BDH, 13.03.1959 - I D 48/57
Rechtsmittel
- BDH, 12.02.1959 - I D 60/57
Rechtsmittel
- BDH, 03.09.1958 - I D 24/57
Rechtsmittel
- BDH, 27.07.1956 - III D 2/55
Rechtsmittel
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