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Rechtsprechung
   BFH, 09.07.1969 - I R 38/66   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1969,662
BFH, 09.07.1969 - I R 38/66 (https://dejure.org/1969,662)
BFH, Entscheidung vom 09.07.1969 - I R 38/66 (https://dejure.org/1969,662)
BFH, Entscheidung vom 09. Juli 1969 - I R 38/66 (https://dejure.org/1969,662)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Mangel der Verzinslichkeit - Gegenleistung - Darlehnsgewährung - Beiträge zu Berufsständen - Betriebsausgaben - Aktivierung eines Wirtschaftsguts

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BFHE 96, 559
  • DB 1969, 2211
  • BStBl II 1969, 744
 
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Wird zitiert von ... (11)Zitiert selbst (2)

  • BFH, 05.05.1953 - I D 2/53
    Auszug aus BFH, 09.07.1969 - I R 38/66
    Nach dem Gutachten des BFH I D 2/53 S vom 5. Mai 1953 (BFH 57, 583, BStBl III 1953, 224) ist zu prüfen, ob die Leistungen an den Verein von den Mitgliedern in ihrer Eigenschaft als Vereinsmitglieder gegeben worden sind, oder ob sich hier Leistung und Gegenleistung auf Grund eines obligatorischen Rechtsverhältnisses gegenüberstehen.

    Auch nach dem Gutachten des BFH I D 2/53 S (…a. a. O.) kann eine Aktivierung nur verlangt werden, wenn den Beiträgen entsprechende Gegenleistungen des Vereins gegenüberstehen, d. h. wenn dem Betrieb dafür ein Wirtschaftsgut erwachsen ist, dessen wirtschaftlicher Wert als Einzelheit von Bedeutung und bei einer Veräußerung greifbar ist (vgl. BFH-Urteil IV 255/53 U vom 28. Januar 1954, BFH 58, 516, BStBl III 1954, 109).

    Soweit dem Gutachten I D 2/53 S (…a. a. O.) eine weitergehende Aktivierungspflicht zu entnehmen ist, kann dem der Senat nicht folgen.

  • BFH, 28.01.1954 - IV 255/53 U

    Vorbereitende Betriebsausgaben (Organisationsaufwendungen) - Aktivierung der …

    Auszug aus BFH, 09.07.1969 - I R 38/66
    Auch nach dem Gutachten des BFH I D 2/53 S (…a. a. O.) kann eine Aktivierung nur verlangt werden, wenn den Beiträgen entsprechende Gegenleistungen des Vereins gegenüberstehen, d. h. wenn dem Betrieb dafür ein Wirtschaftsgut erwachsen ist, dessen wirtschaftlicher Wert als Einzelheit von Bedeutung und bei einer Veräußerung greifbar ist (vgl. BFH-Urteil IV 255/53 U vom 28. Januar 1954, BFH 58, 516, BStBl III 1954, 109).
  • BFH, 23.06.1997 - GrS 2/93

    Wirtschaftliche Vorteile aus Weitervermietung stehen dem Ausweis von …

    So hat der BFH eine Gegenleistung für die unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Hingabe eines Darlehens in der Verpflichtung des Darlehensnehmers zum laufenden Bezug von Waren (Urteile vom 9. Juli 1969 I R 38/66, BFHE 96, 559, BStBl II 1969, 744; vom 17. März 1959 I 207/58 U, BFHE 69, 153, BStBl III 1959, 320; in BFHE 115, 243, BStBl II 1976, 13) oder in der Einräumung anderer (einmaliger oder wiederkehrender) geldwerter Vorteile (Urteile in BFHE 133, 543, BStBl II 1981, 734; in BFHE 73, 382, BStBl III 1961, 405) gesehen.
  • BFH, 26.02.1975 - I R 72/73

    Aktivierung von Bierlieferungsrechten

    Denn die Darlehen waren für die Klägerin mit dem Vorteil der Bierlieferungsrechte ausgestattet, die wiederum nach dem Inhalt der Verträge oder jedenfalls nach den Vorstellungen beider Vertragsteile Gegenleistungen für die Gewährung der Darlehen darstellten (BFH-Urteil vom 9. Juli 1969 I R 38/66, BFHE 96, 559, BStBl II 1969, 744).
  • BFH, 23.04.1975 - I R 236/72

    Unverzinsliche Darlehn - Nennbetrag - Anschaffungskosten der Forderung - …

    Solchen Fällen des ganz oder teilweise ausgeglichenen Zinsverzichts mit der Folge, daß die Abzinsung zu berichtigen oder daß ein Wirtschaftsgut zu aktivieren sei, sei gemeinsam, daß im Zusammenhang mit der Unverzinslichkeit des Darlehens greifbare und abgrenzbare Vorteile für den Betrieb wirksam würden, die auch ein Erwerber im Rahmen des Gesamtkaufpreises berücksichtigen würde (vgl. BFH-Urteile vom 9. Juli 1969 I R 38/66, BFHE 96, 559, BStBl II 1969, 744; vom 3. März 1972 III R 30/71, BFHE 105, 282, BStBl II 1972, 516).

    Die Unverzinslichkeit einer Forderung (das Fehlen von Nominalzinsen) kann dadurch ausgeglichen sein, daß die Forderung mit besonderen Vorteilen ausgestattet ist, welche nach dem Inhalt des Vertrages oder nach den Vorstellungen beider Vertragsteile eine Gegenleistung für die Gewährung des Darlehens darstellen (BFH-Urteil I R 38/66).

    Wohl aber kommt in Betracht, den begrifflich hiervon zu unterscheidenden "Aufwand der Zinslosigkeit" (BFH-Urteil I R 38/66) als Aufwendung für den Erwerb eines aktivierungspflichtigen Wirtschaftsguts zu behandeln.

  • FG Münster, 11.04.2011 - 9 K 209/08

    Teilwertabschreibungen für eine Darlehensforderung gegen eine 100 %-ige …

    Eine solche konkrete anderweitige Gegenleistung tritt in diesem Fall an die Stelle der Zinszahlung (verdeckte Verzinsung, vgl. etwa BFH-Urteile in BStBl 1981, 734: Aufnahme von Zeitschriften in die Lesemappen eines Lesezirkels; vom 26.2.1975 I R 72/73, BStBl II 1976, 13, unter 1.b: Übernahme einer Bierbezugsverpflichtung; vom 9.7.1969 I R 38/66, BStBl II 1969, 774: Recht auf die Nutzung von Forschungsergebnissen; vom 18.7.1961 I 322/60 U, BStBl II 1961, 405: vorteilhafte Anpachtungs- und Ankaufrechte;… s. hierzu auch Kulosa in Schmidt, EStG, 29. Aufl., § 6 Rz 298).
  • BFH, 05.12.1974 - V R 30/74

    Begriff des Wirtschaftsguts in § 30 Abs. 2 Satz 1 UStG 1967

    Ein Wirtschaftsgut, dessen wirtschaftlicher Wert als Einzelheit von Bedeutung und bei einer Veräußerung greifbar ist (vgl. BFH-Urteile vom 9. Juli 1969 I R 38/66, BFHE 96, 559, BStBl II 1969, 744, und vom 28. Januar 1954 IV 255/53 U, BFHE 58, 516, BStBl III 1954, 109) kann jedoch dann nicht angenommen werden, wenn es mit einem anderen Wirtschaftsgut derart verbunden ist, daß es nur in der Gesamtheit mit dem anderen Wirtschaftsgut, als dessen Teil es sich darstellt, bewertungsfähig ist (vgl. BFH-Urteil vom 14. September 1965 I 93/63 U, BFHE 83, 488, BStBl III 1965, 674).
  • BFH, 03.03.1972 - III R 30/71

    Bewertung von Kapitalforderungen bei der Vermögensbesteuerung

    Der Mangel einer ausreichenden Verzinsung kann allerdings durch andere mit der Forderung verbundene Vorteile ausgeglichen werden (vgl. BFH-Entscheidung I R 38/66 vom 9. Juli 1969, BFH 96, 559, BStBl II 1969, 744).
  • BFH, 02.10.1970 - III R 93/66

    Satzung eines Versicherungsvereins - Garantiefonds - Dauer der Mitgliedschaft - …

    Sie sind in der Regel anzunehmen, wenn die Leistungen in der Satzung festgelegt sind, wenn ihnen keine besonderen Gegenleistungen der Gesellschaft (des Vereins) im Sinne einer Vergütung gegenüberstehen und wenn die Mittel zur Verwirklichung des Gesellschaftszwecks (Vereinszwecks) erbracht werden (…vgl. Soergel-Siebert, Bürgerliches Gesetzbuch, 10. Aufl., Bd. 1 § 38 Anm. 4, 16 und 17, sowie Bd. 3 § 706 Anm. 6 und 11; BFH-Gutachten I D 2/53 S vom 5. Mai 1953, BFH 57, 583, BStBl III 1953, 224, und BFH-Urteil I R 38/66 vom 9. Juli 1969, BFH 96, 559, BStBl II 1969, 744).
  • BFH, 10.06.1996 - VIII B 111/95

    Anforderungen an die Darlegung einer Divergenz

    Ebensowenig legen die Kläger eine Divergenz zu den Urteilen des BFH vom 7. Februar 1963 IV 365/58 S (BFHE 76, 707, BStBl III 1963, 258) und vom 9. Juli 1969 I R 38/66 (BFHE 96, 559, BStBl II 1969, 744) dar.
  • BFH, 11.08.1971 - VIII R 13/66

    Verlorene Baukostenzuschüsse - Zahlung eines Genossen - Generalversammlung einer …

    Dem Ansatzzwang stehen nicht die im BFH-Urteil I R 38/66 vom 9. Juli 1969 (BFH 96, 559, BStBl II 1969, 744) entwickelten Grundsätze entgegen.
  • BFH, 05.10.1972 - IV R 13/66

    Herstellung des Pachtobjektes - Darlehnsgewährung - Gewerblicher Verpächter - …

    Das wird auch deutlich bei Betrachtung der Pächterseite, wo ja keinesfalls wegen angeblicher Unverzinslichkeit der Darlehnsforderung eine Abzinsung derselben vorgenommen werden könnte (vgl. z. B. das BFH-Urteil I R 38/66 vom 9. Juli 1969, BFH 96, 559, BStBl II 1969, 744).
  • OVG Saarland, 06.06.1974 - I R 28/73

    Rechtmäßigkeit der Beendigung eines Dienstverhältnisses in der Gemeindeverwaltung …

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