Rechtsprechung
| BGH, 30.11.1951 - I ZB 14/51 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1952, 183
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (4)
- RG, 10.01.1902 - III 254/01
Veranlassung einer Sicherheitsleistung
Auszug aus BGH, 30.11.1951 - I ZB 14/51
Es wird an dem vom Reichsgericht in der Entscheidung vom 8. November 1901 (III 254/01 - Nachschlagewerk für die Rechtsprechung des Reichsgerichts § 233 ZPO Nr. 8 -) aufgestellten Rechtsgrundsatz festgehalten, daß die Unabwendbarkeit des Zufalls im Sinne des § 233 ZPO von der Partei mehr als eine Tätigkeit verlangt, die nur darauf abzielt und gerade ausreicht, bei regel- und ordnungsmässigem Gange der Dinge die Frist noch zu wahren.Nach dem zutreffenden Standpunkt des Reichsgerichts, den dieses schon in einer Entscheidung vom 8. November 1901 (III 254/01) und später ständig vertreten hat, verlangt die Unabwendbarkeit des Zufalls im Sinne des § 233 ZPO von der Partei mehr als eine Tätigkeit, die nur darauf abzielt und gerade ausreicht, bei regel- und ordnungsmässigem Gange der Dinge die Notfrist noch zu wahren.
- BGH, 19.06.1951 - III ZB 2/51
Wiedereinsetzungsverfahren. Aufklärungspflicht
Auszug aus BGH, 30.11.1951 - I ZB 14/51
Nur dann, wenn der Anwalt grundsätzlich eine solche Vorfrist verfügt, genügt er seiner Sorgfaltspflicht (so auch der III. Zivilsenat des BGH im Beschluß vom 19. Juni 1951 - III ZB 2/51 - vgl. ferner RG JW 1928, 711; RGZ 138, 346 [350]; WarnRspr 1913 Nr. 174). - RG, 19.11.1932 - I 254/32
1. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Ausschlußfrist …
Auszug aus BGH, 30.11.1951 - I ZB 14/51
Nur dann, wenn der Anwalt grundsätzlich eine solche Vorfrist verfügt, genügt er seiner Sorgfaltspflicht (so auch der III. Zivilsenat des BGH im Beschluß vom 19. Juni 1951 - III ZB 2/51 - vgl. ferner RG JW 1928, 711; RGZ 138, 346 [350]; WarnRspr 1913 Nr. 174). - RG, 07.11.1924 - VI B 31/24
Begründungsfrist
Auszug aus BGH, 30.11.1951 - I ZB 14/51
Wie das Reichsgericht schon in einer Entscheidung vom 7. November 1924 (RGZ 109, 215) ausgeführt hat, läuft die Begründungsfrist für in den Gerichtsferien eingelegte Berufungen oder Revisionen am 15. Oktober ab.
- BGH, 06.12.2006 - XII ZB 99/06
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Berufungsfrist …
aa) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die Eintragung einer Vorfrist für die Berufungsfrist - im Gegensatz zur Berufungsbegründungsfrist (vgl. insoweit Senatsbeschlüsse vom 25. Juni 1997 - XII ZB 61/97 - NJW-RR 1997, 1289 und vom 20. April 1994 - XII ZB 47/94 - FamRZ 1994, 1519, 1520; BGH Urteil vom 19. November 1976 - IV ZR 36/76 - VersR 1977, 332; Beschlüsse vom 21. Februar 1974 - VII ZB 4/74 - VersR 1974, 756 und vom 30. November 1951 - I ZB 14/51 - NJW 1952, 183) - grundsätzlich nicht erforderlich (BGH Beschluss vom 24. Mai 1973 - III ZB 5/73 - VersR 1973, 840). - BGH, 06.07.1994 - VIII ZB 26/94
Anforderungen an die Büroorganisation eines Rechtsanwalts im Hinblick auf die …
Hierzu gehört nach feststehender Rechtsprechung die allgemeine Anordnung, daß jedenfalls bei solchen Prozeßhandlungen, deren Vornahme ihrer Art nach mehr als nur einen geringen Aufwand an Zeit und Mühe erfordert, wie dies regelmäßig bei Rechtsmittelbegründungen der Fall ist, außer dem Datum des Fristablaufes auch noch eine sogenannte Vorfrist zu notieren ist (BGH, Beschlüsse vom 30. November 1952 - I ZB 14/51 = LM ZPO § 233 Nr. 12 = NJW 1952, 183; vom 11. Juli 1962 - VIII ZB 18/62 = LM ZPO § 233 (Fc) Nr. 20 = NJW 1962, 1865 f = VersR 1962, 838 f; vom 24. Mai 1973 - III ZB 5/73 = VersR 1973, 840, 841; vom 19. November 1976 - IV ZR 36/76 = VersR 1977, 332 f unter Nr. 2; vom 28. Februar 1985 - III ZB 38 und 39/84 = VersR 1985, 574; vom 21. Oktober 1987 - IVa ZR 170/86 = VersR 1988, 941 …und vom 5. März 1991 - XI ZB 1/91 = BGHR ZPO § 233 Fristenkontrolle 17;… vgl. auch Zöller/Greger, ZPO, 18. Aufl., § 233 Rdnr. 23 "Fristenbehandlung";… Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO, 52. Aufl., § 233 Rdnr. 88;… MünchKomm-ZPO/Feiber, § 233 Rdnr. 90;… Stein/Jonas/Schumann, ZPO, 20. Aufl., § 233 Rdnr. 262). - BGH, 19.11.1976 - IV ZR 36/76
Verschulden des Prozessbevollmächtigten an der Versäumung der Berufungsfrist - …
Es fehlt auch an der ordnungsmäßigen Anordnung und Eintragung einer Vorfrist, die bei Rechtsmittelbegründungsfristen zu verlangen ist (BGH NJW 1952, 183 = LM ZPO § 233 Nr. 12; VersR 1974, 909;… Stein/Jonas/Pohle ZPO 19. Aufl., § 233 II 2 Note 77).
- BFH, 09.05.1961 - I 237/60 S
Einlegung eines Rechtsmittel bei Vorliegen des Bescheids und Kenntnis durch den …
Im Fristenkalender muß der Fristablauf für jede einzelne Sache vermerkt sein; die Einhaltung der laufenden Fristen muß durch tägliche Einsichtnahme in den Fristenkalender gesichert werden Unter welchen Umständen eine besondere Vorfristnotierung, die im allgemeinen zweckmäßig ist, in der Fristenkontrolle erfolgen muß (vgl. Beschluß des Bundesgerichtshofs I ZB 14/51 vom 30. November 1951, Lindenmaier-Möhring, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs, § 233 der Zivilprozeßordnung Nr. 12, Neue Juristische Wochenschrift 1952 S. 183), braucht im vorliegenden Falle nicht näher erörtert zu werden. - BGH, 10.07.1961 - VIII ZB 13/61 halten wird (vgl. Beschluß des BGH vom 30. November 1951 - I ZB 14/51 - IM ZPO § 233 Nr,12).
- BGH, 11.07.1962 - VIII ZB 18/62 Der Bundesgerichtshof hat allerverlangt werden, bei wichtigen Fristen eins besondere Vorfrist notieren zu lassen (Beschluß vom 30o November 1951 - I ZB 14/51 - LM ZPO § 233 N r ,12; vglo auch BGHZ 2 5342, 346 und Beschluß des erkennenden Senats vom 10. Juli 1961 - VIII ZB 13/61 - LH ZPO § 233'° Nröl6)cDer Bundesgerichtshof hat im Beschluß vom 30.November 1951 seinen Standpunkt damit begründet, die Partei müsse ihre Tätigkeit so einrichten, daß auch mögliche Unregelmäßigkeiten und Zwischenfälle, sofern sie nicht außer dem Bereich der vernünftigerweise anzuotellenden Berechnungen liegen, kein Hindernis für die Y/ab-r rung der Frist bildeten.
- BGH, 07.11.1962 - VIII ZR 32/62 Wie der Bundesgerichtshof mehrfach entschieden hat, darf sich der Prozeßbevollmächtigte, dem Sachen zu einer Vorfrist vorgelegt werden, jedenfalls nicht darauf verlassen, daß er von seinem Büropersonal am letzten Tage der Frist an deren Ablauf erinnert werde (vgl. Beschluß des BGH vom 30. November 1951 - I ZB 14/51 - LM ZPO § 233 Nr. 12 und vom 10. Juli 1961 - VIII ZB 13/61 - LM ZPO § 233 (Fc) Nr. 16).
- BGH, 06.03.1958 - II ZR 38/58
Rechtsmittel
Um rechtzeitige Erfüllung dieser Verpflichtungen sicherzustellen, hatte er eine angemessene Zeit vor Ablauf der Revisionsfrist liegende Vorfrist notieren und sich die Akten an diesem Tage zu entsprechender Überprüfung vorlegen zu lassen (vgl. Beschluß des BGH vom 30. November 1951 - I ZB 14/51 - LM ZPO § 233 Nr. 12 ). - BGH, 21.01.1958 - VI ZB 24/57 Wie der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs im Beschluß vom 30. November 1951 (I ZB 14/51 LM ZPO § 233 Nr. 12 = NJW 1952, 183 Nr. 9) betont hat, verlangt § 233 Abs. 1 ZPO von der Partei und ihrem Vertreter mehr als eine Tätigkeit, die nur darauf abzielt und gerade ausreicht, bei regel- und ordnungsmäßigem Gang der Dinge eine Notfrist noch zu wahren; sie müssen ihre Tätigkeit vielmehr so einrichten, daß auch mögliche Unregelmäßigkeiten und Zwischenfälle, sofern sie nur nicht ganz außergewöhnlich sind, kein Hindernis für die Wahrung der Frist bilden.
- BGH, 12.06.1963 - VIII ZR 288/62 Daß der Anwalt, der keine eigene ständige Fristenkontrolle durchführen will, wenigstens auf dem Gebiet der Büroorganisation für alle Fälle, die im Rahmen einer vernünftigen Berechnung liegen, Vorsorgen muß, hat die Rechtsprechung von jeher gefordert (siehe insbesondere BGH Beschl. vom 30. November 1951 - I ZB 14/51 - = LM ZPO § 233 Nr. 12).
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