Rechtsprechung
| BGH, 03.07.1953 - I ZR 217/52 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1953, 1705 (Ls.)
- DB 1953, 779
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (4)
- BGH, 20.06.1951 - GSZ 1/51
Aufrechnung gegen das Reich
Auszug aus BGH, 03.07.1953 - I ZR 217/52
Das Berufungsgericht lehnt die vom Grossen Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGHZ 2, 300) entwickelten Grundsätze ab, wonach die Gleichartigkeit der Forderungen bei Eintritt der Aufrechnungslage genüge und nicht bis zur Aufrechnungserklärung fortzubestehen brauche.Soweit das Berufungsgericht die Zulässigkeit der Aufrechnung wegen der Nichtumstellung der Gegenforderung (Ungleichartigkeit) beanstandet, wird auf die Begründung des Grossen Zivilsenats in der Entscheidung vom 20. Juni 1951 (BGHZ 2 S. 300 ff) Bezug genommen.
- BGH, 30.10.1951 - I ZR 58/51
Mittelbarer Reichsbesitz an Gesellschaften
Auszug aus BGH, 03.07.1953 - I ZR 217/52
Das Berufungsgericht folgert hieraus, dass damit die Klägerin die Voraussetzungen erfülle, unter denen der Bundesgerichtshof (BGHZ 3, 316) eine Aufrechnung ihrer Forderungen mit Forderungen gegen das Reich für zulässig erklärt habe.Es ist nicht richtig, dass in den bisherigen Entscheidungen (BGHZ 3 S. 316 und NJW 52 S. 817) der Grundsatz der Gegenseitigkeit der aufzurechnenden Forderungen verlassen worden ist und dass an der grundsätzlichen Selbständigkeit des GmbH-Vermögens selbst im Falle der Vereinigung aller Geschäftsanteile in einer Hand (Einmanngesellschaft) Zweifel erhoben worden sind.
- BGH, 14.10.1955 - I ZR 216/53
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 03.07.1953 - I ZR 217/52
In der zur Veröffentlichung bestimmten Entscheidung vom 3. Juli 1953 - I ZR 216/53 - ist zu weiteren, auch vom Berufungsgericht im vorliegenden Falle vorgebrachten Gegengründen Stellung genommen.Es ist - entsprechend der Stellungnahme in I ZR 216/53 - festzustellen, ob die Klägerin entsprechend den Behauptungen der Beklagten Hoheitsaufgaben des Rüstungsministeriums durchzuführen hatte, ob die "Barackenaktion" zu diesen Hoheitsaufgaben gehörte, ob für die Barackenverteilung ein genaues Zuweisungsverfahren vom Rüstungsministerium vorgeschrieben war, ob die Klägerin davon selbständig abweichen durfte, ob der Beklagten eine Baracke an Hand dieses Zuteilungsverfahrens zugeteilt worden ist und welche Rolle die Klägerin bei dieser Zuteilung spielte.
- BGH, 08.05.1953 - I ZR 120/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 03.07.1953 - I ZR 217/52
Auch bezüglich dieses Einwandes hat der erkennende Senat bereits in seiner zur Veröffentlichung bestimmten Entscheidung vom 8. Mai 1953 - I ZR 120/52 - ausgeführt, dass Aufrechnungen mit Forderungen an das Reich durch das Gesetz nicht berührt würden.
- BGH, 17.03.1955 - II ZR 332/53
Aufrechnung mit Rüstungsforderungen
In den Entscheidungen vom 30. Oktober 1951 - I ZR 58/51 - (BGHZ 3, 316 = NJW 1952, 258 ), vom 28. März 1952 - I ZR 112/51 - (NJW 1952, 817 ), vom 8. Mai 1953 - I ZR 120/52 - (LindMöhr Nr. 8 zu § 387 BGB) und vom 3. Juli 1953 - I ZR 216/52 - (BGHZ 10, 205 = NJW 1953, 1425 [BGH 03.07.1953 - I ZR 216/52]) und I ZR 217/52 - (…LindMöhr a.a.O. Nr. 9) hat der I. Zivilsenat darüber feste Grundsätze entwickelt, die er in der Entscheidung vom 8. Oktober 1954 - I ZR 102/52 - (BGHZ 15, 27) näher erläutert und gegen mißverständliche Auslegungen und Einwendungen abgegrenzt und verteidigt hat. - BGH, 19.11.1954 - I ZR 170/52
Rechtsmittel
Dieser Ausgangspunkt des Berufungsgerichts steht mit der Senatsrechtsprechung, wonach an der rechtlichen Selbständigkeit auch der Einmanngesellschaft und dem Erfordernis der Wechselseitigkeit von Forderung und Gegenforderung grundsätzlich festzuhalten sei, und wonach aber andererseits aus dem Gesichtspunkte des redlichen Verkehrs einer als Gläubigerin auftretenden GmbH versagt sein müsse, sich ihrem aufrechnenden Schuldner gegenüber auf ihre formelle Rechtsstellung als selbständiger Vermögensträger zu berufen, die ihrem tatsächlichen Verhältnis zum Schuldner der Gegenforderung nicht entspricht (Urteile des Senats vom 28. März 1952 - I ZR 112/51 - NJW 1952, 817; vom 3. Juli 1953 - I ZR 71/52 -, I ZR 216/52 - BGHZ 10, 205 ff - I ZR 217/52 - LM BGB § 387 (8) und vom 8. Oktober 1954 - I ZR 102/53 - zum Abdruck in die amtliche Sammlung bestimmt, sowie die das Rüstungskontor betreffenden Senatsurteile vom 12. November 1954 - I ZR 198/52 und 213/52 -). - BGH, 12.11.1954 - I ZR 198/52
Rechtsmittel
Diesen Standpunkt hat der Senat auch in seinen neueren, die Klägerin ebenfalls betreffenden Entscheidungen vom 3. Juli 1953 - I ZR 71/52, I ZR 216/52 - (BGHZ 10, 205 f) und I ZR 217/52 (LM BGB § 387 (8) ) sowie in dem zum Abdruck in der Entscheidungssammlung bestimmten Urteil vom 8. Oktober 1954 (Bank der Luftfahrt) - I ZR 102/53 - aufrechterhalten.
- BGH, 11.07.1957 - III ZR 40/56
Rechtsmittel
Entgegen der Meinung der Revision treffen hier die Erwägungen, aus denen heraus gegenüber Forderungen von Kriegsgesellschaften die Aufrechnung mit Forderungen gegen das Reich für zulässig erklärt worden ist (u.a. die Entscheidungen des I. Zivilsenats in NJW 1952, 817 und 1953, 1705 sowie BGHZ 10, 205), nicht zu. - BGH, 01.03.1955 - I ZR 181/53
Rechtsmittel
Den bisherigen Entscheidungen lagen Tatbestände zugrunde, in denen entweder der Reichsfiskus selber oder aber eine in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründete Reichsgesellschaft als Klägerin auftrat, während die Gegenforderung, z.B. aus Kriegslieferungen, sich gegen den Reichsfiskus richteten (Urteile des Senats vom 28. März 1952 - I ZR 112/51 - NJW 1952, 817; vom 3. Juli 1953 - I ZR 71/52 -, I ZR 216/52 - BGHZ 10, 205 ff, - I ZR 217/52 - L-M BGB § 387 (8) - und vom 8. Oktober 1954 - I ZR 102/53 - BGHZ 15, 27 ff sowie die das Rüstungskontor betreffenden Senatsurteile vom 12. November 1954 - I ZR 198/52 und 213/52 -). - BGH, 12.11.1954 - I ZR 213/52
Rechtsmittel
Diesen Standpunkt hat der Senat auch in seinen neueren, die Klägerin ebenfalls betreffenden Entscheidungen vom 3. Juli 1953 - I ZR 71/52 - I ZR 216/52 (BGHZ 10, 205 f) und I ZR 217/52 (LM BGB § 387 (8) ) sowie in dem zum Abdruck in der Entscheidungssammlung bestimmten Urteil vom 8. Oktober 1954 (Bank der Luftfahrt) - I ZR 102/53 - aufrechterhalten. - BGH, 01.12.1954 - VI ZR 183/53
Rechtsmittel
Wie in diesem Urteil und in den weiteren Entscheidungen des I. Zivilsenats vom 3. Juli 1953 - I ZR 217/52 - (Lindenmaier-Möhring Nr. 9 zu § 387 BGB) und vom 12. November 1954 - I ZR 198/52 und I ZR 213/52 - ausgeführt ist, muss die Aufrechnung dann zugelassen werden, wenn ein Widerspruch der Reichsgesellschaft gegen eine Aufrechnung mit Forderungen gegen das Reich nach den gesamten Umständen des Falles sich als Mißbrauch der formellen Rechtstellung der Reichsgesellschaft als einer selbständigen juristischen Person darstellt. - BGH, 27.10.1953 - I ZR 100/52
Rechtsmittel
Sie nimmt dabei auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes über die Aufrechenbarkeit von Forderungen an das Reich oder an sogenannte Kriegsgesellschaften Bezug (BGHZ 1, 300 [BGH 15.03.1951 - IV ZR 9/50] ; Urt. des Senats vom 30. Oktober 1951 = BGHZ 3, 316; vom 19. Mai 1953 - I ZR 130/52 - vom 29. März 1952 = NJW 1952, 817; vom 3. Juli 1953 - I ZR 216/52 [zum Abdruck bestimmt] = NJW 1953, 1425 [BGH 03.07.1953 - I ZR 216/52] und I ZR 217/52).
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