Rechtsprechung
| VG Gießen, 11.04.1990 - II/3 E 914/89 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Gießen, 11.04.1990 - II/3 E 914/89
- VGH Hessen, 17.10.1991 - 6 UE 2422/90
Wird zitiert von ... (6)
- VG Kassel, 08.02.2007 - 3 E 1313/06
Verwaltungsgericht Kassel entscheidet in vier kommunalrechtlichen Verfahren
Soweit von der hessischen Verwaltungsgerichtsbarkeit (vgl. Hess. VGH…, Urt. vom 17.10.1991, a.a.O.; VG D-Stadt…, Urt. vom 20.06.2002 - 3 E 1384/01 -, HSGZ 2002, 399; VG Gießen…, Urt. vom 22.12.2004 - 8 E 1166/03 -, NVwZ-RR 2005, 843 und Urt. vom 11.04.1990 - II/3 E 914/89 -, HSGZ 1990, 491) gemeinsame Wahlvorschläge mehrerer Fraktionen bislang für zulässig erachtet worden sind, erfolgte dies jeweils lediglich in Abgrenzung zu den nach § 10 Abs. 4 KWG mit Ausnahme des Sonderfalles des § 10 Abs. 3 KWG unzulässigen Listenverbindungen.Als ausführendes Organ unterliegt der Gemeindevorstand - im Unterschied zu der Gemeindevertretung und deren Ausschüssen, in die die Gemeindevertretung einen Teil ihrer Aufgaben vorverlagert hat - nicht dem Grundsatz der Repräsentation, so dass seine parteipolitische Zusammensetzung nicht deckungsgleich mit der der Gemeindevertretung sein muss (vgl. Hess. VGH…, Urt. vom 17.10.1991, a.a.O.; OVG. Sachsen…, Urt. vom 15.03.2005, a.a.O.; VG D-Stadt…, Urt. vom 20.06.2002, a.a.O.; VG Gießen, Urt. vom 11.04.1990, a.a.O.).
Schließlich ist daraus, dass zwar für Ausschüsse in § 62 Abs. 2 Satz 1 HGO unter bestimmten Voraussetzungen ausdrücklich vorgesehen ist, dass sie dem Stärkeverhältnis der Fraktionen entsprechend zusammenzusetzen sind, dass eine entsprechende Regelung für den Gemeindevorstand jedoch fehlt, zu schließen, dass der Gesetzgeber bewusst die Entscheidung getroffen hat, dass der Gemeindevorstand nicht zwingend nach dem Grundsatz der Spiegelbildlichkeit zu besetzen ist (VG Gießen, Urt. vom 11.04.1990, a.a.O.).
- VG Kassel, 08.02.2007 - 3 E 1118/06
Verwaltungsgericht Kassel entscheidet in vier kommunalrechtlichen Verfahren
Soweit von der hessischen Verwaltungsgerichtsbarkeit (vgl. Hess. VGH…, Urt. vom 17.10.1991, a.a.O.; VG D-Stadt…, Urt. vom 20.06.2002 - 3 E 1384/01 -, HSGZ 2002, 399; VG Gießen…, Urt. vom 22.12.2004 - 8 E 1166/03 -, NVwZ-RR 2005, 843 und Urt. vom 11.04.1990 - II/3 E 914/89 -, HSGZ 1990, 491) gemeinsame Wahlvorschläge mehrerer Fraktionen bislang für zulässig erachtet worden sind, erfolgte dies jeweils lediglich in Abgrenzung zu den nach § 10 Abs. 4 KWG unzulässigen Listenverbindungen. - VG Kassel, 08.02.2007 - 3 E 1957/06
Gültigkeit von Wahlen zur Besetzung von Ausschüssen eines Kreistages bei …
Rn. 33 Soweit von der hessischen Verwaltungsgerichtsbarkeit (vgl. Hess. VGH…, Urt. vom 17.10.1991, a.a.O.; VG Wiesbaden…, Urt. vom 20.06.2002 - 3 E 1384/01 -, HSGZ 2002, 399; VG Gießen…, Urt. vom 22.12.2004 - 8 E 1166/03 -, NVwZ-RR 2005, 843 und Urt. vom 11.04.1990 - II/3 E 914/89 -, HSGZ 1990, 491) gemeinsame Wahlvorschläge mehrerer Fraktionen bislang für zulässig erachtet worden sind, erfolgte dies jeweils lediglich in Abgrenzung zu den nach § 10 Abs. 4 KWG unzulässigen Listenverbindungen.
- VGH Hessen, 08.07.1999 - 8 UZ 1933/99
Zur Wahl für die Besetzung einer Betriebskommission - hier: Stadtwerke
Rn. 3 Das erkennende Gericht hat bereits entschieden, dass nach einem Umkehrschluss aus § 55 Abs. 4 Satz 1 HGO in der Fassung des Wahlrechtsänderungsgesetzes vom 16. Juni 1988 (GVB1. I S. 235) mit Ausnahme des dort jetzt ausdrücklich geregelten Sonderfalles einer Besetzung von lediglich zwei Stellen in allen anderen Fällen, in denen also mehr als zwei Stellen nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gemäß § 55 Abs. 1 Satz 1 1. Alt. HGO zu besetzen sind, die Sitzverteilung zwingend nach der Mehrheitsklausel des § 22 Abs. 4 KWG auch bei mittelbaren Wahlen vorzunehmen ist (vgl. Hess. VGH, Urteil vom 17. Oktober 1991 - 6 UE 2422/90 - HSGZ 1992 S. 437 f., auch unter Bezugnahme auf VG Gießen, Urteil vom 11. April 1990 - II/3 E 914/89 - HSGZ 1990 S. 491 ff.). - VGH Hessen, 08.07.1999 - 8 UZ 1934/99
Zur Wahl für die Besetzung einer Betriebskommission - hier: Aufsichtsrat einer …
Rn. 3 Das erkennende Gericht hat bereits entschieden, dass nach einem Umkehrschluss aus § 55 Abs. 4 Satz 1 HGO in der Fassung des Wahlrechtsänderungsgesetzes vom 16. Juni 1988 (GVBl. I S. 235) mit Ausnahme des dort jetzt ausdrücklich geregelten Sonderfalles einer Besetzung von lediglich zwei Stellen in allen anderen Fällen, in denen also mehr als zwei Stellen nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gemäß § 55 Abs. 1 Satz 1 1. Alt. HGO zu besetzen sind, die Sitzverteilung zwingend nach der Mehrheitsklausel des § 22 Abs. 4 KWG auch bei mittelbaren Wahlen vorzunehmen ist (vgl. Hess. VGH, Urteil vom 17. Oktober 1991 - 6 UE 2422/90 - HSGZ 1992 S. 437 f., auch unter Bezugnahme auf VG Gießen, Urteil vom 11. April 1990 - II/3 E 914/89 - HSGZ 1990 S. 491 ff.). - VGH Hessen, 08.07.1999 - 8 UZ 1935/99
Zur Wahl für die Besetzung einer Betriebskommission - hier: städtisches …
Rn. 3 Das erkennende Gericht hat bereits entschieden, dass nach einem Umkehrschluss aus § 55 Abs. 4 Satz 1 HGO in der Fassung des Wahlrechtsänderungsgesetzes vom 16. Juni 1988 (GVBl. I S. 235) mit Ausnahme des dort jetzt ausdrücklich geregelten Sonderfalles einer Besetzung von lediglich zwei Stellen in allen anderen Fällen, in denen also mehr als zwei Stellen nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gemäß § 55 Abs. 1 Satz 1 1. Alt. HGO zu besetzen sind, die Sitzverteilung zwingend nach der Mehrheitsklausel des § 22 Abs. 4 KWG auch bei mittelbaren Wahlen vorzunehmen ist (vgl. Hess. VGH, Urteil vom 17. Oktober 1991 - 6 UE 2422/90 - HSGZ 1992 S. 437 f., auch unter Bezugnahme auf VG Gießen, Urteil vom 11. April 1990 - II/3 E 914/89 - HSGZ 1990 S. 491 ff.).
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