Rechtsprechung
| RFH, 19.07.1933 - II A 594/31 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (3)
- BFH, 25.02.1969 - II 55/63
Bestehen einer Steuerpflicht nach dem Kapitalvermögen-Steuergesetz (KVStG) bei …
Für die Frage, ob der Erwerb verzinslicher Forderungsrechte im Wege der Konvertierung ein Erwerb im Sinne des § 11 Abs. 1 Nr. 1 KVStG ist, kommt es jedoch nicht darauf an, ob sich der Gläubiger nach bürgerlichem Recht durch den Tausch eines durch die hingegebene Urkunde verbrieften Rechtes begibt und ein neues Recht erwirbt (vgl. schon Urteile des RFH II A 594/31 vom 19. Juli 1933, RFH 34, 86, RStBl 1933, 1095;… II 108/41, a.a.O.).Diese Rechtsauffassung entspricht der Rechtsprechung zu den Reichsstempelgesetzen und zu § 32 KVStG 1922 (vgl. Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen Bd. 45 S. 87 - RGZ 45, 87 - RFH-Urteile II A 230/21 vom 30. Juni 1921, RFH 6, 148, RStBl 1922, 29; II A 594/31, a.a.O.).
Die Kündigung der Anleihe I, die gleichzeitig mit dem Umtauschangebot erging, schließt diese Rechtsfolge nicht aus (vgl. RFH-Urteil II A 594/31, a.a.O.).
Dies gilt ersichtlich für die Verringerung des Zinsfußes (vgl. RFH-Urteil II A 594/31, a.a.O.;… Nr. 6 Buchst. b des RdF-Erlasses vom 13. November 1938, a.a.O.).
Unschädlich ist es auch, daß den umtauschenden Gläubigern eine Barvergütung gewährt wurde (RFH-Urteil II A 594/31, a.a.O.;… Radtke, a.a.O., S. 65); soweit der Senat im Urteil II 203/58 U, a.a.O., den Umstand als nicht unbeachtlich angesehen hat, daß die Anleihegläubiger beim Tausch eine Barvergütung erhalten haben, hält er an der dort vertretenen Ansicht nicht fest.
Es ist ferner nicht wesentlich, daß für die Anleihe II andere dingliche Sicherheiten als für die Anleihe I bestellt waren (vgl. auch RFH-Urteil II A 594/31, a.a.O., allerdings für den Fall der Konversion von Hypothekenpfandbriefen).
- BFH, 29.04.1959 - II 203/58 U In seiner Begründung stützt sich das Finanzgericht auf die Urteile des Reichsfinanzhofs II A 594/31 vom 19. Juli 1933 (BStBl 1933 S. 1095, Slg. Bd. 34 S. 86) und II 108/41 vom 22. Oktober 1942 (BStBl 1943 S. 37, Slg. Bd. 52 S. 212).
In seiner Begründung stützt sich das Finanzgericht auf die Urteile des Reichsfinanzhofs II A 594/31 vom 19. Juli 1933 (BStBl 1933 S. 1095, Slg. Bd. 34 S. 86) und II 108/41 vom 22. Oktober 1942 (BStBl 1943 S. 37, Slg. Bd. 52 S. 212).
In dem Urteil II A 594/31 vom 19. Juli 1933 hat der Reichsfinanzhof ausdrücklich betont, die Bezugnahme auf das Urteil II A 230/21 vom 30. Juni 1921 passe nicht, weil es sich dort nicht um Pfandbriefe einer Hypothekenbank, für die nach der Entscheidung des Reichsfinanzhofs II A 594/31 vom 19. Juli 1933 die Vorschriften des Hypothekenbankgesetzes zu beachten waren, sondern um Teilschuldverschreibungen einer AG gehandelt habe.
Auch bei einer Betrachtungsweise im Sinne des KVStG, wie sie das Urteil des Reichsfinanzhofs II A 594/31 vom 19. Juli 1933 im Auge hat, muß somit die Steuerpflicht hinsichtlich des Betrages von 2 090 675 DM bejaht werden.
- BFH, 23.11.1961 - II 106/57 U
Entstehung einer Wertpapiersteuerpflicht durch Umtausch von …
Es liege somit eine Artänderung des ursprünglichen Rechtsverhältnisses im Sinne der Grundsätze des Urteils des Reichsfinanzhofs II A 594/31 vom 19. Juli 1933 (RStBl 1933 S. 1095, Slg. Bd. 34 S. 86) vor.
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