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| BVerwG, 18.09.1958 - II C 127.57 |
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Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Enge Verbindung zum Nationalsozialismus als Ursache für eine Übernahme in das Beamtenverhältnis - Neuregelung der Rechtsverhältnisse früherer Angehöriger des öffentlichen Dienstes
Verfahrensgang
- VGH Bayern, 13.07.1955 - 241 II 53
- BVerwG, 18.09.1958 - II C 127.57
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 03.12.1954 - II C 114.53
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 18.09.1958 - II C 127.57
Hierbei hat das Berufungsgericht in rechtlicher Hinsicht nicht übersehen - wie die Revision meint -, daß von der Rechtsstellung auszugehen ist, die der Beamte am 8. Mai 1945 innehatte (BVerwGE 2, 10, 19) [BVerwG 03.12.1954 - II C 114/53]. - BVerwG, 27.01.1956 - II C 40.54
Feststellung, dass tatsächlich eine enge Verbindung zum Nationalsozialismus …
Auszug aus BVerwG, 18.09.1958 - II C 127.57
Überdies bestellt bei vor dem 14. September 1930 eingetretenen Mitgliedern der NSDAP, den sogenannten "alten Kämpfern", zu denen der Kläger zählt, eine allgemeine Vermutung dafür, daß eine überwiegend politische Förderung bei der ersten Ernennung oder Beförderung unter dem Nationalsozialismus auch die weitere Laufbahn beherrscht hat, so daß der betroffene Beamte die materielle Beweislast (Feststellungslast) dafür trägt, daß die weiteren Rechtspositionen auf überwiegend sachlichen Motiven der Behörde beruht haben (vgl. Urteil des Senats vom 19. Oktober 1956 - BVerwG II C 135.54 - DVBl. 1957, 130 sowie BVerwGE 3, 110, 115) [BVerwG 27.01.1956 - II C 40/54]. - BVerwG, 01.08.1958 - II CB 31.58
Zulassung einer Revision nach den Vorschriften des Rahmengesetzes zur …
Auszug aus BVerwG, 18.09.1958 - II C 127.57
Diese Vermutung besteht auch für beamtenrechtliche Ernennungen, die auf einer wegen enger Verbindung zum Nationalsozialismus erfolgten Einstellung eines "alten Kämpfers" als Angestellter fußen (vgl. BVerwG, Urteil vom 7. Mai 1958 - BVerwG VI C 203.56 - und Beschluß vom 1. August 1958 - BVerwG II CB 31.58 -). - BVerwG, 19.10.1956 - II C 135.54
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 18.09.1958 - II C 127.57
Überdies bestellt bei vor dem 14. September 1930 eingetretenen Mitgliedern der NSDAP, den sogenannten "alten Kämpfern", zu denen der Kläger zählt, eine allgemeine Vermutung dafür, daß eine überwiegend politische Förderung bei der ersten Ernennung oder Beförderung unter dem Nationalsozialismus auch die weitere Laufbahn beherrscht hat, so daß der betroffene Beamte die materielle Beweislast (Feststellungslast) dafür trägt, daß die weiteren Rechtspositionen auf überwiegend sachlichen Motiven der Behörde beruht haben (vgl. Urteil des Senats vom 19. Oktober 1956 - BVerwG II C 135.54 - DVBl. 1957, 130 sowie BVerwGE 3, 110, 115) [BVerwG 27.01.1956 - II C 40/54].
- BVerwG, 03.07.1959 - VI C 94.57
Rechtsmittel
Daraus hat das Oberverwaltungsgericht ohne Rechtsirrtum gefolgert, daß bei dieser Beförderung die politischen Gesichtspunkte den Ausschlag gegeben haben (vgl. hierzu auch Urteile des II. Senats vom 7. September 1956 - BVerwG II C 296.54 -, DVBl. 1956 S. 835 = DÖV 1957 S. 240; vom 19. Oktober 1956 - BVerwG II C 135.54 -, DVBl. 1957 S. 130; vom 18. September 1958 - BVerwG II C 127.57 -, Urteile des VI. Senats vom 24. Januar 1957 - BVerwG VI C 33.56 - und vom 8. August 1958 - BVerwG VI C 127.56 - BVerwGE 5, 275). - BVerwG, 24.04.1959 - VI C 391.56
Rechtsmittel
Aus diesen Umständen ist im angefochtenen Urteil ohne Rechtsirrtum gefolgert worden, daß bei dieser Beförderung die politischen Gesichtspunkte den Ausschlag gegeben haben (vgl. hierzu auch Urteile des II. Senats vom 7. September 1956 - BVerwG II C 296.54 -, DVBl. 1956, 835 = DÖV 1957, 240 , vom 19. Oktober 1956 - BVerwG II C 135.54 -, DVBl. 1957, 130 , vom 18. September 1958 - BVerwG II C 127.57 - Urteile des VI. Senats vom 24. Januar 1957 - BVerwG VI C 33.56 - und vom 8. August 1958 - BVerwG VI C 127.56, BVerwGE 5, 275). - BVerwG, 26.08.1959 - VI C 163.57
Rechtsmittel
Daraus und aus dem weiter festgestellten Umstand, daß der Kläger damals als einziger seiner Berufskollegen ohne die sonst übliche - wenn auch damals nicht zwingend vorgeschriebene - Prüfung für den gehobenen Dienst und ohne überragende Qualifikation zum Inspektor befördert worden ist, hat das Berufungsgericht ohne Rechtsirrtum gefolgert, daß für diese - offensichtlich im Rahmen der gerichtsbekannten Förderungsaktion der Reichsbahn zugunsten der sogenannten alten Kämpfer (vgl. Erlasse des Generaldirektors vom 18. Januar, 3. März und 12. Juni 1934) erfolgte - Beförderung die politischen Gesichtspunkte den Ausschlag gegeben haben (vgl. hierzu auch Urteile des II. Senatsvom 7. September 1956 - BVerwG II C 296.54 - DVBl. 1956 S. 835 = DÖV 1957 S. 240;vom 19. Oktober 1956 - BVerwG II C 135.54 - DVBl. 1957 S. 130;vom 18. September 1958 - BVerwG II C 127.57 - Urteile des VI. Senatsvom 24. Januar 1957 - BVerwG VI C 33.56 - undvom 8. August 1958 - BVerwG VI C 127.56 - BVerwGE 5, 275). - BVerwG, 24.04.1959 - VI C 108.57
Rechtsmittel
Ihre Anwendung rechtfertigt daher die Schlußfolgerung, daß sich die Ernennungsbehörde damals nicht von sachlichen Erwägungen, sondern ausschließlich oder überwiegend von politischen Gesichtspunkten hat leiten lassen (vgl. hierzu Urteile des II. Senats vom 7. September 1956 - BVerwG II C 296.54 -, DVBl. 1956, 835 = DÖV 1957, 240; vom 19. Oktober 1956 - BVerwG II C 135.54 -, DVBl. 1957, 130; vom 18. September 1958 - BVerwG II C 127.57 - Urteile des VI. Senats vom 24. Januar 1957 - BVerwG VI C 33.56 -, und vom 8. August 1958 - BVerwG VI C 127.56 -, BVerwGE 5, 275).
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