Rechtsprechung
| BVerwG, 11.10.1962 - II C 156.60 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Anspruch auf Erstattung von Heilbehandlungskosten im Rahmen der Mindestsätze der Allgemeinen deutschen Gebührenordnung für Ärzte - Anspruch auf Instandsetzung von "Gegenständen des täglichen Bedarfs" nach einem Dienstunfall - Vorliegen einer dienstlichen Notwendigkeit ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VGH Bayern, 15.07.1960 - 115 III 59
- BVerwG, 11.10.1962 - II C 156.60
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (1)
- BVerwG, 07.05.1957 - III C 378.56
Auszug aus BVerwG, 11.10.1962 - II C 156.60
Der von der Revision schließlich zur Rechtfertigung des Rechtsmittels herangezogene Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist nur für den Bereich der sogenannten Eingriffsverwaltung anerkannt (BVerwGE 5, 50 [BVerwG 07.05.1957 - III C 378/56] [52]).
- VG Ansbach, 22.03.2011 - AN 1 K 11.00201
Gerichtsvollzieher; Dienstunfall im Rahmen eines Vollstreckungsversuchs; kein …
Rn. 61 Während das Prinzip der Unfallfürsorge, das eine spezielle Ausgestaltung der Fürsorgepflicht des Dienstherrn (§ 45 BeamtStG) darstellt (vgl. BVerwG, Urteil vom 11.10.1962 - II C 156.60, Buchholz 237.1 Art. 134 BayBG 46 Nr. 1; Schnellenbach, Beamtenrecht in der Praxis, 5. A., RdNr. 360), wohl als hergebrachter Grundsatz des Beamtenrechts angesehen werden kann (GKÖD, RdNr. 4 vor § 30 BeamtVG), gilt dies für die Variante des Sachschadensersatzes im Übrigen nicht ohne weiteres (…vgl. Günther, Sachschadensersatz, ZBR 1990, S. 97).Rn. 62 Das Bundesverwaltungsgericht hat zu der inhaltlich mit § 32 BeamtVG übereinstimmenden Vorschrift des § 136 BBG a. F. in ständiger Rechtsprechung die Auffassung vertreten, dass es der Zweck dieser Ermächtigung ist, die Unfallfürsorgeleistungen, soweit sie nicht die Person, sondern das Vermögen des Beamten betreffen, im Interesse der gebotenen sparsamen Verwaltung möglichst gering zu halten sind (Urteil vom 11.10.1962 - II C 156.60, Buchholz 237.1 Art. 134 BayBG 46 Nr. 1; Urteil vom 7.7.1966 - VIII C 121.63, Buchholz 232 § 136 Nr. 2; Beschluss vom 17.7.1972 - VI B 4.72, Buchholz 238.41 § 86 SVG Nr. 1).
Rn. 65 Wenn sich die Behörde für ihre Ermessenshandhabung in dieser Art zulässigerweise bindet, kann ein Ermessensfehler nur dann mit Erfolg geltend gemacht werden, wenn der Kläger dartut, dass die gesetzlichen Grenzen des Ermessens überschritten worden sind, von dem Ermessen nicht in einer dem Zweck der Ermächtigung entsprechenden Weise Gebrauch gemacht worden (vgl. BVerwG, Urteil vom 11.10.1962, a.a.O) oder die Behörde ohne sachlichen Grund von der Verwaltungspraxis abgewichen ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 12.12.1962 - V C 138.62, BVerwGE 15, 190;… Urteil vom 7.12.1966 - VI C 47.64, a.a.O.;… Schnellenbach, a.a.O., RdNr. 398).
- VG Regensburg, 02.05.2012 - RO 1 K 11.580
Sachschadenersatz Fahrrad; Zugrundelegung des Werts vergleichbarer Gegenstände …
Würde für Schäden an mitgeführten Gegenständen uneingeschränkt Ersatz geleistet, hätte es der Beamte in der Hand, durch das Mitführen etwa besonders wertvoller Gegenstände, den Dienstherrn ohne dessen Zutun mit unangemessenen Haftungsrisiken zu belasten (vgl. BVerwG v. 22.9.1993, Az. 2 C 32/91 ; BVerwG v. 11.10.1962, Az. II C 156/60, ZBR 1963/245; BayVGH v. 6.12.1989, Az. 3 B 89.00562 ).Die Kann-Vorschrift des § 136 BBG a.F. lasse dem Dienstherrn einen weiten Ermessensspielraum und decke auch die völlige Versagung einer Erstattung ab (vgl. BVerwG v. 17.7.1972, Az. VI B 4.72, Buchholz 238.41 § 86 SVG Nr. 1; v. 7.7.1966, Az. VIII C 121.63, DÖD 1966, 237; v. 11.10.1962, Az. II C 156.60, Buchholz 237.1 Art. 134 BayBG Nr. 1).
- VG Saarlouis, 29.09.2009 - 3 K 373/09
Schadensersatz wegen Beschädigung eines bei einem Dienstunfall mitgeführten …
5, Tz. 1.1 unter Hinweis auf BVerwG, 11.10.1962, ZBR 1963, 245. - BVerwG, 17.07.1972 - VI B 4.72 Das Bundesverwaltungsgericht hat für die dem § 86 SVG entsprechende Vorschrift des § 136 BBG und ähnliche landesrechtliche Vorschriften wiederholt ausgesprochen, daß es der Zweck dieser Ermächtigung ist, die Unfallfürsorgeleistungen, soweit sie nicht die Person, sondern das Vermögen des Beamten betreffen, im Interesse der gebotenen sparsamen Verwaltung öffentlicher Mittel möglichst gering zu halten (vgl. Urteile vom 11. Oktober 1962 - BVerwG II C 156.60 - [Buchholz 237.1 Art. 134 BayBG 46 Nr. 1 = ZBR 1963, 245] und vom 7. Juli 1966 - BVerwG VIII C 121.63 - [DÖD 1966, 237 = RiA 1967, 33]).
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