Rechtsprechung
| BGH, 25.11.1968 - II ZR 151/67 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Schadensersatz aus einem Schiffsunfall - Fehlerhafter Überholvorgang - Zulässige Kursänderung - Kursänderung in hinreichendem Abstand vor dem Talzug
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1969, 558
- VersR 1969, 323
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (5)
- BGH, 11.10.1956 - II ZR 167/55
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 25.11.1968 - II ZR 151/67
Der Senat hat bereits entschieden, daß der kreuzende Bergfahrer seine Behauptung zu beweisen habe, er habe sein Kreuzungsmanöver in einer solchen Entfernung vom Talfahrer vorgenommen, daß keine Gefahr eines Zusammenstoßes bestanden habe (BGH VersR 1968, 550, 551).Auch eine verspätete Kursweisung ist, wie das Berufungsgericht zutreffend angenommen hat, für den Talfahrer verbindlich (vgl. BGH VersR 1968, 550, 551), es sei denn, daß die Voraussetzungen des § 5 RhSchPVO vorliegen, was auch in diesem Fall der Talfahrer zu beweisen hat.
- BGH, 12.05.1960 - II ZR 208/58
Auszug aus BGH, 25.11.1968 - II ZR 151/67
Auch das ist grundsätzlich richtig und entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH VersR 1960, 594, 595; 1965, 152, 153) [BGH 26.11.1964 - II ZR 56/63]. - BGH, 25.01.1965 - II ZR 123/63
Verlust der Bergfahrereigenschaft eines Schiffes durch Schrägfahrt bei Übergang …
Auszug aus BGH, 25.11.1968 - II ZR 151/67
Das Berufungsgericht geht in Übereinstimmung mit dem Urteil des erkennenden Senats VersR 1965, 354 davon aus, daß ein Bergfahrer diese Eigenschaft nicht dadurch verliert und Querfahrer (§ 49 Nr. 1 RhSchPVO) wird, daß er in Schrägfahrt den Übergang zum anderen Ufer macht. - BGH, 26.11.1964 - II ZR 56/63
Begriff der Rheinschifffahrtssache - Geltungsbereich des …
Auszug aus BGH, 25.11.1968 - II ZR 151/67
Auch das ist grundsätzlich richtig und entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH VersR 1960, 594, 595; 1965, 152, 153) [BGH 26.11.1964 - II ZR 56/63]. - BGH, 25.11.1968 - II ZR 136/67
Revision gegen eine Entscheidung des Rheinschifffahrtsgerichts sowie des …
Auszug aus BGH, 25.11.1968 - II ZR 151/67
Wie sich aus diesen Ausführungen ergibt und von dem erkennenden Senat in dem ebenfalls heute verkündeten Urteil in Sachen J. ./. D. - II ZR 136/67 - dargelegt ist, kommt diese Ausnahme von der grundsätzlichen Beweislastregel nicht in Frage, wenn ein Dritter gegen den die Kursweisung des kreuzenden Bergfahrers nicht befolgenden Talfahrer Ansprüche erhebt.
- OLG Karlsruhe, 15.01.2024 - 22 U 1/21
Schadensersatz aus einem Schiffsunfall auf dem Rhein
Schließlich darf der Bergfahrer seinen Kurs nicht in einer Weise ändern, die zu einem Zusammenstoß führen könnte (§ 6.03 3. RheinSchPV), er darf insbesondere den Kurs des Talfahrers nicht kreuzen (BGH, Urteil vom 19.02.1968 - II ZR 167/65, VersR 1968, 550, 551; Urteil vom 25.11.1968 - II ZR 151/67 -, VersR 1969, 323, 324).Diese grundsätzliche Beweislastverteilung gilt aber dann nicht mehr, wenn der Bergfahrer den Kurs des Talfahrers kreuzt und dadurch die Gefahr eines Zusammenstoßes herbeiführt; in diesen Fällen obliegt es vielmehr dem Bergfahrer, sich zu entlasten und nachzuweisen, dass er dennoch einen geeigneten Weg freigelassen hat (BGH, Urteil vom 19.02.1968 - II ZR 167/65, VersR 1968, 550, 551; Urteil vom 25.11.1968 - II ZR 151/67 -, VersR 1969, 323, 324).
Rn. 72 3.3.4 Der Bergfahrer darf seinen Kurs nicht in einer Weise ändern, die zu einem Zusammenstoß führen könnte (§ 6.03 3. RheinSchPV), er darf insbesondere den Kurs des Talfahrers nicht kreuzen (BGH, Urteil vom 19.02.1968 - II ZR 167/65, VersR 1968, 550, 551; Urteil vom 25.11.1968 - II ZR 151/67 -, VersR 1969, 323, 324).
- BGH, 30.09.1974 - II ZR 11/73
Freie Beweiswürdigung - Besatzungsmitglieder - Schiffsunglück - Mittelbare …
R. 19G8, 550, 551), auch habe er dem Talfahrer unter Berücksichtigung der örtlichen Umstände und des übrigen Verkehrs einen geeigneten Weg freigelassen (BGH, Urt. v. 25.11.1968 -- II ZR 151/67 ), Vers.R. 1969, 323, 324 --LM RheinschifffahrtpolizeiVO v. 24.12.1954 Nr. 39).Jedoch kommen diese Grundsätze nur dann zur Anwendung, wenn feststeht, dass es zu dem Zusammenstoß im Zusammenhang mit dem Kreuzen gekommen ist (BGH, Urt. v. 25.11.1968 - II ZR 151/67 aaO).
- OLG Köln, 19.12.2006 - 3 U 112/06
Verschulden bei einer Kollision zweier Rheinschiffe
Das geht zu Lasten der insoweit nach allgemeinen Grundsätzen darlegungs- und beweispflichtigen Klägerin (vgl. BGH, Urt. v. 25.11.1968, VersR 1969, 323: "steht fest, dass ...";… Wassermeyer, Der Kollisionsprozess in der Binnenschifffahrt, 4.Aufl. 1971, S.90: "... wird allgemein anerkannt ...";… Bemm/von Waldstein, Rheinschifffahrtspolizeiverordnung, 3. Aufl.1996, § 6.03 RheinSchPVO Rn52).Entsprechendes gilt für die Behauptung der Klägerin, TMS "F." habe MS "K." keinen geeigneten Weg freigelassen (…zur Beweislast vgl. BGH, Urt. v. 28.11.1988, NJW 1989, 473 f.; Urt. v. 25.11.1968, VersR 1969, 323;… Bemm/von Waldstein, Rheinschifffahrtspolizeiverordnung, 3. Aufl.1996, § 6.03 RheinSchPVO Rn50).
- BGH, 03.02.1975 - II ZR 126/73
Revision wegen fehlerhafter Umgehung von Zeugenaussagen - Anforderungen an …
So hat er die Beweislast für die Zulässigkeit von solchen Manövern, die nach allgemeiner Erfahrung den durchgehenden - durch zahlreiche schiffahrtspolizeiliche Vorschriften ausdrücklich bevorrechtigten (vgl. § 46 Nr. 1, § 47 Nr. 1 Satz 1, § 49 Nr. 1, § 50 Nr. 3 Satz 1 RheinSchPolVO 1954; § 6.13 Nr. 1, § 6.14, § 6.16 Nr. 1 RheinSchPolVO 1970) - Verkehr behindern, gefährden oder ihm Schaden zufügen können, demjenigen Fahrzeug auferlegt, das ein solches Manöver ausführt(Urt. v. 12.5.60 - II ZR 208/58, VersR 1960, 594, 595 = LM a.a.O. Nr. 6 - Überholen;Urt. v. 12.3.62 - II ZR 169/60, VersR 1962, 417, 418 = LM a.a.O. Nr. 12 - Wenden;Urt. v. 7.10.65 - II ZR 266/63, VersR 1965, 1146, 1147 - Querfahrt;Urt. v. 25.11.68 - II ZR 151/67, VersR 1969, 323, 324 = LM a.a.O. Nr. 39 - Kreuzen;Urt. v. 23.6.69 - II ZR 251/67, VersR 1969, 846, 847 = LM a.a.O. Nr. 47 - Hafenausfahrt; vgl. auchUrt.25.11.68 - II ZR 151/67, VersR 1969, 323, 324 entschieden hat, nur dadurch unterscheidet, daß es sich nicht um eine Kurskreuzung beim Begegnen zwischen Berg- und Talfahrt, sondern um eine solche des zu überholenden Fahrzeugs vor dem Überholer handelt.
- BGH, 25.11.1968 - II ZR 136/67
Revision gegen eine Entscheidung des Rheinschifffahrtsgerichts sowie des …
In dem vorliegenden Rechtsstreit ist die Beweislastverteilung eine andere als in dem heute ebenfalls durch Urteil des erkennenden Senats entschiedenen Rechtsstreit D. ./. P. - II ZR 151/67 -.Jedoch mag darauf hingewiesen werden, daß für diese Ansprüche sich die Beweislast entsprechend den Ausführungen des heute in Sachen D. ./. P. - II ZR 151/67 - verkündete Urteils des Senats regelt.
- OLG Köln, 19.12.2006 - 3 U 124/06
Überholmanöver und verbotene Kursänderung
Dieses Ergebnis geht nach allgemeinen Grundsätzen im Rahmen des § 254 BGB zu Lasten der insoweit darlegungs- und beweispflichtigen Beklagten (…vgl. BGH, Urt. v. 09.05.1994, BGHZ 126, 138 ff.); aus der Beweislast der Klägerin für die Zulässigkeit des Überholvorgangs ergibt sich nichts Anderes (…Bemm/von Waldstein, Rheinschifffahrtspolizeiverordnung, 3. Aufl.1996, § 6.03 RheinSchPVO Rn52; vgl. auch BGH, Urt. v. 25.11.1968, VersR 1969, 323: "steht fest, dass ...";… BGH, Urt. v. 13.07.1970, VersR 1970, 948: dem Überholenden obliegt allein der Nachweis der Zulässigkeit seines Überholmanövers, sofern nicht die Grundsätze des Anscheinsbeweises eingreifen).
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