Rechtsprechung
| BGH, 29.01.1959 - II ZR 215/57 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1959, 673
- WM 1959, 322
- JR 1959, 220
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (1)
- BGH, 12.04.1954 - IV ZR 231/53
Enteignung und Rechtspersönlichkeit
Auszug aus BGH, 29.01.1959 - II ZR 215/57
Zutreffend hat das Berufungsgericht angenommen, daß die Klägerin in der Bundesrepublik, in der sie Vermögen hatte, auch nach den gegen sie an ihrem Sitz in Berlin (Ostsektor) getroffenen Enteignungsmaßnahmen fortbestand (BGHZ 13, 106, 108) [BGH 12.04.1954 - IV ZR 231/53].
- BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
Rechtswirkungen der Handlungen eines vom Vormundschaftsgericht rechtswidrig …
1) In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist sowohl für das internationale wie für das interzonale Recht schon mehrfach ausgesprochen worden, daß eine juristische Person, die in ihrem Sitzstaat durch Konfiskation ihr ganzes Vermögen verloren hat und infolgedessen vernichtet worden ist, hinsichtlich des nicht konfiszierten Auslandsvermögens fortbesteht (BGHZ 20, 4, 12, 15; 25, 134, 143 f; LM Nr. 1 zu § 38 AktG; WM 1957, 846; WM 1959, 322).Der Bundesgerichtshof hat auch schon mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß eine juristische Person, deren Vermögen oder deren Mitgliedschaftsrechte konfisziert worden sind, ihren Sitz im Konfiskationsstaat verliert (BGHZ 19, 102, 105 f; WM 1959, 322).
Die automatische Entstehung eines satzungsmäßigen Sitzes hat jedenfalls der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs verneint; er fordert dafür einen "konstitutiven Akt", z.B. einen Beschluß über die Verlegung oder Neubegründung des Sitzes (WM 1959, 322).
- BVerwG, 10.12.2025 - 8 C 6.24
Vermögensrechtliche Wiedergutmachung bei Sitzverlegung einer Kapitalgesellschaft
Vielmehr bedurfte es dazu eines konstitutiven Akts, etwa eines satzungsgemäßen Beschlusses über eine Sitzverlegung oder die Aufgabe des bisherigen und Begründung eines neuen Sitzes dort (BGH, Urteile vom 29. Januar 1959 - II ZR 215/57 - NJW 1959, 673 und vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 - BGHZ 33, 195 ).Eine solche Sitzverlegung oder -begründung konnte weder durch tatsächliche Vorgänge (BGH, Urteil vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 - BGHZ 33, 195 und Beschluss vom 20. September 1962 - VII ZB 1/62 - BGHZ 38, 36 ) noch durch die Wahrnehmung von Geschäftsinteressen durch einen Beauftragten einzelner Aufsichtsratsmitglieder oder durch einen Pfleger herbeigeführt werden (BGH, Urteil vom 29. Januar 1959 - II ZR 215/57 - NJW 1959, 673).
- BGH, 20.09.1962 - VII ZB 1/62
Vorlegung kraft Landesrecht
Ein konstitutiver Akt, durch den ein anderer Sitz hätte begründet werden können (vgl. BGH II ZR 215/57 vom 21. Januar 1959 = WM 1959, 322 und BGHZ 33, 204), ist nicht vorgenommen worden.Die Auffassung des Senats, daß die Konfiskationsmaßnahmen zum Verlust des satzungsgemäßen Sitzes geführt haben, stimmt mit derjenigen des II. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs überein (BGHZ 19, 102, 105 f; Urteil II ZR 215/57 vom 29. Januar 1959 = WM 1959, 322).
- BGH, 25.09.1989 - II ZR 53/89
Nachweis der Aktionärseigenschaft einer im Bereich der früheren SBZ gegründeten …
- BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63
Rechtsinhaberschaft eines Stiftungsvermögens - Territoriale Begrenzung …
Es ist sinnwidrig, den satzungsmäßigen Sitz in einem Land als fortbestehend anzusehen, das den Bestand und die Rechtsinhaberschaft der juristischen Person selbst nicht anerkennt und wo von der juristischen Person nichts mehr übrig geblieben ist (BGHZ 19, 102, 105 f [BGH 21.11.1955 - II ARZ 1/55]; 33, 195, 203 [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59]; 38, 36, 40 [BGH 20.09.1962 - VII ZB 1/62]; 43, 51, 55 [BGH 21.01.1965 - II ZR 120/62]; BGH WM 1959, 322; Beitzke JZ 1963, 361 [BGH 20.09.1962 - VII ZB 1/62]).Ob man der Stiftung einen faktischen Sitz, etwa in Bonn als dem Ort des Musikverlages zuerkennen will (…vgl. hierzu Beitzke a.a.O.), oder ob man, weil man für einen Sitz einen konstitutiven Akt z.B. einen Beschluß über die Verlegung oder Neubegründung des Sitzes fordert, die juristische Person bis zur Vornahme dieses Aktes ohne inländischen Sitz als existent betrachten will (vgl. hierzu BGHZ 33, 204 [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59], BGH WM 1959, 322), kann auf sich beruhen bleiben.
- BGH, 12.03.1959 - II ZR 180/57
Entlastung des Vorstandes (AG)
Ihr weiterleben war vom Vorhandensein eines satzungsmäßigen Sitzes unabhängig (vgl. die Senatsurteile vom 29. Januar 1959 - II ZR 215/57 - und vom 19. Februar 1959 - II ZR 22/58 -). - BGH, 19.02.1959 - II ZR 22/58
Währungsspaltung. Pensionsanspruch
Die ASW hat zwar in der Bundesrepublik keinen Sitz, weil die Vernichtung des satzungsmäßigen Sitzes nicht automatisch zur Sitzverlagerung führt und zur Begründung eines neuen satzungsmäßigen Sitzes in der Bundesrepublik ein konstitutiver Akt der betroffenen Aktiengesellschaft gehört (vgl. das Senatsurteil vom 29. Januar 1959 - II ZR 215/57 -). - BGH, 26.03.1990 - II ARZ 1/90
Antrag auf Zuständigkeitserklärung eines Gerichts - Antrag auf Befreiung von …
Zuständig ist somit das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, falls die Hauptversammlung Berlin zum Sitz der Antragstellerin bestimmt hat (vgl. hierzu Sen. Urt. v. 29. Januar 1959 - II ZR 215/57, WM 1959, 322) und diese dort ins Handelsregister eingetragen worden ist. - BGH, 18.03.1965 - VII ZB 16/64
Ablösung nach AKG. Ort der Geschäftsleitung
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 31.01.1963 - VII ZR 258/61
Ort der Geschäftsleitung
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 16.02.1961 - VII ZB 22/60
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