Rechtsprechung
| BVerwG, 15.11.1956 - III C 140.56, III B 189.55 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Ärztliche Prüfung und Feststellung bei der gerichtlichen Feststellung von geistigen Gebrechen oder Beeinträchtigungen im Rahmen einer Kriegsschadenrente - Sachaufklärungspflicht des Verwaltungsgerichts unter Berücksichtigung der Schwierigkeiten einer Diagnose von ...
Verfahrensgang
- LVG Münster, 23.09.1955 - 2 KL 52/55
- BVerwG, 15.11.1956 - III C 140.56, III B 189.55
Papierfundstellen
- JR 1957, 276
Wird zitiert von ... (4)
- BVerwG, 29.08.1963 - III C 65.60
Rechtsmittel
Diese Rechtsauffassung, von der abzuweichen kein Anlaß besteht, wird auch vom IV. Senat des Bundesverwaltungsgerichts geteilt (vgl. Urteile vom 5. Oktober 1956 - BVerwG IV C 15.56 - [Buchholz a.a.O., Nr. 17 = RLA 1957, 76] , vom 6. Juli 1959 - BVerwG IV C 319.57 - [Buchholz a.a.O., Nr. 48 = RLA 1959, 316] und vom 26. Januar 1962 - BVerwG IV C 122.59 - [ZLA 1962, 254 = IFLA 1963, 13]). - BVerwG, 30.11.1961 - III C 145.61
Rechtsmittel
Psychische Besonderheiten können nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts Krankheiten darstellen, die eine Erwerbsunfähigkeit im Sinne des § 265 LAG zur Folge haben (vgl. die Entscheidungen des Senats vom 3. April 1958 - BVerwG III C 284.56 - [BVerwGE 6, 306] …und vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/C 140.56 - [Buchholz a.a.O. Nr. 14 zu § 265 LAG]); die hier zutage getretenen Besonderheiten mußten dem Landesverwaltungsgericht daher wegen der besonderen Sorgfalt, die den Verwaltungsgerichten bei der Aufklärung des Sachverhalts in Lastenausgleichssachen im allgemeinen und besonders bei psychischen Erkrankungen obliegt, Anlaß zur Einholung eines nervenfachärztlichen oder psychiatrischen Gutachtens über die Erwerbsfähigkeit der Klägerin geben; die Notwendigkeit dieser Beweiserhebung drängte sich auf (…vgl. die Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. März 1955 - BVerwG IV B 122.54 - [Buchholz a.a.O. Nr. 25 zu § 339 LAG]; vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/C 140.56 - [ZLA 1957 S. 41 = RLA 1957 S. 75 = JR 1957 S. 276]; vom 5. November 1959 - BVerwG III B 203.58/C 226.58 - vom 11. November 1959 - BVerwG III B 178.58/C 313.59 - [ZLA 1960 S. 156] und vom 20. Dezember 1957 - BVerwG VII C 73.57 [S. 9/10] -). - BVerwG, 26.01.1962 - IV C 122.59
Rechtsmittel
Der erkennende Senat hat bereits entschieden, daß gemäß §§ 16 Abs. 3 Satz 1 FG, 293 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 LAG bei Ehegatten, die nicht dauernd getrennt und im gemeinsamen Haushalt gelebt haben, der Schaden einheitlich festzustellen ist (BVerwG, Urteil vom 5. Oktober 1956 - BVerwG IV C 15.56 - = RLA 1957, 76). - BVerwG, 11.11.1959 - III B 178.58
Möglichkeit zur Umdeutung einer Beschwerdebegründung in eine Revisionsbegründung …
Es konnte eine zusätzliche nervenärztliche Begutachtung weder selbst vornehmen, wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/BVerwG III C 140.56 - (ZLA 1957 S. 41 = JR 1957 S. 276 [BVerwG 15.11.1956 - BVerwG III C 140.56; BVerwG III B 189.55;]) entschieden hat, noch deswegen ablehnen, weil die Klägerin ihre Beweisanträge angeblich erst in der mündlichen Verhandlung gestellt hat.
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Rechtsprechung
| BVerwG, 15.11.1956 - III B 189.55, III C 140.56 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (6)
- BVerwG, 30.11.1961 - III C 104.61
Rechtsmittel
Bestätigung von BVerwG III B 189.55/III C 140.56.Der Senat hat in seinemUrteil vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/III C 140.56 - (Buchholz, Sammel- und Nachschlagewerk der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, 427.3 Nr. 14 zu § 256 LAG) ausgeführt, daß es bei der begründeten Annahme psychischer Leiden einer fachärztlichen Begutachtung bedürfe.
- BVerwG, 26.01.1967 - III C 108.65
Hilfsweise Einlegung einer Revision - Ermittlung des Umfangs einer Revision - …
Unter diesen Umständen erweist sich ihre Revision als zulässig (Urteil vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/III C 140.56 - Beschluß vom 12. November 1958 - BVerwG IV C 353.56/IV B 267.58 -). - BVerwG, 30.11.1961 - III C 145.61
Rechtsmittel
Psychische Besonderheiten können nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts Krankheiten darstellen, die eine Erwerbsunfähigkeit im Sinne des § 265 LAG zur Folge haben (vgl. die Entscheidungen des Senats vom 3. April 1958 - BVerwG III C 284.56 - [BVerwGE 6, 306] und vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/C 140.56 - [Buchholz a.a.O. Nr. 14 zu § 265 LAG]); die hier zutage getretenen Besonderheiten mußten dem Landesverwaltungsgericht daher wegen der besonderen Sorgfalt, die den Verwaltungsgerichten bei der Aufklärung des Sachverhalts in Lastenausgleichssachen im allgemeinen und besonders bei psychischen Erkrankungen obliegt, Anlaß zur Einholung eines nervenfachärztlichen oder psychiatrischen Gutachtens über die Erwerbsfähigkeit der Klägerin geben; die Notwendigkeit dieser Beweiserhebung drängte sich auf (…vgl. die Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. März 1955 - BVerwG IV B 122.54 - [Buchholz a.a.O. Nr. 25 zu § 339 LAG]; vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/C 140.56 - [ZLA 1957 S. 41 = RLA 1957 S. 75 = JR 1957 S. 276]; vom 5. November 1959 - BVerwG III B 203.58/C 226.58 - vom 11. November 1959 - BVerwG III B 178.58/C 313.59 - [ZLA 1960 S. 156] und vom 20. Dezember 1957 - BVerwG VII C 73.57 [S. 9/10] -).
- BVerwG, 02.03.1961 - III C 293.59
Rechtsmittel
Nun hat der erkennende Senat wiederholt entschieden, daß auch psychische Schäden zu einer Erwerbsunfähigkeit führen können und daß gerade derartige Leiden zu einer besonderen ärztlichen Begutachtung nötigen (vgl. Urteil vom 3. April 1958 - BVerwGE 6, 306 - ferner Urteile vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/C 140.56 - und vom 11. November 1959 - BVerwG III C 313.59/III B 178.58 - [ZLA 1960 S. 156]). - BVerwG, 11.11.1959 - III B 178.58
Möglichkeit zur Umdeutung einer Beschwerdebegründung in eine Revisionsbegründung …
Es konnte eine zusätzliche nervenärztliche Begutachtung weder selbst vornehmen, wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/BVerwG III C 140.56 - (ZLA 1957 S. 41 = JR 1957 S. 276 [BVerwG 15.11.1956 - BVerwG III C 140.56; BVerwG III B 189.55;]) entschieden hat, noch deswegen ablehnen, weil die Klägerin ihre Beweisanträge angeblich erst in der mündlichen Verhandlung gestellt hat. - BVerwG, 27.09.1957 - IV C 32.56
Rechtsmittel
Dabei bleibt als feststehende Rechtsprechung des III, und IV. Senats des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG III B 189.55/C 140.56 und BVerwG IV B 17.54) zu beachten, daß das Gericht wegen des Grundsatzes der freien richterlichen Beweiswürdigung nicht an die von einem medizinischen Sachverständigen ausgesprochene Schätzung des Grades der Erwerbsminderung gebunden ist, sondern seine diesbezüglichen Feststellungen in eigener Zuständigkeit unter Berücksichtigung der medizinischen Untersuchungsergebnisse zu treffen hat.
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