Rechtsprechung
| BVerwG, 03.09.1959 - III C 250.58, III C 30.57 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Bedeutung von ohne Rechtsgrund gewährten regelmäßigen Zuwendungen im Rahmen der Aufbringung der Ausbildungskosten für ein Kind durch einen Vertriebenen - Berücksichtigung von über die Unterhaltsverpflichtung hinausgehenden Zuwendungen des unehelichen Erzeugers hierbei
Verfahrensgang
- LVG Braunschweig, 30.10.1956 - A II 349/55
- BVerwG, 03.09.1959 - III C 250.58, III C 30.57
Papierfundstellen
- NJW 1959, 2134
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (2)
- BVerwG, 27.06.1955 - III C 25.54
Auszug aus BVerwG, 03.09.1959 - III C 250.58
Diese Annahme entspricht den in § 3 der Weisung über die Ausbildungshilfe in der Fassung vom 28. März 1958 (Mtbl. BAA S. 102) und in Nr. 5 der Durchführungsbestimmungen zu dieser Weisung in der Fassung vom 14. Juni 1957 mit Ergänzungen vom 10. März 1958 (Mtbl. BAA 1957 S. 258; 1958 S. 72) den Ausgleichsbehörden gegebenen Richtlinien, die sich, wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 27. Juni 1955 - BVerwG III C 25.54 - (Buchholz BVerwG 427.3 § 302 LAG Nr. 1) ausgesprochen hat, im Rahmen der dem Präsidenten des Bundesausgleichsamts erteilten Ermächtigung halten. - BVerwG, 02.07.1956 - III C 23.56
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 03.09.1959 - III C 250.58
Dies ergibt sich, wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 2. Juli 1956 - BVerwG III C 23.56 - (Buchholz BVerwG 427.3 § 302 LAG Nr. 8) eingehend dargelegt hat, aus der Natur des Anspruchs des Kindes auf Ausbildung und der sich daraus ergebenden Aufwendungen, die oft erst Jahre nach der Vertreibung zur Entstehung gelangen, nachdem sie zuvor allenfalls als zukünftige Ausgaben erkennbar, waren.
- BVerwG, 16.06.1960 - III C 110.59
Rechtsmittel
Bestätigung der bisherigen Rechtsprechung (zuletzt: Urteil vom vom 3. September 1959 - BVerwG III C 250.58/III C 30.57 - [NJW 1959 S. 2134]).Daß diese Regelung sich im Rahmen der dem Präsidenten des Bundesausgleichsamts erteilten Ermächtigung hält, hat der Senat bereits wiederholt ausgesprochen (Urteil vom 27. Juni 1955 - BVerwG III C 25.54 - [BVerwGE 2, 163 = Buchholz BVerwG 427.3 zu § 302 LAG Nr. 1 = NJW 1955 S. 1570], zuletzt Urteil vom 3. September 1959 - BVerwG III C 250.58/III C 30.57 - [NJW 1959 S. 2134]).
Daß insoweit das mutmaßliche Leistungsvermögen in dem Zeitpunkt des Beginns der Ausbildung maßgebend sein muß, hat der erkennende Senat ebenfalls wiederholt ausgesprochen (vgl. Urteil vom 2. Juli 1956 - BVerwG III C 23.56 - [Buchholz a.a.O. Nr. 8], ferner das bereits angeführte Urteil vom 3. September 1959 - BVerwG III C 250.58/III C 30.57 -).
- BVerwG, 28.08.1961 - IV C 165.61
Ausbildungshilfe i.S.v. § 302 Lastenausgleichsgesetz (LAG)
Nach dieser Rechtsprechung kommt es bei der Prüfung, ob zwischen Vertreibung und heutigem Unvermögen, die Ausbildungskosten aus eigenen Mitteln aufzubringen, ein ursächlicher Zusammenhang besteht, nicht allein auf die Verhältnisse im Zeitpunkt der Vertreibung und nicht nur auf die damaligen Einkünfte an, sondern es muß - wenn der Vergleich nicht wirklichkeitsfremd sein soll - die allgemeine wirtschaftliche Lage und nicht nur das Einkommen zugrunde gelegt werden, in der sich der Unterhaltsverpflichtete nach allgemeiner Lebenserfahrung unter Berücksichtigung der damals zu erwartenden Gesamtumstände im Zeitpunkt der Ausbildung befinden würde, wenn er nicht vertrieben worden wäre (vgl. Urteil vom 2. Juli 1956 - BVerwG III C 23.56 - [RLA 56 S. 302], Beschluß vom 27. Juli 1957 - BVerwG IV B 129.56 - [RLA 57 S. 335], Urteil vom 29. April 1960 - BVerwG IV C 224.57 - [RLA 60 S. 366], Urteil vom 3. September 1959 - BVerwG III C 250.58 - [ZLA 60 S. 15] und Urteil vom 16. Juni 1960 - BVerwG III C 110.59 - [ZLA 60 S. 313]). - BVerwG, 06.02.1963 - V C 78.62
Ausbildungshilfe nach dem Lastenausgleichsgesetz (LAG) - Ursächlicher …
Nachdem der III. Senat das bereits in seinem Urteil vom 2. Juli 1956 - BVerwG III C 23.56 - (RLA 1956 S. 302; Mtbl. BAA 1956 S. 573) ausgesprochen hatte, hat sich daraus eine ständige Rechtsprechung der Lastenausgleichssenate entwickelt (vgl. Beschluß vom 27. Juli 1957 - BVerwG IV B 129.56 - [RLA 1957 S. 335]; Beschluß vom 31. Juli 1957 - BVerwG IV B 69.56 - Urteil vom 3. September 1959 - BVerwG III C 250.58 - [ZLA 1960 S. 15]; Urteil vom 29. April 1960 - BVerwG IV C 224.57 - [RLA 1960 S. 366] und Urteil vom 16. Juni 1960 - BVerwG III C 110.59 - [ZLA 1960 S. 313]). - BVerwG, 27.10.1959 - III B 120.59
Rechtsmittel
Einer rechtsgrundsätzlichen Klärung ist diese Frage demnach in weiterem Umfange, als dies bereits durch die Rechtsprechung des Senats geschehen ist (vgl.Urteil vom 3. September 1959 - BVerwG III C 250.58/111 C 30.57 -), nicht zugänglich. - BVerwG, 14.07.1960 - III C 154.59
Rechtsmittel
Dies rechtfertigt auch nach allgemeiner Lebenserfahrung den Schluß, daß es ihm unabhängig von einem etwaigen faktischen Fortfall seines bisherigen Dienstherrn ohne die Vertreibung, wenn nicht besondere persönliche Umstände, wie hohes Alter, Krankheit, Unzuverlässigkeit oder dergleichen vorliegen (vgl. Urteil des Senats vom 3. September 1959 - BVerwG III C 250.58/III C 30.57 [NJW 1959 S. 2134 = RLA 1959 S. 347 = ZLA 1960 S. 15]), möglich gewesen wäre, sich seine bisherige oder eine ihr ähnliche Stellung zu erhalten oder neu zu schaffen.
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