Rechtsprechung
| BVerwG, 11.11.1959 - III B 178.58, III C 313.59 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Möglichkeit zur Umdeutung einer Beschwerdebegründung in eine Revisionsbegründung bei unrichtiger Rechtsmittelbelehrung - Erforderlichkeit fachärztlicher Untersuchungen bei behaupteter psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit
Verfahrensgang
- VG Frankfurt/Main, 21.05.1958 - V/3-1547/56
- BVerwG, 29.08.1958 - III B 178.58
- BVerwG, 11.11.1959 - III B 178.58, III C 313.59
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (6)
- BVerwG, 03.04.1958 - III C 284.56
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 11.11.1959 - III B 178.58
Es ergibt sich bereits aus dem Gesetz, ist aber auch von den mit Lastenausgleichssachen befaßten Senaten des Bundesverwaltungsgerichts wiederholt ausdrücklich ausgesprochen worden, daß Gründe für die Erwerbsunfähigkeit eines Bewerbers um eine Kriegsschadenrente auch in dessen psychischer Konstitution und in der dadurch bedingten Unfähigkeit liegen können, sich in den Arbeitsprozeß einzugliedern (vgl. Urteil vom 3. April 1958 - BVerwG III C 284.56 - [BVerwGE 6, 306]).Daß psychische Einflüsse, wenn sie als Krankheit oder Gebrechen anzusehen sind, die Erwerbsunfähigkeit im Sinne von § 265 Abs. 1 LAG begründen können, ist in dem oben angeführten Urteil des erkennenden Senats vom 3. April 1958 (BVerwGE 6, 306 [BVerwG 03.04.1958 - BVerwG III C 284.56]) ausführlich begründet worden.
- BVerwG, 11.09.1957 - IV C 155.56
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 11.11.1959 - III B 178.58
In einem weiteren Schriftsatz verwies sie auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Oktober 1957 - BVerwG IV C 244.55 - (RLA 1958 S. 29), nach dem in solchem Falle ein zusätzliches Gutachten eines Sachverständigen in Arbeitseinsatzfragen erforderlich sei.Der IV. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat in dem von der Klägerin angeführten Urteil vom 11. Oktober 1957 - BVerwG IV C 244.55 - (RLA 1958 S. 29) in Fällen eines geistigen Gebrechens ohne nachweisbare Erkrankung die gutachtliche Stellungnahme eines in Fragen des Arbeitseinsatzes erfahrenen Sachverständigen verlangt.
- BVerwG, 15.11.1956 - III C 140.56
Ärztliche Prüfung und Feststellung bei der gerichtlichen Feststellung von …
Auszug aus BVerwG, 11.11.1959 - III B 178.58
Es konnte eine zusätzliche nervenärztliche Begutachtung weder selbst vornehmen, wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/BVerwG III C 140.56 - (ZLA 1957 S. 41 = JR 1957 S. 276 [BVerwG 15.11.1956 - BVerwG III C 140.56; BVerwG III B 189.55;]) entschieden hat, noch deswegen ablehnen, weil die Klägerin ihre Beweisanträge angeblich erst in der mündlichen Verhandlung gestellt hat.
- BVerwG, 05.09.1959 - III B 28.59
Anspruch auf ein Aufbaudarlehen nach dem Lastenausgleichsgesetz (LAG) zur …
Auszug aus BVerwG, 11.11.1959 - III B 178.58
Der erkennende Senat hat allerdings in seinem Beschluß, vom 5. September 1959 - BVerwG III B 28.59/C 34.59 - die Umdeutung einer Beschwerdeschrift in eine Revisionsbegründungsschrift im Hinblick auf die feststehende Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts abgelehnt. - BVerwG, 23.07.1957 - III C 302.56
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 11.11.1959 - III B 178.58
Es war hierauf zwar nicht, wie in dem vom erkennenden Senat durch Urteil vom 23. Juli 1957 - BVerwG III C 302.56 - (ZLA 1957 S. 333) entschiedenen Fall, durch die bereits vorliegenden ärztlichen Gutachten hingewiesen worden. - BVerwG, 15.11.1956 - III B 189.55
Auszug aus BVerwG, 11.11.1959 - III B 178.58
Es konnte eine zusätzliche nervenärztliche Begutachtung weder selbst vornehmen, wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/BVerwG III C 140.56 - (ZLA 1957 S. 41 = JR 1957 S. 276 [BVerwG 15.11.1956 - BVerwG III C 140.56; BVerwG III B 189.55;]) entschieden hat, noch deswegen ablehnen, weil die Klägerin ihre Beweisanträge angeblich erst in der mündlichen Verhandlung gestellt hat.
- BVerwG, 30.11.1961 - III C 145.61
Rechtsmittel
Psychische Besonderheiten können nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts Krankheiten darstellen, die eine Erwerbsunfähigkeit im Sinne des § 265 LAG zur Folge haben (vgl. die Entscheidungen des Senats vom 3. April 1958 - BVerwG III C 284.56 - [BVerwGE 6, 306] …und vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/C 140.56 - [Buchholz a.a.O. Nr. 14 zu § 265 LAG]); die hier zutage getretenen Besonderheiten mußten dem Landesverwaltungsgericht daher wegen der besonderen Sorgfalt, die den Verwaltungsgerichten bei der Aufklärung des Sachverhalts in Lastenausgleichssachen im allgemeinen und besonders bei psychischen Erkrankungen obliegt, Anlaß zur Einholung eines nervenfachärztlichen oder psychiatrischen Gutachtens über die Erwerbsfähigkeit der Klägerin geben; die Notwendigkeit dieser Beweiserhebung drängte sich auf (…vgl. die Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. März 1955 - BVerwG IV B 122.54 - [Buchholz a.a.O. Nr. 25 zu § 339 LAG]; vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/C 140.56 - [ZLA 1957 S. 41 = RLA 1957 S. 75 = JR 1957 S. 276]; vom 5. November 1959 - BVerwG III B 203.58/C 226.58 - vom 11. November 1959 - BVerwG III B 178.58/C 313.59 - [ZLA 1960 S. 156] und vom 20. Dezember 1957 - BVerwG VII C 73.57 [S. 9/10] -). - BVerwG, 02.03.1961 - III C 293.59
Rechtsmittel
Nun hat der erkennende Senat wiederholt entschieden, daß auch psychische Schäden zu einer Erwerbsunfähigkeit führen können und daß gerade derartige Leiden zu einer besonderen ärztlichen Begutachtung nötigen (vgl. Urteil vom 3. April 1958 - BVerwGE 6, 306 - ferner Urteile vom 15. November 1956 - BVerwG III B 189.55/C 140.56 - und vom 11. November 1959 - BVerwG III C 313.59/III B 178.58 - [ZLA 1960 S. 156]).
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