Rechtsprechung
| BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Zulässigkeit einer Klage gegen einen Beschluss des Beschwerdeausschusses - Schadensfeststellung an privatrechtlichen geldwerten Forderungen - Ausschluss des Verlustes wertloser Forderungen von der Schadensfeststellung - Erlöschen einer Forderung durch Konfusion - ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Neustadt, 24.06.1971 - 2 K 86/69
- BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (12)
- BVerwG, 11.10.1955 - III C 133.54
Auszug aus BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71
Die Klage gegen einen solchen Beschluß ist deshalb zulässig (Fortführung der bisherigen Rechtsprechung: Urteil vom 11. Oktober 1955 - BVerwG III C 133.54 - [BVerwGE 2, 240]; Urteil vom 19. Oktober 1967 - BVerwG III C 157.65 - Urteil vom 1. Oktober 1970 - BVerwG III C 76.68 - [ZLA 1971, 63]).Die einschränkende Rechtsprechung des Senats, auf die das Verwaltungsgericht hinweist, hat lediglich zum Inhalt, daß § 338 LAG die Klage nicht gegen jeden Beschluß eröffnet, sondern nur dann, wenn er eine Sachentscheidung enthält, also keine bloße Zurückverweisung, die kein Verwaltungsakt = endgültige Regelung ist (Urteil vom 11. Oktober 1955 - BVerwG III C 133.54 - [BVerwGE 2, 240]; ständige Rechtsprechung) Eine Zurückverweisung liegt zwar auch dann vor, wenn nach dem Wortlaut des Beschwerdebeschlusses der Bescheid des Ausgleichsamtes geändert wird, in Wahrheit aber eine bloße Arbeitsanweisung gegeben wird (Urteil vom 19. Oktober 1967 - BVerwG III C 157.65 - [ZLA 1968, 54]: dort war nur eine Rechtsfrage entschieden, im übrigen aber zum Zwecke der Beweiserhebung zurückverwiesen worden; siehe auch Urteil vom 1. Oktober 1970 - BVerwG III C 76.68 - [ZLA 1971, 63]: der Beschwerdeausschuß wollte die sachliche Entscheidung bewußt aufschieben; Beschluß vom 3. Juli 1972 - BVerwG III CB 80.71 - [ZLA 1973, 6]).
- BVerwG, 08.03.1973 - III C 112.71
Vereinigung von Forderung und Schuld durch den Erbfall i.F.e. Miterbschaft - …
Auszug aus BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71
Keinesfalls ist diesem Urteil, wie das Verwaltungsgericht meint, der Grundsatz zu entnehmen, ein Forderungsverlust sei stets dann nicht feststellungsfähig, wenn die Forderung bei Vertreibung des Gläubigers nicht mehr realisierbar und deshalb wertlos gewesen sei (s. im übrigen einerseits zum Geldvermächtnis Urteil vom 17. Februar 1972 - BVerwG III C 44.69 - und Urteil vom 8. März 1973 - BVerwG III C 112.71 -, andererseits zum Verschaffungsvermächtnis Urteil vom 29. Oktober 1970 - BVerwG III C 155.68 - [BVerwGE 36, 230]).Nach dem Testament des verstorbenen Ehemanns war die Antragstellerin zwar nicht Alleinerbin, was im Hinblick darauf bedeutsam sein könnte, daß bei ungeteilter Erbengemeinschaft Konfusion nicht eintritt (Urteil vom 5. Dezember 1968 - BVerwG III C 93.67 - [BVerwGE 31, 114 [BVerwG 05.12.1968 - III C 93/67] = RLA 1970, 27 = ZLA 1969, 89]; Urteil vom 8. März 1973 - BVerwG III C 112.71 - [Buchholz 427.3 § 12 Nr. 136 = ZLA 1973, 68]).
- BVerwG, 01.10.1970 - III C 76.68
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71
Die Klage gegen einen solchen Beschluß ist deshalb zulässig (Fortführung der bisherigen Rechtsprechung: Urteil vom 11. Oktober 1955 - BVerwG III C 133.54 - [BVerwGE 2, 240]; Urteil vom 19. Oktober 1967 - BVerwG III C 157.65 - Urteil vom 1. Oktober 1970 - BVerwG III C 76.68 - [ZLA 1971, 63]).Die einschränkende Rechtsprechung des Senats, auf die das Verwaltungsgericht hinweist, hat lediglich zum Inhalt, daß § 338 LAG die Klage nicht gegen jeden Beschluß eröffnet, sondern nur dann, wenn er eine Sachentscheidung enthält, also keine bloße Zurückverweisung, die kein Verwaltungsakt = endgültige Regelung ist (Urteil vom 11. Oktober 1955 - BVerwG III C 133.54 - [BVerwGE 2, 240]; ständige Rechtsprechung) Eine Zurückverweisung liegt zwar auch dann vor, wenn nach dem Wortlaut des Beschwerdebeschlusses der Bescheid des Ausgleichsamtes geändert wird, in Wahrheit aber eine bloße Arbeitsanweisung gegeben wird (Urteil vom 19. Oktober 1967 - BVerwG III C 157.65 - [ZLA 1968, 54]: dort war nur eine Rechtsfrage entschieden, im übrigen aber zum Zwecke der Beweiserhebung zurückverwiesen worden; siehe auch Urteil vom 1. Oktober 1970 - BVerwG III C 76.68 - [ZLA 1971, 63]: der Beschwerdeausschuß wollte die sachliche Entscheidung bewußt aufschieben; Beschluß vom 3. Juli 1972 - BVerwG III CB 80.71 - [ZLA 1973, 6]).
- BVerwG, 19.10.1967 - III C 157.65
Eintritt einer Beschwer des Ausgleichsfonds bei Zurückweisung einer Sache durch …
Auszug aus BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71
Die Klage gegen einen solchen Beschluß ist deshalb zulässig (Fortführung der bisherigen Rechtsprechung: Urteil vom 11. Oktober 1955 - BVerwG III C 133.54 - [BVerwGE 2, 240]; Urteil vom 19. Oktober 1967 - BVerwG III C 157.65 - Urteil vom 1. Oktober 1970 - BVerwG III C 76.68 - [ZLA 1971, 63]).Die einschränkende Rechtsprechung des Senats, auf die das Verwaltungsgericht hinweist, hat lediglich zum Inhalt, daß § 338 LAG die Klage nicht gegen jeden Beschluß eröffnet, sondern nur dann, wenn er eine Sachentscheidung enthält, also keine bloße Zurückverweisung, die kein Verwaltungsakt = endgültige Regelung ist (Urteil vom 11. Oktober 1955 - BVerwG III C 133.54 - [BVerwGE 2, 240]; ständige Rechtsprechung) Eine Zurückverweisung liegt zwar auch dann vor, wenn nach dem Wortlaut des Beschwerdebeschlusses der Bescheid des Ausgleichsamtes geändert wird, in Wahrheit aber eine bloße Arbeitsanweisung gegeben wird (Urteil vom 19. Oktober 1967 - BVerwG III C 157.65 - [ZLA 1968, 54]: dort war nur eine Rechtsfrage entschieden, im übrigen aber zum Zwecke der Beweiserhebung zurückverwiesen worden; siehe auch Urteil vom 1. Oktober 1970 - BVerwG III C 76.68 - [ZLA 1971, 63]: der Beschwerdeausschuß wollte die sachliche Entscheidung bewußt aufschieben; Beschluß vom 3. Juli 1972 - BVerwG III CB 80.71 - [ZLA 1973, 6]).
- BVerwG, 19.09.1960 - III C 358.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71
Diese Rechtsprechung betrifft jedoch, wie die Revision auch insoweit zutreffend ausführt, Forderungen, die unabhängig von Vertreibungsmaßnahmen wertlos waren (BVerwGE 11, 122; Urteil vom 7. Juli 1966 - BVerwG III C 44.65 - [ZLA 1966, 347]). - BVerwG, 07.07.1966 - III C 44.65
Auszug aus BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71
Diese Rechtsprechung betrifft jedoch, wie die Revision auch insoweit zutreffend ausführt, Forderungen, die unabhängig von Vertreibungsmaßnahmen wertlos waren (BVerwGE 11, 122; Urteil vom 7. Juli 1966 - BVerwG III C 44.65 - [ZLA 1966, 347]). - BVerwG, 29.10.1970 - III C 155.68
Feststellung von Vertreibungsschäden und Ostschäden - Verlust des Waldguts der …
Auszug aus BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71
Keinesfalls ist diesem Urteil, wie das Verwaltungsgericht meint, der Grundsatz zu entnehmen, ein Forderungsverlust sei stets dann nicht feststellungsfähig, wenn die Forderung bei Vertreibung des Gläubigers nicht mehr realisierbar und deshalb wertlos gewesen sei (s. im übrigen einerseits zum Geldvermächtnis Urteil vom 17. Februar 1972 - BVerwG III C 44.69 - und Urteil vom 8. März 1973 - BVerwG III C 112.71 -, andererseits zum Verschaffungsvermächtnis Urteil vom 29. Oktober 1970 - BVerwG III C 155.68 - [BVerwGE 36, 230]). - BVerwG, 16.11.1967 - III C 43.65
Kriegssachschaden an Betriebsvermögen in Berlin - Ausschluss der in Geld …
Auszug aus BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71
Daß der Beschluß allein Gegenstand der Anfechtungsklage sein konnte, da er eine neue selbständige "Beschwer" des Beteiligten enthielt, ergibt sich aus der in § 333 LAG in Verbindung mit § 38 FG enthaltenen Verweisung auf das allgemeine Verwaltungsprozeßrecht, mithin auch auf § 79 Abs. 2 VwGO in Verbindung mit § 190 Abs. 1 Nr. 1 VwGO (Urteil vom 16. November 1967 - BVerwG III C 43.65 - [Buchholz 427.2 § 13 Nr. 71 = ZLA 1968, 93]). - BVerwG, 05.12.1968 - III C 93.67
Schadensfeststellung an privatrechtlichen geldwerten Ansprüchen - Tod des …
Auszug aus BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71
Nach dem Testament des verstorbenen Ehemanns war die Antragstellerin zwar nicht Alleinerbin, was im Hinblick darauf bedeutsam sein könnte, daß bei ungeteilter Erbengemeinschaft Konfusion nicht eintritt (Urteil vom 5. Dezember 1968 - BVerwG III C 93.67 - [BVerwGE 31, 114 [BVerwG 05.12.1968 - III C 93/67] = RLA 1970, 27 = ZLA 1969, 89]; Urteil vom 8. März 1973 - BVerwG III C 112.71 - [Buchholz 427.3 § 12 Nr. 136 = ZLA 1973, 68]). - BVerwG, 22.11.1968 - III C 70.67
Auszug aus BVerwG, 07.03.1974 - III C 84.71
Der Hinweis des Verwaltungsgerichts auf das Urteil vom 22. November 1968 - BVerwG III C 70.67 - [ZLA 1969, 93] ergibt für den hier zu entscheidenden Fall nichts. - BVerwG, 03.07.1972 - III CB 80.71
Voraussetzungen der lastenausgleichsrechtliche Qualifizierung eines Verlustes als …
- BVerwG, 17.02.1972 - III C 44.69
- BVerwG, 25.05.1976 - 3 C 6.75
Zeitpunkt der Zustellung bei über ein Postfach zugestellten Einschreibesendungen …
Das hat der Senat wiederholt entschieden (vgl. Urteile vom 8. Juni 1972 - BVerwG III C 17.71 - [Buchholz 427.3 § 12 Nr. 130] und vom 7. März 1974 - BVerwG III C 84.71 - [Buchholz a.a.O., Nr. 142]).
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