Rechtsprechung
| BFH, 13.02.1970 - III R 43/68 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Lizenz - Know-how - Anerkennung eines immateriellen Werts - Immaterielles Wirtschaftsgut - Selbständige Bewertung - Lizenzzahlungen - Dienstleistungen des Lizenzgebers - Gemeiner Wert - Rente mit dreijähriger Laufzeit
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- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 98, 282
- DB 1970, 1158
- BStBl II 1970, 373
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (6)
- BFH, 29.01.1965 - III 121/62 U
Vorliegen eines inländischen Betriebsvermögens wegen Abschluss eines …
Auszug aus BFH, 13.02.1970 - III R 43/68
Das FG ging in der Begründung seiner Entscheidung davon aus, daß entsprechend dem Urteil des BFH III 121/62 U vom 29. Januar 1965 (BFH 81, 607, BStBl III 1965, 219) Urheberrechte eines Ausländers auch dann Inlandsvermögen darstellten, wenn sie zwar weder zu einem Betriebsvermögen gehörten noch in ein inländisches Buch eingetragen seien, aber einem inländischen gewerblichen Betrieb überlassen würden.Die vorstehend dargelegte Rechtsauffassung über die eingeschränkte bewertungsrechtliche Erfassung immaterieller Werte als selbständig bewertungsfähige Wirtschaftsgüter auf Grund von Know-how-Verträgen steht nicht im Widerspruch zum BFH-Urteil III 121/62 U vom 29. Januar 1965 (a. a. O.).
- BFH, 27.07.1962 - III 65/62 U
Ansetzen eines Firmenwertes bei einem Verpächter für eine verpachtete Apotheke …
Auszug aus BFH, 13.02.1970 - III R 43/68
(vgl. Entscheidung des RFH III A 84/28 vom 28. Februar 1930, RStBl 1930, 287; Entscheidung des BFH III 65/62 U vom 27. Juli 1962, BFH 75, 460, BStBl III 1962, 436). - BFH, 28.08.1968 - III R 15/67
Verpachtung eines Gewerbebetriebes - Geschäftswert - Verpachtung einer Apotheke - …
Auszug aus BFH, 13.02.1970 - III R 43/68
Der erkennende Senat hat deshalb entschieden, daß im Falle der Verpachtung einer Apotheke beim Verpächter ein Firmenwert anzusetzen sein kann, wenn sich aus der Höhe des Pachtzinses eindeutig ergibt, daß die Pachtzahlungen zum Teil auch als Vergütungen dafür geleistet werden, daß der Geschäftswert mit überlassen wird (BFH-Entscheidungen III 65/62 U, a. a. O., und III R 15/67 vom 28. August 1968, BFH 93, 486, BStBl II 1969, 2).
- BFH, 21.06.1963 - III 410/58 U
Verpachtetes Wassernutzungsrecht als Bestandteil des gewerblichen …
Auszug aus BFH, 13.02.1970 - III R 43/68
Aus diesem Grund können auch nicht ohne weiteres die Vervielfacher des § 15 angewendet werden, weil ihnen eine Verzinsung von 5, 5 v. H. zugrunde liegt, während hier unter Berücksichtigung der tatsächlichen Verzinsung Rückschlüsse auf den gemeinen Wert gezogen werden müssen (vgl. auch BFH-Entscheidung III 410/58 U vom 21. Juni 1963, BFH 77, 273, BStBl III 1963, 420). - RFH, 28.02.1930 - III A 84/28
Auszug aus BFH, 13.02.1970 - III R 43/68
(vgl. Entscheidung des RFH III A 84/28 vom 28. Februar 1930, RStBl 1930, 287; Entscheidung des BFH III 65/62 U vom 27. Juli 1962, BFH 75, 460, BStBl III 1962, 436). - RFH, 25.10.1934 - III A 313/34
Auszug aus BFH, 13.02.1970 - III R 43/68
Aufwendungen, die zur Anerkennung eines immateriellen Wertes als selbständig bewertungsfähiges Wirtschaftsgut führen, müssen nicht vom Betriebsinhaber selbst bewirkt worden sein, sondern es kann sich auch um Aufwendungen anderer Personen handeln (vgl. RFH-Entscheidung III A 313/34 vom 25. Oktober 1934, RStBl 1935, 25).
- BFH, 15.07.1987 - II R 249/83
Know-how als immaterielles Wirtschaftsgut; Entgelt für Ausbildung von Personal …
Das Know-how kann deshalb aufgrund der Rechtsprechung nach denselben Grundsätzen wie der Geschäftswert durch Zahlungen Dritter als geldwerte Realität in Erscheinung treten und damit zum immateriellen Wirtschaftsgut werden (vgl. Entscheidungen des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 29. Januar 1965 III 121/62, BFHE 81, 607, BStBl III 1965, 219, und vom 13. Februar 1970 III R 43/68, BFHE 98, 282, BStBl II 1970, 373).Die Rechtsprechung hat aber auch anerkannt, daß Zahlungen, die im Rahmen eines Know-how-Vertrages nicht für die Vermittlung technischen Spezialwissens, sondern für Dienstleistungen entrichtet werden, nicht zur Konkretisierung einer Komponente des Geschäftswerts als immaterielles Wirtschaftsgut führen können (vgl. BFHE 98, 282, 285, BStBl II 1970, 373, 375).
In der Entscheidung in BFHE 98, 282, 285 wurde ausgeführt, daß von Lizenzzahlungen im Rahmen eines Know-how-Vertrages jedoch nur eindeutig auf Dienstleistungen entfallende Zahlungen für die Konkretisierung des Spezialwissens als immaterielles Wirtschaftsgut außer Betracht bleiben können; weiter wurde die Auffassung vertreten, es obliege dem Steuerpflichtigen, im Einzelfall die Gründe darzulegen, die dafür sprächen, daß ein Teil der Lizenzen in Wahrheit Entgelt für Dienstleistungen sei.
Bei dieser Sachlage bedarf es nicht, wie in dem mit Urteil in BFHE 98, 282, BStBl II 1970, 373 entschiedenen Fall, einer besonderen Darlegung der Gründe, die dafür sprechen, daß ein Teil der sog. Lizenzzahlungen Entgelt für Dienstleistungen sei; denn aus der vertraglichen Regelung des Lebenssachverhalts ergibt sich ohne weiteres die Aufteilung der Entgelte auf Lieferung von Rohmaterial und auf Anleitung der Arbeitnehmer des belieferten Unternehmens.
- BFH, 23.11.1988 - II R 209/82
Know-how ist ein immaterielles Wirtschaftsgut. Es wird nur angesetzt, wenn es in …
Der Wert dieses Spezialwissens besteht darin, daß es einem Dritten, dem es vermittelt wird, Zeit und Kosten erspart (…vgl. Knoppe, Die Besteuerung der Lizenz- und Know-how-Verträge, 2. Aufl., S. 22 f.;… Stumpf, Der Know-How-Vertrag, 3. Aufl., S. 20 f.; BFH-Urteile vom 16. Dezember 1970 I R 44/67, BFHE 101, 70, 71 f., BStBl II 1971, 235, und vom 13. Februar 1970 III R 43/68, BFHE 98, 282, BStBl II 1970, 373). - BFH, 10.03.1993 - I R 116/91
Abschreibungen bei immateriellen Wirtschaftsgütern - Bemessung des Wertes …
Ein ihm beizumessender Wert ergibt sich nur daraus, daß das technische Spezialwissen einem Dritten vor Abschluß des Vertrages mit dem Inhaber des Know-how unbekannt ist (vgl. BFH-Urteil vom 13. Februar 1970 III R 43/68, BFHE 98, 282, BStBl II 1970, 373).Darüber hinausgehende Erfahrungen zur Verwertbarkeit des Know-how werden nicht im Rahmen des Know-how selbst, sondern im Rahmen von gesondert zu beurteilenden Dienstleistungsverträgen überlassen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 98, 282, BStBl II 1970, 383; in BFHE 150, 564, BStBl II 1987, 809; vgl. ähnlich BFH-Urteil vom 16. Dezember 1970 I R 44/67, BFHE 101, 70, BStBl II 1971, 235).
- BFH, 07.08.1970 - III R 119/67
Mieter eines Grundstücks - Umbau des Mietobjekts - Betriebliche Zwecke - …
Nach ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats sind immaterielle Werte u. a. dann als selbständiges Wirtschaftsgut zu erfassen, wenn die selbständige Bewertungsfähigkeit durch Aufwendungen anerkannt wird, die auf das zu bewertende immaterielle Wirtschaftsgut gemacht worden sind (vgl. BFH-Entscheidung III R 43/68 vom 13. Februar 1970, BFH 98, 282, BStBl II 1970, 373). - BFH, 09.11.1973 - III R 12/72
Brauerei - Aufwendungen für Einbauten und Umbauten - Gemietete …
(vgl. BFH-Urteil vom 13. Februar 1970 III R 43/68, BFHE 98, 282, BStBl II 1970, 373).
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