Rechtsprechung
| BGH, 21.12.1959 - III ZR 166/58 |
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Papierfundstellen
- NJW 1960, 576 (Ls.)
- MDR 1960, 291
- WM 1960, 172
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (5)
- BGH, 27.04.1954 - I ZR 239/52
Requisitionsansprüche. Rechtsweg
Auszug aus BGH, 21.12.1959 - III ZR 166/58
Denn zur Entscheidung über den Klageanspruch sind, soweit er auf unerlaubte Handlung gestützt wird, in jedem Fall die Zivilgerichte zuständig, und nur wegen einzelner Klagegründe könnte eine Verweisung des Rechtsstreits an das Verwaltungsgericht gemäß § 81 des Bundesverwaltungsgerichtsgesetzes nicht erfolgen (BGHZ 13, 145, 153; Urteil des Senats vom 28. Juni 1956 III ZR 302/54 = JZ 1956, 573 und DÖV 1956, 668). - BGH, 06.07.1959 - III ZR 74/58
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Auszug aus BGH, 21.12.1959 - III ZR 166/58
Dabei ist zunächst klarzustellen, daß - wie bereits im Urteil des Senats vom 6. Juli 1959 III ZR 74/58 (WM 1959, 1161) im einzelnen ausgeführt ist - § 2 Nr. 4 AKG nicht darauf abstellt, wann die Ansprüche entstanden, fällig oder begründet worden sind, sondern zwischen den "getroffenen Maßnahmen" und den "daraus entstandenen Ansprüchen" unterscheidet. - BGH, 28.06.1956 - III ZR 302/54
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Auszug aus BGH, 21.12.1959 - III ZR 166/58
Denn zur Entscheidung über den Klageanspruch sind, soweit er auf unerlaubte Handlung gestützt wird, in jedem Fall die Zivilgerichte zuständig, und nur wegen einzelner Klagegründe könnte eine Verweisung des Rechtsstreits an das Verwaltungsgericht gemäß § 81 des Bundesverwaltungsgerichtsgesetzes nicht erfolgen (BGHZ 13, 145, 153; Urteil des Senats vom 28. Juni 1956 III ZR 302/54 = JZ 1956, 573 und DÖV 1956, 668). - BGH, 10.07.1958 - III ZR 11/57
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 21.12.1959 - III ZR 166/58
Dies hat der Senat im einzelnen schon für alle hier in Betracht kommenden Klagegründe ausdrücklich ausgesprochen und u.a. bereits in den Urteilen vom 10. Juli 1958 III ZR 11/57 (vollständig in WM 1958, 1423, teilweise abgedruckt in NJW 1959, 42, DVBl 1959, 149 und MDR 1959, 27) und vom 25. Juni 1959 III ZR 64/58 dargelegt, daß die genannten Bestimmungen auf Ansprüche aus öffentlich-rechtlicher Verwahrung, aus dem Reichsleistungsgesetz und aus Enteignung oder enteignungsgleichem Eingriff anwendbar sind und daß sie auch Ansprüche aus unerlaubter Handlung nicht aus ihrem Anwendungsbereich ausschließen. - BGH, 25.06.1959 - III ZR 64/58
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Auszug aus BGH, 21.12.1959 - III ZR 166/58
Dies hat der Senat im einzelnen schon für alle hier in Betracht kommenden Klagegründe ausdrücklich ausgesprochen und u.a. bereits in den Urteilen vom 10. Juli 1958 III ZR 11/57 (vollständig in WM 1958, 1423, teilweise abgedruckt in NJW 1959, 42, DVBl 1959, 149 und MDR 1959, 27) und vom 25. Juni 1959 III ZR 64/58 dargelegt, daß die genannten Bestimmungen auf Ansprüche aus öffentlich-rechtlicher Verwahrung, aus dem Reichsleistungsgesetz und aus Enteignung oder enteignungsgleichem Eingriff anwendbar sind und daß sie auch Ansprüche aus unerlaubter Handlung nicht aus ihrem Anwendungsbereich ausschließen.
- BGH, 10.03.1960 - III ZR 174/58
Anwendbarkeit des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes (AKG) auf Ansprüche gegen die …
Wenn ein Urteil den Rechtsstreit als durch das Allgemeine Kriegsfolgengesetz erledigt erklärt und in den Gründen - unzulässigerweise - ausführt, daß der Klageanspruch nicht zu erfüllen, sondern erloschen sei, dann findet gegen den (Rechtsmittels=) Kläger - der sich zwar ohne Erfolg gegen die Erledigungserklärung wendet, aber eine Richtigstellung des Urteils dahin erreicht, daß sich der Rechtsstreit ohne Entscheidung der Frage, wie der Klageanspruch nach dem Allgemeinen Kriegsfolgengesetz zu behandeln ist, erledigt hat - nicht § 97 ZPO Anwendung, sondern es verbleibt bei der Kostenregelung des § 106 AKG (Ergänzung zum Urteil vom 21. Dezember 1959 III ZR 166/58 - WM 1960, 172).Wie der Senat bereits mehrfach (u.a. in der Entscheidung vom 21. Dezember 1959 III ZR 166/58 = WM 1960, 172) entschieden hat, findet dann, wenn eine Partei gegen ein den Rechtsstreit nach Maßgabe des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes für erledigt erklärendes Urteil erfolglos ein Rechtsmittel einlegt, für die Kosten dieses Rechtsmittels nicht § 106 AKG Anwendung, verbleibt es insoweit vielmehr bei der allgemeinen Regel des § 97 ZPO.
- BGH, 22.06.1961 - VIII ZR 139/60
Rechtsmittel
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat zwar wiederholt zum Ausdruck gebracht, ein anhängiger Rechtsstreit sei, falls ein Anspruch nach dem Allgemeinen Kriegsfolgengesetz erloschen sei, auch dann nicht für erledigt zu erklären und es sei auch dann nicht auf Klageabweisung zu erkennen, wenn der Kläger seinen Klageanspruch aufrecht erhalten habe (BGHZ 26, 239; 29, 13, 18 [BGH 04.12.1958 - III ZR 117/57]; 29, 314, 319 [BGH 18.02.1959 - V ZR 11/57]; Urt. v. 21. Dezember 1959 - III ZR 166/58 - WM 60, 172 = im Leitsatz NJW 19, 60, 576; v. 10. März 1960 - III ZR 174/58 - WM 1960, 458 - im Leitsatz NJW 1960, 1060).Weil aber ein Verfahren vor der Annahmestelle nach den §§ 26 bis 29 AKG durchgeführt sein muß, ehe ein Anspruch vor Gericht geltend gemacht werden kann, hatte sich der anhängige Rechtsstreit erledigt und mußte dementsprechend für erledigt erklärt werden (so ausdrücklich BGHZ 29, 13, 18 [BGH 04.12.1958 - III ZR 117/57];… Urt. v. 18. Februar 1959 - V ZR 11/57 - WM 1959, 569, insoweit in BGHZ 29, 314 nicht veröffentlicht; BGH WM 1960, 172, 173; WM 1960, 458, 460).
- BGH, 17.05.1968 - V ZR 1/65
Anspruch gegen eine Gemeinde auf Erstattung der für die Beseitigung des …
Fallen diese Maßnahmen in die Zeit vor dem 1. August 1945, so finden auf die daraus hergeleiteten Ansprüche unter den weiteren in § 2 Nr. 4 bezeichneten Voraussetzungen die Vorschriften des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes Anwendung, ohne daß darüber hinaus zu prüfen bleibt, wann die Ansprüche entstanden oder fällig geworden sind (vgl. die Urteile des Bundesgerichtshofs vom 6. Juli 1959, III ZR 74/589 WM 1959, 1161; vom 21. Dezember 1959, III ZR 166/58, WM 1960, 172; vom 11. Oktober 1962, III ZR 135/61, WM 1962, 1322). - BGH, 11.01.1960 - III ZR 4/59
Anwendung des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes (AKG) - Anspruch gegen die …
Wie der Senat bereits in seinen Urteilen vom 6. Juli 1959 III ZR 74/58 S 17/18 (insoweit in MDR 1959, 964 nicht abgedruckt) sowie vor allem vom 21. Dezember 1959 - III ZR 166/58 - (das zur Veröffentlichung bestimmt ist) mit näherer Begründung ausgeführt hat, ist § 106 AKG nicht anwendbar, wenn - wie hier - schon das Berufungsgericht in Anwendung des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes den Rechtsstreit für erledigt erklärt hat und hiergegen von einer Partei ein Rechtsmittel eingelegt wird.
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