Rechtsprechung
| BGH, 09.11.1967 - III ZR 192/65 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Voraussetzungen einer Enteignung - Zustandekommen eines Bebauungsplans nach den Bestimmungen des Bundesbaugesetzes (BBauG) - Enteignung nach den Bestimmungen des BBauG - Entscheidung eines Baulandrichters über eine Enteignung - Erforderlichkeit einer Enteignung zum Wohl ...
- Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
§ 87 BBauG.
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Rechtsmittelbefugnis des Enteignungsantragstellers im Verfahren auf gerichtliche Entscheidung wegen der Höhe der Enteignungsentschädigung; Enteignung zum "Wohl der Allgemeinheit"; Abgabe eines Kauf- oder Tauschangebots; Begriff der "angemessenen Bedingungen"
Verfahrensgang
- BGH, 09.11.1967 - III ZR 192/65
- BVerfG - 1 BvR 8/68 (anhängig)
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (8)
- BGH, 27.06.1966 - III ZR 202/65
Höhe des Angebots für den freihändigen Erwerb eines Grundstücks vor dessen …
Auszug aus BGH, 09.11.1967 - III ZR 192/65
Ihm ist in erster Linie darum zu tun, ob die Enteignung im gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt werden darf oder nicht (vgl. Urt. v. 21. Juni 1966 - III ZR 202/65 = NJW 1966, 2012 = M 1966, 1057).Den Begriff der angemessenen Bedingungen hat der Senat in seinem bereits genannten Urteil vom 27. Juni 1966 - III ZR 202/65 für § 87 Abs. 2 Nr. 2 BBauG dahin erläutert, daß die Höhe des Angebots nur in etwa der (richtig ermittelten) Enteignungsentschädigung zu entsprechen brauche; nur eine ungefähre Beurteilung der Entschädigungshöhe könne angesichts der bei der Bemessung auftretenden Schwierigkeiten und im wohlverstandenen Interesse des Enteignungsantragstellers verlangt werden.
- BGH, 15.06.1967 - III ZR 17/66
Bindungswirkung der Festsetzungen eines Bebauungsplans im Enteignungsverfahren; …
Auszug aus BGH, 09.11.1967 - III ZR 192/65
Er hat im Anschluß an seine Entscheidung vom 22. September 1966 - III ZR 187/65 = MDR 1967, 31 = WM 1966, 1209 in seinem Urteil vom 15. Juni 1967 - III ZR 17/66 = WM 1967, 1059 ausgeführt: Wenn eine bauliche Maßnahme (gemeint die Erweiterung eines Friedhofsgeländes) notwendig sei, dann müsse es grundsätzlich dem Ermessen der Planer und des örtlichen Gesetzgebers vorbehalten bleiben, darüber zu befinden, in welcher Art und Richtung die notwendige Erweiterung vor sich gehen solle.Denn letztlich gibt zu Ungunsten der Eheleute Ba. den Ausschlag: Was sie, wie vorstehend wiedergegeben, den Erwägungen der Stadt B. entgegengesetzt haben, reicht nicht hin, einen derartigen Fehler der Planung darzutun, daß der Baulandrichter nach dem Urteil vom 15. Juni 1967 - III ZR 17/66 eingreifen und sich von den Festsetzungen des Planes lösen konnte.
- BGH, 05.01.1955 - IV ZR 238/54
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 09.11.1967 - III ZR 192/65
Für die Beschwer des sachfällig gewordenen Beklagten genügt es, daß die ergangene Entscheidung ihm ihrem Inhalt nach nachteilig ist (vgl. IV. Zivilsenat Urt. vom 5. Januar 1955 IV ZR 238/54 = NJW 1955, 545; Nicolini in NJW 1955, 615, 616 unter II).
- BVerwG, 03.05.1956 - I C 89.55
Alte württembergische Bebauungspläne sind Rechtsnormen
Auszug aus BGH, 09.11.1967 - III ZR 192/65
Dessen Entscheidungen in BVerwGE 3, 258, 265 [BVerwG 03.05.1956 - I C 89/55] haben den Charakter von Bebauungsplänen (Fluchtlinienplänen) als Rechtsnormen zwar unmittelbar nur für das Württembergische Aufbaugesetz und das Preußische Recht bejaht. - BGH, 22.09.1966 - III ZR 187/65
Bindungswirkung der Festsetzungen eines Bebauungsplans für das …
Auszug aus BGH, 09.11.1967 - III ZR 192/65
Er hat im Anschluß an seine Entscheidung vom 22. September 1966 - III ZR 187/65 = MDR 1967, 31 = WM 1966, 1209 in seinem Urteil vom 15. Juni 1967 - III ZR 17/66 = WM 1967, 1059 ausgeführt: Wenn eine bauliche Maßnahme (gemeint die Erweiterung eines Friedhofsgeländes) notwendig sei, dann müsse es grundsätzlich dem Ermessen der Planer und des örtlichen Gesetzgebers vorbehalten bleiben, darüber zu befinden, in welcher Art und Richtung die notwendige Erweiterung vor sich gehen solle. - BGH, 17.10.1956 - V ZR 27/56
Rechtsweg nach Art. 19 Abs. 4 GrundG
Auszug aus BGH, 09.11.1967 - III ZR 192/65
Der Senat tritt insoweit, gleichwie es der V. Zivilsenat in BGHZ 22, 32 für einen Flüchtlinienplan als Bauleitplan nach dem Hessischen Aufbaugesetz getan hat, dem Bundesverwaltungsgericht bei. - BGH, 26.06.1967 - III ZR 167/66
Auszug aus BGH, 09.11.1967 - III ZR 192/65
Im Urteil vom 26. Juni 1967 - III ZR 167/66 = WM 1967, 1066 hat der Senat hierauf aufbauend sodann entschieden, der Baulandrichter habe im Enteignungsverfahren nicht die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit eines verbindlichen Bebauungsplanes zu prüfen, sondern habe seine Prüfung darauf zu beschränken, ob es zur Durchführung der verbindlichen Festsetzung jetzt einer Enteignung bedarf. - VGH Bayern, 03.08.1965 - 157 I 63
Auszug aus BGH, 09.11.1967 - III ZR 192/65
Ob der Rechtsnormcharakter eines Durchführungsplanes nach dem Nordrhein-Westfälischen Aufbaugesetz jedenfalls für die Zeit nach dem Inkrafttreten des Bundesbaugesetzes (vgl. dessen § 175 Abs. 3, wonach früher festgestellte städtebauliche Pläne, soweit sie verbindliche Regelungen der in § 9 des Gesetzes bezeichneten Art enthalten, als Bebauungspläne "gelten") unzweifelhaft feststeht, wie das Berufungsgericht annimmt (siehe dagegen Bayerischer Verwaltungsgerichtshof in München in NJW 1965, 2219; vgl. auch die in HessVGRspr.
- BGH, 28.05.1976 - III ZR 137/74
Inzidentprüfung von Bebauungsplänen durch Baulandgerichte bezüglich der …
1967 Nr. 139 = BRS 19 Nr. 47; WM 1967, 637; vom 9. November 1967 - III ZR 192/65 = BRS 19 Nr. 54; vom 30. Dezember 1968 - III ZR 59/68 = BRS 26 Nr. 160; vom 23. Januar 1969 - III ZR 84/68 = BRS 26 Nr. 44 = WM 1969, 393). - BGH, 30.12.1968 - III ZR 59/68
Rechtsmittelbefugnis der Landesbaubehörde; Erforderlichkeit der Enteignung aus …
Wie der Senat bereits im Urteil vom 9. November 1967 - III ZR 192/65 - dargelegt hat, ist der von einen Eigentümer gestellte Antrag auf gerichtliche Entscheidung mit einem Klagantrag im gewöhnlichen Zivilprozeß vergleichbar.Diese Sätze, an denen festzuhalten ist, hat der Senat in seinen Urteilen vom 22. September 1966 - III ZR 187/65 = LM BBauG § 87 Nr. 2 = NJW 1967, 103; 15. Juni 1967 - III ZR 17/66 = NJW 1967, 2305; 26. Juni 1967 - III ZR 167/66 = WM 1967, 1066 (vgl. auch Urteil vom 9. November 1967 - III ZR 192/65) herausgearbeitet.
- BGH, 17.10.1974 - III ZR 53/72
Angemessenheit eines Entschädigungsangebots
Das Angebot des Entschädigungsbegünstigten zum freihändigen Erwerb ist in Bezug auf die Entschädigungshöhe angemessen, wenn der gebotene Übernahmebetrag in etwa der andernfalls geschuldeten Enteignungsentschädigung entspricht (BGH NJW 1966, 2012, 2013 zu § 87 Abs. 2 Nr. 2 BBauG und Senatsurteil vom 9. November 1967 - III ZR 192/65 zu § 95 Abs. 2 Nr. 2 BBauG;… Schütz/Frohberg, BBauG, 3. Aufl. § 87 V 3 d). - BGH, 29.04.1971 - III ZR 144/70
Anwendbarkeit des § 95 Abs. 2 BBauG; Maßgeblicher Zeitpunkt für die Bemessung der …
Der grundsätzlichen Frage, ob unter § 95 Abs. 2 Nr. 2 BBauG auch Kaufangebote fallen, die erst im Enteignungsverfahren gemacht werden, braucht hier nicht nachgegangen zu werden (vgl. dazu BGH NJW 1966, 2012 a.E.; Urteil des Senats vom 9. November 1967 - III ZR 192/65 -). - BGH, 23.01.1969 - III ZR 84/68
Eintragung einer Grunddienstbarkeit im Wege der Enteignung aus Gründen des …
Diese Sätze, an denen festzuhalten ist, hat der Senat in seinen Urteilen vom 22. September 1966 - III ZR 187/65 = LM BBauG § 87 Nr. 2 = NJW 1967, 103 und vom 15. Juni 1967 - III ZR 17/66 = NJW 1967, 2305 (vgl. auch Urteile vom 9. November 1967 - III ZR 192/65 - und vom 30. Dezember 1968 - III ZR 59/68 -) entwickelt.
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