Neue Kooperation: dejure.org × Doctrine bringen KI-Power für Aktenanalyse, Recherche und Texterstellung. Doctrine entdecken
×

Rechtsprechung
   BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1966,1798
BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64 (https://dejure.org/1966,1798)
BGH, Entscheidung vom 30.06.1966 - III ZR 3/64 (https://dejure.org/1966,1798)
BGH, Entscheidung vom 30. Juni 1966 - III ZR 3/64 (https://dejure.org/1966,1798)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1966,1798) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Inbesitznahme eines Grundstückes zum Zwecke der Errichtung eines festen Luftschutzbunkers - Bestimmung des "Zustandes" eines Grundstückes im Sinne von § 22 Abs. 2 Nr. 1 des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes (AKG) durch die Gesamtheit aller wertbildenden Faktoren - Begriff ...

  • Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)

    § 22 AKG; § 17 LBeschG.

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1966, 2211
  • MDR 1966, 916
  • VersR 1966, 938
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (9)Zitiert selbst (13)

  • BGH, 25.09.1958 - III ZR 82/57

    Enteignungsentschädigung und Grundstücksqualität

    Auszug aus BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64
    Der "Zustand" eines Grundstücks im Sinne von § 22 Abs. 2 Nr. 1 AKG wird nicht nur durch dessen natürliche Eigenschaften, sondern durch die Gesamtheit aller wertbildenden Faktoren bestimmt und entspricht jedenfalls dann, wenn das Grundstück infolge der früheren Inanspruchnahme von der konjunkturellen Entwicklung ausgeschlossen war, der "Qualität" im Sinne der enteignungsrechtlichen Rechtsprechung (BGHZ 28, 160).

    Hieraus und aus dem Hinweis auf das Urteil des erkennenden Senats vom 8. November 1962 - III ZR 86/61 - (BGHZ 39, 198) ergibt sich mit aller Deutlichkeit, daß der erkennende Senat unter dem "Zustand" die Gesamtheit der wertbildenden Faktoren, mit anderen Worten, die "Qualität" des Grundstücks im Sinne der enteignungsrechtlichen Rechtsprechung verstanden hat (vgl. BGHZ 28, 160; Kröner, Die Eigentumsgarantie in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, Seite 71 ff und Rechtsprechungsübersicht WM Sonderbeilage Nr. 5/1965 S. 8 mit weiteren Nachweisen).

    In dem Urteil vom 25. September 1958 - III ZR 82/57 - (BGHZ 28, 160, 163) ist die Bewertung darauf abgestellt, welchen Wert Grundstücke wie das enteignete Grundstück "in einer entsprechenden örtlichen Lage (Weichbild einer Stadt von der damaligen Größe und Bedeutung und mit entsprechenden Entwicklungstendenzen)" hatten.

  • BGH, 08.11.1962 - III ZR 86/61

    Berechnung der Enteignungsentschädigung für ein Grundstück

    Auszug aus BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64
    Hieraus und aus dem Hinweis auf das Urteil des erkennenden Senats vom 8. November 1962 - III ZR 86/61 - (BGHZ 39, 198) ergibt sich mit aller Deutlichkeit, daß der erkennende Senat unter dem "Zustand" die Gesamtheit der wertbildenden Faktoren, mit anderen Worten, die "Qualität" des Grundstücks im Sinne der enteignungsrechtlichen Rechtsprechung verstanden hat (vgl. BGHZ 28, 160; Kröner, Die Eigentumsgarantie in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, Seite 71 ff und Rechtsprechungsübersicht WM Sonderbeilage Nr. 5/1965 S. 8 mit weiteren Nachweisen).

    Das Urteil vom 8. November 1962 - III ZR 86/61 - (BGHZ 39, 198) führt aus, daß Bebauungserwartungen erfahrungsgemäß den Wert beeinflussen, sofern die Bebauung bereits für eine absehbare Zeit, wenn auch nicht unumstößlich sicher feststeht, doch mit mehr oder weniger großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten oder zu erhoffen ist (…a.a.O. 203), und behandelt sodann (…a.a.O. 210) die Umstände, die nach der Lage des Grundstücks und der Entwicklung seiner Umgebung für eine solche Erwartung sprechen können, wie eine günstige Lage innerhalb des Stadtgebiets oder in unmittelbarer Stadtnähe, günstige Verkehrsverhältnisse, die Nähe bereits erschlossener Gebiete, die allgemeine Entwicklung der Umgebung, Wachstum der Bevölkerung, Umschichtungen struktureller Natur, das Streben nach einer Auflockerung der Stadtkerne und nach Eigenheimen und ähnliches.

  • BGH, 29.06.1957 - IV ZR 88/57

    Anforderungen an den Rügeverzicht

    Auszug aus BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64
    Sieht man von der inzwischen allgemein aufgegebenen Beschränkung der Haftung auf ein grobes Verschulden ab (vgl. BGHZ 25, 66, 77 [BGH 29.06.1957 - IV ZR 88/57] ; 31, 342, 346), [BGH 16.12.1959 - IV ZR 103/59] so bleibt für die vorliegende Sache bemerkenswert, daß der V. Zivilsenat eine Pflicht der Klagepartei zur Beschleunigung der Zustellung ausdrücklich verneint, vielmehr nur eine Pflicht, Verzögerungen zu vermeiden, angenommen hat.

    In dem gleichen Sinne sprechen die Entscheidungen des II. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 25. Juni 1956 (LM zu ZPO § 261 b Nr. 4), des IV. Zivilsenats vom 29. Juni 1957 und 16. Dezember 1959 (BGHZ 25, 66, 77 [BGH 29.06.1957 - IV ZR 88/57] und 31, 342, 346) und des VI. Zivilsenats vom 19. Januar 1960 (LM zu ZPO § 261 b Nr. 8) davon, der die Zustellung betreibenden Partei dürfe nicht eine schuldhafte "Verzögerung" oder "Verschleppung" zur Last fallen, wobei die Entscheidung des V. Zivilsenats vom 30. Mai 1956 angeführt und darauf hingewiesen wird, die Bestimmung in § 261 b ZPO dürfe nicht engherzig ausgelegt werden.

  • BGH, 06.12.1962 - III ZR 113/61

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64
    In dem gleichen Sinne hat der erkennende Senat (Urteil v. 6. Dezember 1962 - III ZR 113/61 = VM 1963, 308) zu § 64 Abs. 4 LBG, der die Bemessung der Entschädigung nach dem "Zustand des Grundstücks in dem Zeitpunkt der Inanspruchnahme" vorsieht, bereits ausgesprochen, die Entschädigung sei nach der durch Beschaffenheit und Lage bedingten Nutzungsfähigkeit, nicht allein nach der ausgeübten Nutzung, des Grundstücks am Tage der Inanspruchnahme zu bemessen; Nutzungsmöglichkeiten, deren Verwirklichung nicht in greifbarer Nähe liegen und die deshalb den Verkehrswert nicht beeinflussen könnten, dürften nicht berücksichtigt werden.

    Das Berufungsgericht selbst hebt zutreffend aus dem bereits genannten Urteil des erkennenden Senats vom 6. Dezember 1962 - III ZR 113/61 - hervor, entscheidend sei die durch "Beschaffenheit und Lage bedingte Nutzungsfähigkeit" am Tage der Inanspruchnahme, wobei Nutzungsmöglichkeiten, deren Verwirklichung nicht in greifbarer Nähe lägen und die deshalb den Verkehrswert nicht beeinflussen könnten, unberücksichtigt zu bleiben hätten.

  • BGH, 21.06.1965 - III ZR 8/64

    Enteignungsentschädigung. Bewertungsstichtag

    Auszug aus BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64
    Jedoch läßt sich hierzu gegenwärtig nichts Abschließendes sagen, weil dem Parteivortrag nicht entnommen werden kann, ob Zahlungen auf die Entschädigung geleistet worden sind (vgl. BGHZ 44, 53, 57) [BGH 21.06.1965 - III ZR 8/64] .
  • BGH, 08.11.1965 - III ZR 114/64

    Schadensersatzverlangen auf Grund eines Unfalles - Anspruch auf Schmerzensgeld …

    Auszug aus BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64
    Unter diesen Umständen ermöglicht das Berufungsurteil auch in Verbindung mit dem Gutachten dem Revisionsgericht nicht die ihm obliegende Nachprüfung (BGH Urteil vom 8. November 1965 - III ZR 114/64 = VersR 1966, 162 -).
  • BGH, 13.12.1951 - III ZR 144/50

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64
    Am 17. Oktober 1960, also drei Tage vor Ablauf der Klagefrist, ging die Klageschrift, mit der die Kläger nicht einen bezifferten Betrag, sondern zulässigerweise (vgl. BGHZ 4, 138) eine "angemessene Entschädigung" forderten, ohne Angabe des Streitwerts bei dem Landgericht Bremen ein.
  • BGH, 04.06.1962 - III ZR 207/60

    Enteignung eines Grundstücks - Begründung von Entschädigungsansprüchen durch …

    Auszug aus BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64
    Der Zustand, d.h. die Qualität des Grundstücks zur Zeit der Inanspruchnahme, bleibt unverrückbar für die Bewertung maßgebend, denn dieser Zustand umreißt und bestimmt, was den Klägern damals genommen wurde und wofür sie zu entschädigen sind; die Verschiebung des Bewertungszeitpunkts in die Gegenwart soll lediglich die Berücksichtigung der inzwischen veränderten Wert- und Preismaßstäbe ermöglichen (BGH NJW 1962, 1441, 1443) [BGH 04.06.1962 - III ZR 207/60] .
  • BGH, 16.12.1959 - IV ZR 103/59

    Ehelichkeitsanfechtung

    Auszug aus BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64
    Sieht man von der inzwischen allgemein aufgegebenen Beschränkung der Haftung auf ein grobes Verschulden ab (vgl. BGHZ 25, 66, 77 [BGH 29.06.1957 - IV ZR 88/57] ; 31, 342, 346), [BGH 16.12.1959 - IV ZR 103/59] so bleibt für die vorliegende Sache bemerkenswert, daß der V. Zivilsenat eine Pflicht der Klagepartei zur Beschleunigung der Zustellung ausdrücklich verneint, vielmehr nur eine Pflicht, Verzögerungen zu vermeiden, angenommen hat.
  • BGH, 05.06.1961 - III ZR 73/60
    Auszug aus BGH, 30.06.1966 - III ZR 3/64
    Der erkennende Senat hat seinem Urteil vom 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 - (LM zu Finanzvertrag Nr. 11 = NJW 1961, 1627), auf das auch das Berufungsgericht sich bezieht, den Leitsatz vorangestellt:.
  • BGH, 31.01.1963 - III ZR 142/61
  • BGH, 22.02.1965 - III ZR 126/63

    Entschädigung für enteignete Grundstücke - Festsetzung des Verkehrswertes …

  • BGH, 11.06.1964 - III ZR 148/63
  • BGH, 25.02.1971 - VII ZR 181/69

    Zustellungszeitpunkt - Fristverlängerung

    Die Rechtsprechung und Rechtslehre (vgl. u.a. BGHZ 25, 66, 76, 77; 31, 342, 346; BGH LM Nr. 1 zu § 693 ZPO; LM Nr. 2, 4, 8, 8a, 9, 10, 10a, 11, 12 zu § 261 b ZPO; NJW 1966, 2211; VersR.

    Sie steht nicht im Gegensatz zu der vom Berufungsgericht genannten Rechtsprechung des III. Zivilsenats des Bundesgerichtshofes (LM Nr. 9, 10 zu § 261 b ZPO; NJW 1966, 2211).

  • BGH, 04.07.1968 - III ZR 17/68

    Klage auf Schadensersatz sowie Ersatz für Reparaturkosten und Abschleppkosten, …

    Der erkennende Senat hat hierzu wiederholt Ausführungen gemacht, auf die verwiesen wird (Urteil vom 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 = LM Finanzvertrag Nr. 11 = NJW 1961, 1627; vom 29. Januar 1962 - III ZR 184/60 = VersR 1962, 448; vom 31. Januar 1963 - III ZR 142/61 = LM ZPO § 261 b Nr. 9 = VersR 1963, 459; vom 30. Juni 1966 - III ZR 3/64 = NJW 1966, 2211, vom 23. Januar 1967 - III ZR 3/66 = NJW 1967, 779).

    Die Entwicklung der Rechtsprechung in Richtung auf diese strengeren Anforderungen ist in dem Urteil des erkennenden Senats vom 30. Juni 1966 = NJW 1966, 2211 dargestellt worden.

    Insoweit unterscheidet sich der vorliegende Sachverhalt von dem der Entscheidung des Senats vom 30. Juni 1966 = NJW 1966, 2211 zugrunde liegenden Fall, in dem die Verhältnisse im Jahre 1960 zu beurteilen waren.

  • BGH, 21.12.1966 - IV ZR 231/65

    Rechtsmittel

    Gemeint sind damit solche Verzögerungsmomente, für die das mit dem Rechtsstreit befaßte Gericht die Verantwortung trägt (BGHZ 25, 66, 75 [BGH 29.06.1957 - IV ZR 88/57];… BGH, Urt. v. 5. Juni 1961, III ZR 73/60, LM, Finanzvertrag, Nr. 11;… BGH, Urt. v. 31. Januar 1963, III ZR 142/61, LM, § 261 b ZPO, Nr. 9; BGH, Urt. v. 30. Juni 1966, III ZR 3/64).

    Hat die klagende Partei einen Prozeßbevollmächtigten und ist die mehr als nur geringfügige Verzögerung von diesem schuldhaft im eben erwähnten Sinne herbeigeführt, so muß die Partei sich dies zurechnen lassen (BGH, Beschluß v. 8. Mai 1957, IV ZA 33/57; BGHZ 31, 342, 347 [BGH 16.12.1959 - IV ZR 103/59];… BGH, Urt. v. 31. Januar 1963, III ZR 142/61, LM, § 261 b ZPO, Nr. 9; BGH, Urt. v. 30. Juni 1966, III ZR 3/64).

    Der somit ausschlaggebende Gesichtspunkt, daß auch erhebliche Verzögerungen in der Klagezustellung deren Rückwirkung auf den Zeitpunkt der Klageeinreichung nicht hindern, wenn sie dem mit dem Rechtsstreit befaßten Gericht zur Last fallen, führt dazu, daß die klagende Partei von vornherein nicht für die Verzögerungen in der Zustellung einzustehen hat, die durch eine verspätete Anforderung der gerichtlichen Prozeßgebühr nach § 111 Abs. 1 S. 1 GKG einerseits sowie durch eine verzögerte Zustellung der Klage nach der Entrichtung der Gebühr andererseits entstehen (…BGH, Urt. v. 30. Mai 1956, V ZR 204/56, LM, § 74 GKG, Nr. 1; BGH, Urt. v. 30. Juni 1966, III ZR 3/64).

    Der Zeitraum, auf den abzuheben ist, wenn es um die Fragen geht, ob die Verzögerung mehr als nur unwesentlich ist und ob sie vom Gericht oder von der klagenden Partei zu vertreten ist, wird somit auf der einen Seite durch den Zeitpunkt des Eingangs der Gebührenanforderung bei der klagenden Partei oder bei deren Prozeßbevollmächtigtem und auf der anderen Seite durch den Zeitpunkt der Einzahlung der Prozeßgebühr beim Gericht begrenzt (…BGH, Urt. v. 30. Mai 1956, V ZR 204/56, LM, § 74 GKG, Nr. 1; BGH, Urt. v. 30. Juni 1966, III ZR 3/64).

  • BGH, 23.01.1967 - III ZR 3/66

    Schuldhafte Amtspflichtverletzung wegen Versagung einer Teilungsgenehmigung - …

    Der Senat hat in seiner Entscheidung vom 30. Juni 1966 - III ZR 3/64 (insoweit in NJW 1966, 2211 nicht vollständig abgedruckt) zwar ausgeführt, daß ein Rechtsanwalt im Herbst 1960 bei Prüfung der Rechtslage anhand der veröffentlichten Rechtsprechung ohne Verletzung seiner Sorgfaltspflichten habe zu dem Ergebnis kommen können, er genüge nach rechtzeitiger Einreichung der Klageschrift den gesetzlichen Erfordernissen, wenn er seinerseits Verzögerungen vermeide, ohne zu besonderer Beschleunigung verpflichtet zu sein.

    An der hier vertretenen Auffassung über die Obliegenheiten der klagenden Partei und ihres Prozeßbevollmächtigten im Rahmen des § 261 b Abs. 3 ZPO ist auch gegenüber den kritischen Ausführungen von Redeker in seiner Anmerkung zu der bereits erwähnten Entscheidung des Senats vom 30. Juni 1966 in NJW 1966, 2211 festzuhalten:.

  • BGH, 06.04.1972 - III ZR 210/69

    Begriff der Zustellung demnächst

    Schließlich braucht der Anwalt auch keinen Antrag auf unverzügliche Zustellung der Klage nach § 111 Abs. 4 Satz 2 GKG zu stellen, da der Kläger willens und fähig war, den Gebührenvorschuß nach Anforderung umgehend zu entrichten (urteil des V. Zivilsenats vom 30. Mai 1956 - V ZR 204/54 = LM GKG § 74 - jetzt § 111 - Nr. 1; Urteil des II. Zivilsenats vom 23. Mai 1966 - II ZR 23/64 = VersR 66, 675; Senatsurteil vom 30. Juni 1966 - III ZR 3/64 = NJW 66, 2211).
  • BGH, 09.01.1969 - III ZR 51/68

    Bemessung der Entschädigung am Zustand des Grundstücks im Zeitpunkt der …

    Der Senat hat in seinem Urteil vom 30. Juni 1966 - III ZR 3/64 - (LM zu AllgKriegsfolgenG § 22 Nr. 2 = BGH Warn 1966 Nr. 156), das die Rechtsprechung zusammenfaßt, ausgeführt: Der Begriff "Zustand", der in Gesetzen enteignungsrechtlichen Inhalts wiederholt, gerade im Zusammenhang mit der Rückbeziehung der Bewertung auf einen früheren Zeitpunkt, verwendet wird (vgl. § 93 Abs. 4 BBauG, §§ 17 Abs. 3, 64 LBeschG, § 22 AKG), umfaßt nicht nur die physischen oder körperlichen Merkmale (wie Grenzen, natürliche Bebaubarkeit, Mängel oder Alter eines Gebäudes), sondern auch die durch Beschaffenheit und Lage des Grundstücks bedingte Nutzungsfähigkeit im Rahmen der baurechtlichen Ordnung und den darauf beruhenden besonderen Wert.

    Eine Baulichkeit, die ihrer Natur nach üblicherweise nach gewisser Zeit wieder beseitigt zu werden pflegt, - wie Baracken und Schuppen - wird für einen vorübergehenden Zweck, ein Gebäude von höherem wirtschaftlichen Wert aus dauerhaften Material, dessen Beseitigung von wirtschaftlichen Standpunkt aus nicht sinnvoll erscheint, für einen nicht vorübergehenden Zweck (Danckelmann, Landbeschaffungsgesetz zu § 64 Anm. 4), aber auch dafür sprechen, daß schon durch die Inanspruchnahme ein Prozeß eingeleitet wurde, der sicher und folgerichtig zur Enteignung führt und das Grundstück von weiterer konjunktureller Entwicklung ausschließt (vgl. BGH, Urteile vom 6. Dezember 1962 - III ZR 113/61 = WM 1963, 308, vom 13. Dezember 1962 - III ZR 63/62 = BGHZ 38, 342 [BGH 13.12.1962 - III ZR 63/62] und vom 30. Juni 1966 - III ZR 3/64 = LM zu AllgKriegsfolgenG § 22 Nr. 2).

  • BGH, 05.02.1968 - III ZR 217/65
    Der Zustand eines Grundstücks im Sinne von § 22 Abs. 2 Ziff. 1 AKG wird - wie der Senat in seinem Urteil vom 30. Juni 1966 - III ZR 3/64 - (LM zu AKG § 22 Nr. 2 = NJW 1966, 2211 = BGH Warn 1966 Nr. 156 = MDR 1966, 916) entschieden hat - nicht nur durch dessen natürliche Eigenschaften, sondern durch die Gesamtheit aller wertbildenden Faktoren bestimmt und entspricht jedenfalls dann, wenn das Grundstück infolge der früheren Inanspruchnahme von der konjunkturellen Entwicklung ausgeschlossen war, der "Qualität" im Sinne der enteignungsrechtlichen Rechtsprechung (vgl. BGHZ 28, 160).
  • BGH, 17.04.1967 - II ZR 104/66

    Klage gegen die Kfz-Haftpflichtversicherung auf Versicherungsschutz - Verspätete …

    Auf die Einschränkung, die der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in seinen Urteilen vom 30. Juni 1966 (VersR 1966, 938 = NJW 1966, 2211 mit ablehnender Anm. Redeker) und vom 23. Januar 1967 (VersR 1967, 400) gegenüber der vom II., IV., V. und VI. Zivilsenat in ständiger Rechtsprechung vertretenen weitherzigen Auslegung des § 261 b Abs. 3 ZPO vorgenommen hat, kommt es hiernach nicht an.
  • BGH, 05.01.1968 - VI ZR 118/66

    Unterbrechung der Verjährung durch Einreichung der Klage - Zustellung einer …

    Allerdings erfordert die gebotene Rücksicht auf die Interessen des Beklagten, dann eine Rückwirkung zu verneinen, wenn der Kläger oder sein Prozeßbevollmächtigter (BGHZ 31, 342) schuldhaft zu einer nicht nur geringfügigen Verlängerung der Zeitspanne zwischen Einreichung und Zustellung der Klageschrift beigetragen hat (…BGH a.a.O.; Urteil vom 31. Januar 1963 - III ZR 142/61 - LM § 261 b ZPO Nr. 9; Urteil vom 30. Juni 1966 - III ZR 3/64 = VersR 1966, 938; Urteil vom 23. Januar 1967 - III ZR 3/66 = VersR 1967, 400).
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
dejure.org Übersicht BGH
dejure.org nutzen ohne Ablenkung
Werbung abschalten. Jetzt buchen! Keine automatische Verlängerung.
Info zum PUR-Angebot
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht