Rechtsprechung
| BGH, 30.05.1960 - III ZR 35/59 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1960, 1669 (Ls.)
- MDR 1960, 828
- DVBl 1960, 944
Wird zitiert von ... (5)
- BGH, 22.06.1961 - VIII ZR 139/60
Rechtsmittel
Der III. Zivilsenat hat in BGHZ 26, 239 allerdings beiläufig auch den Gesichtspunkt verwertet, daß die Vorschrift des § 1 Abs. 3 AKG die Möglichkeit einer späteren bundesgesetzlichen Regelung vorsieht; er hatte aber darin nicht den Grund erblickt, wegen dessen er in den von ihm entschiedenen Fällen die Anwendbarkeit des § 106 AKG angenommen hat (vgl. BGHZ 29, 13; Urt. v. 30. Mai 1960 - III ZR 35/59 - WM 1960, 868, in MDR 1960, 828 nicht mit abgedruckt).Daher liegt in der Fortsetzung des Rechtsstreits nach Erlaß des Bescheids vom 25. November 1958 nicht nur die im Schriftsatz der Klägerin vom 25. Mai 1959 ausdrücklich erklärte Anfechtung eines von der beklagten Bundesrepublik abgegebenen Bescheides sondern auch die Durchführung des nach § 29 AKG in Gang zu setzenden Verfahrens gegenüber dem Land Niedersachsen (…vgl. BGH Urt. v. 22. September 1959 - VI ZR 4/57 - LM AKG § 29 Nr. 1;… Urt. v. 9. März 1960 - V ZR 189/58 - LM AKG § 29 Nr. 2; Urt. v. 30. Mai 1960 - III ZR 35/59 - a.a.O.).
- BGH, 07.07.1962 - III ZR 29/61
Erhöhung einer Entschädigung für eine zu Gunsten des Deutschen Reiches für Zwecke …
In seiner Entscheidung III ZR 35/59 vom 30. Mai 1960 hat der Senat die Frage offen gelassen; er hat ausgeführt, daß innerhalb der Jahresfrist vorgenommene Prozeßhandlungen der Klagepartei als Anmeldung zu werten seien, und damit dem Erfordernis der Anmeldung, wenn es bestehe, genügt sei.Etwas derartiges läßt sich insbesondere auch nicht aus der Entscheidung des erkennenden Senats III ZR 35/59 vom 30. Mai 1960 = LM Nr. 1 zu § 9 AKG herleiten, die den Entschädigungsanspruch für Vieh versagt, das Zubehör eines Grundstücks war.
- BGH, 10.10.1960 - III ZR 143/59
Anwendbarkeit des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes (AKG) - Haftung der Gemeinde …
Daß in einem anhängigen Rechtsstreit nach Inkraftreten des AKG aufrechterhaltene Anträge in diesem Sinne umgedeutet werden können, hat der Senat schon früher entschieden (III ZR 35/59 vom 30. Mai 1960 - zur Aufnahme in das Nachschlagewerk bestimmt - vgl. auch III ZR 84/58 vom 18. Oktober 1959 in NJW 1960, 96; III ZR 4/59 vom 11. Januar 1960 und III ZR 78/59 vom 28. April 1960).Er ist durchgeführt worden, als ob der Klagerhebung eine Anmeldung des Anspruchs und dessen Ablehnung nach §§ 26, 29 AKG vorausgegangen wären (vgl. III ZR 35/59 vom 30. Mai 1960 S. 9 - zur Aufnahme in das Nachschlagewerk bestimmt - WM 1960, 868).
- BGH, 30.01.1961 - III ZR 228/59
Begründetheit der Zustimmung zur Grundbuchberichtigung und Herausgabe der …
Dem steht es gleich, wenn die auf Fortsetzung des Rechtsstreits gerichteten Prozeßhandlungen der Parteien nach Inkrafttreten des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes als Anmeldung und Ablehnung nach Maßgabe des Gesetzes aufzufassen sind, auch das Land im Prozeß durch die Anmeldebehörde vertreten ist (vgl. BGH VI ZR 4/57 vom 22. September 1959 = LM zu AKG § 29 Nr. 1; VIII ZB 49/59 vom 8. März 1960 = LM HLKO § 52 Nr. 1; III ZR 35/59 vom 30. Mai 1960 = WM 1960, 868 und III ZR 143/59 vom 10. Oktober 1960 = WM 1960, 1393). - BGH, 09.11.1967 - III ZR 184/66
Anspruch des Eigentümers eines nach Kriegsende von der Stadt Berlin in Anspruch …
Die Kostenentscheidung ist nicht nach § 106 AKG, sondern nach den §§ 91 ff ZPO zu treffen, da der Rechtsstreit sich nicht durch das Gesetz erledigt hat, sondern so durchgeführt worden ist, als ob der Klageerhebung eine Anmeldung des Anspruchs und deren Ablehnung vorausgegangen wären (Urteile des Senats vom 30. Mai 1960 - III ZR 35/59 - und vom 10. Oktober 1960 - III ZR 143/59 -).
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