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Rechtsprechung
   BGH, 08.07.1957 - III ZR 59/56   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1957,1277
BGH, 08.07.1957 - III ZR 59/56 (https://dejure.org/1957,1277)
BGH, Entscheidung vom 08.07.1957 - III ZR 59/56 (https://dejure.org/1957,1277)
BGH, Entscheidung vom 08. Juli 1957 - III ZR 59/56 (https://dejure.org/1957,1277)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Papierfundstellen

  • NJW 1957, 1396
  • DB 1957, 820
 
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Wird zitiert von ... (10)Zitiert selbst (1)

  • BGH, 11.01.1954 - III ZR 273/52

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 08.07.1957 - III ZR 59/56
    Der Senat hat dementsprechend u.a. in seiner Entscheidung vom 11. Januar 1954 - III ZR 273/52 - (S 5) bereits ausgesprochen, daß an das Bankett nicht die Anforderung gestellt werden könne, ein sicheres Befahren durch schwere Fahrzeuge zu gewährleisten.
  • BGH, 02.04.1962 - III ZR 14/61
    Denn das Straßenbankett dient, wie der erkennende Senat bereits in seinem Urteil vom 8. Juli 1957 III ZR 59/56 (LM § 823/Dc/BGB Nr. 27 = NJW 1957, 1396) mit näherer Begründung, auf die hier verwiesen werden kann, ausgeführt hat, verschiedenartigen anderen Zwecken, nicht aber der Aufnahme des fließenden Verkehrs, so daß schon wegen dieser andersartigen Zweckbestimmung des Banketts nicht die gleiche Bauart, insbesondere hinsichtlich des Untergrundes, und die gleiche Tragfähigkeit wie für die Fahrbahn selbst verlangt werden kann (vgl. auch Urteil des Senats vom 31. März 1960 III ZR 62/59 in VersR 1960, 447; ferner Fischer in KVR von A-Z unter Erläuterungen zu "Bankett").

    Der erkennende Senat hat wiederholt ausgesprochen (vgl. Urteile vom 20. Dezember 1951 III ZR 10/51 = VRS 4, 178; vom 26. Januar 1956 III ZR 323/54 = VersR 1956, 220; vom 13. Dezember 1956 III ZR 112/55 S. 6 = VersR 1957, 109; vom 8. Juli 1957 III ZR 59/56 = LM § 823/Dc/BGB Nr. 27 und NJW 1957, 1396; sowie vom 31. März 1960 III ZR 62/59 = VersR 1960, 447), daß das Bankett angesichts seiner Zweckbestimmung in aller Regel zum Befahren durch schwere Fahrzeuge wie auf der Fahrbahn selbst weder bestimmt noch geeignet ist, wovon jeder Kraftfahrer auszugehen hat.

    Dieser Grundsatz gilt auch für schwere oder schwer beladene Kraftfahrzeuge (vgl. das bereits erwähnte Urteil des Senats vom 8. Juli 1957 III ZR 59/56 S. 7), zumal diese besonders auf schmalen, kurvenreichen und stark befahrenen Straßen viel eher zu solchen Ausweichmanövern gezwungen sein können als die üblichen Personenkraftwagen.

    Es ist nicht so, daß schon das Vorhandensein einer Grasnarbe auf dem Bankett eine mangelnde Standfestigkeit für die gekennzeichnete Mitbenutzung des Banketts bei Ausweichmanövern äußerlich ohne weiteres erkennbar macht, zumal Gras auch auf einem befestigten Untergrund mit einer nur dünnen Erdschicht wächst; jedenfalls hat der erkennende Senat in seinem, auch vom Berufungsgericht angezogenen Urteil vom 8. Juli 1957 III ZR 59/56 dies nicht zum Ausdruck bringen wollen; vielmehr müssen hierbei alle Umstände des Falles, wie sie sich für den Verkehrsteilnehmer objektiv darbieten, berücksichtigt werden.

    Da die Standfestigkeit eines Banketts nach außen hin in der Regel abnimmt, weil ihm das zur Druckaufnahme erforderliche seitliche Widerlager mehr und mehr fehlt, liegt hier der Sachverhalt wesentlich anders als in dem schon mehrfach erwähnten Urteil des Senats vom 8. Juli 1957 - III ZR 59/56; denn in jenem Fall handelte es sich um ein Bankett mit einer Gesamtbreite von nur wenig mehr als 20 cm, das bei dem Ausweichmanöver von einem schweren Omnibus voll befahren wurde.

  • BGH, 16.12.1968 - III ZR 110/66

    Befahren der Bankette - Überholen - Ausweichen - Anhalten - Warnhinweis

    Denn Fahrbahn ist der Teil einer Öffent lichen Straße, der durch die Art der Befestigung auf die Bestimmung für den schweren Verkehr hindeutet (vgl. BGH Urt.v. 8« Juli 1957 - III ZR 59/56 = HJY/ 1957, 1396; Urt.v. 2. März 1961 - III ZR 12/60 ~ VersR 1962, 536;… Ploegel-Hartung, Straßenverkehrsrecht 16. Aufl. StVO § 8 Anm. 2 und 3;… Kodal, Straßenrecht 2. Aufl. S. 110).

    (Vgl. insbesondere BGH Urt.v. 21. Januar 1965 - Ill ZR 183/63 = VersR 1965, 516; Urt.v. 2. April 1962 - Ill ZR 14/61 = VersR 1962, 574 = BGH Warn 1962 Nr. 81; Urteil vom 2. März 1961 - III ZR 12/60 VersR 1961, 536; Urt.v. 8. Juli 1957 - III ZR 59/56 = VersR 1957, 603;… weitere Nachweise bei Arndt, Straßenverkehrssicherungspflicht 1968, S. 40).

  • OLG Brandenburg, 18.12.2001 - 2 U 7/01

    Schadenersatz; Amtspflichtverletzung; Staatshaftung; Verkehrssicherungspflicht; …

    Zwar kann ein Kraftfahrer im Hinblick auf die Funktion des Seitenstreifens auch zur Sicherung von Fahrzeugen, die von der Fahrbahn seitlich abkommen, grundsätzlich damit rechnen, daß er mit seinem Fahrzeug gefahrlos hierhin ausweichen kann, doch gilt dies nur für ein vorsichtiges Befahren mit einer der Situation entsprechend angepaßten geringen Geschwindigkeit, nicht aber für ein zügiges Befahren mit einer Geschwindigkeit, die nur die Fahrbahn selbst zuläßt (BGH NJW 1957, S. 1396;… VersR 1962, S. 574/576;… 1969, S. 280/281;… OLG Karlsruhe VersR 1978, S. 573/574; Senat, Urteils vom 22.05.2001 - 2 U 38/00).
  • OLG Schleswig, 21.12.1994 - 9 U 37/94

    Haftungsverteilung bei Beschädigung eines PKW durch eine Abbruchkante am rechten …

    Er hat aber doch verkehrstechnisch den Zweck, abirrende Fahrzeuge zu sichern (vgl. BGH NJW 1957, 1396), und darf für diese nicht zusätzliche Gefahren - wie hier - heraufbeschwören.
  • BGH, 21.01.1965 - III ZR 183/63

    Amtspflicht der Straßenverkehrsbehörde zur Überwachung der dem …

    Juli 1957 - III ZR 59/56 (LI>! BGB § 823 (De) Kr. 27) ausgesprochen hat.
  • BGH, 16.02.1959 - III ZR 216/57

    Rechtsmittel

    Der Übergang von der Fahrbahn zum Bankett darf keine gefährlichen Höhenunterschiede aufweisen, an denen ein Fahrzeug hängen bleiben oder durch die es aus der Fahrbahn gerissen werden kann (BGH III ZR 59/56 vom 8. Juli 1957 = LM Nr. 27 zu § 823 BGB Dc; III ZR 76/56 vom 30. September 1957).
  • BGH, 31.03.1960 - III ZR 62/59

    Rechtsmittel

    Das Berufungsgericht hat bereits - unter insoweit wörtlicher Übernahme der Darlegungen des erkennenden Senats im Urteil vom 8. Juli 1957 III ZR 59/56 (= NJW 1957, 1396) - im einzelnen ausgeführt, daß das Bankett angesichts seiner Zweckbestimmung nicht so befestigt zu sein braucht, wie die Fahrbahn selbst und daß es daher in aller Regel zum sicheren Befahren durch schwere Fahrzeuge nicht geeignet ist.
  • BGH, 02.06.1961 - VI ZR 200/60

    Rechtsmittel

    Gestattet ist es aber nur dann, wenn die Verkehrslage dies als sachgerechte und vernünftige Maßnahme erscheinen läßt (Urteile des BGH vom 8. Juli 1957 - III ZR 59/56 - VRS 13, 172 = VersR 1957, 603; vom 31. März 1960 - III ZR 62/59 - VersR 1960, 447).
  • BGH, 08.07.1957 - III ZR 60/56

    Rechtsmittel

    Die Revision rügt ferner, daß das Berufungsgericht, dem in dem Verfahren M. ./. Freistaat Bayern (III ZR 59/56 und 5 U 621/51 OLG München) unternommenen Fahrversuch für das vorliegende Verfahren überhaupt einen Beweiswert beigemessen hat, und macht geltend, daß die Unfallstelle von der im Falle M. einige hundert Meter entfernt sei und andere Verhältnisse aufweise.
  • BGH, 30.09.1957 - III ZR 80/56

    Rechtsmittel

    Als entscheidend ist es vom erkennenden Senat (vgl. z.B. Seite 33/34 des Urteils vom 20. Dezember 1951 - III ZR 10/51 - (Leitsatz abgedruckt in NJW 1952, 582); Urteil vom 8. Juli 1957 - III ZR 59/56 -) stets angesehen worden, daß die Verkehrssicherungspflicht den Straßenkörper bis zu der Stelle umfaßt, die dem Verkehrsteilnehmer als Grenze äußerlich erkennbar ist.
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