Rechtsprechung
| BGH, 23.05.1951 - III ZR 89/50 |
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Papierfundstellen
- BGHZ 2, 209
- DVBl 1951, 508
Wird zitiert von ... (33) Zitiert selbst (6)
- RG, 07.11.1933 - III 139/33
1. Hat das Reichsgesetz zur Änderung von Vorschriften auf dem Gebiete des …
- RG, 19.12.1941 - III 62/41
1. Wann beginnt die Verjährungsfrist des § 852 BGB. in dem Falle, daß die eine …
Auszug aus BGH, 23.05.1951 - III ZR 89/50
Im Dienste desjenigen Gemeinwesens befindet sich aber der Beamte, welches ihn angestellt hat, gleichgültig wessen Hoheitsrechte er ausgeübt hat (RGZ 142, 190 [195]; 158, 95 [97]; 168, 214 [218] mit weiteren Nachweisen;… Palandt BGB 8. Aufl. § 639 Anm. 2 B). - RG, 15.07.1938 - III 211/37
1. Haftet die Gemeinde oder der Preußische Staat, wenn ein von einer Gemeinde auf …
Auszug aus BGH, 23.05.1951 - III ZR 89/50
Im Dienste desjenigen Gemeinwesens befindet sich aber der Beamte, welches ihn angestellt hat, gleichgültig wessen Hoheitsrechte er ausgeübt hat (RGZ 142, 190 [195]; 158, 95 [97]; 168, 214 [218] mit weiteren Nachweisen;… Palandt BGB 8. Aufl. § 639 Anm. 2 B).
- RG, 22.05.1928 - III 346/27
Amtspflichtverletzung
Auszug aus BGH, 23.05.1951 - III ZR 89/50
Bei Amtspflichtverletzungen ist der Richter nicht nur befugt, die Gültigkeit eines Verwaltungsaktes nachzuprüfen, sondern ausnahmsweise auch im Rahmen der Verschuldensprüfung seine Rechtmäßigkeit, was aber nicht zur Nachprüfung der Zweckmäßigkeit einer in das Ermessen der Behörden gestellten Entscheidung führen kann, es sei denn, daß es sich um eine Entscheidung handelt, die mehr der Willkür als dem freien Ermessen zuzurechnen ist, oder die in so hohem Maße fehlsam ist, daß das Verhalten des Beamten mit den an eine ordnungsmäßige Verwaltung zu stellenden Anforderungen schlechterdings unvereinbar ist (RGZ 121, 225 [232]; 154, 144 [152, 153] mit weiteren Nachweisen; Bachof SJZ 1949, 369; Ule, Die neue Verwaltungsgerichtsbarkeit und das Verhältnis von Justiz und Verwaltung, 10. Beiheft zur DRZ S. 6). - RG, 12.11.1941 - III 19/41
Unter welchen Voraussetzungen kann die Reichsärztekammer mit ihren Maßnahmen in …
Auszug aus BGH, 23.05.1951 - III ZR 89/50
Wenn die Beklagte außerhalb dieser ihr gesetzten rechtlichen Schranke die Meldung des Klägers vornahm, so beging sie eine Rechtsverletzung, der gegenüber keine Grenzen für die rechtliche Nachprüfung durch den ordentlichen Richter gesetzt sind (RGZ 168, 129 [137]; Forsthoff, Lehrbuch des Verwaltungsrechts 1950 Bd. I Note 2 S. 90). - RG, 03.03.1937 - V 259/36
1. Ist Sprungrevision zulässig, wenn zunächst Berufung eingelegt war, die dann …
Auszug aus BGH, 23.05.1951 - III ZR 89/50
Bei Amtspflichtverletzungen ist der Richter nicht nur befugt, die Gültigkeit eines Verwaltungsaktes nachzuprüfen, sondern ausnahmsweise auch im Rahmen der Verschuldensprüfung seine Rechtmäßigkeit, was aber nicht zur Nachprüfung der Zweckmäßigkeit einer in das Ermessen der Behörden gestellten Entscheidung führen kann, es sei denn, daß es sich um eine Entscheidung handelt, die mehr der Willkür als dem freien Ermessen zuzurechnen ist, oder die in so hohem Maße fehlsam ist, daß das Verhalten des Beamten mit den an eine ordnungsmäßige Verwaltung zu stellenden Anforderungen schlechterdings unvereinbar ist (RGZ 121, 225 [232]; 154, 144 [152, 153] mit weiteren Nachweisen; Bachof SJZ 1949, 369; Ule, Die neue Verwaltungsgerichtsbarkeit und das Verhältnis von Justiz und Verwaltung, 10. Beiheft zur DRZ S. 6).
- BGH, 15.11.1990 - III ZR 302/89
Überprüfung der Rechtmäßigkeit eines Verwaltungsakts im Amtshaftungsverfahren; …
Wird der Amtshaftungsanspruch darauf gestützt, daß die Amtspflichtverletzung im Erlaß eines rechtswidrigen Verwaltungsakts bestehe, so haben die Zivilgerichte die Rechtmäßigkeit dieses Verwaltungsakts ohne Rücksicht auf seine Rechtswirksamkeit zu überprüfen (st. Rspr.: Senatsurteile BGHZ 2, 209, 214; vom 16. Oktober 1952 - III ZR 180/50, S. 14 (insoweit in BGHZ 7, 296 [BGH 16.10.1952 - III ZR 180/50] und NJW 1953, 101 nicht veröffentlicht); BGHZ 9, 129, 131 ff; vom 6. Oktober 1955 III ZR 56/54 = MDR 1956, 410, 412 (Anm. Bettermann); vom 28. Februar 1963 - III ZR 157/61 = VersR 1963, 748, 749 f; vom 28. Februar 1963 - III ZR 192/61 = VersR 1963, 628 f; vom 1. April 1963 - III ZR 4/62 = VersR 1963, 677 f; vom 22. März 1979 - III ZR 22/78 = NJW 1979, 2097 f;… Urteil vom 30. Mai 1983 a.a.O.; Urteil vom 17. Januar 1985 - III ZR 109/83 = VersR 1985, 492, 494 = NVwZ 1986, 76 f; sowie neuestens Urteil des IX. Zivilsenats vom 25. Oktober 1990 - IX ZR 13/90, für BGHZ vorgesehen; vgl. auch RGZ 121, 225, 232; 154, 144, 152 f; 168, 129, 137). - BGH, 22.06.1995 - IX ZR 122/94
Pflichten des Notars bei Beurkundung eines Grundstückskaufvertrages
Die Ausnützung einer Ersatzmöglichkeit, die keine begründete Aussicht auf alsbaldige Verwirklichung hat, ist dem Geschädigten allerdings nicht zuzumuten (BGHZ 2, 209, 218;… BGH, Urt. v. 27. Februar 1957 aaO.;… v. 13. März 1958 aaO.; v. 5. November 1992 - III ZR 91/91, NJW 1993, 1647 f;… BGB-RGRK/Kreft, § 839 Rdnr. 504;… Rinsche, aaO. Rdnr. II 251). - BGH, 18.06.1973 - III ZR 207/71
Begründetheit eines Schmerzensgeldanspruchs unter Eheleuten; …
So brauchte sich beispielsweise eine Ehefrau nicht nach § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB auf einen Anspruch gegen ihren Ehemann verweisen zu lassen, wenn Aussicht auf eine baldige Verwirklichung des Anspruchs nicht bestünde (BGHZ 2, 209, 218; BGH, VersR 1960, 75, 76; 1969, 422, 423).
- BGH, 30.11.1982 - VI ZR 77/81
Haftung für die Folgen eines Narkosezwischenfalls; Verweisung des …
Dabei nimmt das Berufungsgericht zutreffend an, daß die Beklagten die Kläger gemäß § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB weder auf die Haftung jeweils des anderen Beklagten untereinander, noch auf mögliche Ersatzansprüche gegen Dr. T. oder Frau Dr. K. verweisen können, weil eine Verweisung auf Ersatzpflichten anderer Beamter, die ebenfalls nur subsidiär haften, dem Sinn der Vorschrift zuwiderlaufen würde (BGHZ 2, 209, 218; 13, 88, 102; 31, 5, 13). - BGH, 14.12.1976 - VI ZR 251/73
Polizeiverwaltung - Haftung der Stadt - Unerlaubte Handlung - …
D ieser Grundsatz n ö t i g t ab er n ic h t dazu auch in den F ä lle n in denen d e r frü h e re Aufgaben tr ä g e r fo rtb e s te h t ohne au sd rü ck lich e Regelung e in e Haftung d es Übernehmers f ü r a l t e V erb in d lic h k e ite n anzunehmen dom dann b l e i b t dem G läubiger d e r Schuldner im v o llö i (Anfang e r h a lte n . Demgemäß h a t schon BGHZ 2, 209 211 ö l t schieden daß d ie Haftung e in e s Gemeindeverbandes f ü r P flic h tv e rle tz u n g d er in seinem D ien st stehenden P olizeibeam ten durch den Übergang der P o liz e i gew alt au f d ie "P o liz e ia u ssc h ü sse n (so in d e r dam aligen B ritis c h e n Zone) n ic h t b e r ü h rt w ird (v g l. dazu auch BGHZ 7, 75, 88; RGRK-BGB 11. A ufi. § 839 Anm. 16;… S tau ö in g er/S ch äfe r 1 0 ./ I I . A ufl. § 839 Rdz. 200). - BGH, 08.03.1956 - III ZR 113/54
Amtspflichten der Staatsanwaltschaft
Wenn der Staat und eine öffentliche Körperschaft nebeneinander haften, greift § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB nicht Platz (BGHZ 2, 209, 218). - LG München I, 08.02.2017 - 15 O 23907/15
Haftung für Schäden bei Sprengung einer Fliegerbombe
Rn. 34 Dabei kann der Geschädigte nur auf solche Ersatzmöglichkeiten verwiesen werden, die demselben Tatsachenkreis entsprungen sind, aus dem die eingeklagte Schadensersatzforderung entstanden ist (RGZ 145, 56, 62; 170, 37; BGHZ 31, 148; BGH VersR 1959, 1005, 1008; 1964, 751; 1969, 423; DVBl 1967, 661), die begründete Aussicht auf alsbaldige Verwirklichung bieten (BGHZ 2, 209, 218; 120, 124, 126; NVwZ 2008, 338 Rn 19; LM § 839 Fi Nr. 5; VersR 1964, 751; 1967, 140, 142; 1969, 423, 428) und die Möglichkeit eines wirklichen Ersatzes bieten; der Geschädigte kann nicht auf eine Ersatzmöglichkeit verwiesen werden, wenn er durch deren Inanspruchnahme und Durchführung eine Vermögenseinbuße in gleicher Höhe wie der Schaden erleiden würde (RG DNotZ 1934, 677; BGH VersR 1960, 663; 1964, 682). - BGH, 01.12.1952 - III ZR 114/52
Funktionsnachfolge der Länder
Soweit der alte Funktionsträger als selbständige und zahlungsfähige Rechtspersönlichkeit bestehen bleibt, wie in dem von dem Senat in dem Urteil vom 23. Mai 1951 BGHZ 2, 209 ff) entschiedenen Fall des Übergangs der Polizeiverwaltung von dem Gemeindeverband auf den Polizeiausschuss, braucht der Übergang der Punktion noch nicht zwangsläufig den Übergang der aus ihr erwachsenen Verbindlichkeiten nach sich zu ziehen, da dem Geschädigten ein haftungsfähiger Schuldner erhalten bleibt, sein Anspruch also durch den Punktionsübergang nicht gefährdet wird. - BGH, 11.02.1954 - III ZR 163/53
Rechtsmittel
Dieser Rechtsprechung des Reichsgerichts ist der Bundesgerichtshof gefolgt (vgl. BGHZ 2, 209 [214]; 4, 302 [311/12]; LM Nr. 3 zu § 839 [FG] BGB).Die Ansicht des Berufungsgerichts, die Schadenersatzansprüche des Klägers gegen G. und v. L. stellten keine anderweitige Ersatzmöglichkeit im Sinne des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB dar, da sie angesichts der insoweit bedenkenfrei getroffenen tatsächlichen Feststellungen eine begründete Aussicht auf alsbaldige Verwirklichung nicht bieten, ist frei von Rechtsirrtum (BGHZ 2, 209 [218];… RGRK BGB 10. Aufl. § 839 Anm. 6).
- BGH, 29.11.1956 - III ZR 70/55
Amtspflichten bei Beamtenwiedereinstellung
Eine dem entscheidenden Beamten vorwerfbare Verletzung des Ermessens liegt nach ständiger Rechtsprechung deshalb nur vor, wenn der Beamte willkürlich gehandelt, überhaupt keine sachlichen oder sachfremde Erwägungen angestellt oder die rechtlichen Schranken bewußt überschritten oder in so hohem Maße fehlsam gehandelt hat, daß seine Entscheidung mit den an eine ordnungsmäßige Verwaltung zu stellenden Anforderungen schlechterdings - d.h. jedem sachlich Beurteilenden ohne weiteres voll einleuchtend - unvereinbar ist (vgl. BGHZ 2, 209 [214]; 4,302 [311]; 12, 206 [208]; 21, 256 [260]; III ZR 181/51 vom 11. Juni 1952 - LM Nr. 3 zu § 839 (Fg) BGB; III ZR 106/53 vom 7. Oktober 1954 = BGHZ 15, 17, insoweit nicht abgedruckt; III ZR 197/53 vom 7. Oktober 1954 = LM Nr. 5 zu § 14 Preuss PVG; III ZR 65/55 vom 29. Oktober 1956). - OLG Naumburg, 30.06.2006 - 1 U 4/06
Eigenverantwortliche Prüfungspflicht der Zivilgerichte bei Amtspflichtverletzung …
- BGH, 05.02.1953 - III ZR 105/51
Zwischenurteil und Teilurteil
- BGH, 07.10.1954 - III ZR 197/53
Rechtsmittel
- BGH, 01.02.1954 - III ZR 299/52
Polizei. Rücksichtnahme auf Dritte
- BGH, 13.12.1965 - III ZR 99/64
Pflichten der Polizei bei Glatteis
- BGH, 11.04.1967 - VI ZR 186/65
Klage gegen einen Notar auf Schadensersatz aus schuldhafter Amtspflichtverletzung …
- BVerwG, 27.02.1963 - VI C 200.61
Feststellungsinteresse bei der Geltendmachung von Ersatzansprüchen wegen …
- BGH, 28.09.1959 - III ZR 99/58
Rechtsmittel
- BGH, 28.04.1964 - VI ZR 291/62
- BGH, 30.11.1953 - III ZR 234/52
Rechtsmittel
- BGH, 06.12.1951 - III ZR 51/51
Rechtsmittel
- BGH, 10.01.1956 - I ZR 44/54
JEIA. Gerichtsbarkeit
- BGH, 27.04.1961 - III ZR 209/59
Schädigende schuldhafte Amtspflichtverletzung durch Versendung "unbereinigter" …
- BGH, 27.02.1957 - V ZR 104/55
Rechtsmittel
- BGH, 14.07.1952 - III ZR 37/51
Amtshaftung für Viehbeschlagnahme
- OLG Celle, 18.12.1972 - 9 U 73/72
Bodenwellen als ein gefährliches Hindernis besonderer Art; Warnung vor einer …
- BGH, 10.03.1958 - III ZR 115/56
Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenvers.
- BGH, 21.01.1957 - III ZR 93/56
Rechtsmittel
- BGH, 26.02.1953 - III ZR 73/52
Rechtsmittel
- BGH, 05.02.1953 - III ZR 86/51
Rechtsmittel
- OLG Oldenburg, 23.11.1967 - 1 U 45/66
- BGH, 28.02.1952 - III ZR 214/51
Rechtsmittel
- BGH, 25.06.1957 - III ZR 14/56
Rechtsmittel
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