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Rechtsprechung
   BGH, 15.12.1976 - IV ZR 27/75   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1976,3484
BGH, 15.12.1976 - IV ZR 27/75 (https://dejure.org/1976,3484)
BGH, Entscheidung vom 15.12.1976 - IV ZR 27/75 (https://dejure.org/1976,3484)
BGH, Entscheidung vom 15. Dezember 1976 - IV ZR 27/75 (https://dejure.org/1976,3484)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Pflichtteilsergänzungsanspruch wegen einer (gemischten) Schenkung - Voraussetzungen des Pflichtteilsergänzungsanspruchs - Voraussetzungen einer gemischten Schenkung - Übergabe eines Landgutes im Wege der vorweggenommenen Erbfolge - Feststellung des Werts eines Landgutes

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • MDR 1977, 479
 
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Wird zitiert von ... (5)Zitiert selbst (2)

  • BGH, 21.03.1973 - IV ZR 157/71
    Auszug aus BGH, 15.12.1976 - IV ZR 27/75
    Die Vorschrift des § 2312 Abs. 1 BGB findet keine Anwendung, wenn ein Landgut mehreren Erben zu Bruchteilseigentum übergeben worden ist (Ergänzung zu BGH-Urteil vom 21. März 1973 - IV ZR 157/71 - LM BGB § 2325 Nr. 9 - NJW 1973, 995 - FamRZ 1973, 301).

    Ebenso, wie dieser Zweck entfällt, wenn das Landgut schon bei Eintritt des Erbfalls unter mehrere Bruchteilseigentümer aufgeteilt war (so die Entscheidung des erkennenden Senats vom 21.3.1973 - IV ZR 157/71 in LM BGB § 2325 Nr. 9 - NJW 1973, 995 - FamRZ 1973, 301 zu 3 a), entfällt er auch, wenn das Landgut aufgrund testamentarischer Anordnung oder zufolge eines Übergabevertrages auf mehrere Erben oder Übernehmer zu Bruchteilseigentum übergeht.

  • BGH, 15.04.1964 - V ZR 105/62
    Auszug aus BGH, 15.12.1976 - IV ZR 27/75
    Die Vorschrift des § 2312 BGB ist auch dann anzuwenden, wenn der Erblasser das Anwesen bereits zu seinen Lebzeiten im Wege vorweggenommener Erbfolge übergeben hat und gegen den Übernehmer Pflichtteilsergänzungsansprüche nach den §§ 2325, 2329 BGB erhoben werden (BGH NJW 1964, 1323 und 1414).
  • BGH, 22.10.1986 - IVa ZR 143/85

    Bemessung des Pflichtteils an einem landwirtschaftlichen Betrieb

    Daß es sich um ein Landgut im Sinne von § 2312 BGB handelt, ist nicht zweifelhaft (BGH Urteil vom 4. Mai 1964 - III ZR 159/63 = LM Nr. 5 zu § 2329 BGB /6 = NJW 1964, 1414, 1416 Abs. 4; Urteil vom 12. Januar 1972 - IV ZR 124/70 - LM Nr. 2 zu § 2312 BGB Bl. 1 R Abs. 2; Urteil vom 15. Dezember 1976 - IV ZR 27/75 = LM Nr. 4 zu § 2312 BGB Bl. 2 Abs. 1; Urteil vom 5. Mai 1983 - III ZR 57/82 = VersR 1983, 1080; Urteil vom 12. Juli 1974 - IV ZR 19/73 S. 9; Urteil vom 14. November 1968 - IV ZR 142/66).
  • BGH, 22.10.1986 - IVa ZR 76/85

    Bewertung eines Landguts

    Der Schutzgedanke der Vorschrift liegt darin, das Landgut in seinem Bestand zu erhalten und mittels Anpassung der Pflichtteilsansprüche an den Ertragswert zu vermeiden, daß seine Wirtschaftlichkeit durch die Belastung mit diesen Ansprüchen gefährdet wird (BGH Urteile vom 15. Dezember 1976, IV ZR 27/75 = LM Nr. 4 zu § 2312 BGB = MDR 1977, 479 = WM 1977, 202; vom 5. Mai 1983, III ZR 57/82 = VersR 1983, 1080, 1081).
  • BGH, 14.12.1994 - IV ZR 113/94

    Übernahme eines Landguts zum Ertragswert

    Soweit der Rechtsprechung bisher entnommen werden konnte, daß es für die Anwendung von § 2312 BGB bei vorweggenommener Erbfolge auf den Zeitpunkt des Erbfalls nicht mehr ankomme, kann daran nicht festgehalten werden (Urteil des damals für Erbrecht zuständig gewesenen III. Zivilsenats vom 4. Mai 1964 - III ZR 159/63 - NJW 1964, 1414, 1416 unter 4. = LM BGB § 2329 Nr. 5/6; beiläufig übernommen im Urteil des seither für Erbrecht zuständigen IV. Zivilsenats vom 15. Dezember 1976 - IV ZR 27/75 - LM BGB § 2312 Nr. 4).
  • BGH, 05.05.1983 - III ZR 57/82

    Ausübung der Vormund zur Geltendmachung eines Pflichtteilsanspruchs - Schuldhafte …

    Wenn vorauszusehen war, daß der Betrieb ohnehin eingestellt werden würde, hätte auf den in § 2312 Abs. 2 BGB enthaltenen Schutzgedanken, das Landgut in seinem Bestand zu erhalten und durch Ausrichtung der Pflichtteilsansprüche am Ertragswert zu vermeiden, daß seine Wirtschaftlichkeit durch die Belastung mit diesen Ansprüchen gefährdet wird (BGH Urteil vom 15. Dezember 1976 - IV ZR 27/75 = WM 1977, 202, 203), zur Feststellung des Erblasserwillens nicht mehr abgestellt werden können.
  • OLG Zweibrücken, 25.02.2026 - 8 U 48/24

    Wertermittlung bei lebzeitiger Übertragung eines Landguts

    Rn. 9 b) Über den vom Wortlaut des § 2312 BGB unmittelbar erfassten Fall der Übernahme eines Landguts aus dem Nachlass des Erblassers ist die Regelung nach höchstrichterlicher Rechtsprechung und dem ihr wohl einhellig folgenden Schrifttum entsprechend auf Fälle einer im Vorgriff auf die Erbfolge erfolgenden lebzeitigen Übertragung eines Landgutes grundsätzlich anwendbar, weil vor dem Hintergrund des in der Privilegierung des Gutsnachfolgers im Sinne der Erhaltung eines leistungsfähigen landwirtschaftlichen Betriebes liegenden Zwecks der Norm ein Grund für eine Schlechterstellung des Übernehmers in derartigen Konstellationen nicht einzusehen ist (grundlegend BGH, Urteil vom 15.04.1964 - V ZR 105/62, teilweise abgedruckt in NJW 1964, 1323 und Urteil vom 04.05.1964 - III ZR 159/63 unter III. 2. = WM 1964, 854, 857 jew. mwN zur Rechtsprechung des Reichsgerichts; bestätigend BGH, Urteil vom 15.12.1976 - IV ZR 27/75, juris Rn. 8 = WM 1977, 202 und Beschluss vom 14.12.1994 - IV ZR 113/94, juris Rn. 4 = NJW 1995, 1352; dem folgend neben den auf Seite 12 des angefochtenen Urteils Genannten etwa OLG Braunschweig, Beschluss vom 01.03.2016 - 2 U 117/14, juris Rn. 6 = ErbR 2017, 36; Thüring.
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