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Rechtsprechung
   LSG Sachsen, 17.04.2007 - L 1 AL 282/04   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2007,19498
LSG Sachsen, 17.04.2007 - L 1 AL 282/04 (https://dejure.org/2007,19498)
LSG Sachsen, Entscheidung vom 17.04.2007 - L 1 AL 282/04 (https://dejure.org/2007,19498)
LSG Sachsen, Entscheidung vom 17. April 2007 - L 1 AL 282/04 (https://dejure.org/2007,19498)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Sozialgerichtsbarkeit.de

    Arbeitslosenversicherung

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Voraussetzungen für den Anspruch eines Arbeitnehmers auf Insolvenzgeld (Insg); Versäumung der Antragsfrist; Unkenntnis vom Eintritt des Insolvenzereignisses

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    Versäumung der Antragsfrist beim Anspruch auf Insolvenzgeld

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (6)

  • EuGH, 18.09.2003 - C-125/01

    Pflücke - "Arbeitnehmerschutz - Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers - …

    Auszug aus LSG Sachsen, 17.04.2007 - L 1 AL 282/04
    § 324 Abs. 3 SGB III verletzt nicht die vom EuGH in seiner Entscheidung vom 18.09.2003 - C-125/01 (SozR 4-4300 § 324 Nr. 1) aufgestellten Voraussetzungen der Gleichwertigkeit und Effektivität.

    Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in seinem auf Vorlage des Sozialgerichts Leipzig ergangenen Urteil vom 18.09.2003 - C- 125/01 - (SozR 4-4300 § 324 Nr. 1) die Vereinbarkeit einer Ausschlussfrist mit der Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten über den Schutz der Arbeitnehmer bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers (80/987/EWG) vom 20. Oktober 1980 bestätigt, wenn die Ausschlussfrist, binnen deren ein Arbeitnehmer nach nationalem Recht einen Antrag auf Zahlung von Insolvenzgeld nach Maßgabe dieser Richtlinie stellen muss, so ausgestaltet ist, dass die betreffende Frist nicht weniger günstig ist als bei gleichartigen innerstaatlichen Anträgen (Grundsatz der Gleichwertigkeit) und nicht so ausgestaltet ist, dass sie die Ausübung der von der Gemeinschaftsrechtsordnung eingeräumten Rechte praktisch unmöglich macht (Grundsatz der Effektivität).

  • BSG, 29.10.1992 - 10 RAr 14/91

    Verschulden - Rechtsanwalt - Arbeitsförderung - Nachfrist - Konkursausfallgeld - …

    Auszug aus LSG Sachsen, 17.04.2007 - L 1 AL 282/04
    Dann wäre es gerechtfertigt, einem Arbeitnehmer bei einem entsprechenden Versäumnis seines Bevollmächtigten nicht die Nachfrist des § 324 Abs. 3 Satz 2 SGB III zugute kommen zu lassen, sondern ihn auf evtl. Regressansprüche gegen diesen Bevollmächtigten zu verweisen (vgl. zum Ganzen BSG, Urteil vom 29.10.1992 - 10 RAr 14/91 - SozR 3-4100 § 141e Nr. 2 m.w.N.).
  • BSG, 18.03.1987 - 9b RU 8/86

    Wiedereinsetzung

    Auszug aus LSG Sachsen, 17.04.2007 - L 1 AL 282/04
    Maßgeblich ist daher, ob die Klägerin die Antragsfrist unter Außerachtlassung derjenigen Sorgfalt, die von einem gewissenhaft Handelnden, orientiert an den Fähigkeiten und Erkenntnismöglichkeiten seiner Person (subjektiver Fahrlässigkeitsmaß-stab; ständige Rechtsprechung des BSG auch zu § 67 SGG, vgl. nur BSG, Urteil vom 18.03.1987 - 9b RU 8/86 - SozR 1500 § 67 Nr. 18 S. 42;… Æurkoviæ in Hennig, SGG, § 67 Rn. 12, Stand August 2003), erwartet werden kann, versäumt hat.
  • BSG, 10.04.1985 - 10 RAr 11/84

    Monatsfrist - Antragsfrist - Konkursausfallgeld - Fristversäumnis

    Auszug aus LSG Sachsen, 17.04.2007 - L 1 AL 282/04
    Insbesondere die bloße Unkenntnis vom Eintritt des Insolvenzereignisses oder des Laufes der Antragsfrist eröffnet daher noch nicht die Nachfrist (vgl. BSG, Urteil vom 10.04.1985 - 10 RAr 11/84 - SozR 4100 § 141e Nr. 8).
  • BSG, 26.08.1983 - 10 RAr 1/82

    Beginn der Nachfrist - Kenntnis vom Insolvenzereignis - Gebotene Sorgfalt - …

    Auszug aus LSG Sachsen, 17.04.2007 - L 1 AL 282/04
    Die Unkenntnis darf nicht auf Fahrlässigkeit beruhen (BSG, Urteil vom 26.08.1983 - 10 RAr 1/82 - SozR 4100 § 141e Nr. 5).
  • BSG, 18.01.1990 - 10 RAr 14/89

    Beantragung; Frist; Konkursausfallgeld; Beantragung; Frist; Konkursausfallgeld

    Auszug aus LSG Sachsen, 17.04.2007 - L 1 AL 282/04
    § 324 Abs. 3 Satz 2 SGB III stellt eine spezialgesetzliche Ausprägung des Rechtsinstituts der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (§ 27 SGB X; § 67 SGG) dar (BSG, Urteil vom 18.01.1990 - 10 RAr 14/89 - EzS 89/66).
  • LSG Hessen, 26.10.2007 - L 7 AL 185/05

    Insolvenzgeldanspruch - Versäumung der Antragsfrist - Einräumung der Nachfrist - …

    Während hinsichtlich des Grundsatzes der Gleichwertigkeit mit Rücksicht darauf, dass vergleichbare innerstaatliche Fristen auch für die Geltendmachung von Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitergeld bestehen, keine Bedenken bestehen (s. eingehend Peters-Lange info also 2007, 51, 56; s. auch Sächsisches LSG Urteil vom 17. April 2007 -L 1 AL 282/04) ist dem Grundsatz in der Effektivität nicht schon allein deshalb Genüge getan, weil das Gesetz in § 324 Abs. 3 Satz 2 SGB III dem Arbeitnehmer grundsätzlich eine Nachfrist einräumt (so aber wohl LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 13. September 2005 - L 12 AL 30/01).

    Daraus folgt, dass an das Vertretenmüssen im Sinne des § 324 Abs. 3 S. 2 und 3 SGB III jedenfalls keine überhöhten Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. auch Sächsisches LSG Urteil vom 17. April 2007 -L 1 AL 282/04), es ist restriktiv auszulegen ( Peters-Lange info also 2007, 51, 57).

  • LSG Bayern, 28.10.2013 - L 10 AL 183/12

    Die Regelungen über die Ausschlussfrist in § 324 Abs 3 SGB III stehen nicht in …

    Auch bei vergleichbaren Lohnersatzleistungen, wie beispielsweise dem Arbeitslosengeld oder dem Kurzarbeitergeld sind die Anforderungen grundsätzlich nicht großzügiger und eine Durchsetzung des Anspruchs auf Insolvenzgeld wird nicht praktisch unmöglich gemacht (vgl dazu im Einzelnen BSG…, Beschluss vom 17.10.2007 - B 11a AL 75/07 B - SozR 4-4300 § 324 Nr. 4; Sächs. LSG, Urteil vom 17.04.2007 - L 1 AL 282/04 - juris; LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14.03.2012 - L 18 AL 340/09 - juris;… Scholz aaO § 324 Rn 17).
  • LSG Baden-Württemberg, 09.10.2007 - L 13 AL 3964/05
    Schließlich hat der Senat bereits entschieden, dass die Antragsfrist des § 324 Abs. 3 SGB III, die hier zum Ausschluss eines Anspruchs des Klägers auf Insg führt, auch mit dem Gemeinschaftsrecht vereinbar ist (…Urteile vom 31. Januar 2006 a.a.O. und vom 12. September 2006 - L 13 AL 475/05 - nicht veröffentlicht; vgl. auch LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 13. September 2005 - L 12 AL 30/01 -, veröffentlicht in Juris; LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 8. Februar 2006 - L 12 AL 193/05 -, veröffentlicht in Juris; Sächsisches LSG, Urteil vom 17. April 2007 - L 1 AL 282/04 -, veröffentlicht in Juris).

    Die Frist des § 324 Abs. 3 Satz 1 SGB III ist nicht weniger günstig als bei gleichartigen innerstaatlichen Anträgen (…vgl. auch Peters-Lange a.a.O., 56) und sie ist vor allem im Hinblick auf den Ausnahmetatbestand des § 324 Abs. 3 Satz 2 SGB III nicht so ausgestattet, dass sie die Ausübung der von der Gemeinschaftsrechtsordnung eingeräumten Rechte praktisch unmöglich macht (Senatsurteile vom 31. Januar 2006 …und vom 12. September 2006 a.a.O.; LSG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 13. September 2005 a.a.O.; LSG Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 8. Februar 2006 a.a.O.; Sächsisches LSG, Urteil vom 17. April 2007 a.a.O.).

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 12.01.2012 - L 16 AL 264/10

    Arbeitslosenversicherung

    Dem gegenüber ist der Insolvenzverwalter, an den sich der Arbeitnehmer zwecks Auskunft über die Voraussetzungen eines Insolvenzgeldantrages gewandt hat, nicht als "Vertreter" des Arbeitnehmers anzusehen, so dass bei einer unzutreffenden Auskunft ein Wiedereinsetzungsgrund gegeben ist (vgl. Sächsisches LSG, Urteil vom 17.04.2007 - L 1 AL 282/04).
  • LSG Berlin-Brandenburg, 14.03.2012 - L 18 AL 340/09

    Nachfrist zur Beantragung von Insolvenzgeld

    Wegen der in § 324 Abs. 3 Satz 2 SGB III eingeräumten Nachfrist erfüllt § 324 Abs. 3 Satz 1 SGB III die beiden europarechtlichen Vorgaben der Gleichwertigkeit und Effektivität (vgl. BSG, Beschluss vom 17. Oktober 2007 - B 11a AL 75/07 B -, juris; LSG Chemnitz, Urteil vom 17. April 2007 - L 1 AL 282/04 -, juris).
  • LSG Berlin-Brandenburg, 09.01.2007 - L 6 AL 186/06
    Wegen der in § 324 Abs. 3 Satz 2 SGB III eingeräumten Nachfrist erfüllt § 324 Abs. 3 Satz 1 SGB III die beiden europarechtlichen Vorgaben der Gleichwertigkeit und Effektivität (ebenso LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 13. September 2005 - L 12 AL 30/01, info also 2006, 256; Sächsisches LSG, Urteil vom 17. April 2007 - L 1 AL 282/04, juris RdNr 50 ff; Leitherer in Eicher/Schlegel, SGB III, RdNr 46 zu § 324, Stand August 2004; Hünecke in Gagel, SGB III, RdNrn 21a f, 30a zu § 324, Stand Dezember 2006).
  • LSG Berlin-Brandenburg, 18.02.2009 - L 6 AL 93/05
    Wegen der in § 324 Abs. 3 Satz 2 SGB III eingeräumten Nachfrist erfüllt § 324 Abs. 3 Satz 1 SGB III die beiden europarechtlichen Vorgaben der Gleichwertigkeit und Effektivität (so bereits Senatsurteil vom 29. Oktober 2007 - L 6 AL 186/06; ebenso Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg, Urteil vom 13. September 2005 - L 12 AL 30/01 - info also 2006, 256; Sächsisches LSG, Urteil vom 17. April 2007 - L 1 AL 282/04 - juris RdNr 50 ff; Leitherer in Eicher/Schlegel, SGB III, RdNr 46 zu § 324; Hünecke in Gagel, SGB III, RdNrn 21a f, 30a zu § 324).
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