Rechtsprechung
| LSG Baden-Württemberg, 09.12.2008 - L 13 AS 651/07 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Grundsicherung für Arbeitsuchende
- openjur.de
Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - Erstattung von zu Unrecht erbrachten Leistungen nach § 50 Abs 2 SGB 10 - Arbeitslosengeld II - Unterkunftskosten - kein Mitverschulden einer Behörde - kein Ermessen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Sonderregelungen für die Aufhebung von Verwaltungsakten im Bereich der Arbeitsförderung, Erstattung ohne Verwaltungsakt zu Unrecht gezahlter Leistungen
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- SG Reutlingen, 18.01.2007 - S 7 AS 2927/06
- LSG Baden-Württemberg, 09.12.2008 - L 13 AS 651/07
Papierfundstellen
- NZS 2009, 415
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (5)
- LSG Baden-Württemberg, 10.10.2006 - L 13 AL 3133/05
Erstattung von ohne Verwaltungsakt zu Unrecht erbrachter Leistungen - Bekanntgabe …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 09.12.2008 - L 13 AS 651/07
Damit ist auch kein Raum für die Berücksichtigung von Mitverschulden der Behörde (so bereits Urteil des Senats vom 10. Oktober 2006 - L 13 AL 3133/05 -, veröffentlicht in Juris).Es wäre nicht verständlich, wenn die Beklagte Empfänger von Leistungen ohne gesicherte Rechtsposition anders als Empfänger von Leistungen aufgrund Verwaltungsaktes nur unter erschwerten Bedingungen, nämlich erst nach Ausübung von Ermessen zur Erstattung herziehen könnte (…ebenso Eicher in Eicher/Schlegel, SGB III, § 330 SGB III Rz. 25; Urteil des Senats vom 10. Oktober 2006 - L 13 AL 3133/05 -).
Damit ist auch kein Raum für die Berücksichtigung von Mitverschulden der Beklagten (Landessozialgericht für das Saarland, Urteil vom 10. Dezember 2004 - L 8 AL 15/04 - Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 29. Juli 2004, - L 9 AL 381/02 - sowie Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 28. Januar 2004 - L 12 AL 115/03 - sowie Urteil des Senats vom 10. Oktober 2006 - L 13 AL 3133/05 - zu § 50 Abs. 1 SGB X vgl. BSG, Beschluss vom 21. Juni 2001 - B 7 AL 18/01 B - abgedruckt in Juris).
- BSG, 21.06.2001 - B 7 AL 18/01 B
Grundsatz des rechtlichen Gehörs, Prozeßhandlungen rechtskundig vertretener …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 09.12.2008 - L 13 AS 651/07
Damit ist auch kein Raum für die Berücksichtigung von Mitverschulden der Beklagten (Landessozialgericht für das Saarland, Urteil vom 10. Dezember 2004 - L 8 AL 15/04 - Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 29. Juli 2004, - L 9 AL 381/02 - sowie Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 28. Januar 2004 - L 12 AL 115/03 - sowie Urteil des Senats vom 10. Oktober 2006 - L 13 AL 3133/05 - zu § 50 Abs. 1 SGB X vgl. BSG, Beschluss vom 21. Juni 2001 - B 7 AL 18/01 B - abgedruckt in Juris). - LSG Bayern, 29.07.2004 - L 9 AL 381/02
Teilweise Rücknahme einer Arbeitslosengeld-Bewilligung als rechtswidriger …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 09.12.2008 - L 13 AS 651/07
Damit ist auch kein Raum für die Berücksichtigung von Mitverschulden der Beklagten (Landessozialgericht für das Saarland, Urteil vom 10. Dezember 2004 - L 8 AL 15/04 - Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 29. Juli 2004, - L 9 AL 381/02 - sowie Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 28. Januar 2004 - L 12 AL 115/03 - sowie Urteil des Senats vom 10. Oktober 2006 - L 13 AL 3133/05 - zu § 50 Abs. 1 SGB X vgl. BSG, Beschluss vom 21. Juni 2001 - B 7 AL 18/01 B - abgedruckt in Juris). - LSG Nordrhein-Westfalen, 28.01.2004 - L 12 AL 115/03
Arbeitslosenversicherung
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 09.12.2008 - L 13 AS 651/07
Damit ist auch kein Raum für die Berücksichtigung von Mitverschulden der Beklagten (Landessozialgericht für das Saarland, Urteil vom 10. Dezember 2004 - L 8 AL 15/04 - Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 29. Juli 2004, - L 9 AL 381/02 - sowie Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 28. Januar 2004 - L 12 AL 115/03 - sowie Urteil des Senats vom 10. Oktober 2006 - L 13 AL 3133/05 - zu § 50 Abs. 1 SGB X vgl. BSG, Beschluss vom 21. Juni 2001 - B 7 AL 18/01 B - abgedruckt in Juris). - LSG Saarland, 10.12.2004 - L 8 AL 15/04
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 09.12.2008 - L 13 AS 651/07
Damit ist auch kein Raum für die Berücksichtigung von Mitverschulden der Beklagten (Landessozialgericht für das Saarland, Urteil vom 10. Dezember 2004 - L 8 AL 15/04 - Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 29. Juli 2004, - L 9 AL 381/02 - sowie Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 28. Januar 2004 - L 12 AL 115/03 - sowie Urteil des Senats vom 10. Oktober 2006 - L 13 AL 3133/05 - zu § 50 Abs. 1 SGB X vgl. BSG, Beschluss vom 21. Juni 2001 - B 7 AL 18/01 B - abgedruckt in Juris).
- BSG, 22.08.2012 - B 14 AS 165/11 R
Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - Erstattung zu Unrecht erbrachter …
Für den Ausschluss der Ermessensausübung gerade in der zweiten Fallgestaltung spricht, dass die leistungsberechtigte Person aufgrund der zuvor erfolgten Aufhebung der Leistungsbewilligung um die Rechtswidrigkeit der eingehenden Leistungen wusste (ähnlich Eicher in Eicher/Schlegel, SGB III, Stand 5/2012, § 330 RdNr 25;… im Ergebnis ebenso Düe in Niesel/Brandt, SGB III, 5. Aufl 2010, § 330 RdNr 3; Schütze in von Wulffen, SGB X, § 50 RdNr 25; ebenso in früheren Entscheidungen schon LSG Baden-Württemberg vom 10.10.2006 - L 13 AL 3133/05 - und vom 9.12.2008 - L 13 AS 651/07;… zu der erforderlichen Ermessensausübung nach § 50 Abs. 2, § 45 SGB X vor Geltung des § 152 Abs. 2 AFG in obigen Fallgestaltungen: BSG vom 31.10.1991 - 7 RAr 60/89 - SozR 3-1300 § 45 Nr. 10). - LSG Sachsen-Anhalt, 23.10.2024 - L 5 AS 514/22
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Erstattung zu Unrecht erbrachter Leistungen …
Dies wäre nur dann der Fall, wenn die öffentlich-rechtliche Zielrichtung der Zahlung entfallen wäre oder gar nicht bestanden hätte (BSG…, Urteil vom 22. August 2012, B 14 AS 165/11 R, juris, Rn. 21 f.; auch LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 9. Dezember 2008, L 13 AS 651/07, juris, Rn. 16).Rn. 40 Das BSG hat bereits in seiner Entscheidung vom 22. August 2012 (…B 14 AS 165/11 R, juris, Rn. 28) ausgeführt, dass die Ermessensausübung durch die in § 40 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 SGB II angeordnete ebenfalls entsprechende Geltung des § 330 Abs. 2 SGB III ausgeschlossen ist (vgl. auch LSG Schleswig-Holstein, Urteil vom 10. Oktober 2016, L 6 AS 97/14; LSG Sachsen, Urteil vom 7. Juni 2012, L 3 AL 208/09; LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 9. Dezember 2008, L 13 AS 651/07 und Urteil vom 12. Juni 2013, L 3 AL 1677/11, jeweils veröffentlicht in juris).
- LSG Baden-Württemberg, 25.11.2022 - L 8 AL 664/22
Rücknahme der Bewilligung von Kurzarbeitergeld - Fortbestehen der persönlichen …
Für derartige Erwägungen ist jedoch vorliegend schon deshalb kein Raum, weil die Aufhebungsentscheidung nicht im Ermessen der Beklagten stand, sondern gemäß § 330 Abs. 2 SGB III als einzige Rechtsfolge zwingend vorgeschrieben ist, weil ein Tatbestand des § 45 Abs. 2 Satz 3 SGB X - wie gezeigt - vorlag (vgl. etwa LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 09.12.2008 - L 13 AS 651/07 -, juris).
- LSG Baden-Württemberg, 24.10.2012 - L 5 KA 5778/11 Denn das BSG, dem sich der Senat anschließt, geht davon aus, dass selbst ein grobes Verschulden der Behörde lediglich ein Abwägungsgesichtspunkt im Rahmen des § 45 Abs. 1 und 3 SGB X ist und dass das Verschulden an der fehlerhaften Entscheidung lediglich beim Ermessen i.S. des § 45 Abs. 1 und 3 SGB X erheblich ist und damit in den Fällen, in denen, wie hier, Ermessen aufgrund sonderrechtlicher Vorschriften nicht auszuüben ist, außer Betracht bleibt (zu § 152 Abs. 2 AFG BSG, Beschluss vom 21.06.2001 - B 7 AL 18/01 B - vgl. auch zu § 330 Abs. 2 SGB III LSG Bad.-Württ., Urteil vom 09.12.2008 - L 13 AS 651/07 - m.w.N. jeweils veröffentlicht in Juris).
- LSG Baden-Württemberg, 29.08.2012 - L 5 KA 2439/10 Denn das BSG, dem sich der Senat anschließt, geht davon aus, dass auch ein grobes Verschulden der Behörde lediglich ein Abwägungsgesichtspunkt im Rahmen des § 45 Abs. 1 und 3 SGB X ist und dass das Verschulden an der fehlerhaften Entscheidung lediglich beim Ermessen i.S. des § 45 Abs. 1 und 3 SGB X erheblich ist und damit in den Fällen, in denen, wie hier, Ermessen aufgrund sonderrechtlicher Vorschriften nicht ausüben ist, außer Betracht bleibt (zu § 152 Abs. 2 AFG BSG, Beschluss vom 21.06.2001 - B 7 AL 18/01 B - vgl. auch zu § 330 Abs. 2 SGB III LSG Bad.-Württ. Urteil vom 09.12.2008 - L 13 AS 651/07 - m.w.N. jeweils veröffentlicht in Juris).
- SG Lüneburg, 08.04.2010 - S 28 AS 315/08
Definition des Begriffs der "öffentlich-rechtlichen Leistung"; Möglichkeit einer …
Rn. 32 Nicht unter diesen Rechtsbegriff der öffentlich-rechtlichen Leistung zu subsumieren sind die Fälle, in denen lediglich versehentlich an einen Nichtbeteiligten überwiesen bzw. eine Zahlung fehlgeleitet wurde und gerade keine bewusste und zweckgerichtete Leistung vorlag (vgl. Urteile des Bundessozialgerichtes vom 29. Oktober 1986 - 7 RAr 77/85 - und 24. Juli 2001 - B 4 RA 102/00 R - Urteil des Landessozialgerichtes Baden-Württemberg vom 09. Dezember 2008 - L 13 AS 651/07 - LPK/SGB X/Waschull, § 50, Rd. 8).
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