Rechtsprechung
| LSG Schleswig-Holstein, 03.03.1988 - L 3 Ar 68/87 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Arbeitslosengeld; Aufhebungsbescheid; Bewilligung; Rückwirkend; Krankenversicherung; Mitwirkungspflicht; Schutzgesetz; Unerlaubte Handlung; Schadensersatz
Verfahrensgang
- SG Kiel, 21.05.1987 - S 9 Ar 306/85
- LSG Schleswig-Holstein, 03.03.1988 - L 3 Ar 68/87
Wird zitiert von ... (3)
- BSG, 30.01.1990 - 11 RAr 87/88
Schadensersatzanspruch - Krankenversicherungsbeiträge - Überzahlung - Rechtsweg - …
Dieser Rechtspr des BGH, der sich auch Instanzgerichte der Sozialgerichtsbarkeit angeschlossen haben (vgl Urteil des Landessozialgericht (LSG) Nordrhein-Westfalen (NRW) vom 3. November 1988 - L 9 Ar 68/87; Urteil des Landessozialgericht (LSG) Schleswig-Holstein vom 3. März 1988 - L 3 Ar 68/87; Urteil des Bayerischen Landessozialgericht (LSG) vom 15. Juni 1989 - L 9 Al 231/87), folgt der erkennende Senat.Die Klägerin konnte im Hinblick auf die vorliegende Rechtspr des BSG und die divergierende Rechtspr der Instanzgerichte (allgemeine Leistungsklage zulässig: Urteile des Landessozialgericht (LSG) Schleswig-Holstein vom 3. März 1988 - L 3 Ar 68/87 und 90/88 - ebenso Urteil des Landessozialgericht (LSG) Nordrhein-Westfalen (NRW) vom 3. November 1988 - L 9 Ar 68/87 - verneinend: Bayerisches Landessozialgericht (LSG) Urteil vom 19. Oktober 1989 - L 9 Al 25/89) nicht sicher damit rechnen, daß eine Geltendmachung durch Verwaltungsakt der rechtlichen Nachprüfung standhalten werde (…vgl dazu BSG SozR 1300 § 50 Nr. 17 S 39/40 mwN; BSG SGb 1984, 161, 162; BVerwG 28, 155; 29, 310).
Bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht sieht daher § 66 SGB I auch nur vor, daß die Leistung bis zur Nachholung der Mitwirkungshandlung ganz oder teilweise versagt oder entzogen werden "kann"; damit soll die Solidargemeinschaft aller Versicherten geschützt, nicht jedoch einem einzelnen Versicherungsträger ein Schadensersatzanspruch eingeräumt werden (so im Ergebnis auch Landessozialgericht (LSG) Schleswig-Holstein, Breith 1988, 675 und SG Hamburg, Info also 1986, 189; Landessozialgericht (LSG) NRW, Urteil vom 3. November 1988 - L 9 Ar 68/87; Gagel, NJW 1985, 1872 f).
- SG Hamburg, 30.03.1989 - 13 AR 197/88
- SG Hamburg, 01.12.1988 - 13 AR 246/88 Der Bundesanstalt für Arbeit steht in solchen Fällen kein Erstattungsanspruch nach § 50 SGB 10 zu; einen derartigen Anspruch kann sie auch weder auf § 823 Abs. 2 BGB, § 60 SGB 1 noch auf Grundsätze der positiven Forderungsverletzung stützen (insoweit Bestätigung von LSG Schleswig 3.3.1988 - L 3 Ar 68/87 = Breith 1988, 675).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".