Rechtsprechung
| LSG Hessen, 27.01.2016 - L 4 KA 23/14 |
Volltextveröffentlichung
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Vertragsarztangelegenheiten
Kurzfassungen/Presse
- Deutsche Gesellschaft für Kassenarztrecht
, S. 10 (Kurzinformation)
Vertragsarztrecht | Honorarverteilung | Vergütung ab 2009 | Fallzahl nach Auflösung einer Gemeinschaftspraxis: HVV-Regelung erforderlich
Verfahrensgang
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (12)
- BSG, 17.07.2013 - B 6 KA 44/12 R
Vertragsärztliche Versorgung - Berufsausübungsgemeinschaft - Anerkennung als …
Auszug aus LSG Hessen, 27.01.2016 - L 4 KA 23/14
Ein in der mündlichen Verhandlung vom 28. November 2012 geschlossener Vergleich (zur Überprüfung der angegriffenen Bescheide nach dem Ergebnis eines anhängigen Revisionsverfahrens beim Bundessozialgericht) wurde von dem Kläger widerrufen, worauf mit Beschluss vom 7. Januar 2013 auf Antrag der Beteiligen das Ruhen des Verfahrens im Hinblick auf die seinerzeit anhängige Revision in dem Verfahren B 6 KA 44/12 R angeordnet wurde.Er räumt ein, dass das Bundessozialgericht mit Urteil vom 17. Juli 2013 (B 6 KA 44/12 R) bestätigt hat, dass eine Regelung, die eine Steigerung des vertragsärztlichen Umsatzes durch Fallzahlerhöhungen für ein ganzes Jahr weitgehend ausschließt, nicht als unvertretbare und unverhältnismäßige Beschränkung des Wachstumsanspruchs der unterdurchschnittlich abrechnenden Praxen gewertet werden kann, vorliegend sei jedoch zu berücksichtigen, dass der jahrelange Aufbau des Patientenstammes gerade keine Berücksichtigung finde, da die tatsächlichen Fallzahlen, die mittels Auswertung der praxiseigenen Datenverarbeitung im Antragsverfahren vorgelegt worden sei, unberücksichtigt geblieben seien.
Soweit das Sozialgericht seine Entscheidung damit begründet hat, dass es an einer Regelung im HVV fehle, die (sonstigen) unterdurchschnittlich abrechnenden Praxen eine hinreichende Wachstumsmöglichkeit bis zum Fachgruppendurchschnitt ermögliche, kann dem vor dem Hintergrund des Urteils des BSG vom 17. Juli 2013 (B 6 KA 44/12 R) nicht gefolgt werden, die im HVV vorgesehene Möglichkeit der Honorarsteigerung nach den (höheren) Fallzahlen des Vorjahres ist hiernach (auch) für unterdurchschnittlich abrechnende Praxen ausreichend.
- BSG, 03.02.2010 - B 6 KA 1/09 R
Vertragsärztliche Versorgung - Honorarverteilungsregelung - Schutz der Praxen mit …
Auszug aus LSG Hessen, 27.01.2016 - L 4 KA 23/14
Dies gelte erst recht seit der ab dem Jahre 2004 vorgeschriebenen vertraglichen Vereinbarung des HVV zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Verbänden der Krankenkassen (vgl. BSG, Urteil vom 3. Februar 2010 - B 6 KA 1/09 R - SozR 4-2500 § 85 Nr. 50 = MedR 2010, 809 = USK 2010-53, juris Rdnr. 26 f.).Daher sei allen Praxen mit unterdurchschnittlichen Umsätzen die Möglichkeit einzuräumen, durch Umsatzsteigerung jedenfalls bis zum Durchschnittsumsatz der Fachgruppe innerhalb von fünf Jahren aufzuschließen und damit ihre Praxis zu einer mit typischen Umsätzen auszubauen (Hinweis auf BSG, Urteil vom 3. Februar 2010 - B 6 KA 1/09 R - SozR 4-2500 § 85 Nr. 50 = MedR 2010, 809 = USK 2010-53, juris Rdnr. 14 f. m.w.N.).
Dies gilt erst recht seit der ab dem Jahre 2004 vorgeschriebenen vertraglichen Vereinbarung des HVV zwischen den KÄVen und den Verbänden der Krankenkassen (BSG Urteil vom 3. Februar 2010, B 6 KA 1/09 R, Rn. 26, 27).
- BSG, 21.10.1998 - B 6 KA 71/97 R
Honorarverteilungsmaßstab - Kassenzahnärztliche Vereinigung - Budgetierung der …
Auszug aus LSG Hessen, 27.01.2016 - L 4 KA 23/14
Die für die Honorarverteilung wesentlichen Grundsätze müssen im HVV selbst geregelt werden und dürfen nicht dem Vorstand der KÄV im Wege von Einzelfallentscheidungen überlassen bleiben (…BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 32 S 245 f; BSGE 83, 52, 60 f = SozR 3-2500 § 85 Nr. 28 S 209 f;… BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 31 S. 240).Andernfalls würde es zu einer dem Gesetz widersprechenden Kompetenzverlagerung von der Vertreterversammlung zum Vorstand sowie zum Unterlaufen der Einbeziehung der Krankenkassen in die Honorarverteilung kommen (BSGE 83, 52, 60 = SozR 3-2500 § 85 Nr. 28 S 210).
- BSG, 21.10.1998 - B 6 KA 65/97 R
Vertragszahnarzt - Honorarverteilungsmaßstab - Kontingentgrenze - Härteregelung - …
Auszug aus LSG Hessen, 27.01.2016 - L 4 KA 23/14
Zwar ist der Vorstand der KÄV berechtigt, Ausnahmen für atypische Fälle vorzusehen (…vgl. BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 31 S 241; BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 27 S 196;… BSG SozR 3-2500 § 121 Nr. 4 S 20), da die Vertragspartner gar nicht in der Lage sind, alle atypischen Fallgestaltungen in ihrer Vereinbarung zu berücksichtigen.Die Kompetenz des Vorstandes ist dabei nicht auf die Statuierung von Ausnahmen für "echte Härten" beschränkt, sondern gilt generell für atypische Versorgungssituationen (…BSG SozR 3 2500 § 85 Nr. 31 S 241; BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 27 S 196).
- BSG, 03.03.1999 - B 6 KA 15/98 R
Honorarverteilungsmaßstab - Zulässigkeit - Honorarkontingent - …
Auszug aus LSG Hessen, 27.01.2016 - L 4 KA 23/14
Die für die Honorarverteilung wesentlichen Grundsätze müssen im HVV selbst geregelt werden und dürfen nicht dem Vorstand der KÄV im Wege von Einzelfallentscheidungen überlassen bleiben (…BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 32 S 245 f;… BSGE 83, 52, 60 f = SozR 3-2500 § 85 Nr. 28 S 209 f; BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 31 S. 240).Zwar ist der Vorstand der KÄV berechtigt, Ausnahmen für atypische Fälle vorzusehen (vgl. BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 31 S 241;… BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 27 S 196;… BSG SozR 3-2500 § 121 Nr. 4 S 20), da die Vertragspartner gar nicht in der Lage sind, alle atypischen Fallgestaltungen in ihrer Vereinbarung zu berücksichtigen.
- LSG Berlin-Brandenburg, 30.04.2014 - L 7 KA 21/12
Vertragsärztliche Versorgung - Übergangsregelung zur Berechnung des …
Auszug aus LSG Hessen, 27.01.2016 - L 4 KA 23/14
Ermessen hatten die Partner der Gesamtverträge insoweit nicht (ebenso LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30. April 2014, L 7 KA 21/12).Zum Nachweis geeignet ist in der Regel der einvernehmlich abgeschlossene Gemeinschaftspraxisvertrag in seiner zuletzt gegenüber dem Zulassungsausschuss vorgelegten Fassung, die Gewinnverteilung bzw. Teilungserklärung." (zit. nach LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30. April 2014, L 7 KA 21/12).
- SG Marburg, 06.10.2010 - S 11 KA 189/10
Ein einer radiologischen Gemeinschaftspraxis zugewiesenes Regelleistungsvolumen …
Auszug aus LSG Hessen, 27.01.2016 - L 4 KA 23/14
Wenn auch grundsätzlich der Bewertungsausschuss nach § 87b Abs. 4 SGB V das Verfahren zur Berechnung und zur Anpassung der Regelleistungsvolumina selbst zu regeln habe, so sei es noch zulässig, Detailregelungen an die Gesamtvertragsparteien zu delegieren (Hinweis auf SG Marburg, Urteil vom 6. Oktober 2010 - S 11 KA 189/10 - juris Rdnr. 119 f.), wenn dies auch im Hinblick auf fehlende regionale Besonderheiten der hier zu treffenden Regelung wenig Sinn mache.Dies halte die Kammer ebenfalls für rechtswidrig (Hinweis auf SG Marburg, Urteil vom 6. Oktober 2010 - S 11 KA 189/10 - juris Rdnr. 111 ff. m.w.N.).
- BSG, 25.08.1999 - B 6 KA 34/98 R
Kassenärztliche Vereinigung - Honorarverteilungsmaßstab - EDV-Abrechnung - …
Auszug aus LSG Hessen, 27.01.2016 - L 4 KA 23/14
Die für die Honorarverteilung wesentlichen Grundsätze müssen im HVV selbst geregelt werden und dürfen nicht dem Vorstand der KÄV im Wege von Einzelfallentscheidungen überlassen bleiben (BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 32 S 245 f;… BSGE 83, 52, 60 f = SozR 3-2500 § 85 Nr. 28 S 209 f;… BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 31 S. 240). - BSG, 12.12.2001 - B 6 KA 5/01 R
Honorarverteilungsmaßstab - Honorarbegrenzungsregelung - Berücksichtigung der …
Auszug aus LSG Hessen, 27.01.2016 - L 4 KA 23/14
Zwar ist der Vorstand der KÄV berechtigt, Ausnahmen für atypische Fälle vorzusehen (…vgl. BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 31 S 241;… BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 27 S 196; BSG SozR 3-2500 § 121 Nr. 4 S 20), da die Vertragspartner gar nicht in der Lage sind, alle atypischen Fallgestaltungen in ihrer Vereinbarung zu berücksichtigen. - LSG Hessen, 21.12.2009 - L 4 KA 77/09
Anspruch auf Vergütung vertragsärztlicher Leistungen bis zur Höhe des …
Auszug aus LSG Hessen, 27.01.2016 - L 4 KA 23/14
LSG Hessen, Beschluss vom 22. Dezember 2009 - L 4 KA 77/09 B ER - habe ausgeführt, dass die der Zuweisung des Regelleistungsvolumens zugrunde liegende untergesetzliche Regelung des HVV 2009 nicht evident rechtswidrig und lückenhaft sei. - SG Marburg, 06.08.2009 - S 11 KA 430/09
Kassenärztliche Vereinigung - Honorarvertrag 2009 - unterdurchschnittlich …
- BAG, 28.04.1954 - 2 AZR 187/54
Arbeitsgerichtsverfahren: Anfechtung vor Inkrafttreten des ARbGG ergangener …
- SG Marburg, 26.10.2016 - S 12 KA 59/15
Vertragsarztrecht
Dies gilt erst recht seit der ab dem Jahre 2004 vorgeschriebenen vertraglichen Vereinbarung des HVV zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Verbänden der Krankenkassen (…vgl. BSG, Urt. v. 03.02.2010 - B 6 KA 1/09 R - SozR 4-2500 § 85 Nr. 50, juris Rdnr. 26 f.; vgl. auch zur fehlenden Regelung nach Beendigung einer Gemeinschaftspraxis SG Marburg, Urt. v. 16.11.2011 - S 12 KA 919/10 - juris Rdnr. 47, ebenso die Berufungsentscheidung, LSG Hessen, Urteil v. 27.01.2016 - L 4 KA 23/14 - Umdruck S. 16). - SG Marburg, 04.01.2021 - S 12 KA 3/18
Vertragsarztrecht
Dies gilt erst recht seit der ab dem Jahre 2004 vorgeschriebenen vertraglichen Vereinbarung des HVV zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Verbänden der Krankenkassen (…vgl. BSG, Urt. v. 03.02.2010 - B 6 KA 1/09 R - SozR 4-2500 § 85 Nr. 50, juris Rdnr. 26 f.; vgl. auch zur fehlenden Regelung nach Beendigung einer Gemeinschaftspraxis SG Marburg, Urt. v. 16.11.2011 - S 12 KA 919/10 - juris Rdnr. 47 , ebenso die Berufungsentscheidung, LSG Hessen, Urteil v. 27.01.2016 - L 4 KA 23/14 - Umdruck S. 16).
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