Rechtsprechung
| LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Entschädigungs-/Schwerbehindertenrecht
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Gewährung einer Beschädigtenversorgung nach dem Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG) aufgrund einer Verletzung der Wirbelsäule durch die Misshandlung eines Polizeibeamten; Heilung eines Verfahrensfehlers i.F.d. Verletzung des rechtlichen Gehörs ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- SG Gotha, 17.08.2005 - S 4 VG 2745/03
- LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (18)
- LSG Hessen, 09.03.2005 - L 6 AL 1276/03
Bekanntgabe des Verwaltungsaktes - Zugangsvermutung - Zweifel am Zugang - …
Auszug aus LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05
Während die überwiegende Ansicht bei dem Zugang dessen pauschales Bestreiten genügen lässt, weil von dem Betroffenen nichts Unmögliches, nämlich die Darlegung von etwas nicht Geschehenem, verlangt werden dürfe (vgl. etwa Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg, Urteile vom 23. April 2004 - Az.: L 1 KG 3408/02 - und vom 30. August 2007 - Az.: L 6 U 1140/06; Urteile des Hessischen LSG vom 9. März 2005 - Az.: L 6 AL 1276/03 - und vom 19. September 2005 - Az.: L 9 AL 81/04;… Krasney in Kasseler Kommentar zum Sozialversicherungsrecht, Bd. II, § 37 SGB X Rdnr. 6;… Waschull in Lehr- und Praxiskommentar zum SGB X (LPK-SGB X), 2. Auflage, 2007, § 37 Rdnr. 13), differieren die Ansichten zu den Anforderungen, die an das Bestreiten des Zugangs innerhalb von drei Tagen gestellt werden.Wenn sie hiervon zur Vereinfachung und aus Kostengründen absieht, darf dies nicht zu einer generellen verfahrensmäßigen Benachteiligung des Bürgers durch Verschlechterung der Rechtsverfolgung führen (vgl. - dort im Zusammenhang mit behauptetem Nichtzugang - Urteile des LSG Baden-Württemberg vom 30. August 2007 und des Hessischen LSG vom 9. März 2005, a. a. O.).
- BSG, 22.06.1988 - 9a RVg 3/87
Gewaltopferentschädigung - Angriff - Beweis - Feindselige Haltung
Auszug aus LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05
Eine Regel, nach der in tatsächlicher Hinsicht im Zweifel zu Gunsten des Opfers zu entscheiden ist, gibt es im Gewaltopferentschädigungsrecht ebenso wenig wie im sonstigen Sozialrecht (vgl. BSG, Urteil vom 22. Juni 1988 - Az.: 9/9 a RVG 3/87; nach juris). - BVerwG, 24.04.1987 - 5 B 132.86
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Bestreiten des Zugangs einer …
Auszug aus LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05
Dem entspricht der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. April 1987 (Az.: 5 B 132/86), nach dem der "Zweifel" im Sinne von § 37 Abs. 2 letzter Halbsatz SGB X ein "berechtigter Zweifel" sein müsse.
- BSG, 24.04.1991 - 9a/9 RVg 1/89
Beweiswürdigung bei der Opferentschädigung
Auszug aus LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05
Vielmehr ist im sozialgerichtlichen Verfahren eine eigenständige Würdigung der erreichbaren Beweismittel vorzunehmen (vgl. BSG, Urteil vom 24. April 1991- Az.: 9a/9 RVg 1/89; nach juris). - OVG Nordrhein-Westfalen, 28.03.1995 - 15 A 3217/94
Bekanntgabe eines Verwaltungsaktes; Postzustellung; Vermutung; Rechtzeitiger …
Auszug aus LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05
- Aus einem in Bezug genommenen Urteil des 15. Senates des OVG Münster vom 28. März 1995 (Az.: 15 A 3217/94) geht jedoch hervor, dass es genügen soll, wenn die Betroffene behauptet, einen Brief erst an einem konkreten Tage erhalten zu haben, und hierfür ihren Ehemann als Zeugen benennt. - BSG, 28.06.2000 - B 9 VG 3/99 R
Keine Beweiserleichterung in der Gewaltopferentschädigung
Auszug aus LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05
Diese Beweiserleichterung ist auch im Verfahren über Ansprüche nach dem OEG anwendbar (vgl. Bundessozialgericht (BSG), Urteil vom 28. Juni 2000 - Az.: B 9 VG 3/99 R m. w. N.; nach juris), und zwar nicht nur im Verwaltungs-, sondern auch im gerichtlichen Verfahren (…vgl. BSG, a. a. O.). - OVG Nordrhein-Westfalen, 07.03.2001 - 19 A 4216/99
Dreitagesfiktion bei Einlegung ins Postfach
Auszug aus LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05
Das von Engelmann außerdem zitierte OVG Münster hat in seinem Beschluss vom 7. März 2003 (Az.: 19 A 4216/99 in NVwZ 2001, Seite 1171 (nicht 1199 wie zitiert)) zwar tatsächlich entschieden, dass das bloße Bestreiten, den Bescheid zu dem vermuteten Zeitpunkt erhalten zu haben, nicht genügt. - BSG, 05.05.1993 - 9a RV 1/92
Todesleiden - Schädigungsfolge - Hinterbliebenenrente - Wahrscheinlichkeit
Auszug aus LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05
Wahrscheinlich ist jede Möglichkeit, der nach sachgerechter Abwägung aller wesentlichen Umstände gegenüber jeder anderen Möglichkeit ein deutliches Übergewicht zukommt (vgl. BSG…, Urteil vom 22. September 1977 - Az.: 10 RV 15/77 in;…">40%20BVG%20Nr.%209#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 3900 § 40 BVG Nr. 9; ständige Rechtsprechung, vgl. auch BSG, Urteil vom 5. Mai 1993 - Az.: 9/9a RV 1/92 in …">38%20BVG%20Nr.%202#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 3-3100 § 38 BVG Nr. 2). - BSG, 22.09.1977 - 10 RV 15/77
Gewährung von Berufsschadensausgleich im Zugunstenwege - Verbot einer Abänderung …
Auszug aus LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05
Wahrscheinlich ist jede Möglichkeit, der nach sachgerechter Abwägung aller wesentlichen Umstände gegenüber jeder anderen Möglichkeit ein deutliches Übergewicht zukommt (vgl. BSG, Urteil vom 22. September 1977 - Az.: 10 RV 15/77 in…">40%20BVG%20Nr.%209#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 3900 § 40 BVG Nr. 9; ständige Rechtsprechung, vgl. auch BSG…, Urteil vom 5. Mai 1993 - Az.: 9/9a RV 1/92 in ;…">38%20BVG%20Nr.%202#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 3-3100 § 38 BVG Nr. 2). - BGH, 13.02.1992 - IX ZR 105/91
Pflichten des Steuerberaters nach Zugang eines Steuerbescheides; Einbeziehung von …
Auszug aus LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VG 801/05
Das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 13. Februar 1992 (Az.: IX ZR 105/91 in ZIP 1992, 544) betrifft die Steuerberaterhaftung und referiert insoweit insbesondere den Meinungsstand, ohne selbst abschließend zu den Anforderungen Stellung zu nehmen; der beklagte Steuerberater habe jedenfalls den "sichersten Weg" zu wählen. - BSG, 28.09.1998 - B 11 AL 83/98 B
Auslösung der amtlichen Sachaufklärungspflicht
- LSG Baden-Württemberg, 30.08.2007 - L 6 U 1140/06
Gesetzliche Unfallversicherung - Beitragsrecht - rechtswidriger Beitragsbescheid …
- LSG Niedersachsen-Bremen, 27.03.2003 - L 8 AL 279/02
- LSG Baden-Württemberg, 23.04.2004 - L 1 KG 3408/02
Kindergeld - Beseitigung der Zugangsvermutung bei schriftlichem Verwaltungsakt - …
- VGH Baden-Württemberg, 14.11.1984 - 11 S 2099/81
Zur Rücknahme eines rechtswidrigen begünstigenden Verwaltungsaktes; zur …
- LSG Hessen, 19.09.2005 - L 9 AL 81/04
- LSG Thüringen, 26.06.2008 - L 5 VH 1055/06
- LSG Schleswig-Holstein, 27.11.1987 - L 1 Kg 4/86
Kindergeld; Verwaltungsverfahren; Verwaltungsakt; Zugang; Bescheid; Maschinell; …
- LSG Bayern, 11.05.2022 - L 2 U 140/13
Bekanntgabefiktion gilt im Sozialverwaltungsverfahren auch an Sonn- und …
Dieser Zweifel muss ein "berechtigter Zweifel" (Bundesverwaltungsgericht - BVerwG -, Beschluss vom 24.04.1987, 5 B 132/86; Thüringer LSG, Urteil vom 26.06.2008, L 5 VG 801/05) sein (vgl. auch BGH, Urteil vom 13.02.1992, IX ZR 105/91; BSG, Urteil vom 26.07.2007, B 13 R 4/06 R), oder in anderen Worten: ein "ernsthafter Zweifel" (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 26.11.2014, OVG 10 N 27.12; vgl. BFH, Urteile vom 05.12.1974, V R 111/74, und vom 03.05.2001, III R 56/98). - VG Ansbach, 18.04.2013 - AN 14 K 12.01412
Eine Änderung der Einkommensverhältnisse tritt im Falle einer rückwirkenden …
Rn. 34 Nachdem der Klägerbevollmächtigte hier zunächst ausreichend substantiiert behauptet hat, den Widerspruchsbescheid erst zu einem späteren Zeitpunkt, d. h. am 11. Juli 2012 erhalten zu haben (vgl. Thüringer Landessozialgericht vom 26.6.2008 - L 5 VG 801/05), trifft die Widerspruchsbehörde nach § 37 Abs. 2 Satz 2 SGB X die Beweislast für den Zeitpunkt des Zugangs. - LSG Bayern, 17.03.2011 - L 19 R 443/10
Zweifel im Sinne des § 37 Abs 2 S 3 SGB X sind gerechtfertigt, wenn der Adressat …
Zweifel im Sinne des § 37 Abs. 2 S 3 SGB X sind daher dann gerechtfertigt, wenn der Adressat den Zugang ausdrücklich bestreitet oder einen späteren Zugang konkret behauptet (vgl. BSG Urteil vom 09.12.2008 - B 8/9b SO 13/07 R - zit. nach juris;… BSG Urteil vom 23.05.2000 - B 1 KR 27/99 R - SozR 3-1960 § 4 Nr. 4; LSG Thüringen Urteil vom 26.06.2008 - L 5 VG 801/05 - zit. nach juris).
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