Rechtsprechung
| LSG Baden-Württemberg, 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Grundsicherung für Arbeitsuchende
- openjur.de
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - Mittagessen während eines teilstationären Klinikaufenthalts - Berechnung des Einkommens
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitssuchende, Berücksichtigung von Verpflegung während teilstationärer Unterbringung als Einkommen
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Anrechnung der Verpflegung eines teilstationären Aufenthaltes auf Regelleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II); Kostenlose Verpflegung als Einkommen im Sinne des § 48 Abs. 1 Zehntes Sozialgesetzbuch (SGB X); Anforderungen ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- SG Ulm, 29.01.2007 - S 2 AS 4034/06
- LSG Baden-Württemberg, 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07
Wird zitiert von ... (17) Zitiert selbst (7)
- LSG Niedersachsen-Bremen, 29.01.2007 - L 13 AS 14/06
Anrechnung von Sachbezügen in Form von kostenloser Verpflegung während einer …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07
Dies wäre nicht möglich, wenn die Verpflegungsleistung keinen geldwerten Vorteil darstellte (ebenso für stationären Aufenthalt: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen Beschluss vom 29. Januar 2007 - L 13 AS 14/06 ER - SG Koblenz, Urteil vom 20. April 2006 - Az. S 13 AS 229/05 , zitiert nach Juris; SG Osnabrück, Urteil vom 29. August 2006 - S 16 AS 522/05 - SG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2006 - S 24 AS 932/06 ER -.Nicht zu beanstanden ist auch der Ansatz der Beklagten, hiervon entfielen 39, 06 %, also monatlich 47, 16 EUR, auf das Mittagessen, woraus sich der tägliche Anrechnungsbetrag von 1, 57 EUR errechnet (vgl. zum Anteil der Ernährung an der Regelleistung die Übersicht von Lang: in Eicher/Spellbrink, SGB II, § 20 Rdnr. 32
; zur Zusammensetzung des Regelsatzes nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch und der Regelleistung nach dem SGB II, vgl. auch Schwabe, ZfS 2007, 25 ff.; zur Frage, ob der in § 2 Abs. 4 AlgII-V für die Bestimmung des Einkommenswertes vorgesehene uneingeschränkte Verweis auf die Sachbezugsverordnung sich im Rahmen der Ermächtigungsgrundlage des § 13 Nr. 1 SGB II hält, vgl. Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29. Januar 2007 - L 13 AS 14/06 ER - ). - SG Koblenz, 20.04.2006 - S 13 AS 229/05
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - freie …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07
Dies wäre nicht möglich, wenn die Verpflegungsleistung keinen geldwerten Vorteil darstellte (ebenso für stationären Aufenthalt: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen Beschluss vom 29. Januar 2007 - L 13 AS 14/06 ER - SG Koblenz, Urteil vom 20. April 2006 - Az. S 13 AS 229/05 , zitiert nach Juris; SG Osnabrück, Urteil vom 29. August 2006 - S 16 AS 522/05 - SG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2006 - S 24 AS 932/06 ER -.Dadurch, dass der Verordnungsgeber keine positive Liste der anzurechnenden Einkommensarten aufgestellt hat, sondern mit § 2 b Alg II-V eine Auffangklausel geschaffen hat, wollte er offensichtlich absichern, dass kein Einkommen unberücksichtigt bleibt, das nicht ausdrücklich von der Einkommensanrechnung ausgenommen wurde (ebenso SG Karlsruhe, Urteil vom 9. Januar 2007 - S 14 AS 2026/06 - vgl. auch SG Koblenz, Urteil vom 20. April 2006 - S 13 AS 229/05 - a. A. SG Berlin, Urteil vom 29. September 2006 - S 37 AS 2302/06 -, NDV-RD 2007, 14, wonach die im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes gewährte Verpflegung als Bestandteil der Heilbehandlung von der Einkommensanrechnung gemäß § 2 Abs. 4 Alg II-V iVm § 2 b Alg II-V ausgenommen sei).
- SG Freiburg, 24.10.2006 - S 9 AS 1557/06
Arbeitslosengeld II - freie Verpflegung bei stationärer Unterbringung - keine …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07
Fahlbusch in: Beck-OK, § 11 SGB II Rn. 7; a. A. SG Gotha, Urteil vom 10. November 2006 - S 26 AS 748/06 - SG Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006 - S 9 AS 1557/06 -).
- SG Gotha, 10.11.2006 - S 26 AS 748/06
Rechtmäßigkeit der teilweisen Aufhebung eines Bewilligungsbescheides wegen …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07
Fahlbusch in: Beck-OK, § 11 SGB II Rn. 7; a. A. SG Gotha, Urteil vom 10. November 2006 - S 26 AS 748/06 - SG Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006 - S 9 AS 1557/06 -). - AG Gotha, 19.07.2006 - 2 C 184/06
Haftungsverteilung bei Zusammenstoß eines rückwärts mit seinem Fahrzeug in einen …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07
Nicht zu beanstanden ist auch der Ansatz der Beklagten, hiervon entfielen 39, 06 %, also monatlich 47, 16 EUR, auf das Mittagessen, woraus sich der tägliche Anrechnungsbetrag von 1, 57 EUR errechnet (…vgl. zum Anteil der Ernährung an der Regelleistung die Übersicht von Lang: in Eicher/Spellbrink, SGB II, § 20 Rdnr. 32; zur Zusammensetzung des Regelsatzes nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch und der Regelleistung nach dem SGB II, vgl. auch Schwabe, ZfS 2007, 25 ff.; zur Frage, ob der in § 2 Abs. 4 AlgII-V für die Bestimmung des Einkommenswertes vorgesehene uneingeschränkte Verweis auf die Sachbezugsverordnung sich im Rahmen der Ermächtigungsgrundlage des § 13 Nr. 1 SGB II hält, vgl. Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29. Januar 2007 - L 13 AS 14/06 ER - ). - SG Karlsruhe, 09.01.2007 - S 14 AS 2026/06
Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts, Anrechnung von …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07
Dadurch, dass der Verordnungsgeber keine positive Liste der anzurechnenden Einkommensarten aufgestellt hat, sondern mit § 2 b Alg II-V eine Auffangklausel geschaffen hat, wollte er offensichtlich absichern, dass kein Einkommen unberücksichtigt bleibt, das nicht ausdrücklich von der Einkommensanrechnung ausgenommen wurde (ebenso SG Karlsruhe, Urteil vom 9. Januar 2007 - S 14 AS 2026/06 - vgl. auch SG Koblenz, Urteil vom 20. April 2006 - S 13 AS 229/05 - a. A. SG Berlin, Urteil vom 29. September 2006 - S 37 AS 2302/06 -, NDV-RD 2007, 14, wonach die im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes gewährte Verpflegung als Bestandteil der Heilbehandlung von der Einkommensanrechnung gemäß § 2 Abs. 4 Alg II-V iVm § 2 b Alg II-V ausgenommen sei). - SG Berlin, 29.09.2006 - S 37 AS 2302/06
Arbeitslosengeld II - Einkommensberücksichtigung - Nothilfeleistung - …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07
Dadurch, dass der Verordnungsgeber keine positive Liste der anzurechnenden Einkommensarten aufgestellt hat, sondern mit § 2 b Alg II-V eine Auffangklausel geschaffen hat, wollte er offensichtlich absichern, dass kein Einkommen unberücksichtigt bleibt, das nicht ausdrücklich von der Einkommensanrechnung ausgenommen wurde (ebenso SG Karlsruhe, Urteil vom 9. Januar 2007 - S 14 AS 2026/06 - vgl. auch SG Koblenz, Urteil vom 20. April 2006 - S 13 AS 229/05 - a. A. SG Berlin, Urteil vom 29. September 2006 - S 37 AS 2302/06 -, NDV-RD 2007, 14, wonach die im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes gewährte Verpflegung als Bestandteil der Heilbehandlung von der Einkommensanrechnung gemäß § 2 Abs. 4 Alg II-V iVm § 2 b Alg II-V ausgenommen sei).
- SG Detmold, 24.08.2007 - S 10 AS 106/06
Grundsicherung für Arbeitssuchende
Bei der kostenlosen Vollverpflegung handelt es sich nämlich um Einkommen im Sinne des § 11 SGB II. Es ist eine Einnahmen in Geldeswert, die als Naturalleistung unter diese Vorschrift fällt (streitig, so wie hier: Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.01.2007, L 13 AS 14/06 ER, SG Koblenz, Urteil vom 20.04.2006, S 13 AS 229/05; SG Osnabrück, Urteil vom 29.08.2006, S 16 AS 522/05; SG Lüneburg, Beschluss vom 05.09.2006, S 24 AS 932/06 ER; Fahlbusch in Beck-Online-Kommentar, Stand: 01.12.2006, § 11 SGB II Rn 7; andere Auffassung SG Gotha, Urteil vom 10.11.2006, S 26 AS 748/06; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, S 9 AS 1557/06).Nur Leistungen mit einem Marktwert sind geeignet, die aktuelle Hilfebedürftigkeit zu beseitigen (Söhngen in juris Praxiskommentar-SGB II, Stand 24.01.2007, § 11 Rn 27 unter Hinweis auf Brühl in LPK-BSHG, § 76 Rn 34; Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.01.2007, L 13 AS 14/06 ER).
Dies wäre nicht möglich, wenn die Verpflegungsleistung keinen geldwerten Vorteil darstellte (Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07).
Zudem würde eine solche Ausnahme angesichts der vom Verordnungsgeber gewählten Regelungstechnik eine ausdrückliche Regelung erfordern, an welcher es fehlt (Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07).
Dadurch, dass der Verordnungsgeber keine positive Liste der anzurechnenden Einkommensarten aufgestellt hat, sondern mit § 2 b Alg II-V eine Auffangklausel geschaffen hat, wollte er offensichtlich absichern, dass kein Einkommen unberücksichtigt bleibt, das nicht ausdrücklich von der Einkommensanrechnung ausgenommen wurde (ebenso Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07; SG Karlsruhe, Urteil vom 9. Januar 2007 - S 14 AS 2026/06; vgl. auch SG Koblenz, Urteil vom 20. April 2006 - S 13 AS 229/05; a. A. SG Berlin, Urteil vom 29. September 2006 - S 37 AS 2302/06, NDV-RD 2007, 14, wonach die im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes gewährte Verpflegung als Bestandteil der Heilbehandlung von der Einkommensanrechnung gemäß § 2 Abs. 4 Alg II-V i. V. m. § 2 b Alg II-V ausgenommen sei).
Die Beklagte hat genau diesen Betrag, nämlich 35 % der Regelleistung, als Ersparnis im Falle der gewährten Vollverpflegung für einen kompletten Monat angesetzt (so auch LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.01.2007, L 13 AS 14/06 ER; Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07).
Der Ansatz von 35% der Regelleistung (120,75 EUR bei Regelleistung von 345, EUR) entspricht dem, was zwischen dem früheren Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge vereinbart worden ist (vgl. BT-Drucksache 17/1838 vom 16. Februar 2002; Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07).
Bei der kostenlosen Vollverpflegung handelt es sich nämlich um Einkommen im Sinne des § 11 SGB II. Es ist eine Einnahmen in Geldeswert, die als Naturalleistung unter diese Vorschrift fällt (streitig, so wie hier: Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.01.2007, L 13 AS 14/06 ER, SG Koblenz, Urteil vom 20.04.2006, S 13 AS 229/05; SG Osnabrück, Urteil vom 29.08.2006, S 16 AS 522/05; SG Lüneburg, Beschluss vom 05.09.2006, S 24 AS 932/06 ER; Fahlbusch in Beck-Online-Kommentar, Stand: 01.12.2006, § 11 SGB II Rn 7; andere Auffassung SG Gotha, Urteil vom 10.11.2006, S 26 AS 748/06; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, S 9 AS 1557/06).
Nur Leistungen mit einem Marktwert sind geeignet, die aktuelle Hilfebedürftigkeit zu beseitigen (Söhngen in juris Praxiskommentar-SGB II, Stand 24.01.2007, § 11 Rn 27 unter Hinweis auf Brühl in LPK-BSHG, § 76 Rn 34; Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.01.2007, L 13 AS 14/06 ER).
Dies wäre nicht möglich, wenn die Verpflegungsleistung keinen geldwerten Vorteil darstellte (Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07).
Zudem würde eine solche Ausnahme angesichts der vom Verordnungsgeber gewählten Regelungstechnik eine ausdrückliche Regelung erfordern, an welcher es fehlt (Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07).
Dadurch, dass der Verordnungsgeber keine positive Liste der anzurechnenden Einkommensarten aufgestellt hat, sondern mit § 2 b Alg II-V eine Auffangklausel geschaffen hat, wollte er offensichtlich absichern, dass kein Einkommen unberücksichtigt bleibt, das nicht ausdrücklich von der Einkommensanrechnung ausgenommen wurde (ebenso Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07; SG Karlsruhe, Urteil vom 9. Januar 2007 - S 14 AS 2026/06; vgl. auch SG Koblenz, Urteil vom 20. April 2006 - S 13 AS 229/05; a. A. SG Berlin, Urteil vom 29. September 2006 - S 37 AS 2302/06, NDV-RD 2007, 14, wonach die im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes gewährte Verpflegung als Bestandteil der Heilbehandlung von der Einkommensanrechnung gemäß § 2 Abs. 4 Alg II-V i. V. m. § 2 b Alg II-V ausgenommen sei).
Die Beklagte hat genau diesen Betrag, nämlich 35 % der Regelleistung, als Ersparnis im Falle der gewährten Vollverpflegung für einen kompletten Monat angesetzt (so auch LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.01.2007, L 13 AS 14/06 ER; Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07).
Der Ansatz von 35% der Regelleistung (120,75 EUR bei Regelleistung von 345, EUR) entspricht dem, was zwischen dem früheren Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge vereinbart worden ist (vgl. BT-Drucksache 17/1838 vom 16. Februar 2002; Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, L 7 AS 1431/07).
- SG Reutlingen, 21.08.2007 - S 2 AS 2502/07
Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Berücksichtigung unentgeltlicher Verpflegung …
bb) Die Vollpflegung führt nicht zu einer Minderung des Bedarfes des Klägers in dem Sinne, dass seine Regelleistung um den Betrag zu senken wäre, der in ihr für Nahrung und Getränke vorgesehen ist (insofern ebenso LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris; SG Berlin, Urteil vom 22.06.2007, Az.: S 37 AS 8103/06, Juris; SG Osnabrück, Urteil vom 20.06.2007, Az.: S 24 AS 189/07, Juris; VG Bremen, Urteil vom 04.06.2007, Az.: S 8 K 1416/06, Juris; SG Berlin, Urteil vom 24.04.2007, Az.: S 93 AS 9826/06, Juris; SG Reutlingen, Urteil vom 29.03.2007, Az.: S 9 AS 372/07, n.v.; SG Mannheim, Urteil vom 28.02.2007, Az.: S 9 AS 3882/06, Juris; SG Karlsruhe, Urteil vom 09.01.2007, Az.: S 14 AS 2026/06, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris; SG Berlin, Urteil vom 06.03.2006, Az.: S 103 AS 468/06, Juris; a.A. SG Augsburg, Urteil vom 21.11.2006, n.v.).Insbesondere stellt die unentgeltliche Verpflegung während eines stationären Aufenthaltes kein Einkommen im Sinne von § 11 Abs. 1 SGB II dar (ebenso SG Osnabrück, Urteil vom 20.06.2007, Az.: S 24 AS 189/07, Juris; SG Berlin, Urteil vom 24.04.2007, Az.: S 93 AS 9826/06, Juris; SG Reutlingen, Urteil vom 29.03.2007, Az.: S 9 AS 372/07, n.v.; SG Mannheim, Urteil vom 28.02.2007, Az.: S 9 AS 3882/06, Juris; SG Gotha, Urteil vom 10.11.2006, Az.: S 26 AS 748/96, n.v.; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris; a.A. allerdings LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris; Bayerisches LSG, Urteil vom 19.06.2007, Az.: L 11 AS 4/07, Juris; LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 19.06.2007, Az.: L 3 ER 144/07 AS, Juris; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.01.2007, Az.: L 13 AS 14/06 ER, Juris; SG Karlsruhe, Urteil vom 09.01.2007, Az.: S 14 AS 2026/06, Juris; SG Koblenz, Urteil vom 20.04.2006, Az.: S 13 AS 229/05, Juris; SG Reutlingen, Urteil vom 14.11.2005, Az.: S 12 AS 2283/05, n.v.; SG Reutlingen, Urteil vom 14.11.2005, Az.: S 12 AS 2821/05, n.v.; offen gelassen von LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10.01.2007, Az.: L 20 B 304/06 AS ER).
Der Einkommensbegriff ist weit auszulegen (LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris).
Damit können auch Sachleistungen Einkommen sein, wenn sie einen in Geld ausdrückbaren Wert - das Gesetz spricht von "Geldeswert" (§ 11 Abs. 1 Satz 1 SGB II) - haben (LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris).
Entsprechend sind nur Leistungen mit einem Marktwert geeignet, die aktuelle Hilfebedürftigkeit zu beseitigen (LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.01.2007, Az.: L 13 AS 14/06 ER, Juris; SG Reutlingen, Urteil vom 29.03.2007, Az.: S 9 AS 372/07, n.v.).
Angesichts dieser Ratio der Voraussetzung für die Berücksichtigung einer Sachleistung als Einkommen, dass diese Marktwert hat, kann es für die Frage, ob eine Sache Marktwert hat, nur auf die konkrete Perspektive des Hilfebedürftigen ankommen (in diesem Sinne auch VG Bremen, Urteil vom 04.06.2007, Az.: S 8 K 1416/06, Juris; anders LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris; SG Reutlingen, Urteil vom 14.11.2005, Az.: S 12 AS 2283/05, n.v.; SG Reutlingen, Urteil vom 14.11.2005, Az.: S 12 AS 2821/05, n.v.).
Deshalb kommt dem Umstand, dass für die Vollverpflegung ein anderer Sozialleistungsträger in Form des Rentenversicherungsträgers aufgekommen ist, für die Frage des Marktwertes keine Bedeutung zu (a.A. LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.01.2007, Az.: L 13 AS 14/06 ER, Juris; wie hier VG Bremen, Urteil vom 04.06.2007, Az.: S 8 K 1416/06, Juris).
Darauf abzustellen, dass er die Mahlzeiten aber verzehren konnte und ihm deswegen Aufwendungen erspart geblieben sind (so LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris), ist eine Argumentation, die sich in Wirklichkeit wiederum außerhalb der Frage der Einkommensanrechnung im Sinne von § 11 Abs. 1 SGB II bewegt, sondern nach dem konkreten Bedarf des Klägers fragt.
Diese Pauschale ist - dem Wesen und Zweck einer Pauschale entsprechend - unabhängig von der Frage, ob der Leistungsempfänger Beiträge zu privaten Versicherungen tatsächlich entrichtet, in Abzug zu bringen (a.A. LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris).
Über die Zulassung der Berufung gemäß § 144 Abs. 2 Ziffer 2 SGG im Hinblick auf das Urteil des LSG Baden-Württemberg vom 19.07.2007 (Az.: L 7 AS 1431/07) war nicht zu befinden, da bereits der Berufungsstreitwert von 501 EUR im Sinne von § 144 Abs. 1 Satz 1 Ziffer 1 SGG erreicht ist.
- SG Hamburg, 20.08.2007 - S 56 AS 1948/06
Arbeitslosengeld II - freie Verpflegung bei stationärem Krankenhausaufenthalt - …
Die Verpflegung, die die Klägerin während ihres Krankenhausaufenthaltes erhalten hat, berechtigt die Beklagte nicht dazu, von einem geringeren Bedarf auszugehen und deshalb die Regelleistung zu mindern (ebenso LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.7.2007, Az.: L 7 AS 1431/07; SG Berlin, Urteil vom 22.6.2007, Az.: S 37 AS 8103/06, Urteil vom 24.4.2007, Az: S 93 AS 9826/06 und Urteil vom 6.3.2006, Az.: S 103 AS 468/06; SG Mannheim, Urteil vom 28.2.2007, Az.: S 9 AS 3882/06; SG Karlsruhe, Urteil vom 9.1.2007, Az: S 14 AS 2026/06 offen gelassen von LSG Bayern, Urteil v. 19.6.2007, Az.: L 11 AS 4/07).Die kostenlose Verpflegung während eines stationären Aufenthaltes ist nach Auffassung des Gerichts als geldwerte Einnahme in diesem Sinne anzusehen (strittig, wie hier LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.7.2007, Az.: L 7 AS 1431/07; LSG Bayern, Urteil v. 19.6.2007, Az.: L 11 AS 4/07; LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 19.6.2007, Az.: L 3 ER 144/07 AS; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.1.2007, Az.: L 13 AS 14/06 ER; SG Karlsruhe, Urteil vom 9.1.2007, Az.: S 14 AS 2026/06; SG Koblenz, Urteil vom 20.4.2006, Az.: S 13 AS 229/05, a.A. VG Bremen, Urteil vom 13.7.2007, Az.: S 7 K 1968/06; SG Osnabrück, Urteil vom 20.6.2007, Az.: S 24 AS 189/07; SG Berlin, Urteil vom 22.6.2007, Az.: S 37 AS 8103/06, Urteil vom 24.4.2007, Az: S 93 AS 9826/06 und Urteil vom 6.3.2006, Az.: S 103 AS 468/06; SG Mannheim, Urteil vom 28.2.2007, Az.: S 9 AS 3882/06; SG Freiburg (Breisgau), Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06).
Dies wird vor allem daran deutlich, dass für diese Leistungen ein Entgelt erbracht wird; zwar nicht von dem Hilfeempfänger, aber von der zuständigen Krankenkasse oder - bei einer Reha-Maßnahme - dem Rentenversicherungsträger (vgl. hierzu auch LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.7.2007, Az.: L 7 AS 1431/07; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.1.2007, Az.: L 13 AS 14/06 ER).
- SG Reutlingen, 24.01.2008 - S 2 AS 1647/07
Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitssuchende, Leistungen für Unterkunft und …
Der Einkommensbegriff ist weit auszulegen (LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris, Rdnr. 19). - LSG Baden-Württemberg, 26.10.2007 - L 8 AS 4065/07
Arbeitslosengeld II - kostenlose Verpflegung bei vollstationärem …
Aus den Ausführungen der Bescheide ergibt sich aber, dass hierdurch in eine zuvor bewilligte Leistungsbewilligung eingegriffen wird (siehe zur Frage der Bestimmtheit von Bescheiden in diesem Zusammenhang LSG Baden-Württemberg Urteil vom 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07 - juris). - LSG Baden-Württemberg, 29.11.2007 - L 12 AS 1181/07
Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende, Berücksichtigung der kostenfreien …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 03.12.2007 - L 20 AS 2/07
Grundsicherung für Arbeitssuchende
Rn. 45 Bisweilen wird in der Rechtsprechung Mahlzeiten, die während eines stationären Aufenthalts dem Hilfebedürftigen zur Verfügung stehen, ein solcher Marktwert beigemessen (so etwa LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07; Bay. LSG, Urteil vom 19.06.2007 - L 11 AS 4/07 = Breith. 2007, 788). - SG Berlin, 09.11.2007 - S 61 AS 7910/07
Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - Aufrechnung - Arbeitslosengeld II - …
Diese Regelung in Verbindung mit den weiteren gesetzlichen Regelungen der §§ 21, 23 SGB II zur Berücksichtigung bestimmter Sonder- und Mehrbedarfe, die als Ausnahmeregelungen abschließenden Charakter haben, lassen es nicht zu, den durch § 20 SGB II festgelegten Regelleistungsbetrag nach Maßgabe einer konkreten Bedarfslage im Einzelfall zu korrigieren, weder im Sinne einer Erhöhung bei individuellen Mehrbedarfen, die nicht von den Ausnahmeregelungen der §§ 21, 23 SGB II, erfasst werden, noch im Sinne einer Reduzierung, weil im konkreten Einzelfall ein Bedarf nicht entsteht bzw. anderweitig gedeckt wird (insoweit zutreffend: SG Berlin, Urteil v. 24.04.2007 - S 93 AS 9826/06 - ebenso: SG Berlin, Urteil v. 06.03.2006 - S 103 AS 468/06 - LSG Baden-Württemberg, Urteil v. 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07 -). - SG Duisburg, 27.09.2007 - S 27 (2) AS 126/06
Grundsicherung für Arbeitssuchende
Die Rechtsprechung hierzu ist uneinheitlich (wie hier: SGB Berlin, Urteil vom 24.04.2007, S 93 AS 9826/06; Sozialgericht München, Gerichtsbescheid vom 30.05.2007, S 48 AS 9/07; Sozialgericht Aachen, Urteil vom 07.05.2007, S 21 AS 24/06; abweichend: Bayrisches LSG, Urteil vom 19.06.2007, L 11 AS 4/07; Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 1907.2007, L 7 AS 1431/07; offen gelassen LSG NRW, Beschluss vom 10.01.2007, L 20 B 304/06 AS ER, abrufbar jeweils unter www.Sozialgerichtsbarkeit.de). - SG Lüneburg, 18.09.2007 - S 24 AS 1202/07
Streit über die Kürzung von Leistungen nach dem SGB II (Zweites Buch …
Rn. 16 Ob bei einer stationären Krankenhausbehandlung ersparte Aufwendungen zu berücksichtigen sind, ist umstritten (siehe nur Landessozialgericht Baden-Württemberg , Urteil vom 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07; Sozialgericht Osnabrück , Urteil vom 20.06.2007 - S 24 AS 189/07; Sozialgericht Freiburg , Urteil vom 24.10.2006 - S 9 AS 1557/06; Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen , Beschluss vom 10.01.2007 - L 20 B 304/06 AS ER; Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen , Beschluss vom 23.02.2000, L 7b 343/06 AS; Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.01.2007; L 13 AS 14/06 ER). - SG Berlin, 24.01.2008 - S 116 AS 17528/07
Arbeitslosengeld II - freie Verpflegung während stationärer …
- SG Berlin, 29.11.2007 - S 116 AS 21638/07
Arbeitslosengeld II - freie Verpflegung während stationärer …
- SG Lüneburg, 19.09.2007 - S 24 AS 1202/07
- LSG Baden-Württemberg, 21.01.2009 - L 3 AS 2908/06
- LSG Baden-Württemberg, 05.09.2007 - L 7 SO 4108/07
- SG München, 26.09.2007 - S 22 AS 1711/07
Gewährung vorläufig höherer Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts während …
- SG Karlsruhe, 23.04.2008 - S 9 AS 5012/07
Minderung eines Anspruchs auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach …
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