Rechtsprechung
| OLG Koblenz, 14.09.1999 - 1 U 1551/95 |
Zitiervorschläge
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Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MedR 2000, 136
Wird zitiert von ... (6)
- BGH, 20.06.2000 - VI ZR 377/99
Sorgfaltspflichten in psychiatrischer Klinik
bb) Auch in der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte wird - soweit ersichtlich - darauf abgestellt, ob vor dem Unfall ("ex ante") eine Selbstmordgefahr akut oder (nur) latent erkennbar vorhanden ist, und nur bei Akutfällen eine verstärkte Sicherungspflicht erwogen (vgl. OLG Frankfurt VersR 1993, 1271 und VersR 1979, 451 mit NA-Beschluß des Senats vom 6. Dezember 1977 - VI ZR 170/75 - OLG Braunschweig OLGR 1994, 67; OLG Hamm VersR 1990, 1240 mit NA-Beschluß des Senats vom 29. Mai 1990 - VI ZR 318/89 - und VersR 1986, 171 mit NA-Beschluß des Senats vom 5. März 1985 - VI ZR 166/84 - OLG Düsseldorf VersR 1984, 193 mit NA-Beschluß des Senats vom 4. Oktober 1983 - VI ZR 310/82 - OLG Oldenburg VersR 1997, 117; OLG Koblenz MedR 2000, 136 mit NA-Beschluß des Senats vom 21. März 2000 - VI ZR 314/99 -). - OLG Koblenz, 03.03.2008 - 5 U 1343/07
Pflichten einer psychiatrischen Klinik gegenüber einem suizidalen Patienten
Dementsprechend hat der Arzt bei jeder unter dem Gesichtspunkt der Suizidverhinderung erforderlichen Sicherungsmaßnahme zu prüfen, ob sich daraus eine negative Auswirkung für die gesamte Gesundheitssituation des jeweiligen Patienten ergeben kann (vgl. dazu OLG Koblenz - 1. Zivilsenat - in MedR 2000, 136 - 139). - OLG Frankfurt, 27.10.2009 - 8 U 170/07
Unterbringung eines psychotischen Patienten zur Verhinderung von Suizid
Der Arzt hat bei jeder unter dem Gesichtspunkt der Suizidverhinderung erforderlichen Sicherungsmaßnahme abzuwägen, ob und inwieweit sie sich negativ auf die Gesamtgesundheitssituation des Patienten auswirken kann (BGH NJW 1994, 795; OLG Koblenz, MedR 2000, 136).
- OLG Oldenburg, 17.01.2011 - 5 U 187/10
Überwachungspflichten innerhalb der geschlossenen Abteilung eines psychiatrischen …
Rn. 18 Hier war angesichts der Unterbringung nach dem Nds. PsychKG Zweck der Aufnahme des Klägers auf der geschlossenen Station nicht nur, ihn möglichst zu heilen, sondern insbesondere auch, von dem Kläger alle Gefahren abzuwenden, die ihm wegen seiner Krankheit durch sich selbst drohten (vgl. OLG Koblenz, MedR 2000, 136 ff. [BGH 20.05.1999 - I ZR 54/97]). - OLG Hamm, 03.04.2025 - 5 Ws 48/25
Suizid; geschlossene Station; diagnostisches Vorgehen; adäquate …
Welche konkreten Sorgfaltsanforderungen insoweit zu stellen sind, ist unter Berücksichtigung des aus ärztlicher Sicht für eine Behandlung des Patienten Gebotenen zu entscheiden (vgl. (BGH, Urteil vom 23.09.1993 - III ZR 107/92; = NJW 1994, 794, beck-online; OLG Oldenburg Beschl. v. 17.1.2011 - 5 U 187/10, BeckRS 2011, 14929, beck-online; OLG Koblenz, Urteil vom 14. September 1999 - 1 U 1551/95 -, juris Rn. 71). - LG Fulda, 23.01.2013 - 2 O 52/08 Hinsichtlich der Schlussfolgerung (akute Suizidneigung) verbleibt dem Therapeuten im Einzelfall ein Entscheidungs- und Ermessensspielraum (OLG Koblenz, Urt. v. 14.09.1999, Az.: 1 U 1551/95; OLG Koblenz, Beschl. v. 03.03.2008, Az.: 5 U 1343/07;… OLG Naumburg, Urt. v. 08.02.2000, Az.: 1 U 140/99;… OLG Naumburg, Urt. v. 12.01.2010, Az.: 1 U 77/09; jeweils zitiert nach Juris).
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