Rechtsprechung
   BGH, 28.09.1965 - VI ZR 87/64   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Grenzen der Schadensersatzpflicht bei Rechtsneurosen und Rentenneurosen - Zumutbarkeit der Ersatzpflicht für den Schädiger bei aus charakterlicher Fehlhaltung hervorgerufenen Versagenszuständen des Geschädigten - Bemessung eines angemessenen Schmerzensgeldes - Haftung für Neuroseschäden

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1965, 2293
  • MDR 1966, 46
  • VersR 1965, 1080
  • DB 1965, 1591



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Wird zitiert von ... (6)  

  • BGH, 30.04.1996 - VI ZR 55/95  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines

    20 aa) So hat die Rechtsprechung eine Haftung für Renten- oder Begehrensneurosen abgelehnt, in denen der Geschädigte den Unfall in dem neurotischen Streben nach Versorgung und Sicherheit lediglich zum Anlaß nimmt, den Schwierigkeiten und Belastungen des Erwerbslebens auszuweichen (BGHZ 20, 137; Senatsurteile vom 8. Juli 1960 - VI ZR 174/59 - VersR 1960, 740; vom 21. April 1961 - VI ZR 105/60 - VersR 1961, 597; vom 28. September 1965 - VI ZR 87/64 - VersR 1965, 1080; vom 8. Mai 1979 - VI ZR 58/78 - VersR 1979, 718).
  • BGH, 25.02.1997 - VI ZR 101/96  

    Beweiswürdigung bei angenommener Begehrensneurose

    Bei der hierzu erforderlichen Würdigung der Persönlichkeit des Betroffenen ist es daher von besonderer Bedeutung, daß sich der Tatrichter ärztlicher Gutachter bedient, die auf diesem Gebiet die erforderliche Spezialausbildung und Erfahrung haben (vgl. Senatsurteil vom 28. September 1965 - VI ZR 87/64 - VersR 1965, 1080, 1082 unter I 2 e)).
  • BGH, 08.05.1979 - VI ZR 58/78  

    Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Injektion in einem Krankenhaus bei

    Allerdings hält der Senat an der Rechtsprechung fest, wonach ein Verdienstausfall nicht ersatzfähig ist, soweit er nur an eine durch einen Körperschaden ausgelöste Begehrensvorstellung im Sinne einer "Rentenneurose" anknüpft (BGHZ 20, 137 [BGH 29.02.1956 - VI ZR 352/54]; 39, 313 [BGH 10.04.1963 - IV ZR 281/62]; vgl. auchUrt. v. 28. September 1965 - VI ZR 87/64 = VersR 1965, 1080 sowieUrt. v. 25. Januar 1968 - III ZR 122/67 - VersR 1968, 396).

    Von diesem Satz ist der Senat inzwischen schon dadurch abgerückt, daß er einen Schadensersatz auch dann versagt hat, wenn dies die Fehlhaltung des Geschädigten nicht zu bessern versprach (Senatsurteil vom 28. September 1965 a.a.O.).

  • BGH, 19.12.1969 - VI ZR 111/68  

    Überprüfung der Bemessung des Schmerzensgeldes durch das Revisionsgericht;

    Das schädigende Ereignis müsse vielmehr seiner Art nach geeignet sein, den Betroffenen in einer tieferen Schicht seiner Persönlichkeit zu treffen und seine Widerstandskraft zu schwächen, wie das Berufungsgericht unter Hinweis auf das Senatsurteil vom 28. September 1965 (VI ZR 87/64 = NJW 1965, 2293, 2294) ausführt.
  • BGH, 25.01.1968 - III ZR 122/67  

    Pflicht des Geschädigten zur nutzbringenden Verwertung der verbliebenen

    Diese Auffassung entspricht der gefestigten Rechtsprechung des VI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (BGHZ 20, 137, 140 ff [BGH 29.02.1956 - VI ZR 352/54] ; BGH LM BGB § 823 (F) Nr. 16 = MDR 1960, 916 = VersR 1960, 740; LM BGB § 249 (Bb) Nr. 13 = NJW 1965, 2293 = Warn 1965, 395), der sich der erkennende Senat anschließt.

    Ist nämlich die Neurose im wesentlichen durch die Schwere der körperlichen oder seelischen Einwirkung des schädigenden Ereignisses, den erlittenen Schrecken, die erheblichen Einwirkungen einer sich anschließenden ärztlichen Behandlung oder durch schwere Unrechtsmaßnahmen zu erklären, so hat der Schädiger für die Folgen auch dann einzustehen, wenn das schädigende Ereignis bei einer stärker befestigten seelischen Konstitution des Betroffenen nicht Folgen dieser Art hervorgerufen hätte (BGH LM BGB § 249 (Bb) Nr. 13 = NJW 1965, 2293, 2294 [BGH 28.09.1965 - VI ZR 87/64] , = Warn 1965, 295).

  • OLG Düsseldorf, 13.01.1989 - 6 UF 110/88  
    leidet an einer zu somatischen Beschwerden führenden charakterlichen Fehlhaltung, die in unangemessenen Wunsch- und Begehrenstendenzen wurzelt (vgl. BGH, NJW 1965, 2293), also an einer Unterhaltsneurose.
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