Rechtsprechung
| BGH, 23.09.1963 - II ZR 221/61 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rückzahlung eines Darlehens - Forderungen aus einem Speditionsvertrag
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1963, 2222
- MDR 1963, 988
- VersR 1963, 1019
- DB 1963, 1462
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (2)
- BGH, 08.03.1955 - I ZR 109/53
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 23.09.1963 - II ZR 221/61
An der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 17, 1 [BGH 08.03.1955 - I ZR 109/53]), daß § 50 Abs. a ADSp nicht die Rechtsgrundlage für ein Spediteurpfandrecht an einem dem Auftraggeber nicht gehörenden Speditionsgut wegen inkonnexer Forderungen bilden kann, wird festgehalten.Beklagte nicht berufen; zwar habe sich ihre Auftraggeberin den ADSp stillschweigend unterworfen; in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 17, 1 [BGH 08.03.1955 - I ZR 109/53]) könne jedoch aus § 50 Abs. a kein Pfandrecht des Spediteurs an dem nicht dem Einlagerer gehörenden Gut wegen inkonnexer Forderungen hergeleitet werden.
Die Revision wendet sich gegen die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und beruft sich dabei auf (zum Teil) abweichende Ansichten des Schrifttums (Schmid-Loßberg in MDR 1955, 672 [BGH 08.03.1955 - I ZR 109/53]; Ewald in MDR 1959, 1; Schlegelberger-Schröder Anmerkung 18 zu § 410 HGB; Krien-Hay, Die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen, § 50 Anm. 10 a, b; vgl. auch Schröder, BB 1956, 547).
- BGH, 29.06.1959 - II ZR 114/57
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 23.09.1963 - II ZR 221/61
Auch wenn der Eigentümer weiß, daß das Gut einem Spediteur übergeben wird, ändert sich hieran nichts, da die ADSp nur zwischen den vertragschließenden Parteien, nicht aber gegenüber Dritten gelten können (BGH NJW 59, 1679).
- BGH, 24.01.1983 - VIII ZR 353/81
Bauarbeitsgemeinschaft: Eingebrachte Geräte
Die in einem individuell ergänzten Mustervertrag einer Bau-Arbeitsgemeinschaft (BGB-Gesellschaft) enthaltene Pfandrechtsbestellung an den von einem später ausscheidenden Gesellschafter eingebrachten Geräten zugunsten der verbleibenden Gesellschafter setzt das Eigentum des Ausscheidenden voraus, schließt aber gutgläubigen Erwerb des Pfandrechts nicht aus (Abgrenzung zu BGHZ 17, 1 [BGH 08.03.1955 - I ZR 109/53] und BGH NJW 1963, 2222 [BGH 23.09.1963 - II ZR 221/61]).Das hat der Bundesgerichtshof für die insoweit vergleichbaren Fälle nach § 50 Abs. a ADSp bereits mehrfach ausgesprochen (BGHZ 17, 1, 5 f. [BGH 08.03.1955 - I ZR 109/53]; BGH Urteil vom 23. September 1963 - II ZR 221/61 = NJW 1963, 2222 [BGH 23.09.1963 - II ZR 221/61]).
Gutgläubiger Erwerb aufgrund für den Einzelfall geltender Vereinbarungen wird auch in dieser Entscheidung nicht ausgeschlossen (…a.a.O. S. 5 f) und in dem weiteren Urteil vom 23. September 1963 (a.a.O. unter III) ausdrücklich als möglich bezeichnet.
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".