Rechtsprechung
| BGH, 12.05.1977 - VII ZR 270/75 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Forderung restlichen Werklohns - Übersendung eines Verrechnungsschecks - Abrechnung eines Architekten
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
VOB-Vertrag: Architekt als Empfänger der Vorbehaltserklärung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
VOB/B § 16
Adressat der Vorbehaltserklärung
Papierfundstellen
- NJW 1977, 1634
- MDR 1977, 1010
- DB 1977, 1745
- BauR 1977, 356
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (11)
- BGH, 16.04.1970 - VII ZR 40/69
Erklärung des Vorbehalts bei der Annahme der Schlußzahlung
Auszug aus BGH, 12.05.1977 - VII ZR 270/75
Das steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Senats (BGH NJW 1970, 706 Nr. 8; 1970, 1185; 1972, 51; 1972, 2267; 1977, 531 jeweils mit weiteren Nachweisen) und wird auch von der Revision nicht in Zweifel gezogen.Die Bestimmung ist mit Zurückhaltung auszulegen und anzuwenden, soweit sie an die Versäumung gewisser Handlungen einen Rechtsverlust knüpft (BGHZ 62, 15, 18; BGH NJW 1965, 536; 1970, 1185; Urteil vom 13. Februar 1975 - VII ZR 120/74 = BauR 1975, 282).
Etwas anderes gilt nur in Ausnahmefällen (BGH NJW 1970, 1185).
Die Beklagten mußten infolgedessen keineswegs davon ausgehen, die Klägerin werde sich nach ihrem vorangegangenen Verhalten sicherlich mit der Schlußzahlung nicht begnügen (BGH NJW 1970, 1185, 1186 r.Sp.).
- BGH, 05.10.1972 - VII ZR 187/71
Beweislast für Erklärung des Vorbehalt bei Annahme der Schlußzahlung
Auszug aus BGH, 12.05.1977 - VII ZR 270/75
Das steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Senats (BGH NJW 1970, 706 Nr. 8; 1970, 1185; 1972, 51; 1972, 2267; 1977, 531 jeweils mit weiteren Nachweisen) und wird auch von der Revision nicht in Zweifel gezogen.Deshalb bedarf der Vorbehalt keiner Form, sondern kann auch mündlich oder fernmündlich erklärt werden (BGH NJW 1970, 706 Nr. 8; 1972, 2267).
Das muß aber bei Annahme der Schlußzahlung geschehen, also in engem zeitlichen Zusammenhang mit deren Eingang (BGH NJW 1972, 2267; Urteil vom 11. Januar 1965 - VII ZR 139/63 = Schäfer/Finnern Z 2.330 Bl. 14 insofern nicht abgedruckt in NJW 1965, 536).
Daß das Gespräch geführt worden ist, hat die Klägerin zu beweisen (BGH NJW 1972, 2267).
- BGH, 20.12.1976 - VII ZR 37/76
Vorbehaltlose Annahme der Schlusszahlung bei Anhängigkeit eines Mahnverfahrens
Auszug aus BGH, 12.05.1977 - VII ZR 270/75
Das steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Senats (BGH NJW 1970, 706 Nr. 8; 1970, 1185; 1972, 51; 1972, 2267; 1977, 531 jeweils mit weiteren Nachweisen) und wird auch von der Revision nicht in Zweifel gezogen.Zutreffend hält es außerdem eine weitere Begründung des Vorbehalts hier nicht für erforderlich (vgl. BGH NJW 1965, 536; 1977, 531, 532).
Auf den Inhalt des jeweils erhobenen Einwands dafür abzustellen, wem gegenüber der Vorbehalt erklärt werden muß, würde zudem eine ungerechtfertigte Unsicherheit in die Regelung des § 16 Nr. 2 VOB/B (1952) tragen, die gerade der Rechtsklarheit und dem Rechtsfrieden dienen soll (BGHZ 62, 15, 18; BGH NJW 1972, 51, 52; 1977, 531).
- BGH, 29.01.1970 - VII ZR 95/68
Annahme der Schlusszahlung; Erklärung des Vorbehalts
Auszug aus BGH, 12.05.1977 - VII ZR 270/75
Das steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Senats (BGH NJW 1970, 706 Nr. 8; 1970, 1185; 1972, 51; 1972, 2267; 1977, 531 jeweils mit weiteren Nachweisen) und wird auch von der Revision nicht in Zweifel gezogen.Richtig ist ferner der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, daß an die Vorbehaltserklärung gemäß § 16 Nr. 2 Abs. 2 VOB/B (1952) keine allzu strengen Anforderungen gestellt werden dürfen (BGH NJW 1970, 706 Nr. 8; Urteil vom 14. März 1974 - VII ZR 192/72 = BauR 1974, 349).
Deshalb bedarf der Vorbehalt keiner Form, sondern kann auch mündlich oder fernmündlich erklärt werden (BGH NJW 1970, 706 Nr. 8; 1972, 2267).
- BGH, 11.01.1965 - VII ZR 139/63
Auszug aus BGH, 12.05.1977 - VII ZR 270/75
Die Bestimmung ist mit Zurückhaltung auszulegen und anzuwenden, soweit sie an die Versäumung gewisser Handlungen einen Rechtsverlust knüpft (BGHZ 62, 15, 18; BGH NJW 1965, 536; 1970, 1185; Urteil vom 13. Februar 1975 - VII ZR 120/74 = BauR 1975, 282).Das muß aber bei Annahme der Schlußzahlung geschehen, also in engem zeitlichen Zusammenhang mit deren Eingang (BGH NJW 1972, 2267; Urteil vom 11. Januar 1965 - VII ZR 139/63 = Schäfer/Finnern Z 2.330 Bl. 14 insofern nicht abgedruckt in NJW 1965, 536).
Zutreffend hält es außerdem eine weitere Begründung des Vorbehalts hier nicht für erforderlich (vgl. BGH NJW 1965, 536; 1977, 531, 532).
- BGH, 06.12.1973 - VII ZR 37/73
Rechtsfolgen vorbehaltloser Annahme der Schlußzahlung
Auszug aus BGH, 12.05.1977 - VII ZR 270/75
Die Bestimmung ist mit Zurückhaltung auszulegen und anzuwenden, soweit sie an die Versäumung gewisser Handlungen einen Rechtsverlust knüpft (BGHZ 62, 15, 18; BGH NJW 1965, 536; 1970, 1185; Urteil vom 13. Februar 1975 - VII ZR 120/74 = BauR 1975, 282).Auf den Inhalt des jeweils erhobenen Einwands dafür abzustellen, wem gegenüber der Vorbehalt erklärt werden muß, würde zudem eine ungerechtfertigte Unsicherheit in die Regelung des § 16 Nr. 2 VOB/B (1952) tragen, die gerade der Rechtsklarheit und dem Rechtsfrieden dienen soll (BGHZ 62, 15, 18; BGH NJW 1972, 51, 52; 1977, 531).
- BGH, 21.10.1971 - VII ZR 79/70
Zum Begriff "Schlußzahlung" beim VOB-Bauvertrag
Auszug aus BGH, 12.05.1977 - VII ZR 270/75
Das steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Senats (BGH NJW 1970, 706 Nr. 8; 1970, 1185; 1972, 51; 1972, 2267; 1977, 531 jeweils mit weiteren Nachweisen) und wird auch von der Revision nicht in Zweifel gezogen.Auf den Inhalt des jeweils erhobenen Einwands dafür abzustellen, wem gegenüber der Vorbehalt erklärt werden muß, würde zudem eine ungerechtfertigte Unsicherheit in die Regelung des § 16 Nr. 2 VOB/B (1952) tragen, die gerade der Rechtsklarheit und dem Rechtsfrieden dienen soll (BGHZ 62, 15, 18; BGH NJW 1972, 51, 52; 1977, 531).
- BGH, 13.02.1975 - VII ZR 120/74
Anforderungen an Schlusszahlung; Rechtsfolgen vorbehaltloser Annahme
Auszug aus BGH, 12.05.1977 - VII ZR 270/75
Die Bestimmung ist mit Zurückhaltung auszulegen und anzuwenden, soweit sie an die Versäumung gewisser Handlungen einen Rechtsverlust knüpft (BGHZ 62, 15, 18; BGH NJW 1965, 536; 1970, 1185; Urteil vom 13. Februar 1975 - VII ZR 120/74 = BauR 1975, 282). - BGH, 05.05.1966 - VII ZR 148/64
Vorbehalt der Nachforderung bei Annahme der Schlusszahlung
Auszug aus BGH, 12.05.1977 - VII ZR 270/75
Ein früher ausgesprochener Vorbehalt genügt nicht (BGH Urteil vom 5. Mai 1966 - VII ZR 148/64 = Schäfer/Finnern Z 2.330 Bl. 17). - BGH, 14.03.1974 - VII ZR 192/72
Anforderungen an Vorbehalt bei Annahme der Schlusszahlung
Auszug aus BGH, 12.05.1977 - VII ZR 270/75
Richtig ist ferner der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, daß an die Vorbehaltserklärung gemäß § 16 Nr. 2 Abs. 2 VOB/B (1952) keine allzu strengen Anforderungen gestellt werden dürfen (BGH NJW 1970, 706 Nr. 8; Urteil vom 14. März 1974 - VII ZR 192/72 = BauR 1974, 349). - OLG Düsseldorf, 27.05.1975 - 21 U 213/74
Wirksame Vorbehaltserklärung gegenüber dem Architekten?; Inhalt der …
- BGH, 20.04.1978 - VII ZR 67/77
Wirksamkeit des Vorbehalts
Der Architekt des Auftraggebers ist auch dann der richtige Empfänger eines Vorbehalts des Auftragnehmers nach § 16 Nr. 2 Abs. 2 VOB/B (1952), wenn nicht der Architekt, sondern der Auftraggeber selbst die streitigen Abzüge von der Schlußrechnung vorgenommen hat (im Anschluß an BGH NJW 1977, 1634).Der Senat hat in seiner Entscheidung NJW 1977, 1634 ausgesprochen, daß der vom Bauherrn bestellte Architekt jedenfalls dann der richtige Empfänger für eine Vorbehaltserklärung nach § 16 Nr. 2 Abs. 2 VOB/B (1952) ist, wenn er mit der Bauabrechnung befaßt ist und mit Wissen und Willen des Bauherrn oder zumindest unter dessen Duldung unmittelbar mit den Bauhandwerkern die Auseinandersetzung über deren Werklohnforderung führt.
- BGH, 24.03.1983 - VII ZR 329/81
Vorbehaltlose Annahme der Schlußzahlung
Nach Treu und Glauben dürfen deshalb an einen Vorbehalt keine zu strengen Anforderungen gestellt werden (BGH NJW 1970, 706 Nr. 8; 1977, 1634 m.w.N.).Da sich ihre Forderungen auf die bereits übersandten prüfbaren Schlußrechnungen beschränkten, war eine weitere Begründung nicht notwendig (BGHZ 68, 38, 42; 68, 368, 370; BGH NJW 1965, 536; 1977, 1634; BauR 1980, 178, 179 ZfBR 1980, 33).
- BGH, 02.12.1982 - VII ZR 63/82
Beginn der Vorbehaltsfrist nach Ankündigung einer Schlußzahlung
Übersendet der Auftraggeber dem Auftragnehmer einen Verrechnungsscheck, gilt die Zahlung mit der Entgegennahme des Schecks durch den Auftragnehmer als erfolgt (Senatsurteil NJW 1977, 1634 m.N.). - BGH, 23.10.1986 - VII ZR 49/86
Zeitpunkt der Kenntnisnahme vom Schlußzahlungsvermerk
Im übrigen hätte der Vorbehalt keiner Form bedurft, er hätte also auch fernmündlich erklärt werden können (Senatsurteil NJW 1977, 1634 m.N.). - BGH, 20.11.1986 - VII ZR 332/85
Ablehnung weiterer Zahlungen durch Anbringung eines Vermerks auf der …
Eine solche Ermächtigung zur Abgabe einer der Schlußzahlung gleichstehenden Erklärung, wonach weitere Zahlungen endgültig abgelehnt werden, ergibt sich regelmäßig schon daraus, daß - wie im vorliegenden Fall - der Auftragnehmer allein mit dem Architekten des Auftraggebers verhandelt hat und auch verhandeln sollte (vgl. a. Senatsurteile NJW 1977, 1634; 1978, 1631 für den Empfang der Vorbehaltserklärung).
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