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Rechtsprechung
   BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1981,1128
BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80 (https://dejure.org/1981,1128)
BGH, Entscheidung vom 23.06.1981 - V ZR 148/80 (https://dejure.org/1981,1128)
BGH, Entscheidung vom 23. Juni 1981 - V ZR 148/80 (https://dejure.org/1981,1128)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Verjährung eines Anspruches - Erstattung der Erschließungskosten - Verjährung eines Vergütungsanspruchs für privat übernommene Erschließungsleistungen - Kauf eines noch nicht erschlossenen Grundstücks - Anspruch auf Werklohnforderung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Vergütung von Erschließungsleistungen: Verjährung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1982, 324
  • NJW 1982, 325
  • MDR 1982, 129
  • BauR 1981, 581
 
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Wird zitiert von ... (12)Zitiert selbst (10)

  • BGH, 12.10.1978 - VII ZR 288/77

    Verjährung des Vergütungsanspruchs des Herstellers einer Eigentumswohnung

    Auszug aus BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80
    Entgegen der Auffassung der Revision setzt § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB keinen Werklohnanspruch voraus, sondern regelt die Verjährung aller Vergütungsansprüche, die ein Kaufmann aus der Ausführung von Arbeiten oder der Besorgung fremder Geschäfte ableitet, ohne daß es auf die Rechtsgrundlage ankommt (BGHZ 72, 229, 231 [BGH 12.10.1978 - VII ZR 288/77]; BGH Urteil vom 13. März 1975, VII ZR 69/74 = NJW 1975, 1160 m.w.N.).

    Zwar hat der Bundesgerichtshof in anderem Zusammenhang auf die der beklagten Partei gegenüber eingegangene Verpflichtung zur Gebäudeherstellung abgehoben (BGHZ 72, 229, 231 [BGH 12.10.1978 - VII ZR 288/77]/232), das bedeutet aber nicht, daß ohne eine solche Verpflichtung zur Leistung die Verjährungsvorschrift des § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB unanwendbar wäre.

    Es gibt keinen sachlichen Grund dafür, daß der in § 6 des Vertrages abgegrenzte und besonders geregelte Anspruch trotz § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB nicht in kürzerer Zeit sollte verjähren können als der möglicherweise "gemischte", aber einheitliche Anspruch nach § 2 des Vertrages, bei dem das Entgelt für das Grundstück eindeutig im Vordergrund steht (vgl. BGHZ 72, 232, 233 [BGH 12.10.1978 - VII ZR 288/77]; BGH Urteil vom 9. Oktober 1980, VII ZR 65/80 = NJW 1981, 273).

    Soweit der Bundesgerichtshof für die aus verschiedenen Leistungselementen bestehenden Mischverträge ausgesprochen hat, die Verjährung sei nach den Leistungen zu beurteilen, die bei weitem überwiegen und dem Vertragsverhältnis seine charakteristische Note geben, bezog sich das immer auf einheitliche Vergütungsansprüche, deren Aufspaltung in einzelne Bereiche sich verbot (vgl. BGHZ 72, 229, 232 [BGH 12.10.1978 - VII ZR 288/77]; 45, 223, 230 [BGH 25.04.1966 - VII ZR 120/65]; 59, 163, 166), [BGH 06.07.1972 - VII ZR 138/71]nicht dagegen auf Fälle, in denen - wie hier - für klar abgegrenzte Zahlungsansprüche eines Vertrages eindeutig feststellbar war, welche Leistungen sie abgelten sollten (…vgl. auch Palandt/Heinrichs, BGB 40. Aufl. § 194 Anm. 4 unter Hinweis auf OLG Düsseldorf OLGZ 77, 200).

    In BGHZ 72, 229, 233 [BGH 12.10.1978 - VII ZR 288/77] ist deshalb ausdrücklich offengelassen, was für den Fall getrennter Vergütungsabsprachen für trennbare Leistungen gilt (so auch noch BGHZ 74, 273, 274) [BGH 10.05.1979 - VII ZR 97/78].

  • BGH, 25.04.1966 - VII ZR 120/65

    Verjährung des Anspruchs auf Architektenhonorar

    Auszug aus BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80
    Soweit der Bundesgerichtshof für die aus verschiedenen Leistungselementen bestehenden Mischverträge ausgesprochen hat, die Verjährung sei nach den Leistungen zu beurteilen, die bei weitem überwiegen und dem Vertragsverhältnis seine charakteristische Note geben, bezog sich das immer auf einheitliche Vergütungsansprüche, deren Aufspaltung in einzelne Bereiche sich verbot (vgl. BGHZ 72, 229, 232 [BGH 12.10.1978 - VII ZR 288/77]; 45, 223, 230 [BGH 25.04.1966 - VII ZR 120/65]; 59, 163, 166), [BGH 06.07.1972 - VII ZR 138/71]nicht dagegen auf Fälle, in denen - wie hier - für klar abgegrenzte Zahlungsansprüche eines Vertrages eindeutig feststellbar war, welche Leistungen sie abgelten sollten (…vgl. auch Palandt/Heinrichs, BGB 40. Aufl. § 194 Anm. 4 unter Hinweis auf OLG Düsseldorf OLGZ 77, 200).
  • BGH, 08.11.1973 - VII ZR 246/72

    Fehlender Anspruch auf Ersatz anteiligen Erschließungsaufwands nach Übernahme der …

    Auszug aus BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80
    Daß in Fällen der vorliegenden Art ein Dreiecksverhältnis zwischen Gemeinde, Erschließungsträger und Grundstückseigentümer entsteht, in dem die Rechtsbeziehungen zwischen den Erstgenannten öffentlich-rechtlicher Natur sind und der Unternehmer über eine privatrechtliche Vereinbarung die entstandenen Kosten auf die Grundstückserwerber abwälzt (vgl. dazu auchSenatsurteil vom 8. Dezember 1978, V ZR 9/75 = WM 1979, 370 und BGHZ 61, 360 ff [BGH 08.11.1973 - VII ZR 246/72]), besagt weder etwas für noch gegen die Anwendung von § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB auf den vertraglichen Anspruch des Erschließungsträgers.
  • BGH, 10.05.1979 - VII ZR 97/78

    Begriff des Gewerbebetriebs im zivilrechtlichen und steuerrechtlichen Sinne; …

    Auszug aus BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80
    In BGHZ 72, 229, 233 [BGH 12.10.1978 - VII ZR 288/77] ist deshalb ausdrücklich offengelassen, was für den Fall getrennter Vergütungsabsprachen für trennbare Leistungen gilt (so auch noch BGHZ 74, 273, 274) [BGH 10.05.1979 - VII ZR 97/78].
  • BGH, 22.06.1967 - VII ZR 181/65

    Regelungsumfang der kurzen Verjährungsfristen

    Auszug aus BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80
    Es ist auch nicht notwendig, daß der Anspruch aus einem Geschäft des täglichen Lebens hervorgeht (BGHZ 48, 125, 128) [BGH 22.06.1967 - VII ZR 181/65].
  • BGH, 13.03.1975 - VII ZR 69/74

    Klagebefugnis des Scheinzedenten

    Auszug aus BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80
    Entgegen der Auffassung der Revision setzt § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB keinen Werklohnanspruch voraus, sondern regelt die Verjährung aller Vergütungsansprüche, die ein Kaufmann aus der Ausführung von Arbeiten oder der Besorgung fremder Geschäfte ableitet, ohne daß es auf die Rechtsgrundlage ankommt (BGHZ 72, 229, 231 [BGH 12.10.1978 - VII ZR 288/77]; BGH Urteil vom 13. März 1975, VII ZR 69/74 = NJW 1975, 1160 m.w.N.).
  • BGH, 06.07.1972 - VII ZR 138/71

    Begriff der Leistung von Diensten

    Auszug aus BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80
    Soweit der Bundesgerichtshof für die aus verschiedenen Leistungselementen bestehenden Mischverträge ausgesprochen hat, die Verjährung sei nach den Leistungen zu beurteilen, die bei weitem überwiegen und dem Vertragsverhältnis seine charakteristische Note geben, bezog sich das immer auf einheitliche Vergütungsansprüche, deren Aufspaltung in einzelne Bereiche sich verbot (vgl. BGHZ 72, 229, 232 [BGH 12.10.1978 - VII ZR 288/77]; 45, 223, 230 [BGH 25.04.1966 - VII ZR 120/65]; 59, 163, 166), [BGH 06.07.1972 - VII ZR 138/71]nicht dagegen auf Fälle, in denen - wie hier - für klar abgegrenzte Zahlungsansprüche eines Vertrages eindeutig feststellbar war, welche Leistungen sie abgelten sollten (…vgl. auch Palandt/Heinrichs, BGB 40. Aufl. § 194 Anm. 4 unter Hinweis auf OLG Düsseldorf OLGZ 77, 200).
  • BGH, 09.10.1980 - VII ZR 65/80

    Verjährung der Ansprüche des Veräußerers eines Kaufeigenheims

    Auszug aus BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80
    Es gibt keinen sachlichen Grund dafür, daß der in § 6 des Vertrages abgegrenzte und besonders geregelte Anspruch trotz § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB nicht in kürzerer Zeit sollte verjähren können als der möglicherweise "gemischte", aber einheitliche Anspruch nach § 2 des Vertrages, bei dem das Entgelt für das Grundstück eindeutig im Vordergrund steht (vgl. BGHZ 72, 232, 233 [BGH 12.10.1978 - VII ZR 288/77]; BGH Urteil vom 9. Oktober 1980, VII ZR 65/80 = NJW 1981, 273).
  • BGH, 08.12.1978 - V ZR 9/75

    Auslegung des Begriffs "Erschließungsbeitrag" in einem …

    Auszug aus BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80
    Daß in Fällen der vorliegenden Art ein Dreiecksverhältnis zwischen Gemeinde, Erschließungsträger und Grundstückseigentümer entsteht, in dem die Rechtsbeziehungen zwischen den Erstgenannten öffentlich-rechtlicher Natur sind und der Unternehmer über eine privatrechtliche Vereinbarung die entstandenen Kosten auf die Grundstückserwerber abwälzt (vgl. dazu auchSenatsurteil vom 8. Dezember 1978, V ZR 9/75 = WM 1979, 370 und BGHZ 61, 360 ff [BGH 08.11.1973 - VII ZR 246/72]), besagt weder etwas für noch gegen die Anwendung von § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB auf den vertraglichen Anspruch des Erschließungsträgers.
  • RG, 10.07.1914 - II 233/14

    Verjährung; Vertragsstrafe

    Auszug aus BGH, 23.06.1981 - V ZR 148/80
    Der Anspruch der Klägerin ist nach § 6 des Vertrages nur ein Äquivalent für die Erschließungsleistung (Ausführung von Arbeiten) der Klägerin (vgl. auch RGZ 85, 242, 244).
  • BGH, 18.03.1993 - IX ZR 120/92

    Anwaltshaftung bei Musterprozessen ohne Verjährungsunterbrechung bezüglich …

    a) Daß die Ansprüche der Klägerin auf Erstattung der umlagefähigen Erschließungskosten der zweijährigen Verjährungsfrist nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB unterlagen (vgl. BGH, Urt. v. 23. Juni 1981 - V ZR 148/80, NJW 1982, 325; ferner BGHZ 72, 229, 233; 74, 273, 275 [BGH 10.05.1979 - VII ZR 97/78]; 102, 167, 169 [BGH 05.11.1987 - VII ZR 364/86];… BGH, Urt. v. 12. Juli 1979 - VII ZR 159/78, NJW 1979, 2193; v. 12. März 1981 - VII ZR 117/80, NJW 1981, 1665, 1666), zieht die Revision allerdings nicht in Zweifel.
  • BGH, 05.11.1987 - VII ZR 364/86

    Verjährung des Anspruchs eines Bauträgers auf Erstattung von Erschließungskosten

    Dort hatte der Veräußerer eines Grundstücks sich zwar nicht zur Bebauung verpflichtet, wohl aber mit dem Erwerber außerdem vereinbart, daß dieser anteilig die Kosten zu tragen habe, die bei der vom Veräußerer durchgeführten, gegenüber der Gemeinde geschuldeten Erschließung entstehen würden (NJW 1982, 325 mit zust. Ausführungen von Dilcher JZ 1983, 825, 827).
  • BGH, 28.09.1989 - VII ZR 298/88

    Verjährung der Ansprüche eines Baubetreuers auf Erstattung verauslagter …

    Dieser Anspruch verjährt - wie das Berufungsgericht zutreffend annimmt und die Revision nicht beanstandet - nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB in zwei Jahren (BGHZ 102, 167 [BGH 05.11.1987 - VII ZR 364/86]; BGH NJW 1982, 325).
  • BGH, 25.04.1991 - VII ZR 280/90

    Anspruch einer Gemeinde auf Zahlung der Kosten von Hausanschlüssen: Verjährung

    Nicht entscheidend ist ferner, ob der Anspruch aus einem Geschäft des täglichen Lebens hervorgeht (BGH Urteil vom 23. Juni 1981 - V ZR 148/80 = NJW 1982 S. 325).
  • BGH, 11.05.1995 - VII ZR 257/93

    Verjährung von Ansprüchen auf Vergütung von Architekten- und Statikerleistungen …

    Soweit der Bundesgerichtshof für die aus verschiedenen Leistungselementen bestehenden Mischverträge ausgesprochen hat, die Verjährung sei nach den Leistungen zu beurteilen, die bei weitem überwiegen und dem Vertragsverhältnis seine charakteristische Note geben, bezog sich das immer auf einheitliche Vergütungsansprüche, deren Aufspaltung in einzelne Bereiche sich verbot, nicht dagegen auf Fälle, in denen wie hier für klar abgegrenzte Zahlungsansprüche feststellbar war, welche Leistungen sie abgelten sollten (vgl. dazu BGH, Urteil vom 23. Juni 1981 - V ZR 148/80 - NJW 1982, 325, 326 = BGH LM § 196 BGB Nr. 44 m.w.N.).
  • VG Cottbus, 12.05.2020 - 3 K 1002/14
    Rn. 29 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verjähr(t)en Ansprüche auf Erstattung von Erschließungskosten nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB a.F. in zwei Jahren (…vgl. BGH, Urteile vom 28. September 1989 - VII ZR 298/88 - juris Rn. 8, und vom 23. Juni 1981 - V ZR 148/80 - juris Rn. 9).

    Die Auszahlung der zu erhebenden Erschließungsbeiträge an die Klägerin nach § 10 Abs. 3 des Vertrags dient erkennbar dem teilweisen Ausgleich für die zur Herstellung der Schmutzwasseranlagen aufgebrachten Kosten, ist also ein Äquivalent für deren Erschließungsleistung (vgl. BGH, Urteil vom 23. Juni 1981 - V ZR 148/80 - juris Rn. 9).

  • OLG Hamm, 14.06.2007 - 22 U 179/06

    Übernahme von Anschlussgebühren: richtige Vertragsauslegung

    Auch wenn der BGH in einem anderen Fall (BGHZ 72, 229, 231) auf die dem Käufer gegenüber eingegangene Verpflichtung zur Gebäudeherstellung abgehoben hat, bedeutet dies nicht, dass ohne eines solche Verpflichtung - wie hier - die Verjährungsvorschrift des § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB a.F. unanwendbar wäre (BGH NJW 1982, 325).

    Daran ändert sich auch sachlich nichts, wenn man den Anspruch der Klägerin als "Kostenerstattungsanspruch" ansieht (BGH NJW 1982, 325).

  • OLG Naumburg, 18.01.2000 - 11 U 159/99

    Keine Verpflichtung des Erschließungsunternehmers gegenüber Erwerbern von …

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  • BVerwG, 15.11.1991 - 4 B 201.91

    Voraussetzung für die Klärungsbedürftigkeit einer Rechtsfrage im …

    Auch Vergütungsansprüche aus einem mit der Gemeinde geschlossenen Erschließungsvertrag werden von § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB erfaßt (BGH, Urteil vom 23. Juni 1981 - V ZR 148/80 - NJW 1982, 325).
  • BGH, 28.09.1989 - VII ZR 299/88

    Anspruch auf anteilige Erstattung von Erschließungskosten für ein Baugebiet gegen …

    Dieser Anspruch verjährt - wie das Berufungsgericht zutreffend annimmt und die Revision nicht beanstandet - nach § 196 Abs. 1 Nr. 1 BGB in zwei Jahren (BGHZ 102, 167 [BGH 05.11.1987 - VII ZR 364/86]; BGH NJW 1982, 325).
  • BGH, 28.09.1989 - VII ZR 300/88

    Anspruch auf anteilige Erstattung von Erschließungskosten für ein Baugebiet gegen …

  • OLG Koblenz, 08.10.2007 - 2 Ss 162/07
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