Rechtsprechung
| BGH, 03.05.1995 - XI ZR 236/94 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rückzahlung eines Darlehens unter Absetzung des eigenen Erbanteils - Schenkung zu Lebzeiten - Verfahrensfehler aufgrund mangelnder Protokollierung einer Zeugenvernehmung
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW-RR 1995, 1210
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (2)
- BGH, 18.03.1992 - VIII ZR 30/91
Würdigung einer Zeugenaussage bei Vernehmung durch Einzelrichter
Auszug aus BGH, 03.05.1995 - XI ZR 236/94
Eine solche Verneinung der Glaubwürdigkeit einer Zeugin setzt voraus, daß sich das erkennende Gericht entweder in seiner Spruchbesetzung einen persönlichen Eindruck verschafft hat oder auf eine aktenkundige Beurteilung des vernehmenden Richters zurückgreifen kann, zu der sich die Parteien erklären konnten (BGH, Urteil vom 18. März 1992 - VIII ZR 30/91 = NJW 1992, 1966/1967; Senatsurteil vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 310/89 = NJW 1991, 1180 [BGH 04.12.1990 - XI ZR 310/89], jeweils m.w.Nachw.).Dieser Verfahrensverstoß wird nicht dadurch ausgeräumt, daß das Berufungsgericht sich auch sachlich mit dem Inhalt der Zeugenaussage F. auseinandergesetzt und deren Glaubhaftigkeit in Zweifel gezogen hat (vgl. BGH, Urteil vom 18. März 1992 a.a.O.).
- BGH, 04.12.1990 - XI ZR 310/89
Berücksichtigung des persönlichen Eindrucks bei der Beweiswürdigung; Belauschen …
Auszug aus BGH, 03.05.1995 - XI ZR 236/94
Eine solche Verneinung der Glaubwürdigkeit einer Zeugin setzt voraus, daß sich das erkennende Gericht entweder in seiner Spruchbesetzung einen persönlichen Eindruck verschafft hat oder auf eine aktenkundige Beurteilung des vernehmenden Richters zurückgreifen kann, zu der sich die Parteien erklären konnten (BGH, Urteil vom 18. März 1992 - VIII ZR 30/91 = NJW 1992, 1966/1967; Senatsurteil vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 310/89 = NJW 1991, 1180 [BGH 04.12.1990 - XI ZR 310/89], jeweils m.w.Nachw.).
- BGH, 24.01.2006 - XI ZR 320/04
Banken müssen die Erfüllung ihrer Beratungs- und Aufklärungspflichten gegenüber …
Den zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit erforderlichen persönlichen Eindruck (vgl. Senat, Urteil vom 3. Mai 1995 - XI ZR 236/94, NJW-RR 1995, 1210, 1211) gewinnt das Gericht auch durch die Anhörung gemäß § 141 ZPO. - OLG München, 17.02.2017 - 10 U 2007/16
Ausschluss der Einstandspflicht des Kfz-Haftpflichtversicherers bei vorsätzlicher …
Die Glaubwürdigkeit (BGH NJW 1972, 584; 1968, 1138; NStZ 1997, 355; NJW 1990, 3088; NZV 1997, 305) der Zeugin, als Eigenschaft der Person (BVerfG NJW 2008, 2243 [2244]; BGH NJW 1964, 2414; BGHZ 53, 245 [257]), insbesondere deren Wahrheitsliebe (BGH NJOZ 2015, 310; NStZ 1988, 423), Urteilsfähigkeit (BGH NJOZ 2015, 310; NJW 2015, 74) und Erinnerungsvermögen (BGH NJW 1984, 2629; 1990, 3088; NJW-RR 2012, 704; Beschluss vom 14.05.2013 - XI ZR 274/12 [juris]; NStZ 1997, 355), ist damit nicht mehr entscheidungserheblich: die Richtigkeit der Aussage (in den streitentscheidenden Punkten) ist durch andere Umstände, Beweismittel oder Indizien widerlegt (BGH NZV 1997, 305; NJW-RR 1995, 1210; NJW 1995, 966; 1992, 1966; 1972, 584; NStZ 1984, 42; BGH r + s 1992, 244: die glaubhafte Aussage konnte durch keinerlei sonstige Beweismittel erwiesen werden, deswegen kam es auf die Glaubwürdigkeit des Zeugen an; NZV 2000, 81: "Hat ... Tatsachen ... bewiesen, kommt es in ... auf seine Glaubwürdigkeit nicht an").Diese persönliche Verbundenheit führt zu einem inneren Zwang, K. N. zu begünstigen (BGH NJW-RR 1995, 1210), während eigene persönliche Interessen am Ausgang des Rechtsstreits (BGH NJW 2004, 1876) offensichtlich sind.
- OLG München, 19.05.2017 - 10 U 1209/15
Nachweis eines gestellten Unfalls
Sie folgt aus einer Bewertung der gesamten Persönlichkeit (BGH NJW 2011, 3780: "persönlicher Eindruck") und des Aussageverhaltens (BGH r + s 1999, 14), und ist im Streitfall aufgehoben aufgrund persönlicher Verbundenheit zu einem von seiner Aussage Begünstigten (BGH NJW-RR 1995, 1210), eigenen persönlichen Interesses am Ausgang des Rechtsstreits (BGH NJW 2004, 1876), und unwahrer (BGH NStZ 1984, 42; NJW 1996, 1348) oder unglaubhafter (BGH r + s 1997, 184) Angaben.
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