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   OLG Köln, 08.03.1972 - 2 U 111/71   

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OLG Köln, 08.03.1972 - 2 U 111/71 (https://dejure.org/1972,8809)
OLG Köln, Entscheidung vom 08.03.1972 - 2 U 111/71 (https://dejure.org/1972,8809)
OLG Köln, Entscheidung vom 08. März 1972 - 2 U 111/71 (https://dejure.org/1972,8809)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • MDR 1972, 606
  • VersR 1972, 985
  • DB 1972, 1157
  • DB 1972, 1158
  • OLGZ 1972, 411
 
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Wird zitiert von ... (5)

  • OLG Dresden, 01.12.1993 - 5 U 68/93

    Beauftragung eines Inkassobüros, nachträgliche Anwaltsbeauftragung,

    Nahezu einhellig verneint wird die Erstattungspflicht, wenn der Schuldner vor der Einschaltung des Inkassobüros Einwendungen gegen die Forderung erhoben hatte (OLG Köln, OLGZ 1972, 411, 412; Seitz, Das Inkasso-Handbuch, 2. Aufl., Stuttgart: Schäffer, 1985, Rdn. 100, 122, 224; Soergel, BGB , 12. Aufl., § 286 Rdn. 27 zu Fn. 28; eine Einschränkung bei "offensichtlich unbegründeten, der Verzögerung dienenden" Einwendungen machen Seitz a.a.O. Rdn. 224 und Löwisch, NJW 1986, 1725, 1727); die grundsätzliche Nichtübernahme bestrittener Forderungen entspricht auch der Praxis der Inkassounternehmen (vgl. Richtlinie 1.2 der vom Bundesverband Deutscher Inkassounternehmen beschlossenen "Grundsätze für die Berufsausübung zugelassener Inkassounternehmen pp.", abgedr. bei David, Zusammenarbeit mit Inkassounternehmen, 2. Aufl., Planegg/München: WRS-Verlag, 1989, S. 37 ff.; ferner Seitz, Das Inkasso-Handbuch, Rdn. 100).

    Urt. v. 24.05.1967 Az. VIII ZR 278/64, mitgeteilt von Jäckle, Die Erstattungsfähigkeit der Kosten eines Inkassobüros, Berlin: Duncker & Humblot, 1978, S. 52 und von Seitz, Das Inkasso-Handbuch, Rdn. 240; OLG Köln, OLGZ 1972, 411; OLG Hamm, MDR 1979, 579; MDR 1983, 497; OLG Koblenz, JurBüro 1985, 295, 296; OLG Bamberg, JurBüro 1988, 72; OLG Frankfurt/Main, MDR 1990, 438 NJW-RR 1990, 729 ).

    Teilweise wird der Ersatz auf die Kosten beschränkt, die bei Beauftragung eines Rechtsanwalts angefallen wären (OLG Köln, OLGZ 1972, 411, 412 f.; OLG Bamberg, JurBüro 1988, 72; Soergel, BGB , 12. Aufl., § 286 Rdn. 27 zu Fn. 35), wobei die insoweit angenommenen Höchstgrenzen weit auseinander liegen (zwischen einer 20/10 und einer 5/10-Anwaltsgebühr oder - entsprechend § 120 Abs. 1 BRAGO - nur einer 2/10-Anwaltsgebühr; vgl. Seitz, Das Inkasso-Handbuch, Rdn. 263; Löwisch, NJW 1986, 1725, 1727 und das von Finger, WRP 1978, 785, 788 mitgeteilte Umfrageergebnis).

    Hierbei kann für die vorliegende Entscheidung offen bleiben, ob die Beauftragung des Inkassounternehmens durch den Gläubiger gegen die ihm gemäß § 254 BGB obliegende Verpflichtung zur Geringhaltung des Schadens und der Folgekosten verstößt (so die herrschende Auffassung; vgl. u.a. OLG Köln, OLGZ 1972, 411, 412 f.; OLG München, NJW 1975, 832; OLG Koblenz, JurBüro 1985, 295, 296; OLG Karlsruhe, NJW-RR 1987, 15; Jäckle, JZ 1978, 675, 678) oder ob von vornherein - was näher liegt (insbesondere im Hinblick auf die Darlegungs- und Beweislast zur Angemessenheit und Erforderlichkeit der Aufwendungen) - bereits ein dem Schuldner zurechenbarer, gemäß § 286 Abs. 1 BGB ersatzfähiger Schaden zu verneinen ist.

    Ein Anspruch gegen den Schuldner auf Ersatz einer solchen Erfolgsprovision ist, auch wenn man vom grundsätzlichen Ersatz der Inkassobürokosten ausgeht, auf jeden Fall zu verneinen (so auch die heute ganz überwiegende Auffassung: OLG Köln, OLGZ 1972, 411, 413; Brangsch, AnwBl. 1952/53, 181, 182 u. NJW 1959, 438; Strohm, BB 1965, 1298; Schmidt, Rpfleger 1970, 82, 84 f.; Jäckle, Die Erstattungsfähigkeit pp., S. 94; ders. JZ 1978, 675, 677 f.; Seitz, Das Inkasso-Handbuch, Rdn. 277 m. Rspr.nachw.; Löwisch, NJW 1986, 1725; 1726; ders., in: Staudinger, BGB , 12. Aufl., § 286 Rdn. 26; Rentsch/Bersiner, BB 1986, 1245, 1246; Lausen/Schlüter, Zweite Ernte, S. 18 ff.; David, Zusammenarbeit mit Inkassounternehmen, S. 74; Altenhoff/Busch/Kampmann/Chemnitz, Rechtsberatungsgesetz , 9. Aufl., Rdn. 113; Soergel, BGB , 12. Aufl., § 286 Rdn. 27; vgl. auch das von Finger, WRP 1978, 785, 788 mitgeteilte Umfrageergebnis; and.

  • LG Düsseldorf, 26.04.2017 - 12 O 227/16

    Euro Collect GmbH wegen drei Verstößen gegen Verbraucherschutzrechte verurteilt

    Die Kosten eines mit der Einziehung der Forderung beauftragten Inkassobüros stellen dabei zwar grundsätzlich einen erstattungsfähigen Verzugsschaden dar (hM, OLG Köln OLGZ 1972, 411 [412]; OLG München NJW 1975, 832; MüKoBGB/Ernst Rn. 157).
  • OLG Bamberg, 13.10.1993 - 8 U 59/93

    Kosten für die Beauftragung eines Inkassoinstituts als erforderliche Kosten für

    Wegen seiner Pflicht zur Schadensminimierung kann er jedoch bei der Wahl einer Inkassofirma vom Schuldner Ersatz von deren Vergütung jedenfalls in der Regel nur bis maximal in Höhe der Gebühren verlangen, die ein mit der Beitreibung der Forderung beauftragter Anwalt aufgrund der BRAGO berechnen könnte (vgl. OLG Köln OLGZ 1972, 411, 413; OLG Bamberg JurBüro 1988, 72; MünchKomm, BGB, 2. Aufl., Rdnr. 8, Palandt, BGB, 52. Aufl., Rdnr. 9 und Soergel, BGB, 12. Aufl., Rdnr. 27 jeweils zu § 286).
  • OLG Hamburg, 21.09.1988 - 5 U 216/87

    "Irrtum vorbehalten" ; Auslegung allgemeiner Geschäftsbedingungen; Unangemessene

    Nach ständiger Rechtsprechung (vgl. u.a. OLG Köln, OLGZ 1972, 411) sind die Kosten des Inkassobüros wegen der aus § 254 Abs. 2 Satz 1 BGB folgenden Schadensminderungsobliegenheit lediglich in eingeschränktem Umfang zu ersetzen.
  • LG Köln, 09.08.2006 - 28 O 437/05

    Voraussetzungen für einen Anspruch zur Zahlung der Betreiberabgabe gem. § 54a

    Eine Erstattungspflicht etwaiger Inkassokosten entfällt nach Auffassung der Kammer jedenfalls dann, wenn der Schuldner vor der Einschaltung des Inkassobüros Einwendungen gegen die Forderung erhoben hatte (vgl. OLG Köln, OLGZ 1972, 411, 412; Seitz, Das Inkasso-Handbuch, 2. Aufl., Stuttgart: Schäffer, 1985, Rdn. 100, 122, 224).
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