Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
(1. Zum Weisungsrecht der Landesregierung bei Arbeitszeitregelung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Vorschrift über den Vertreter des öffentlichen Interesses als Vorschrift der Gerichtsverfassung; Initiativrecht und Mitbestimmung des Personalrats bei Fragen zur Arbeitszeit nach Vorgabe der Lage der Arbeitszeit durch die Landesregierung; Beteiligung der ...
Verfahrensgang
- VG Sigmaringen, 26.06.1989 - Pers 231/89
- VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89
- BVerwG, 22.02.1991 - 6 PB 9.90
Papierfundstellen
- ESVGH 40, 277
- PersR 1990, 373
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (11)
- BVerwG, 01.11.1983 - 6 P 28.82
Gegenstand der Personalvertretung - Initiativrecht der Personalvertretung - …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89
Der Senat unterstellt, daß das Initiativrecht auch auf den Abschluß einer Dienstvereinbarung gemäß § 73 LPVG gerichtet sein kann (vgl. BVerwG, Beschluß vom 1.11.1983, ZBR 1984, 151 = PersV 1985, 473; kritisch dazu OVG Münster, Beschluß vom 2.10.1985 - CL 10/84 --). - BVerfG, 27.04.1959 - 2 BvF 2/58
Bremer Personalvertretung
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89
Diesem Verfassungsgrundsatz der parlamentarischen Verantwortlichkeit der Regierung widerspricht es, wenn unabhängige Einigungsstellen verbindlich über Angelegenheiten dieser Art entscheiden könnten (vgl. dazu BVerfG, Urteil vom 27.4.1959, BVerfGE 9, 268 = NJW 59, 1171; HessStGH, Urteil vom 30.4.1959, PersV 1986, 227 = DVBl. 86, 936). - BVerwG, 08.11.1989 - 6 P 7.87
Sachverständige auf Kosten des Dienstherrn
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89
Das bedeutet, daß § 36 VwGO und das auf dieser Ermächtigungsgrundlage beruhende Landesrecht durch § 86 Abs. 2 LPVG und das durch diese Vorschrift für entsprechend anwendbar erklärte arbeitsgerichtliche Verfahrensrecht nicht verdrängt werden (BVerwG, Beschluß v. 8.11.1989, 6 P 7.87, PersR 1990, 102).
- BVerwG, 13.12.1978 - 6 C 46.78
Kürzungsregelung - Ortszuschlagsberechtigungen - Schließung einer Gesetzeslücke
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89
Aus diesem Grundsatz lassen sich indessen im Einzelfall für die Auslegung nur dann im Sinne einer Lückenfüllung Folgerungen ziehen, wenn es sich um eine vom Gesetzgeber versehentlich nicht erkannte, also um eine echte Regelungslücke handelt und wenn der Richter aufgrund der gesamten Umstände feststellen kann, daß der Gesetzgeber, wenn er den zu regelnden Sachverhalt bedacht hätte, selbst die durch Auslegung gefundene lückenfüllende Regelung getroffen hätte (vgl. BVerwG, Urteil vom 13.12.1978, BVerwGE 57, 183). - StGH Hessen, 30.04.1986 - P.St. 1023
Alarmbereitschaft; allgemeine Persönlichkeitsrecht; Angestellter; Antragsrecht; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89
Diesem Verfassungsgrundsatz der parlamentarischen Verantwortlichkeit der Regierung widerspricht es, wenn unabhängige Einigungsstellen verbindlich über Angelegenheiten dieser Art entscheiden könnten (vgl. dazu BVerfG, Urteil vom 27.4.1959, BVerfGE 9, 268 = NJW 59, 1171; HessStGH, Urteil vom 30.4.1959, PersV 1986, 227 = DVBl. 86, 936). - BVerwG, 19.10.1983 - 6 P 16.81
Erlass über die Ausbildung von Beratungslehrern und Mitbestimmungsrecht der …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89
Im Falle des Beschlusses des Bundesverwaltungsgerichts vom 19.10.1983 (6 P 16.81, Buchholz 238.31 § 79 Nr. 4, ergangen auf Rechtsbeschwerde gegen den Senatsbeschluß vom 19.5.1981, 13 S 215/80) hatte der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg das entsprechende Ministerium ausdrücklich beauftragt, eine Regelung über die Ausbildung von Lehrern zu erlassen, und das Ministerium hatte entsprechend diesem Auftrag im eigenen Namen eine solche Regelung erlassen. - VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 3129/89
1. Befugnis der Landesregierung zur Anordnung der Arbeitszeitregelung
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89
Die Landesregierung übte als oberste Landesbehörde mit der Anordnung über die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst vom 12.12.1988 (GABl 1989, 42) gegenüber den Angestellten und Arbeitern des Landes hinsichtlich der Arbeitszeit und der Mittagspause das Weisungsrecht (Direktionsrecht) wirksam aus (Parallelentscheidung zu 15 S 3128/89, 15 S 3129/89 und 15 S 3130/89). - BVerwG, 07.05.1981 - 6 P 35.79
Beteiligungsrecht der Personalvertretung an Ministerialbeschlüssen zur Regelung …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89
Insoweit liegen die Verhältnisse anders als bei den bisher vom Bundesverwaltungsgericht entschiedenen Fällen: Im Fall des Beschlusses des Bundesverwaltungsgerichts vom 7.5.1981 (6 P 35.79, Buchholz 238.38 Nr. 1) ging es um eine landesweite Abweichung von der regelmäßigen Arbeitszeit. - VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 3130/89
1. Zur Beteiligung des Vertreters des öffentlichen Interesses am …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89
Die Landesregierung übte als oberste Landesbehörde mit der Anordnung über die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst vom 12.12.1988 (GABl 1989, 42) gegenüber den Angestellten und Arbeitern des Landes hinsichtlich der Arbeitszeit und der Mittagspause das Weisungsrecht (Direktionsrecht) wirksam aus (Parallelentscheidung zu 15 S 3128/89, 15 S 3129/89 und 15 S 3130/89). - VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 3128/89
1. Zum Weisungsrecht der Landesregierung bei Arbeitszeitregelung
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 2410/89
Die Landesregierung übte als oberste Landesbehörde mit der Anordnung über die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst vom 12.12.1988 (GABl 1989, 42) gegenüber den Angestellten und Arbeitern des Landes hinsichtlich der Arbeitszeit und der Mittagspause das Weisungsrecht (Direktionsrecht) wirksam aus (Parallelentscheidung zu 15 S 3128/89, 15 S 3129/89 und 15 S 3130/89). - VGH Baden-Württemberg, 19.05.1981 - 13 S 2115/80
Personalrat; Beteiligung bei Regierungsmaßnahmen; Ausbildung von Beratungslehrern
- OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 19.12.1990 - 18 L 33/89
Mitbestimmung bei der Umsetzung einer Arbeitszeitverkürzung; Beteiligung am …
Es kann in diesem Zusammenhang offen bleiben, inwieweit eine Beteiligung einer Personalvertretung an Kabinettsentscheidungen schon aufgrund verfassungsrechtlicher und rahmenrechtlicher Vorgaben (§ 104 Satz 3 BPersVG) ausgeschlossen ist (dazu für Personalmaßnahmen BVerwG, Beschl. v. 18.10.1963, BVerwGE 17, 43 = PersV 1964, 13; Beschl. v. 1.10.1965 - VII P 8/64 -, ZBR 1966, 51 m.Anm. Möllerring; allgemein VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 8.5.1990 - 15 S 2410/89 -, PR 1990, 373 u. 3130/89 -).Mit dieser Beurteilung stimmt überein, daß auch in vergleichbaren Fällen, in denen das jeweilige Landeskabinett Beschlüsse hinsichtlich der Arbeitszeit in der Landesverwaltung gefaßt hat, in den darauf bezogenen Beschlußverfahren eine Beteiligung des Kabinetts (Ministerrats, Staatsministeriums) nicht in Betracht gezogen worden ist (vgl. BVerwG, Beschl. v. 7.5.1981 - 6 P 35.79 -, Buchholz 238.38 § 60 RhPfPersVG Nr. 1 zur Dienstbefreiung an Feiertagen und Fastnacht; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 8.5.1990 a.a.O. zur Arbeitszeitverkürzung).
- OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 19.12.1990 - 18 L 26/89
Anspruch auf Änderung eines Beschlusses über die Arbeitszeit in der …
Möllerring; allgemein VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 8.5.1990 - 15 S 2410/89 -, PR 1990, 373 u. 3130/89 -).Mit dieser Beurteilung stimmt überein, daß auch in vergleichbaren Fällen, in denen das jeweilige Landeskabinett Beschlüsse hinsichtlich der Arbeitszeit in der Landesverwaltung gefaßt hat, in den darauf bezogenen Beschlußverfahren eine Beteiligung des Kabinetts (Ministerrats, Staatsministeriums) nicht in Betracht gezogen worden ist (vgl. BVerwG, Beschl. v. 7.5.1981 - 6 P 35.79 -, Buchholz 238.38 § 60 RhPfPersVG Nr. 1 zur Dienstbefreiung an Feiertagen und Fastnacht; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 8.5.1990 a.a.O. zur Arbeitszeitverkürzung).
- OVG Niedersachsen, 16.02.2000 - 18 L 4470/97
Zulässigkeit eines Initiativantrages eines Personalrates; …
Das wird vom Gesetz nicht ausdrücklich ausgesprochen, folgt aber aus dem dienststellenbezogenen Aufbau der Personalvertretung und der Zuordnung des Personalrats zu seiner Dienststelle (BVerwG, Beschl. v. 21.2.1980 - 6 P 77.78 -, PersV 1980, 278 f.; Hess. VGH, Beschl. v. 14.11.1990 - BPV TK 1698/90 -, PersV 1993, 560, 562; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 8.5.1990 - 15 S 2410/89 -, PersV 1990, 373, 376 f.; v. 26.4.1994 - PL 15 S 162/93 -, PersR 1994, 561;… Fischer/Goeres, GKÖD, Bd. V, § 70 Rn. 10).
- VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 3129/89
1. Befugnis der Landesregierung zur Anordnung der Arbeitszeitregelung
Die Landesregierung war zum Erlaß der Anordnung über die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst vom 12.12.1988 (GABl 1989, 42) befugt (Parallelentscheidung zu 15 S 2410/89, 15 S 3128/89 und 15 S 3130/89). - VGH Hessen, 05.11.1992 - HPV TL 1187/90
Personalrat: Zum Initiativrecht bei Entscheidungskompetenz eines anderen Organs …
Es entfällt nicht dadurch, daß eine andere Behörde oder ein anderes Organ als der Dienststellenleiter für die Sachentscheidung zuständig ist (a.A. im Fall von Initiativanträgen nach dem Bundespersonalvertretungsgesetz der für Verfahren nach diesem Gesetz zuständige Fachsenat des Hess. VGH, Beschlüsse vom 14. November 1990 -- BPV TK 1698/90 -- S. 9 des amtlichen Umdrucks, vom 28. März 1990 -- BPV TK 459/90 -- S. 10 des amtlichen Umdrucks, und vom 1. September 1982 -- BPV TK 15/81 -- PersV 1983, 281; hinsichtlich des Landespersonalvertretungsgesetzes von Baden-Württemberg VGH Bad.-Württ., Beschlüsse vom 8. Mai 1990 -- 15 S 3129/89 -- VBlBW 1990, 342 f. mit Stellungnahme Schenke a.a.O. S. 326, -- 15 S 2410/89 -- ESVGH 40, 277 ff., 279 f.; vgl. auch BVerwG, Beschluß vom 23. Juli 1979 -- 6 P 28.78 -- PersV 1981, 70 f. = Buchholz 238.3 A § 68 BPersVG Nr. 1). - VGH Baden-Württemberg, 03.09.1991 - 15 S 243/91
Zum Beteiligungsumfang des Personalrats bei der Neubauplanung von Dienststellen
Wird daher die Maßnahme von einer anderen Stelle als der eigenen Dienststelle getroffen, so entfällt eine Beteiligung des bei der Dienststelle gebildeten Personalrats, soweit keine von dem Grundsatz abweichende Vorschrift eingreift (vgl. dazu ausführlich Senatsbeschlüsse vom 8.5.1990, 15 S 2410/89 = PersR 1990, 373 = ESVGH 40, 277, 15 S 3129/89 = VBlBW 1990, 342 und 15 S 3130/89 = VBlBW 1990, 337). - VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 3130/89
1. Zur Beteiligung des Vertreters des öffentlichen Interesses am …
Die Landesregierung kann als oberste Landesbehörde gegenüber den Angestellten und Arbeitern des Landes hinsichtlich der Arbeitszeit und der Pausen unmittelbar das Weisungsrecht (Direktionsrecht) ausüben (Parallelentscheidung zu 15 S 2410/89, 15 S 3128/89 und 15 S 3129/89). - OVG Niedersachsen, 18.03.1992 - 17 L 8355/91
Zustimmung eines Personalrates zur Änderung von Dienstplänen im Zusammenhang mit …
Es ist deshalb anerkannt, daß sich Befugnisse und Pflichten von Personalvertretung und Dienststelle gegenseitig bedingen und eine Mitbestimmung des örtlichen Personalrats entfällt, soweit die ihm zugeordnete Dienststelle keine eigenständige Maßnahme trifft, sondern die von einer übergeordneten Stelle getroffene Regelung lediglich bekannt gibt oder einer von ihr selbst daran anschließend erlassenen Maßnahme nur zu Grunde legt (BVerwG, Beschl. v. 22.2.1991 - 6 PB 10.90 -, PersR 1991, 282, m.Nachw.; VGH BW, Beschl. v. 8.5.1990, PersR 1990, 373 ff; OVG Lüneburg, Beschl. v. 6.11.1991 - 17 L 24 u. 26/90 -). - VGH Baden-Württemberg, 08.05.1990 - 15 S 3128/89
1. Zum Weisungsrecht der Landesregierung bei Arbeitszeitregelung
Die Landesregierung übte als oberste Landesbehörde mit der Anordnung über die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst vom 12.12.1988 (GABl 1989, 42) gegenüber den Angestellten und Arbeitern des Landes hinsichtlich der Arbeitszeit und der Mittagspause das Weisungsrecht (Direktionsrecht) wirksam aus (Parallelentscheidung zu 15 S 2410/89, 15 S 3129/89 und 15 S 3130/89).
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