Rechtsprechung
| BVerwG, 31.01.1957 - III C 128.56 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Braunschweig, 30.09.1955 - A I 42/55
- BVerwG, 31.01.1957 - III C 128.56
Papierfundstellen
- RLA 1957, 138
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 15.12.1955 - III C 172.54
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 31.01.1957 - III C 128.56
Der Senat hält an seiner bereits in den Urteilenvom 15. Dezember 1955 - BVerwG III C 172.54 - undvom 26. Oktober 1956 - BVerwG III C 96.56 - zum Ausdruck gebrachten Auffassung fest, daß Verluste, die nach § 8 Abs. 1 FG von der Feststellung ausgeschlossen sind, auch bei der Prüfung nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 FG, ob mehr als 50 v.H. des Hausrats verlorengegangen ist, nicht zu berücksichtigen sind.Bereits in demUrteil des erkennenden Senats vom 15. Dezember 1955 - BVerwG III C 172.54 - ist ausgesprochen, daß die Bewertung des Hausrats als einer Einheit voraussetzt, daß es sich bei dieser Hausratseinheit um nach dem Feststellungsgesetz feststellungsfähigen Hausrat handelt.
Daher geht es fehl, wenn Schulze in ZLA 1956 S. 241 aus diesen Entscheidungen die Folgerung zieht, auch erhalten gebliebener Hausrat solle von dem Gesamthausrat, zu dem der feststellungsfähige Hausratverlust nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 FG in Beziehung zu setzen ist, ausgenommen werden.
- BVerwG, 26.10.1956 - III C 96.56
Lastenausgleich, Hausratschaden
Auszug aus BVerwG, 31.01.1957 - III C 128.56
Der Senat hält an seiner bereits in den Urteilenvom 15. Dezember 1955 - BVerwG III C 172.54 - undvom 26. Oktober 1956 - BVerwG III C 96.56 - zum Ausdruck gebrachten Auffassung fest, daß Verluste, die nach § 8 Abs. 1 FG von der Feststellung ausgeschlossen sind, auch bei der Prüfung nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 FG, ob mehr als 50 v.H. des Hausrats verlorengegangen ist, nicht zu berücksichtigen sind.Gegenüber den zu dieser Rechtsprechung geäußerten Bedenken hat der Senat in dem in der Sache BVerwG III C 96.56 ergangenen Urteil vom 26. Oktober 1956 eindeutig an seiner Auffassung festgehalten und insbesondere betont, daß lediglich Verluste , die nach § 8 Abs. 1 FG von der Feststellung ausgenommen sind, auch bei der Bewertung, ob mehr als 50 v.H. des Hausrats verlorengegangen sei (§ 8 Abs. 2 Nr. 1 FG), als Rechnungsposten außer Ansatz zu bleiben hätten.
- BVerwG, 26.04.1956 - III C 106.55
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 31.01.1957 - III C 128.56
Hierzu hat der Senat in seinemUrteil vom 26. April 1956 - BVerwG III C 106.55 - ausgeführt, daß eine Hausrateinheit sich nicht nach bestimmten, im Möbelhandel üblichen und mit Rücksicht darauf auch vom Publikum anerkannten Zimmertypen richten müßte. - BVerwG, 27.01.1956 - IV C 113.55
Auszug aus BVerwG, 31.01.1957 - III C 128.56
In gleicher Richtung war bereits die Entscheidung des IV. Senatsvom 27. Januar 1956 - BVerwG IV C 113.55 - ergangen.
- BVerwG, 21.02.1957 - III C 251.56
Anforderungen an die Anzahl und Art der besessenen Möbelstücke für die …
§ 16 Abs. 4 FG erfordert, daß der Entschädigungsbewerber Eigentümer von Möbelstücken gewesen ist, die einander in der Weise ergänzt haben, daß sie bei Anlegung eines einfachsten Lebens- und Wohnverhältnissen entsprechenden Maßstabes noch eben ausgereicht hätten, um einen Wohnraum bewohnbar zu machen (Bestätigung von BVerwG III C 128.56 Urteil vom 31. Januar 1957).Gegenüber dem Verlangen der Beteiligten nach einem bestimmten Maßstab bei der Anwendung von § 16 Abs. 4 FG hat der erkennende Senat in dem Urteil vom 31. Januar 1957 - BVerwG III C 128.56 - einen solchen nur darin finden können, daß durch die Einrichtung ein Bewohnen eines Raumes ermöglicht, also ein Wohnbedürfnis befriedigt worden sein muß.
- BVerwG, 07.01.1960 - III C 254.58
Rechtsmittel
Der durch die lastenausgleichsrechtlich nicht berücksichtigungsfähigen Schädigungen (vgl. hierzu Urteil des erkennenden Senats vom 31. Januar 1957 - BVerwG III C 128.56 - [Buchholz BVerwG 427.2 zu § 8 FG Nr. 18] und Urteil vom 22. Oktober 1957 - BVerwG III C 279.56 - [BVerwGE 5, 270 [BVerwG 22.10.1957 - III C 279/56]]) auf einen unter dem Mindestmöbelerfordernis liegenden Bestand zusammengeschrumpfte Hausrat ist nicht feststellungsfähig, so daß in dem Falle des Schadenseintritts bis zum 8. Mai 1945 die Feststellung mit Recht unterblieben wäre. - BVerwG, 11.10.1957 - IV C 145.57
Rechtsmittel
Dagegen ist außerhalb des Geltungsbereichs des Grundgesetzes und des Gebiets von Berlin-West erhalten gebliebener Hausrat zum ursprünglichen, im Zeitpunkt der Schädigung vorhanden gewesenen Hausrat in Beziehung zu setzen (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. Dezember 1955 - III C 172.54 -, vom 26. Oktober 1956 - III C 96.56 - und vom 31. Januar 1957 - III C 128.56 -).
- BVerwG, 08.03.1962 - III C 315.59
Rechtsmittel
Die mit Lastenausgleichssachen befaßten Senate des Bundesverwaltungsgerichts haben in ständiger Rechtsprechung entschieden, daß es für die Frage, ob dem Erfordernis des § 16 Abs. 4 FG entsprochen worden sei, nur darauf ankomme, ob die "Möbel für mindestens einen Wohnraum" ihrer Zahl und Beschaffenheit nach auch bei Anlegung eines einfachen Lebenszuschnitts noch als Ausstattung eines Wohnraums gelten könnten (Urteile vom 27. Januar 1956 - BVerwG IV C 113.55 - [Buchholz BVerwG 427.2 § 16 FG Nr. 5];… vom 26. April 1956 - BVerwG III C 106.55 - [Buchholz a.a.O. § 16 FG Nr. 11]; vom 31. Januar 1957 - BVerwG III C 128.56 - [Buchholz a.a.O. § 8 FG Nr. 18];… vom 21. Februar 1957 - BVerwG III C 251.56 - [Buchholz a.a.O. § 16 FG Nr. 16];… vom 7. Februar 1958 - BVerwG IV C 43.57 - [Buchholz a.a.O. § 16 FG Nr. 28]). - BVerwG, 15.04.1958 - III C 110.56
Rechtsmittel
Der Senat, der bereits in seinem Urteil vom 26. Oktober 1956 - BVerwGE 4, 143 [BVerwG 26.10.1956 - III C 96/56] sowie auch in weiteren zu § 8 Abs. 2 Nr. 1 FG ergangenen Urteilen (vgl.Urteil vom 31. Januar 1957 - BVerwG III C 128.56 - [ZLA 1957 S. 124, RLA 1957 S. 138]) zu erkennen gegeben hat, daß Hausrat, der in der sowjetischen Besatzungszone erhalten geblieben ist, im Rahmen des § 8 Abs. 2 Nr. 1 FG in die Berechnung des Gesamthausrats einzubeziehen sei, hat nämlich späterim Urteil vom 22. Oktober 1957 - BVerwG III C 279.56 - ausgesprochen, daß es für die Feststellung der Voraussetzung des § 8 Abs. 2 Nr. 1 FG auf den Zeitpunkt des letzten feststellungsfähigen Schadens ankomme (vgl. auch Urteil des IV. Senatsvom 11. Oktober 1957 - BVerwG IV C 145.57 -). - BVerwG, 11.07.1957 - III C 58.57
Fehler bei Feststellung von Hausratverlust und Entscheidung über Zahlung von …
Daß sich demzufolge ein Katalog als fester Maßstab für die Mindestausstattung eines Raums mit Möbeln nicht finden läßt, hat der Senat, ebenso wie der gleichfalls mit Lastenausgleichssachen befaßte IV. Senat, wiederholt entschieden (vgl. etwaUrteile vom 26. April 1956 - BVerwG III C 106/55 - [RLA 1956 S. 222 = ZLA 1956 S. 253], vom 27. Januar 1956 - BVerwG IV C 113.55 - [ZLA 1956 S. 203 = RLA 1956 S. 125 = NJW 1956 S. 1084], vom 31. Januar 1957 - BVerwG III G 128.56 - [ZLA 1957 S. 124 = RLA 1957 S. 138] undvom 21. Februar 1957 - BVerwG III C 251.56 - [RLA 1957 S. 154 = ZLA 1957 S. 157]). - BVerwG, 08.03.1962 - III C 259.60
Rechtsmittel
Allerdings trifft die Ansicht des Klägers nicht zu, daß die Möbel, die nach den Feststellungen des Landesverwaltungsgerichts Eigentum des Klägers waren, bereits, ohne daß es weiterer Feststellungen bedürfte, ausreichten, das Eigentum an Möbeln für mindestens einen Wohnraum anzuerkennen, Dies hängt davon ab, ob der "Putzschrank" bei Anlegung eines einfachsten Lebens- und Wohnverhältnissen entsprechenden Maßstabes geeignet war, zur Unterbringung von Kleidung und Wäsche zu dienen (vgl. Urteile vom 31. Januar 1957 - BVerwG III C 128.56 - [ZLA 1957 S. 124] , vom 11. Juli 1957 - BVerwG III C 58.57 - [ZLA 1957 S. 302] und vom 7. Februar 1958 - BVerwG IV C 43.57 -). - BVerwG, 28.01.1960 - III C 88.58
Rechtsmittel
Das Verwaltungsgericht berief sich dabei auf die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Februar 1957 - BVerwG III C 251.56 - und vom 31. Januar 1957 - BVerwG III C 128.56 - sowie auf sein eigenes Urteil vom 5. Juli 1957 in der Sache III/912/55. - BVerwG, 12.01.1960 - IV C 359.58
Rechtsmittel
Damit hat das Verwaltungsgericht die nunmehr einhellige Rechtsprechung der lastenausgleichssenate des Bundesverwaltungsgerichts nicht berücksichtigt, nach der die Mindestmöbel im Sinne der erwähnten Vorschriften auch, wie im vorliegenden Falle, in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands - SBZ - oder in Ostberlin vorhanden sein können (z.B. BVerwG III C 110.56, BVerwG III C 128.56, BVerwG III C 279.56, BVerwG IV C 145.57).
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