Rechtsprechung
| OLG Brandenburg, 10.08.2001 - 9 WF 88/01 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Aufhebung der Prozesskostenhilfebewilligung bei Nichteinhaltung der Frist aufgrund grober Fahrlässigkeit ; Sanktionscharakter des § 124 Nr. 2 Zivilprozessrecht (ZPO)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
ZPO § 120 Abs. 4 S. 2 § 124 Nr. 2 § 127 Abs. 2
Rechtsfolgen der verspäteten Einlegung einer unbefristeten Beschwerde; Aufhebung der Prozesskostenhilfebewilligung
Verfahrensgang
- AG Bad Liebenwerda, 06.09.2000 - 26 F 53/97
- OLG Brandenburg, 10.08.2001 - 9 WF 88/01
Papierfundstellen
- FamRZ 2002, 403
- Rpfleger 2002, 34
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (5)
- OLG Köln, 12.06.1997 - 14 WF 65/97
Zulässigkeit der PHK-Beschwerde nach rechtskräftiger Entscheidung der Hauptsache
Auszug aus OLG Brandenburg, 10.08.2001 - 9 WF 88/01
Erst recht gilt dies für die Beschwerde gegen eine Prozesskostenhilfeentscheidung in Fällen, in denen die Beschwerde erst nach Beendigung der Instanz eingelegt wird (dazu OLG Köln, FamRZ 1997, 1544 [OLG Köln 12.06.1997 - 14 WF 65/97]; OLG Brandenburg, JurBüro 1996, 433).Im Allgemeinen wird das Zeitmoment nicht weniger als drei (OLG Bamberg FamRZ 1996, 618, 619) [OLG Bamberg 29.03.1995 - 7 WF 24/95], regelmäßig aber auch nicht mehr als sechs Monate betragen (OLG Köln NJW-RR 1998, 511 [OLG Köln 16.06.1997 - 14 WF 65/97]; vgl. auch OLG Bamberg, OLG-Report 1999, 83).
- OLG Köln, 16.06.1997 - 14 WF 65/97
Zulässigkeit PKH Beschwerde
Auszug aus OLG Brandenburg, 10.08.2001 - 9 WF 88/01
Im Allgemeinen wird das Zeitmoment nicht weniger als drei (OLG Bamberg FamRZ 1996, 618, 619) [OLG Bamberg 29.03.1995 - 7 WF 24/95], regelmäßig aber auch nicht mehr als sechs Monate betragen (OLG Köln NJW-RR 1998, 511 [OLG Köln 16.06.1997 - 14 WF 65/97]; vgl. auch OLG Bamberg, OLG-Report 1999, 83). - OLG Bamberg, 29.03.1995 - 7 WF 24/95
Zulässigkeit der Beschwerde gegen die ablehnende Prozeßkostenhilfeentscheidung …
Auszug aus OLG Brandenburg, 10.08.2001 - 9 WF 88/01
Im Allgemeinen wird das Zeitmoment nicht weniger als drei (OLG Bamberg FamRZ 1996, 618, 619) [OLG Bamberg 29.03.1995 - 7 WF 24/95], regelmäßig aber auch nicht mehr als sechs Monate betragen (OLG Köln NJW-RR 1998, 511 [OLG Köln 16.06.1997 - 14 WF 65/97]; vgl. auch OLG Bamberg, OLG-Report 1999, 83). - LAG Rheinland-Pfalz, 23.01.1998 - 4 Ta 237/97
Kein Formularzwang im Rahmen der Überprüfungspflicht im …
Auszug aus OLG Brandenburg, 10.08.2001 - 9 WF 88/01
Damit kann auch während eines laufenden Verfahrens Verwirkung wegen Zeitablaufes für eine gem. § 127 Abs. 2 S. 2 ZPO statthafte Beschwerde eintreten (…Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 59. Aufl. 2001, § 127, Rn. 66;… Thomas/Putzo, ZPO, 22. Aufl. 1999, § 127, Rn. 5;… Musielak, ZPO, 2. Aufl. 2000, § 127 Rn. 17;… Wieczorek/Schütze-Steiner, ZPO, 3. Aufl. 1995, § 127, Rn. 20;… Stein/Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl. 1994, § 127, Rn. 4;… wohl auch Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe, 2. Aufl. 1999, Rn. 886; vgl. ferner LAG Mainz BB 1998, 1539 sowie OLG Celle, OLGR 1995, 14). - OLG Brandenburg, 15.02.1996 - 10 WF 61/95
Auszug aus OLG Brandenburg, 10.08.2001 - 9 WF 88/01
Erst recht gilt dies für die Beschwerde gegen eine Prozesskostenhilfeentscheidung in Fällen, in denen die Beschwerde erst nach Beendigung der Instanz eingelegt wird (dazu OLG Köln, FamRZ 1997, 1544 [OLG Köln 12.06.1997 - 14 WF 65/97]; OLG Brandenburg, JurBüro 1996, 433).
- OLG Brandenburg, 03.03.2004 - 9 WF 49/04
Prozesskostenhilfebewilligungsverfahren für ein Ehescheidungsverbundverfahren: …
In dem nach Abschluss der Instanz sich fortsetzenden Prozesskostenhilfeverfahren ist die Partei der richtige Adressat (Brandenburgisches OLG FamRZ 2002, 403). - OLG Brandenburg, 14.11.2006 - 9 WF 345/06
Prozesskostenhilfe: Aufhebung der Bewilligung wegen Nichtbeantwortung …
Danach kann das Gericht den Umstand, dass die geforderten Unterlagen nicht fristgemäß eingegangen sind, im Rahmen der nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffenden Entscheidung über die Aufhebung berücksichtigen und die Prozesskostenhilfebewilligung insgesamt aufheben, wenn die Nichteinhaltung der Frist zumindest auf grober Fahrlässigkeit beruht (Brandenburgisches Oberlandesgericht FamRZ 2005, 47; 2002, 403). - LSG Baden-Württemberg, 30.06.2021 - L 8 AL 3520/20
Sozialgerichtliches Verfahren - Prozesskostenhilfe - Erinnerungsverfahren gegen …
Nach anderer Rechtsauffassung (Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 10.08.2001 - 9 WF 88/01 -, in juris) ist das betreffende Mandat mit Rechtskraft der Entscheidung in der Hauptsache erloschen und in dem nach Abschluss der Instanz sich fortsetzenden Prozesskostenhilfeverfahren die Partei der richtige Adressat. - OLG Dresden, 06.04.2010 - 21 WF 160/10
Zulässigkeit der Beschwerde gegen die Ablehnung der Prozesskostenhilfe; …
Nach der vom Oberlandesgericht Dresden vertretenen Auffassung zur Art dieses Prüfungsverfahrens, die schon bei der Frage, ob die Aufforderung zur Abgabe der Erklärung nach § 120 Abs. 4 Satz 2 ZPO sowie die nachfolgende Aufhebungsentscheidung an die Partei oder den Anwalt zu richten ist, geäußert wurde, handelt es sich um ein selbständiges Verwaltungsverfahren (OLG Dresden, NJ 2008, 315;… Beschluss vom 17.11.2009, Az.: 3 W 980/09, zitiert nach juris, Rdn. 12; OLG München, FamRZ 1993, 580; OLG Brandenburg, RPfleger 2002, 34; OLG Koblenz, FamRZ 2005, 531; OLG Hamm, FamRZ 2009, 1234; a.A. OLG Hamm…, Beschluss vom 30.01.2007, 2 WF9/07, juris-Dokument, Rdn. 14 m.w.N.; OLG Brandenburg, FamRZ 2008, 72; LAG Rheinland-Pfalz, MDR 2007, 432; BAG, NZA 2006, 1128).
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