Rechtsprechung
| OLG München, 30.10.1984 - 25 W 2718/84 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- Rpfleger 1985, 165
Wird zitiert von ... (5)
- LSG Bayern, 24.07.2014 - L 15 VK 16/13
Prozesskostenhilfe - Fahrtkostenvorschuss
Dabei ist auch die Notwendigkeit der Fahrt zum Gericht zu prüfen, denn nur die Kosten einer notwendigen Teilnahme können erstattet werden (vgl. Oberlandesgericht München, Beschluss vom 30.10.1984, Az.: 25 W 2718/84). - OLG Nürnberg, 03.12.1987 - 11 WF 3537/87
Beschwerderecht der Staatskasse gegen Entscheidungen im Rahmen der …
Hinzu kommt, daß sich entgegen der in Rechtsprechung und Literatur weitgehend vertretenen Auffassung (vgl. hierzu OLG München Rpfleger 1985, 165; OLG Stuttgart JurBüro 1996, 132;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 45. Aufl. § 122 Anm. 2 A c; Mümmler, JurBüro 1987, 1001) aus der Bewilligung von Prozeßkostenhilfe kein Anspruch auf Ersatz von Reisekosten ergibt, auch wenn das Gericht das persönliche Erscheinen der Parteien angeordnet hat.Soweit die eingangs erwähnte Auffassung damit begründet wird, der Grundsatz des fairen Verfahrens, das Erfordernis des rechtlichen Gehörs und die Notwendigkeit, einer minderbemittelten Partei die gleichen Chancen ihrer Rechtsverfolgung und Rechtsverteidigung zu gewähren, wie sie eine vermögende Partei von vorneherein habe, zwinge zu einer verfassungskonformen Anwendung des § 122 ZPO auf Erstattung der notwendigen Reisekosten (so OLG München Rpfleger 1985, 165), ist ihr entgegenzuhalten, daß der Schutz der minderbemittelten Partei durch die bundeseinheitlich erlassenen Bestimmungen über die Gewährung von Reiseentschädigungen an mittellose Personen und Vorschußzahlungen an Zeugen und Sachverständige vom 1. März 1977 (Bayern: JMBl 1977, 199) gewährleistet ist (vgl. hierzu BayVGH BayVBl 1985, 438).
- OLG München, 21.11.1996 - 25 W 2981/96
Anspruch auf Reisekostenvorschuß der bedürftigen Partei
Es entspricht heute allgemeiner Meinung, daß nach § 122 Abs. 1 Nr. 1 ZPO der bedürftigen Partei, der Prozeßkostenhilfe bewilligt wurde, Reisekosten, die für eine notwendige Teilnahme an einem Gerichtstermin entstanden sind, erstattet werden (so bereits Senatsbeschluß vom 30.10.84, Rpfleger 1985, 165;… Thomas/Putzo, ZPO 19. Aufl. §.122 Rn. 1;… Zöller/Philippi ZPO 19. Aufl. § 122 Rn. 39;… MünchKomm ZPO /Wax § 122 Rn. 12;… Stein-Jonas/Bork ZPO 21. Aufl. § 122 Rn. 11). - OLG Düsseldorf, 19.03.1991 - 10 W 24/91 Sie wird von der im Vordringen befindlichen und bereits herrschenden Meinung bejaht (…vgl. z.B. Baumbach/Hartmann, 46. Aufl., § 122 ZPO Anm. 2 A c;… Zöller/Schneider, 15. Aufl., § 122 ZPO Rdn. 7; Mümmler, JurBüro 1987, 1001; OLG München, Rpfleger 1985, 165; OLG Stuttgart, JurBüro 1986, 132; OLG Köln, Rpfleger 1988, 79; OLG Koblenz, JurBüro 1989, 1721; OLG Düsseldorf, 4. Zivilsenat, JurBüro 1989, 839; OLG Bamberg, JurBüro 1989, 1285; OLG Nürnberg, JurBüro 1990, 1023 unter ausdrücklicher Aufgabe seiner bisherigen Rechtspr., beispielsweise JurBüro 1988, 773).
- OLG Köln, 15.06.1987 - 17 W 294/87 In erweiternder Auslegung des § 122 Abs. 1 ZPO kann das Gericht nach herrschender Meinung in Literatur und Rechtsprechung die Wirkungen der Prozeßkostenhilfe dahin ausdehnen, daß der armen Partei, der Prozeßkostenhilfe bewilligt worden ist, auch die Kosten notwendiger prozeßbezogener Reisen aus der Staatskasse erstattet werden (BGHZ 64, 139 zu § 115 Abs. 1 Nr. 1 ZPO a.F.; OLG Hamm JurBüro 1982, 1406; OLG München Rpfleger 1985, 165; OLG Stuttgart MDR 1985, 852;… Schneider in Zöller, ZPO 15. Aufl. § 122 Anm. 39;… Thomas/Putzo, ZPO 12. Aufl. § 122 Anm. 1).
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Rechtsprechung
| OLG Zweibrücken, 26.09.1984 - 2 WF 172/83 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- Rpfleger 1985, 165
Wird zitiert von ... (6)
- OLG Saarbrücken, 29.12.1986 - 1 W 44/86
Prozeßkostenhilfe-Bewilligung; Entzug durch Rechtspfleger; Aufhebung der …
Mit dieser Feststellung sieht der erk. Senat sich in Übereinstimmung mit der herrschenden Auffassung in Rechtspr. und Literatur (…vgl. etwa Thomas/Putzo, ZPO , 13. Aufl., Anm. 3 zu § 127 ;… Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO , 44. Aufl., Anm. 7 A, B a zu § 127; OLG Zweibrücken, Rpfleger 1985, 165; OLG Bamberg FamRZ 1984, 1244).Die Ablehnung einer Entscheidung gemäß § 124 ZPO stellt jedoch keine PKH-Bewilligung i. S. des § 127 Abs. 2 Satz 1 ZPO dar (vgl. OLG Zweibrücken, Rpfleger 1985, 165).
- LAG Hamm, 27.01.2006 - 4 Ta 745/05
Aufhebung der PKH-Bewilligung wegen Nichtvorliegens der …
Hat die Partei richtige und vollständige Angaben zu ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen gemacht und hat das Prozessgericht uneingeschränkt Prozesskostenhilfe bewilligt, ist eine Abänderung oder Aufhebung von Amts wegen aufgrund einer geänderten Beurteilung der Sach- und Rechtslage (OLG Stuttgart v. 05.04.1984 - 15 WF 140/84, FamRZ 1984, 722 = Justiz 1984, 397; OLG Hamburg v. 15.11.1995 - 12 WF 146/95, FamRZ 1996, 874 = Rpfleger 1996, 163; OLG Karlsruhe v. 31.05.2000 - 2 WF 40/00 + 2 WF 41/00, juris Dok-Nr. KORE401822001; a.A. OLG Köln v. 08.06.1982 - 21 WF 78/82, FamRZ 1982, 1226; OLG Zweibrücken v. 26.09.1984 - 2 WF 172/83, Rpfleger 1985, 165) oder einer rechtsirrig erfolgten Bewilligung nicht zulässig (OLG Hamm v. 28.05.1984 - 3 WF 125/84, JurBüro 1985, 1266 = NJW 1984, 2837 = Rpfleger 1984, 432; OLG Brandenburg v. 01.07.1999 - 9 WF 94/99, FamRZ 2000, 1229 = MDR 2000, 174 = OLGR Brandenburg 2000, 61; a.A. OLG Bremen v. 05.03.1985 - 5 WF 237/84 [b], FamRZ 1985, 728; OLG Zweibrücken v. 07.03.1988 - 2 WF 12/88, JurBüro 1988, 1062 [Mümmler]). - LAG Hamm, 07.03.2003 - 4 Ta 609/02
Berücksichtigung des schutzwürdigen Vertrauens der Partei bei …
Hat die Partei richtige und vollständige Angaben zu ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen gemacht und hat das Prozeßgericht uneingeschränkt Prozeßkostenhilfe bewilligt, ist eine Abänderung oder Aufhebung von Amts wegen aufgrund einer geänderten Beurteilung der Sach- und Rechtslage (OLG Stuttgart v. 05.04.1984 - 15 WF 140/84, FamRZ 1984, 722 = Justiz 1984, 397; OLG Hamburg v. 15.11.1995 - 12 WF 146/95, FamRZ 1996, 874 = Rpfleger 1996, 163; OLG Karlsruhe v. 31.05.2000 - 2 WF 40/00 + 2 WF 41/00, n.v.; a.A. OLG Köln v. 08.06.1982 - 21 WF 78/82, FamRZ 1982, 1226; OLG Zweibrücken v. 26.09.1984 - 2 WF 172/83, Rpfleger 1985, 165) oder einer rechtsirrig erfolgten Bewilligung nicht zulässig (OLG Hamm v. 28.05.1984 - 3 WF 125/84, JurBüro 1985, 1266 = NJW 1984, 2837 = Rpfleger 1984, 432; OLG Brandenburg v. 01.07.1999 - 9 WF 94/99, FamRZ 2000, 1229 = MDR 2000, 174 = OLGR Brandenburg 2000, 61; a.A. OLG Bremen v. 05.03.1985 - 5 WF 237/84 [b], FamRZ 1985, 728; OLG Zweibrücken v. 07.03.1988 - 2 WF 12/88, JurBüro 1988, 1062 [Mümmler]).
- LAG Hamm, 30.06.2003 - 18 Ta 350/03
Abänderung, Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse, Vertrauensschutz, …
Hat die Partei richtige und vollständige Angaben zu ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen gemacht und hat das Prozessgericht uneingeschränkt Prozesskostenhilfe bewilligt, ist eine Abänderung oder Aufhebung von Amts wegen aufgrund einer geänderten Beurteilung der Sach- und Rechtslage (OLG Stuttgart v. 05.04.1984 - 15 WF 140/84, FamRZ 1984, 722 = Justiz 1984, 397; OLG Hamburg v. 15.11.1995 - 12 WF 146/95, FamRZ 1996, 874 = Rpfleger 1996, 163; OLG Karlsruhe v. 31.05.2000 - 2 WF 40/00 + 2 WF 41/00, n.v.; a.A. OLG Köln v. 08.06.1982 - 21 WF 78/82, FamRZ 1982, 1226; OLG Zweibrücken v. 26.09.1984 - 2 WF 172/83, Rpfleger 1985, 165) oder wegen einer rechtsirrig erfolgten Bewilligung nicht zulässig (vgl. LAG Hamm, Beschluss vom 07.03.2003 - 4 Ta 609/02 - m.w.N.; OLG Hamm v. 28.05.1984 - 3 WF 125/84, JurBüro 1985, 1266 = NJW 1984, 2837 = Rpfleger 1984, 432; OLG Brandenburg v. 01.07.1999 - 9 WF 94/99, FamRZ 2000, 1229 = MDR 2000, 174 = OLGR Brandenburg 2000, 61; a.A. OLG Bremen v. 05.03.1985 - 5 WF 237/84 [b], FamRZ 1985, 728; OLG Zweibrücken v. 07.03.1988 - 2 WF 12/88, JurBüro 1988, 1062 [Mümmler]). - LAG Hamm, 04.06.2003 - 4 Ta 355/03
Berücksichtigung des schutzwürdigen Vertrauens der Partei bei …
Hat die Partei richtige und vollständige Angaben zu ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen gemacht und hat das Prozeßgericht uneingeschränkt Prozeßkostenhilfe bewilligt, ist eine Abänderung oder Aufhebung von Amts wegen aufgrund einer geänderten Beurteilung der Sach- und Rechtslage (OLG Stuttgart v. 05.04.1984 - 15 WF 140/84, FamRZ 1984, 722 = Justiz 1984, 397; OLG Hamburg v. 15.11.1995 - 12 WF 146/95, FamRZ 1996, 874 = Rpfleger 1996, 163; OLG Karlsruhe v. 31.05.2000 - 2 WF 40/00 + 2 WF 41/00, n.v.; a.A. OLG Köln v. 08.06.1982 - 21 WF 78/82, FamRZ 1982, 1226; OLG Zweibrücken v. 26.09.1984 - 2 WF 172/83, Rpfleger 1985, 165) oder einer rechtsirrig erfolgten Bewilligung nicht zulässig (OLG Hamm v. 28.05.1984 - 3 WF 125/84, JurBüro 1985, 1266 = NJW 1984, 2837 = Rpfleger 1984, 432; OLG Brandenburg v. 01.07.1999 - 9 WF 94/99, FamRZ 2000, 1229 = MDR 2000, 174 = OLGR Brandenburg 2000, 61; a.A. OLG Bremen v. 05.03.1985 - 5 WF 237/84 [b], FamRZ 1985, 728; OLG Zweibrücken v. 07.03.1988 - 2 WF 12/88, JurBüro 1988, 1062 [Mümmler]). - OLG Zweibrücken, 25.08.1986 - 2 WF 38/86 Der Senat hält nicht mehr an seinem in dem Beschluß vom 26. September 1984 (Rpfleger 1985, 165 f) vertretenen Standpunkt fest, daß allein aufgrund unrichtiger Beurteilung der - unveränderten - wirtschaftlichen Situation die zunächst uneingeschränkt bewilligte Prozeßkostenhilfe durch nachträgliche Anordnung von Ratenzahlungen beschränkt werden kann.
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