Rechtsprechung
| OLG Naumburg, 05.09.1995 - 8 WF 68/95 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für ein Verfahren auf Auseinandersetzung der Gütergemeinschaft ; Verpflichtung zur Betreibung der Auflösung der Gütergemeinschaft als Folgesache im Ehescheidungsverfahren
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Verfahrensgang
- AG Naumburg, 31.05.1995 - 7 F 21/95
- OLG Naumburg, 05.09.1995 - 8 WF 68/95
Papierfundstellen
- FamRZ 1996, 752
- Rpfleger 1996, 206
Wird zitiert von ... (6)
- OLG Dresden, 06.07.2000 - 20 WF 318/00
Zur Frage des Bestehens eines Scheidungsverbunds und der Mutwilligkeit der …
Trotz dieser unterschiedlichen Rechtsauffassungen kann generell festgehalten werden, diese Ansicht wird auch vom Senat geteilt, dass die Verfolgung von Ansprüchen außerhalb des Verbundes dann jedenfalls nicht mutwillig ist, wenn triftige, vernünftige - sachliche - Gründe vorliegen (OLG Stuttgart, FamRZ 1992, 196 [OLG Stuttgart 01.10.1991 - 15 WF 377/91]; OLG Hamburg, FamRZ 1998, 1178 [OLG Hamburg 21.04.1997 - 12 WF 32/97]; OLG Naumburg, FamRZ 1996, 752 [OLG Naumburg 05.09.1995 - 8 WF 68/95] - zwingender Grund - OLG Brandenburg, FamRZ 1998, 245; OLG Thüringen, FamRZ 1998, 1179 und OLGR 1999, 404; OLG Schleswig, FamRZ 2000, 430 [OLG Schleswig 23.06.1999 - 13 WF 54/99]).Da kein sachlicher Grund dafür vorliegt, die jetzigen Ansprüche außerhalb des Verbundes geltend zu machen, kommt es auf die streitige Frage an, ob Prozesskostenhilfe generell versagt werden muss (s. o. 2.a m.Rspr.Hinw.; OLG Hamm, OLGR 1996, 180; FamRZ 1992, 452; 576 ff.; OLG München, OLGR 1995, 212f) oder nicht (OLG Bremen, FamRZ 1998, 245 [OLG Bremen 30.01.1997 - 5 WF 137/96]; OLG Naumburg, FamRZ 1996, 752 [OLG Naumburg 05.09.1995 - 8 WF 68/95];… Zöller-Philippi, a.a.O., § 623, Rn. 24f) bzw. ob die Prozesskostenhilfe bloß hinsichtlich der Mehrkosten verweigert wird (OLG Franfurt, FamRZ 1997, 1411; OLG Köln, FamRZ 1994, 314 [OLG Köln 26.07.1993 - 25 WF 149/93]; NJW-RR 1994, 1093; OLG Dresden, 20. Senat, FamRZ 1999, 601) oder die Mehrkosten erst im Festsetzungsverfahren zu berücksichtigen sind (OLG Düsseldorf, FamRZ 1992, 457f [OLG Düsseldorf 15.11.1991 - 3 WF 182/91]; OLG Rostock, FamRZ 1999, 579).
Vor diesem Hintergrund werden gerade die Entscheidungen begründet, die das Merkmal der Mutwilligkeit verneinen (OLG Bremen, FamRZ 1998, 245 [OLG Bremen 30.01.1997 - 5 WF 137/96]; OLG Naumburg, FamRZ 1996, 752 [OLG Naumburg 05.09.1995 - 8 WF 68/95]).
- BSG, 29.01.1997 - 11 RAr 21/96
Unzumutbarkeit der Verwertung einer Kapitallebensversicherung vor Inanspruchnahme …
Dabei verkennt der Senat nicht, daß die Rechtsprechung zur Sozialhilfe und zur Prozeßkostenhilfe die Verwertung von Kapitallebensversicherungen grundsätzlich für zumutbar hält (OVG Lüneburg FEVS 36, 473, 475; OVG Münster FEVS 45, 58, 60 f; BayVGH vom 9. Februar 1994 - 12 C 93.1060 - unveröffentlicht; ArbG Regensburg Rpfleger 1994, 70 f; HessFinanzG EFG 1996, 199 f; AmtsG Höxter FamRZ 1996, 752f. m abl Anm. v Zieroth; differenzierend: VGH Mannheim FEVS 39, 293, 296f.). - OLG Naumburg, 14.10.2004 - 8 WF 191/04
Zugewinnkklage nach Einreichung der Scheidung
Diese Ansicht entspricht der ständigen Rechtsprechung des Senates (vgl. Senat, FamRZ 1996, 752); sie wird auch vom 3. Familiensenat des Oberlandesgerichts Naumburg (OLG Naumburg, FamRZ 2001, 1082 f.) und von der Literatur vertreten (…vgl. nur Zöller/Philippi, ZPO, 24. Aufl., § 623 Rn 24b m.w.N.).
- OLG Jena, 18.01.1999 - WF 159/98
Voraussetzungen der Prozesskostenhilfe; Bewilligung nur für den kostengünstigsten …
Denn wer eine Folgesache ohne anerkennenswerte Gründe außerhalb des Verbundes geltend macht, handelt mutwillig, so dass keine Prozesskostenhilfe bewilligt werden kann (Thüringer Oberlandesgericht, Senat für Familiensachen, Beschluss vom 28.8.1997 zu WF 115/97, FamRZ 1998, 1179 ; Beschluss vom 4.3.1998 zu WF 178/97; Brandenburgisches Oberlandesgericht, FamRZ 1998, 245 ; OLG Hamm; 12. Senat für Familiensachen, OLG Rp Hamm 1996, 180; OLG Hamm, 4. Familiensenat, FamRZ 1992, 452 ; OLG Hamm, 7. Familiensenat, FamRZ 1992, 576 ff mit weiteren Nachweisen OLG München, OLG Rp München 1995, 212 f.; grundsätzlich auch, aber bloß hinsichtlich der konkreten Mehrkosten OLG Frankfurt, 1. Senat für Familiensachen, FamRZ 1997, 1411 OLG Köln, FamRZ 1994, 314 f.; z.T. oder insgesamt abweichender Auffassung: OLG Düsseldorf, 1. Familiensenat, FamRZ 1994, 635, 636; (Mehrkosten seien im Festsetzungsverfahren zu berücksichtigen) OLG Düsseldorf, 3. Familiensenat, FamRZ 1992, 457 f.; OLG Hamburg, FamRZ 1998, 1178 ; OLG Bremen, FamRZ 1998, 245 f.; OLG Nürnberg, EzFamR aktuell 1997, 78 ff.; OLG Sachsen Anhalt, FamRZ 1996, 752 ). - OLG Naumburg, 03.11.2000 - 3 WF 136/00
Zur Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine isolierte Stufenklage auf …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Dresden, 25.11.1998 - 20 WF 519/98
Mutwillige Rechtsverfolgung bei Geltendmachung des Zugewinns erst nach Beendigung …
Der noch weitergehenden Auffassung, Prozesskostenhilfe müsse angesichts des Wahlrechts der Parteien bei nicht zum Zwangsverbund gehörenden Folgesachen generell auch bei der Geltendmachung im isolierten Verfahren bewilligt werden (vgl. OLG Bremen, FamRZ 1998, 245 [OLG Bremen 30.01.1997 - 5 WF 137/96]; OLG Naumburg, FamRZ 1996, 752 [OLG Naumburg 05.09.1995 - 8 WF 68/95]), vermag der Senat ebenfalls nicht beizutreten.
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Rechtsprechung
| OLG Koblenz, 04.10.1995 - 10 W 397/95 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de (Leitsatz)
Papierfundstellen
- FamRZ 1996, 617 (Ls.)
- Rpfleger 1996, 206
Wird zitiert von ... (5)
- LAG Baden-Württemberg, 04.01.2011 - 18 Ta 8/10
Prozesskostenhilfe - Berücksichtigung einer Abfindungszahlung und des …
Jedoch ist im Rahmen des § 120 Abs. 4 ZPO die Aufhebung der Prozesskostenhilfebewilligung nicht vorgesehen und deshalb untersagt (OLG Koblenz 4. Oktober 1995 - 10 W 397/95 - Rpfleger 1996, 206).Die gegen eine solche Entscheidung gerichtete Beschwerde ist schon dann zurückzuweisen, wenn die ab dem Zugang des Änderungsbeschlusses bis zur Beschwerdeentscheidung angefallenen Raten den geforderten Erstattungsbetrag übersteigen (OLG Koblenz 4. Oktober 1995 aaO; LAG Nürnberg 24. Januar 1990 - 8 Ta 37/89 - LAGE ZPO § 115 Nr. 41).
- OLG Koblenz, 28.11.2000 - 8 W 751/00
Rechtsfolgen einer Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse durch Abschluß …
Auch ist der von der Rechtspflegerin gewählte weg, die sofortige volle Zahlung aller bereits fälligen Kosten anzuordnen, grundsätzlich nicht zu beanstanden, weil die der Partei bewilligte Prozesskostenhilfe nach § 120 Abs. 4 ZPO wegen nachträglichen Vermögenserwerbs nicht aufgehoben werden darf (vgl. hierzu statt aller OLG Koblenz in RPfl 96, 206 = FamRZ 96, 617;… Zöller-Philippi a.a.O. Rdn. 24 mit weiteren umfangreichen Nachweisen).Auch ist eine Partei nach nunmehr wohl einhellig vertretener Ansicht (vgl. hierzu OLG Zweibrücken in MDR 97, 886; OLG Bamberg in FamRZ 1995, 374; OLG Koblenz in RPfl 1996, 206) nicht generell verpflichtet, erworbenes Vermögen vorrangig zur Deckung der Prozesskosten und erst nachrangig zur Tilgung bestehender Schulden einzusetzen.
- OLG Koblenz, 07.11.2005 - 5 W 691/05
Prozeßkostenhilfeverfahren: Änderung der Ratenzahlungsanordnung nach …
Anders wäre es nur, wenn die Klägerin die jetzt nicht mehr vorhandenen Gelder in missbilligenswerter Weise verwandt und nicht notwendige Ausgaben getätigt hätte (OLG Bamberg JurBüro 1993, 52; OLG Bamberg FamRZ 1995, 374, 375; OLG Bamberg FamRZ 1995, 1590, 1591; OLG Brandenburg MDR 1998, 306, 307; OLG Koblenz 10. Zivilsenat FamRZ 1996, 617). - OLG Koblenz, 26.09.2000 - 9 WF 557/00
Einsatz einer im Laufe des Rechtsstreits vergleichsweise gezahlten …
Die Klägerin ist demgemäß so zu behandeln, als stünden ihr noch Mittel zur Bezahlung der von der Staatskasse getragenen Gerichts- und Anwaltskosten zur Verfügung (OLG Koblenz, Rpfleger 1996, 206 ). - OLG Köln, 03.09.1998 - 14 WF 117/98 Eine solche Verbesserung rechtfertigt nur eine Änderung der erlassenen PKH-Entscheidung gem. § 120 IV ZPO, nicht aber eine Aufhebung der bewilligten Prozeßkostenhilfe (OLG Koblenz Rpfleger 1996, 206; OLG Brandenburg FamRZ 1997, 1543; vgl. Büttner Rpfleger 1997, 347 (349) m.w.N.).
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