Rechtsprechung
| SG Marburg, 19.07.2006 - S 12 KA 45/05 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Vertragsarztangelegenheiten
- openjur.de
- Justiz Hessen
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- SG Marburg, 19.07.2006 - S 12 KA 45/05
- LSG Hessen, 11.03.2009 - L 4 KA 55/06
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (8)
- BSG, 26.06.2002 - B 6 KA 28/01 R
Auswirkungen der Auflösung einer fachübergreifenden Gemeinschaftspraxis auf …
Auszug aus SG Marburg, 19.07.2006 - S 12 KA 45/05
An Einzelfallentscheidungen auf der Grundlage einer generellen Ausnahme- bzw. Härteregelung im HVM sind die Krankenkassenverbände nicht beteiligt (vgl. BSG…, Urteil vom 21. Oktober 1998, Az: B 6 KA 71/97 R, SozR 3-2500 § 85 Nr. 28 = BSGE 83, 52 = NZS 1999, 362, zitiert nach juris, Rdnr. 28; BSG, Urteil vom 26. Juni 2002, Az: B 6 KA 28/01 R, SozR 3-2500 § 85 Nr. 47 = NZS 2003, 494).Die Entscheidung eines in zwei Fachgebieten zugelassenen Vertragsarztes, seine Tätigkeit schwerpunktmäßig auf ein Fachgebiet auszurichten und im anderen Fachgebiet nur gelegentlich tätig zu werden, ist Teil seiner durch Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG geschützten Berufsausübungsfreiheit.Dies wird die Beklagte vor einer Neubescheidung nachzuholen haben.Aus dem Grundsatz der Honorarverteilungsgerechtigkeit ist abzuleiten, dass nur ihrer Art nach vergleichbare Leistungen zu einem Honorartopf zusammengefasst werden dürfen (BSGE 73, 131, 139; zuletzt Urteil v. 28.06.2002, Az.: B 6 KA 28/01 R, SozR 3-2500 § 85 Nr. 47 = NZS 2003, 494).
Diese Ziel wird jedoch verfehlt, wenn durch die Honorierung zahlreicher arztgruppenfremder Leistungen der Punktwert vom Leistungsverhalten anderer Arztgruppen abhängt (vgl. BSG, Urteil vom 28.06.2002, B 6 KA 28/01 R, a.a.O.).
Deshalb könne die KV verpflichtet sein, bei erheblichen Anteilen von Leistungen, die durch Ärzte von fachübergreifenden Gemeinschaftspraxen arztgruppenfremd erbracht werden, im HVM entsprechende Vorkehrungen zu treffen, wie das etwa in dem HVM der KV Südbaden der Fall sei, nach dem den fachübergreifenden Gemeinschaftspraxen mehrere interne Abrechnungsnummern zugeordnet werden würden (so BSG, Urteil v. 28.06.2002, Az.: B 6 KA 28/01 R, SozR 3-2500 § 85 Nr. 47 = NZS 2003, 494, zitiert nach juris, Rdnr. 23).
Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass den Ärzten mit Doppelzulassung mehrere interne Abrechnungsnummern zugeordnet werden (so BSG, Urt. v. 26.06.2002, B 6 KA 28/01 R zur Problematik fachübergreifender Gemeinschaftspraxen).Im Hinblick auf unterschiedliche Punktwerte der beiden möglichen Honorarfonds von meist 1 bis zwei Cents kommt der Zuordnung zu einem Honorarfonds auch erhebliche Bedeutung für die Klägerin zu.Die Beklagte wird daher vor einer Neubescheidung der Klägerin in ihrem HVM Kriterien aufstellen müssen, die eine Zuordnung der Abrechnung der Klägerin zu den Honorarfonds, die aufgrund ihrer Doppelzulassung in Betracht kommen, gewährleisten.
- BSG, 29.09.1993 - 6 RKa 65/91
Kassenarzt - Honorarvergütung - Leistungsbezug
Auszug aus SG Marburg, 19.07.2006 - S 12 KA 45/05
Dies wird die Beklagte vor einer Neubescheidung nachzuholen haben.Aus dem Grundsatz der Honorarverteilungsgerechtigkeit ist abzuleiten, dass nur ihrer Art nach vergleichbare Leistungen zu einem Honorartopf zusammengefasst werden dürfen (BSGE 73, 131, 139;… zuletzt Urteil v. 28.06.2002, Az.: B 6 KA 28/01 R, SozR 3-2500 § 85 Nr. 47 = NZS 2003, 494). - BSG, 21.10.1998 - B 6 KA 71/97 R
Honorarverteilungsmaßstab - Kassenzahnärztliche Vereinigung - Budgetierung der …
Auszug aus SG Marburg, 19.07.2006 - S 12 KA 45/05
An Einzelfallentscheidungen auf der Grundlage einer generellen Ausnahme- bzw. Härteregelung im HVM sind die Krankenkassenverbände nicht beteiligt (vgl. BSG, Urteil vom 21. Oktober 1998, Az: B 6 KA 71/97 R, SozR 3-2500 § 85 Nr. 28 = BSGE 83, 52 = NZS 1999, 362, zitiert nach juris, Rdnr. 28; BSG…, Urteil vom 26. Juni 2002, Az: B 6 KA 28/01 R, SozR 3-2500 § 85 Nr. 47 = NZS 2003, 494).Die Entscheidung eines in zwei Fachgebieten zugelassenen Vertragsarztes, seine Tätigkeit schwerpunktmäßig auf ein Fachgebiet auszurichten und im anderen Fachgebiet nur gelegentlich tätig zu werden, ist Teil seiner durch Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG geschützten Berufsausübungsfreiheit.
- BSG, 07.02.1996 - 6 RKa 68/94
Bildung fachgruppenbezogener Honorarkontingente bei der Budgetierung der …
Auszug aus SG Marburg, 19.07.2006 - S 12 KA 45/05
Wenn auch die Bildung solcher Honorargruppen bzw. Honorar(unter)gruppen grundsätzlich nicht zu beanstanden ist (vgl. bereits BSG, Urt. v. 07.02.1996, Az.: 6 RKa 68/94), so wird die Verwaltungspraxis der Beklagten nicht den gesetzlichen Anforderungen gerecht.Sofern der HVM der Beklagten für Ärzte mit mehreren zugelassenen Facharztbezeichnungen keine Regelung über eine Zuordnung zu einem Honorarfonds trifft, handelt es sich um eine wesentliche Regelung, die nur in der Form einer Satzung ergehen kann und die damit von der Vertreterversammlung als Teil des Honorarverteilungsmaßstabs zu beschließen ist. - BSG, 03.03.1999 - B 6 KA 15/98 R
Honorarverteilungsmaßstab - Zulässigkeit - Honorarkontingent - …
Auszug aus SG Marburg, 19.07.2006 - S 12 KA 45/05
Die Einführung einer Honorarverteilung nach festen arztgruppenbezogenen Kontingenten soll gewährleisten, dass die Entwicklung des Punktwertes von den fachgruppenspezifischen Mengenausweitungen abhängig ist (BSG SozR 3-2500 § 85 Nr. 31). - BSG, 26.01.2000 - B 6 KA 53/98 R
Beschränkung der vertragsärztlichen Tätigkeit bei Zulassung für zwei Fachgebiete …
Auszug aus SG Marburg, 19.07.2006 - S 12 KA 45/05
Ohne eine ausdrückliche Regelung ist eine KV nicht berechtigt, die Fallpunktzahl für Basislaborleistungen gegen den Willen des betroffenen Vertragsarztes mit Doppelzulassung auf der Grundlage des arithmetischen Mittelwerts entsprechend zu berechnen (vgl. BSG…, Urteil vom 20. Januar 1999, Az: B 6 KA 78/97 R, SozR 3-2500 § 87 Nr. 20, hier zitiert nach juris, Rdnr. 15; s. a. BSG, Urteil vom 26. Januar 2000, Az: B 6 KA 53/98 R, SozR 3-2500 § 95 Nr. 22). - BSG, 20.01.1999 - B 6 KA 78/97 R
Vertragsarzt - Zulassung - zwei Fachgebiete - Festsetzung - einheitliche …
Auszug aus SG Marburg, 19.07.2006 - S 12 KA 45/05
Ohne eine ausdrückliche Regelung ist eine KV nicht berechtigt, die Fallpunktzahl für Basislaborleistungen gegen den Willen des betroffenen Vertragsarztes mit Doppelzulassung auf der Grundlage des arithmetischen Mittelwerts entsprechend zu berechnen (vgl. BSG, Urteil vom 20. Januar 1999, Az: B 6 KA 78/97 R, SozR 3-2500 § 87 Nr. 20, hier zitiert nach juris, Rdnr. 15; s. a. BSG…, Urteil vom 26. Januar 2000, Az: B 6 KA 53/98 R, SozR 3-2500 § 95 Nr. 22). - SG Dresden, 17.12.2003 - S 15 KA 378/02
Streitigkeit über die Honorarberechnung; Teilnahme als Facharzt für Innere …
Auszug aus SG Marburg, 19.07.2006 - S 12 KA 45/05
Bereits das SG Dresden, Urteil v. 17.12.2003, Az.: S 15 KA 378/02 (http://www.sozialgerichtsbarkeit.de/esgb/show.php?id=19796&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=) weist darauf hin, dass der unterschiedlichen Berücksichtigung der ärztlichen Tätigkeit nicht der Einwand der mangelnden Praktikabilität oder Effizienz entgegensteht.
- LSG Hessen, 04.11.2009 - L 4 KA 31/07
Vertragsarzt mit Doppelzulassung - Abrechnungsbeschränkung im Bereich des …
Dies sei vom SG hinsichtlich der Honorarverteilung bereits mit Urteil vom 9. Juli 2006, S 12 KA 45/05 festgestellt worden (Berufungsverfahren L 4 KA 55/06; ebenso HLSG, Urteil vom 9. August 2006 - L 4 KA 7/05; Urteil des SG Frankfurt am Main vom 6. Oktober 2004, S 27 KA 3096/03; SG Dresden, Urteil vom 7. Dezember 2003 - S 15 KA 378/02). - SG Marburg, 25.04.2007 - S 12 KA 1057/06
Vertragsarzt mit Doppelqualifikation - Abrechnung - neurologischer …
Dies ist von der Kammer hinsichtlich der Honorarverteilung bereits mit Urteil vom 19.07.2006 - S 12 KA 45/05 - www.sozialgerichtsbarkeit.de (Berufung eingelegt bei dem LSG Hessen, Az.: L 4 KA 55/06) festgestellt worden (…ebs. LSG Hessen, Urt. v. 09.08.2006 - L 4 KA 7/05 - www.sozialgerichtsbarkeit.de;… SG Frankfurt a. M., Urt. v. 06.10.2004 - S 27 KA 3096/03 ;… SG Dresden, Urt. v. 17.12.2003 - S 15 KA 378/02 - www.sozialgerichtsbarkeit.de). - SG Marburg, 04.01.2021 - S 12 KA 35/15
Vertragsarztrecht
Zwar muss ein HVV Regelungen darüber enthalten, wie Ärzte mit sog. Doppelzulassung bei der Honorarverteilung zu behandeln sind und in welcher Weise ihre Honoraranforderung bzw. bzw. Teile dieser den Budgetierungsvorgaben unterliegen (vgl. SG Marburg, Urt. v. 19.07.2006 - S 12 KA 45/05 - juris Rdnr. 24 f. m.w.N., Berufungsverfahren LSG Hessen - L 4 KA 55/06 - durch Vergleich vom 11.03.2009 beendet). - SG Marburg, 09.12.2009 - S 12 KA 285/08
Vertragsärztliche Versorgung - Anerkennung der hausärztlichen Grundvergütung nach …
Diese Zuordnung ist von der Klägerin nicht angegriffen worden, so dass hier dahinstehen kann, ob diese Zuordnung den Vorgaben des HVV entspricht bzw. die Regelung der Zuordnung von Gemeinschaftspraxen nur zu einer Honorargruppe zulässig ist (…vgl. BSG, Urt. v. 28.06.2002 - B 6 KA 28/01 R - SozR 3-2500 § 85 Nr. 47 = NZS 2003, 494, zitiert nach juris, Rdnr. 23;… SG Dresden, Urt. v. 17.12.2003 - S 15 KA 378/02 -www.sozialgerichtsbarkeit.de = juris; SG Marburg, Urt. v. 28.10.2009 - S 11 KA 522/07 - SG Marburg, Urt. v. 19.07.2006 - S 12 KA 45/05 -).
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