Rechtsprechung
| BGH, 09.12.1966 - V ZR 13/64 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Klage auf Zustimmung zur Berichtigung des Grundbuches - Löschung einer Grundschuld - Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten - Pfändung einer Grundschuld zur Beitreibung von Steuern
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1967, 563
- MDR 1967, 293
- WM 1967, 124
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (4)
- BGH, 08.02.1952 - V ZR 6/50
Durchführung des Vierjahresplans
Auszug aus BGH, 09.12.1966 - V ZR 13/64
Der Anspruch auf Zustimmung zur Berichtigung des Grundbuchs nach § 894 BGB stellt einen gesetzlich besonders geregelten Fall des Eigentumsstörungsanspruchs nach § 1004 BGB dar (Entscheidung des Senats BGHZ 5, 76, 82 [BGH 08.02.1952 - V ZR 6/50] mit weiteren Nachweisen).Wie der erkennende Senat jedoch im Anschluß an die Rechtsprechung des Reichsgerichts wiederholt ausgesprochen hat, ist für die Geltendmachung eines Anspruchs aus § 1004 BGB der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten dann verschlossen, wenn schon nach dem Klagevortrag der abzuwehrende Eingriff auf der Ausübung der Herrschaftsgewalt des Staates beruht (BGHZ 5, 76, 82 [BGH 08.02.1952 - V ZR 6/50]; 41, 264, 266 [BGH 18.03.1964 - V ZR 44/62]; weitere Urteile des Senats vom 13. Juni 1956 - V ZR 153/54 - NJW 1956, 1273 [BGH 13.06.1956 - V ZR 153/54] - und vom 29. Juni 1965 - V ZR 261/62 - MDR 1965, 985).
Pur den Anspruch auf Zustimmung zur Berichtigung des Grundbuchs gilt das gleiche (BGHZ 5, 76, 82) [BGH 08.02.1952 - V ZR 6/50].
So hat der Senat in dem Urteil BGHZ 5, 76 die Zulässigkeit des Rechtswegs für die Geltendmachung eines auf § 894 BGB gestützten Berichtigungsanspruchs bejaht, wenn der Beklagte aufgrund eines staatlichen Hoheitsakts anstelle des Klägers als Eigentümer im Grundbuch eingetragen worden ist und der Klage die Unrichtigkeit des Grundbuches daraus herleitet, daß der Hoheitsakt rechtsunwirksam war.
- BGH, 13.06.1956 - V ZR 153/54
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 09.12.1966 - V ZR 13/64
Wie der erkennende Senat jedoch im Anschluß an die Rechtsprechung des Reichsgerichts wiederholt ausgesprochen hat, ist für die Geltendmachung eines Anspruchs aus § 1004 BGB der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten dann verschlossen, wenn schon nach dem Klagevortrag der abzuwehrende Eingriff auf der Ausübung der Herrschaftsgewalt des Staates beruht (BGHZ 5, 76, 82 [BGH 08.02.1952 - V ZR 6/50]; 41, 264, 266 [BGH 18.03.1964 - V ZR 44/62]; weitere Urteile des Senats vom 13. Juni 1956 - V ZR 153/54 - NJW 1956, 1273 [BGH 13.06.1956 - V ZR 153/54] - und vom 29. Juni 1965 - V ZR 261/62 - MDR 1965, 985). - BGH, 18.03.1964 - V ZR 44/62
Rechtsweg für Immissionsabwehrklage
Auszug aus BGH, 09.12.1966 - V ZR 13/64
Wie der erkennende Senat jedoch im Anschluß an die Rechtsprechung des Reichsgerichts wiederholt ausgesprochen hat, ist für die Geltendmachung eines Anspruchs aus § 1004 BGB der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten dann verschlossen, wenn schon nach dem Klagevortrag der abzuwehrende Eingriff auf der Ausübung der Herrschaftsgewalt des Staates beruht (BGHZ 5, 76, 82 [BGH 08.02.1952 - V ZR 6/50]; 41, 264, 266 [BGH 18.03.1964 - V ZR 44/62]; weitere Urteile des Senats vom 13. Juni 1956 - V ZR 153/54 - NJW 1956, 1273 [BGH 13.06.1956 - V ZR 153/54] - und vom 29. Juni 1965 - V ZR 261/62 - MDR 1965, 985). - BGH, 29.06.1965 - V ZR 261/62
Erforderlichkeit der Erfüllung eines Anspruchs zur Abwendung einer unmittelbaren …
Auszug aus BGH, 09.12.1966 - V ZR 13/64
Wie der erkennende Senat jedoch im Anschluß an die Rechtsprechung des Reichsgerichts wiederholt ausgesprochen hat, ist für die Geltendmachung eines Anspruchs aus § 1004 BGB der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten dann verschlossen, wenn schon nach dem Klagevortrag der abzuwehrende Eingriff auf der Ausübung der Herrschaftsgewalt des Staates beruht (BGHZ 5, 76, 82 [BGH 08.02.1952 - V ZR 6/50]; 41, 264, 266 [BGH 18.03.1964 - V ZR 44/62]; weitere Urteile des Senats vom 13. Juni 1956 - V ZR 153/54 - NJW 1956, 1273 [BGH 13.06.1956 - V ZR 153/54] - und vom 29. Juni 1965 - V ZR 261/62 - MDR 1965, 985).
- BGH, 24.11.1967 - V ZR 196/65
Schadenshaftung für Truppenübungsplatz
Die Abwehrklage nach § 1004 BGB versagt allerdings dann, wenn die abzuwehrende Beeinträchtigung auf die Ausübung einer hoheitlich bestimmten Tätigkeit zurückgeht und die Vollstreckung des stattgebenden Urteils zur Aufhebung oder Änderung einer hoheitlichen Maßnahme führte (BGHZ 41, 264, 266; WM 1964, 514, 516; 1967, 124; NJW 1956, 1273) oder hoheitliches Handeln behindern würde. - OLG Rostock, 23.12.2015 - 3 U 56/15
Besitzschutz: Rechtsweg nach Besitzeinweisung der öffentlichen Hand durch …
Rn. 25 So ist es etwa für die Ansprüche des von der Besitzeinweisung betroffenen Eigentümers anerkannt, dass im Falle einer rechtswidrigen Besitzeinweisung seine Ansprüche nicht gestützt auf § 1004 BGB auf dem Zivilrechtsweg durchgesetzt werden können, weil sie sich auf die Abwehr eines hoheitlichen Aktes richten (…BGH, Urt. v. 12.07.1967, V ZR 61/64, NJW 1967, 2309 = MDR 1967, 913; allgemein bei Angriff gegen Hoheitsakt BGH, Urt. v. 09.12.1966, V ZR 13/64, NJW 1967, 563 = MDR 1967, 293). - BGH, 12.07.1967 - V ZR 61/64
Entwidmung eines öffentlichen Weges
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- OVG Nordrhein-Westfalen, 18.11.2014 - 11 E 1146/14
Befugnis einer Straßenbaubehörde zur Einziehung von auf öffentlichen Straßen …
Rn. 25 Vgl. Kopp/Schenke, Verwaltungsgerichtsordnung, Kommentar, 20. Aufl. 2014, § 40 Rn. 11 a. E., m. w. N., und ergänzend BGH, Urteile vom 9. Dezember 1966 - V ZR 13/64 -, NJW 1967, 563 (564), und vom 12. Juli 1967 - V ZR 61/64 -, NJW 1967, 2309. - BGH, 17.05.1968 - V ZR 1/65
Anspruch gegen eine Gemeinde auf Erstattung der für die Beseitigung des …
Zwar ist für Klagen auf Beseitigung einer Eigentumsstörung der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten verschlossen, wenn die abzuwehrende Störung einen auf der Herrschaftsgewalt des Staates beruhenden Eingriff darstellt (vgl. Urteile des Senats vom 9. Dezember 1966, V ZR 13/64, WM 1967, 124; BGHZ 41, 264, 266 [BGH 18.03.1964 - V ZR 44/62]; vom 29. Juni 1965, V ZR 261/62, MDR 1965, 985 = WM 1965, 977 jeweils mit weiteren Nachweisen). - BGH, 01.12.1983 - III ZR 150/82 Der hier vertretenen Auffassung steht das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 9. Dezember 1966 - V ZR 13/64 = NJW 1967, 563 nicht entgegen: In jenem Fall lagen die Dinge schon deshalb anders, weil sich die Klage auf Löschung eines im Grundbuch eingetragenen Pfändungsvermerks betr.
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