Rechtsprechung
| RFH, 29.03.1922 - VI A 61/22 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ...
- BFH, 29.01.1964 - II 78/60 U
Einordnung einer Vereinbarung der allgemeinen Gütergemeinschaft als steuerbare …
Nach der ständigen Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs kann in der Vereinbarung der allgemeinen Gütergemeinschaft ein schenkungsteuerpflichtiger Vorgang liegen, er muß es aber nicht (vgl. Urteile des Reichsfinanzhofs I a A 8/21 vom 18. Februar 1921, Slg. Bd. 5 S. 72, 74; VI A 61/22 vom 29. März 1922, Slg. Bd. 9 S. 9; I e A 350/30 vom 2. Dezember 1930, Slg. Bd. 27 S. 324, 330; I e A 56/31 vom 7. Juli 1931, RStBl 1931 S. 675).Steuerpflichtig ist ein derartiger Vorgang, da er mehrere Wirkungen erzeugt, nur dann, wenn die Eheleute den Vertrag deshalb geschlossen haben, um den einen Ehegatten zu bereichern (vgl. Urteil des Reichsfinanzhofs VI A 61/22 vom 29. März 1922, Slg. Bd. 9 S. 9, 13), um also schon erbrechtliche Wirkungen herbeizuführen.
Wie der Reichsfinanzhof schon im Urteil VI A 61/22 vom 29. März 1922 (Slg. Bd. 9 S. 9, 13) bemerkt hat, können gerade für einen Kaufmann Überlegungen der Kreditwürdigkeit für den Güterstand der allgemeinen Gütergemeinschaft sprechen.
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