Rechtsprechung
| RFH, 23.05.1933 - VI A 907/32 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (6)
- BFH, 14.05.2002 - VIII R 8/01
Veräußerung eines Mitunternehmeranteils gegen gewinnabhängigen Kaufpreis
Der RFH hat zur Begründung dieser Auffassung nicht nur auf die erheblichen Schwierigkeiten bei der Schätzung des Gegenwartswerts der Leibrente, sondern zudem auch darauf hingewiesen, dass sich --bei Einräumung eines Wahlrechts zur Sofortbesteuerung-- aufgrund des erforderlichen Abgleichs des Schätzwerts mit den tatsächlich zufließenden Entgelten nachträglich Veräußerungsverluste oder zusätzliche Veräußerungsgewinne ergeben könnten (vgl. RFH-Urteile vom 14. Mai 1930 VI A 706/28, RStBl 1930, 580; vom 23. Mai 1933 VI A 907/32, RStBl I 1933, 663). - BFH, 20.01.1959 - I 200/58 U
Abgrenzung von Kaufpreisraten und laufenden Bezügen mit Rentencharakter bei der …
Nach der Rechtsprechung könne von Abzahlungen auf einen Kaufpreis dann nicht mehr die Rede sein, wenn die Dauer der wiederkehrenden Bezüge unbestimmt oder der Vertrag mit einem Wagnis für die Beteiligten verbunden sei (Entscheidungen des Reichsfinanzhofs VI A 907/32 vom 23. Mai 1933 - RStBl 1933 S. 663, Slg. Bd. 33 S. 290 -, VI A 1284/33 vom 12. Dezember 1935 - Steuer und Wirtschaft (StuW) 1935 Nr. 90 -, VI 435/40 vom 8. Januar 1941 - StuW 1941 Nr. 146 -).In der Entscheidung des Reichsfinanzhofs VI A 907/32 vom 23. Mai 1933 (RStBl 1933 S. 663, Slg, Bd. 33 S. 290) hält der Reichsfinanzhof an den Grundsätzen der Entscheidung vom 14. Mai 1930 fest und führt aus, ob feste Kaufpreisraten oder laufende Bezüge vorliegen würden, richte sich hauptsächlich danach, ob es sich für den Veräußerer um ein Geschäft handle, bei dem der Charakter eines Wagnisses vorherrsche (ebenso Entscheidung des Reichsfinanzhofs VI A 903/34 vom 19. Februar 1936 - RStBl 1936 S. 767-).
Die Ratenzahlungen dürfen also nicht wie im Falle der Entscheidung des Reichsfinanzhofs VI A 314/35 vom 4. September 1935, Mrozek-Kartei, Einkommensteuergesetz, 1934, § 16 Abs. 2 Rechtsspruch 4 (siehe auch die Verpflichtung unter Buchstabe a in der Entscheidung VI A 903/34 und die Verpflichtung unter Ziff. 2 in der Entscheidung VI A 907/32), darin begründet sein, dem Erwerber den Kaufpreis zu stunden.
Zur Frage, ob die Vereinbarung über die Erhöhung der Bezüge (Sachwertklausel) bürgerlich-rechtlich mit Rücksicht auf die Bestimmungen des § 3 des Währungsgesetzes wirksam ist (siehe hierzu die Ausführungen von Fögen, Der Betriebs-Berater 1958 S. 1259, inbesondere S. 1266) und ob bei einer etwaigen Anerkennung der Vereinbarung ein Wagnis im Sinne der Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs ähnlich wie bei Gewinn- und Umsatzbeteiligung (siehe Entscheidung des Reichsfinanzhofs VI A 907/32, allerdings auch Entscheidung des Reichsfinanzhofs VI A 1291/29 vom 15. Mai 1930 - RStBl 1930 S. 674 -) vorliegt, braucht deshalb nicht Stellung genommen zu werden.
- BFH, 12.06.1968 - IV 254/62
Erfassen von Kaufpreisratenzahlungen für einen Gewerbebetrieb als laufende Bezüge …
Die bisherige Rechtsprechung zur Abgrenzung einer wagnisbehafteten Betriebsveräußerung gegen "laufende Bezüge" von einer nicht wagnisbehafteten Betriebsveräußerung gegen "Kaufpreisraten" (Hinweis auf die RFH-Urteile VI A 706/28; VI A 907/32 vom 23. Mai 1933, RStBl 1933, 663; VI A 903/34 vom 19. Februar 1936, RStBl 1936, 768) sei zutreffend.Der in der Kaufpreisforderung enthaltene Veräußerungsgewinn ist im Zeitpunkt der Veräußerung verwirklicht (vgl. RFH-Urteile VI A 706/28, VI A 907/32, VI A 903/34).
- BFH, 05.06.1985 - I R 183/84
Willkür - Änderung der Handelsbilanz - Änderung des Gewinnverteilungsbeschlusses …
Zwar bindet der Grundsatz von Treu und Glauben nicht nur die Finanzverwaltung, sondern auch die Steuerpflichtigen (vgl. Urteile des Reichsfinanzhofs vom 23. Mai 1933 VI A 907/32, Steuer und Wirtschaft, 1933 II, 1360; vom 8. August 1934 VI A 2024/32, RStBl 1935, 920, und vom 5. Oktober 1939 IV 236/38, RStBl 1940, 346, und die Urteile des BFH vom 24. November 1965 VI 128/65 U, BFHE 84, 365, BStBl III 1966, 131, und vom 22. April 1966 VI 37/65, BFHE 86, 142, BStBl III 1966, 368). - BFH, 16.07.1964 - IV 377/62 U
Behandlung der Einkünfte aus der Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft als …
Dasselbe gilt auch dann, wenn der Kaufpreis in Raten entrichtet wird (vgl. Urteile des Reichsfinanzhofs VI A 706/28 vom 14. Mai 1930, RStBl 1930 S. 580; VI A 907/32 vom 23. Mai 1933, RStBl 1933 S. 663; VI A 903/34 vom 19. Februar 1936, RStBl 1936 S. 768). - BFH, 05.06.1985 - I R 175/84
Änderung eines ursprünglichen Feststellungsbeschlusses - Einführung des …
Zwar bindet der Grundsatz von Treu und Glauben nicht nur die Finanzverwaltung, sondern auch die Steuerpflichtigen (vgl. Urteile des Reichsfinanzhofs - RFH - vom 23. Mai 1933 VI A 907/32, Steuer und Wirtschaft 1933 II, 1360; vom 8. August 1934 VI A 2024/32, RStBl 1935, 920, und vom 5. Oktober 1939 IV 236/38, RStBl 1940, 346, und die Urteile des BFH vom 24. November 1965 VI 128/65 U, BFHE 84, 365, BStBl III 1966, 131, und vom 22. April 1966 VI 37/65, BFHE 86, 142, BStBl III 1966, 368).
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